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	<title>Bundesländer &#8211; Online-Plattform Leerstand aktivieren</title>
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	<description>Potenziale der Innenentwicklung und Leerstandsaktivierung: Leerstand überwinden, Baukultur erhalten, lebendige Orte schaffen</description>
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		<title>Bahnhof Zschortau – vom ruinösen Leerstand zum modernen Bürostandort</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Apr 2026 14:20:38 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Bahnhof Zschortau – vom ruinösen Leerstand zum modernen Bürostandort Infolge der zahlreichen Stilllegungen von Bahnhöfen in Ostdeutschland stehen in vielen ländlichen Regionen die ortsbildprägenden und meist unter Denkmalschutz stehenden Bahnhofsgebäude leer. Um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken und den Orten einen wichtigen Teil ihrer Geschichte und Identifikationsgrundlage zurückzugeben, versuchen private Akteur*innen und Gemeinden vielerorts, den Gebäuden wieder Leben einzuhauchen – so auch in Zschortau, einem Ortsteil der Gemeinde Rackwitz im Landkreis Nordsachsen. Mit dem Ziel, mehr über die Umnutzung des Bahnhofsgebäudes in Zschortau zu erfahren, haben wir uns auf den Weg in die Region 19 km nördlich von Leipzig gemacht und vor Ort mit Bernd Knoblich, Landschaftsarchitekt und Gründer des Büros Knoblich gesprochen, welcher das denkmalgeschützte Empfangsgebäude am Bahnhof heute als Bürostandort nutzt. Das sanierte Bahnhofsgebäude in Zschortau (Foto: Oliver Diecke OD-Pictureworks, Leipzig) Bahnhof Zschortau – die Geschichte Das Bahnhofsgebäude in Zschortau weist eine wechselvolle Geschichte auf. Der Bahnhof liegt an der bedeutsamen Eisenbahnstrecke zwischen Leipzig und Delitzsch und war nach seiner Entstehung um 1870 ein wichtiger Haltepunkt für die Region zwischen Leipzig und Bitterfeld. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verlor das Empfangsgebäude des Landbahnhofes, unter anderem aufgrund des abnehmenden Güterverkehrs und Rangierbetriebs, zunehmend an Bedeutung und wurde 1996 endgültig außer Betrieb genommen. Es folgten über 25 Jahre Leerstand und Verfall, die das historische und ortsbildprägende Gebäude in einem ruinösen Zustand mit beschädigten Dächern, zugenagelten Fenstern und Graffiti zurückgelassen haben. Die angrenzende Bahnhaltestelle blieb dabei bestehen und bindet den Ortsteil der Gemeinde an die umliegenden Städte an. Auch wenn es in der Gemeinde selbst keine Nachnutzungsabsichten gab, war ihr Wunsch, das ortsbildprägende Gebäude zu erhalten, groß. Nach einer gescheiterten Versteigerung im Jahr 2015 und unklaren Eigentümerverhältnissen wandte sich der Bürgermeister der Gemeinde schließlich an den Landschaftsarchitekten Bernd Knoblich. Nach zwei Jahren Überzeugungsarbeit kam dann 2022 die rettende Wende für den verfallenen Bahnhof: Der Landschaftsarchitekt kaufte das Gebäude von der Deutschen Bahn und entwickelt einen modernen und nachhaltigen Bürostandort für seine Mitarbeiter*innen, wodurch nicht nur ein Schandfleck verschwunden ist, sondern auch neue Arbeitsplätze in die Gemeinde gekommen sind.  Die Idee – moderne Büros im Nullenergiehaus Bernd Knoblich kam in den 1990er Jahren nach seinem Studium an der TU Berlin nach Sachsen und gründete 2001 schließlich das gleichnamige Büro Knoblich. Das Planungsbüro für Landschaftsarchitektur, Umweltplanung und Bauleitplanung mit heute über 60 Mitarbeiter*innen ist vor allem in Ostdeutschland tätig. Zu den Bürostandorten gehören das alte Forsthaus in Zschepplin bei Leipzig, eine alte Bürgermeistervilla in Erkner bei Berlin und seit 2024 das alte Bahnhofsgebäude in Zschortau. Das Besondere – alle drei Bürostandorte befinden sich in sorgfältig sanierten Altbauten. Bernd Knoblich betont, dass dies Teil der Nachhaltigkeitsstrategie des Planungsbüros sei – für die eigenen Bürostandorte sollen keine neuen Gebäude an unbebauten Orten entstehen. Stattdessen ist es die Philosophie des Landschaftsarchitekten, alte Immobilien aufzuwerten und anschließend in Büros zu verwandeln.   Für Bernd Knoblich steht in diesem Zusammenhang fest – ein konkreter Plan mit einem realistischen und tragbaren Nutzungskonzept ist das A und O für eine erfolgreiche Leerstandsaktivierung. „Das Entscheidendste ist, glaube ich, dass man tatsächlich genau weiß und einen genauen Plan hat, wie man die Räumlichkeiten füllt und das war das, was es mir hier auch so einfach gemacht hat.“ Bernd Knoblich Für Bernd Knoblich steht in diesem Zusammenhang fest – ein konkreter Plan mit einem realistischen und tragbaren Nutzungskonzept ist das A und O für eine erfolgreiche Leerstandsaktivierung. „Das Entscheidendste ist, glaube ich, dass man tatsächlich genau weiß und einen genauen Plan hat,wie man die Räumlichkeiten füllt und das war das, was es mir hier auch so einfach gemacht hat.“ Das Bahnhofsgebäude vor der Sanierung nach 25 Jahren Leerstand Innenansicht: Hohe Decke und ein besonderes Flair im Gemeinschaftsbüro Als generationenübergreifendes Wohnprojekt geplant, sollte bei der „Dorflinde“ die Gemeinschaft im Fokus stehen, und zwar über eine „normale“ Wohngemeinschaft oder Nachbarschaft hinausgehend. Das Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser des Bundes sieht Wohnkonzepte jedoch nicht vor und da sie keines der Ziele – hierzu zählt insbesondere die Stärkung des generationenübergreifenden gesellschaftlichen Miteinanders – darstellt, wären das Projekt, wie es anfangs geplant wurde, im Rahmen des Aktionsprogramms nicht förderfähig gewesen. Der Sanierungs- und Baustart für die „Dorflinde“ war im Jahr 2007. Das Konzept des Vorhabens wurde im Austausch mit und Beteiligung der Bürger*innen erstellt, um dem Bedarf und Bedürfnissen der „zukünftigen Nutzer*innen“ gerecht zu werden. Sanierungs- und Baustart für die „Dorflinde“ war im Jahr 2007. Auf dem Baugelände befanden sich zu diesem Zeitpunkt eine alte Fachwerkscheune und ein angrenzendes Wohngebäude. Das Wohngebäude wurde jedoch abgerissen und durch den heutigen Glasanbau ersetzt. Zeitgleich sanierte man die ehemalige Scheune, bei der es sich um ein ortsbildprägendes und identitätsstiftendes Gebäude handelt.  Dieser Teil der „Dorflinde“ dient heute als Gemeinde- und Veranstaltungssaal. Obwohl die ehemalige Scheune, nach Aussage von Reinhard Streng, eigentlich zu klein sei, wurde sich aufgrund der Bedeutung jedoch trotzdem für die Nutzung entschieden. Nicht nur bei der Konzeptionierung, sondern ebenfalls während der Bau- und Sanierungsarbeiten und dem heutigen Betrieb der „Dorflinde“ ist die Beteiligung der Bürger*innen wichtig.  Ehrenamtliches Engagement spielt weiterhin eine große Rolle, wobei die Gemeinde als Träger und Eigentümer stets die treibende Kraft war und ist. Die Finanzierung setzte sich aus Fördergeldern sowie privaten und kommunalen Mitteln zusammen. In das Projekt flossen demnach Mittel aus der Städtebauförderung, dem Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser des Bundes, von der Bayerischen Landesstiftung sowie der Wüstenrot Stiftung. Nach Angaben von Reinhard Streng kamen bis zur Eröffnung der „Dorflinde“ im Jahr 2008 rund 250.000 Euro zusammen. Die übrigen Mittel konnten, wie gesagt, durch den Gemeindehaushalt und privates Sponsoring aufgebracht werden. Die Sanierung – gute Zusammenarbeit, viel Vertrauen und ein gemeinsames Ziel Auch wenn Bernd Knoblich bereits einige Erfahrungen mit der Umnutzung von Bestandsgebäuden sammeln konnte, brachte der marode Zustand des Bahnhofes neue Herausforderungen mit sich. Der Landschaftsarchitekt erinnert sich, wie er gemeinsam mit dem Bürgermeister durch ein zugenageltes Fenster gestiegen ist, um sich einen ersten Eindruck zu machen. „Man konnte da durch die drei Etagen hindurchsehen, von unten bis oben. Die ganzen Decken waren durchgebrochen. Das Dach saß mehr schlecht als recht obendrauf.“ Das Bahnhofsgebäude im Umbau Vom Stillstand zum Kauf – Hürden und wie ihnen begegnet werden]]></description>
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									<h3><strong>Bahnhof Zschortau – vom ruinösen Leerstand zum modernen Bürostandort</strong></h3><p>Infolge der zahlreichen Stilllegungen von Bahnhöfen in Ostdeutschland stehen in vielen ländlichen Regionen die ortsbildprägenden und meist unter Denkmalschutz stehenden Bahnhofsgebäude leer. Um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken und den Orten einen wichtigen Teil ihrer Geschichte und Identifikationsgrundlage zurückzugeben, versuchen private Akteur*innen und Gemeinden vielerorts, den Gebäuden wieder Leben einzuhauchen – so auch in Zschortau, einem Ortsteil der Gemeinde Rackwitz im Landkreis Nordsachsen.</p><p>Mit dem Ziel, mehr über die Umnutzung des Bahnhofsgebäudes in Zschortau zu erfahren, haben wir uns auf den Weg in die Region 19 km nördlich von Leipzig gemacht und vor Ort mit Bernd Knoblich, Landschaftsarchitekt und Gründer des Büros Knoblich gesprochen, welcher das denkmalgeschützte Empfangsgebäude am Bahnhof heute als Bürostandort nutzt.</p>								</div>
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									<h4><strong>Bahnhof Zschortau – die Geschichte</strong></h4><p>Das Bahnhofsgebäude in Zschortau weist eine wechselvolle Geschichte auf. Der Bahnhof liegt an der bedeutsamen Eisenbahnstrecke zwischen Leipzig und Delitzsch und war nach seiner Entstehung um 1870 ein wichtiger Haltepunkt für die Region zwischen Leipzig und Bitterfeld.</p><p>In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verlor das Empfangsgebäude des Landbahnhofes, unter anderem aufgrund des abnehmenden Güterverkehrs und Rangierbetriebs, zunehmend an Bedeutung und wurde 1996 endgültig außer Betrieb genommen. Es folgten über 25 Jahre Leerstand und Verfall, die das historische und ortsbildprägende Gebäude in einem ruinösen Zustand mit beschädigten Dächern, zugenagelten Fenstern und Graffiti zurückgelassen haben. Die angrenzende Bahnhaltestelle blieb dabei bestehen und bindet den Ortsteil der Gemeinde an die umliegenden Städte an.</p><p>Auch wenn es in der Gemeinde selbst keine Nachnutzungsabsichten gab, war ihr Wunsch, das ortsbildprägende Gebäude zu erhalten, groß. Nach einer gescheiterten Versteigerung im Jahr 2015 und unklaren Eigentümerverhältnissen wandte sich der Bürgermeister der Gemeinde schließlich an den Landschaftsarchitekten Bernd Knoblich. Nach zwei Jahren Überzeugungsarbeit kam dann 2022 die rettende Wende für den verfallenen Bahnhof: Der Landschaftsarchitekt kaufte das Gebäude von der Deutschen Bahn und entwickelt einen modernen und nachhaltigen Bürostandort für seine Mitarbeiter*innen, wodurch nicht nur ein Schandfleck verschwunden ist, sondern auch neue Arbeitsplätze in die Gemeinde gekommen sind. </p>								</div>
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									<h4><strong>Die Idee – moderne Büros im Nullenergiehaus </strong></h4><p>Bernd Knoblich kam in den 1990er Jahren nach seinem Studium an der TU Berlin nach Sachsen und gründete 2001 schließlich das gleichnamige Büro Knoblich. Das Planungsbüro für Landschaftsarchitektur, Umweltplanung und Bauleitplanung mit heute über 60 Mitarbeiter*innen ist vor allem in Ostdeutschland tätig. Zu den Bürostandorten gehören das alte Forsthaus in Zschepplin bei Leipzig, eine alte Bürgermeistervilla in Erkner bei Berlin und seit 2024 das alte Bahnhofsgebäude in Zschortau. Das Besondere – alle drei Bürostandorte befinden sich in sorgfältig sanierten Altbauten. Bernd Knoblich betont, dass dies Teil der Nachhaltigkeitsstrategie des Planungsbüros sei – für die eigenen Bürostandorte sollen keine neuen Gebäude an unbebauten Orten entstehen. Stattdessen ist es die Philosophie des Landschaftsarchitekten, alte Immobilien aufzuwerten und anschließend in Büros zu verwandeln.  </p><p>Für Bernd Knoblich steht in diesem Zusammenhang fest – ein konkreter Plan mit einem realistischen und tragbaren Nutzungskonzept ist das A und O für eine erfolgreiche Leerstandsaktivierung.</p><p style="text-align: center;"><em>„Das Entscheidendste ist, glaube ich, dass man tatsächlich genau weiß und einen genauen Plan hat, wie man die Räumlichkeiten füllt und das war das, was es mir hier auch so einfach gemacht hat.“</em></p>								</div>
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									<p>Für Bernd Knoblich steht in diesem Zusammenhang fest – ein konkreter Plan mit einem realistischen und tragbaren Nutzungskonzept ist das A und O für eine erfolgreiche Leerstandsaktivierung.</p><p style="text-align: center;"><em>„Das Entscheidendste ist, glaube ich, <br />dass man tatsächlich genau weiß <br />und einen genauen Plan hat,<br />wie man die Räumlichkeiten füllt und das war das, <br />was es mir hier auch so einfach gemacht hat.“</em></p>								</div>
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									<p>Als generationenübergreifendes Wohnprojekt geplant, sollte bei der „<a href="https://www.dorflinde-langenfeld.de/" target="_blank" rel="noopener">Dorflinde</a>“ die Gemeinschaft im Fokus stehen, und zwar über eine „normale“ Wohngemeinschaft oder Nachbarschaft hinausgehend. Das Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser des Bundes sieht Wohnkonzepte jedoch nicht vor und da sie keines der Ziele – hierzu zählt insbesondere die Stärkung des generationenübergreifenden gesellschaftlichen Miteinanders – darstellt, wären das Projekt, wie es anfangs geplant wurde, im Rahmen des Aktionsprogramms nicht förderfähig gewesen. Der Sanierungs- und Baustart für die „Dorflinde“ war im Jahr 2007. Das Konzept des Vorhabens wurde im Austausch mit und Beteiligung der Bürger*innen erstellt, um dem Bedarf und Bedürfnissen der „zukünftigen Nutzer*innen“ gerecht zu werden. Sanierungs- und Baustart für die „Dorflinde“ war im Jahr 2007. Auf dem Baugelände befanden sich zu diesem Zeitpunkt eine alte Fachwerkscheune und ein angrenzendes Wohngebäude. Das Wohngebäude wurde jedoch abgerissen und durch den heutigen Glasanbau ersetzt. Zeitgleich sanierte man die ehemalige Scheune, bei der es sich um ein ortsbildprägendes und identitätsstiftendes Gebäude handelt. </p>								</div>
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									<h4><strong>Die Sanierung – gute Zusammenarbeit, viel Vertrauen und ein gemeinsames Ziel </strong></h4><p>Auch wenn Bernd Knoblich bereits einige Erfahrungen mit der Umnutzung von Bestandsgebäuden sammeln konnte, brachte der marode Zustand des Bahnhofes neue Herausforderungen mit sich. Der Landschaftsarchitekt erinnert sich, wie er gemeinsam mit dem Bürgermeister durch ein zugenageltes Fenster gestiegen ist, um sich einen ersten Eindruck zu machen.</p><p style="text-align: center;"><em>„Man konnte da durch die drei Etagen <br />hindurchsehen, von unten bis oben. <br />Die ganzen Decken waren durchgebrochen. <br />Das Dach saß mehr schlecht als recht obendrauf.“ </em></p>								</div>
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									<h4><strong>Vom Stillstand zum Kauf – Hürden und wie ihnen begegnet werden kann </strong></h4><p>Bevor die Sanierungsarbeiten beginnen konnten, stand das Projekt jedoch noch vor einem großen Hindernis – dem Kauf des alten Empfangsgebäudes. Der Erwerb des Gebäudes von der Deutschen Bahn stockte zunächst aufgrund der vorangegangenen gescheiterten Versteigerung, wodurch die DB nicht mehr als Eigentümer im Grundbuch eingetragen war. Erst durch die Eröffnung eines Notaranderkontos und einen Anzahlungspreis von 1 800 € gelang es der Deutschen Bahn, den Grundbucheintrag zurückzubekommen. Zusätzliche Probleme brachte die Strategie „Starke Schiene Deutschland“, welche den vorangegangenen großmaßstäbigen Verkauf von Bahnhofsgebäuden durch die Deutsche Bahn bremsen sollte. Die Lösung – Handlungsdruck für die DB aufgrund der Denkmalschutzrichtlinien. Ohne den Verkauf der Immobilie hätte die Bahn Kosten in Höhe von 180 000 € für die Notsicherung aufbringen müssen.</p>								</div>
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									<p>Bernd Knoblich verweist in diesem Zusammenhang insgesamt auf die schleppenden Verhandlungen mit Behörden, einschließlich der Deutschen Bahn:</p><p style="text-align: center;"><em>„Diese unglaublich zähen Verhandlungen, <br />bis man überhaupt so etwas kaufen kann – <br />da geben eigentlich 90 % der Leute auf.“</em><em> </em></p><p>Entscheidend ist laut dem Landschaftsarchitekten, viele gute Kontakte und eine wohlwollende Gemeinde auf seiner Seite zu haben. Insbesondere die Unterstützung durch den Bürgermeister war bei den Verhandlungen mit der DB essentiell. Das Landschaftsarchitekturbüro konnte darüber hinaus auf wertvolle Kontakte und zuverlässige Netzwerkpartner zurückgreifen. Mit der engagierten Baufirma hatte das Büro Knoblich bereits zwei Projekte durchgeführt. Auch zum Denkmalamt bestanden aufgrund von früherer beruflicher Zusammenarbeit bereits Kontakte. Hinzu kam ein guter Draht zur Bauaufsicht und die bereits erwähnte Unterstützung der Gemeinde, was eine unkomplizierte Abstimmung auf Augenhöhe ermöglichte.</p><p style="text-align: center;"><em>„Wenn man die guten Kontakte nicht gehabt hätte, <br />weiß ich nicht, ob man das so schnell <br />und so zielorientiert gelöst hätte.“</em></p>								</div>
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									<p>Nach einem Jahr Planung fiel dann im Februar 2023 der Startschuss. Das Team, ergänzt durch ein Leipziger Architekturbüro und verschiedene Handwerkersbetriebe, machte sich mit viel Feingefühl und Liebe zum Detail für die nächsten 1,5 Jahre an die Rettung des ehemaligen Empfangsgebäudes. Im Oktober 2024 konnte der Bürobetrieb schließlich starten.  </p><p>Mit dem Anspruch, möglichst viele historische Details zu erhalten und den Charme des Empfangsgebäudes zu bewahren, wurden in Abstimmung mit dem Denkmalschutz einzelne Steine an der Außenfassade entnommen und ersetzt. Die historische Form und Farbe der Ziegel und Fugen konnte durch einen Gutachter bestimmt und schließlich rekonstruiert werden. Im Innenbereich wurden die neuen Türen und Fenster dem ursprünglichen Design entsprechend nachgebaut. In vielen Bereichen des Gebäudes konnten die historischen Fliesen erhalten bleiben. Die Wände wurden ebenfalls nach dem ursprünglichen Farbkonzept gestaltet.</p>								</div>
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									<p>Bernd Knoblich verweist auf das besondere Flair, das das ehemalige Empfangsgebäude ausstrahlt und den Standort unter den Mitarbeiter*innen zum beliebten Arbeitsplatz macht. Hinzu kommen die großzügigen und funktionalen Räumlichkeiten, die die Immobilie bietet. Die großen Besprechungsräume ermöglichen Fachbereichstreffen und Meetings mit Platz für über 30 Mitarbeiter*innen. Durch den Standort an der Bahnhaltestelle ist das Büro auch für Mitarbeiter*innen aus Leipzig gut erreichbar – ein wichtiger Standortvorteil für das Büro in der kleinen Ortschaft. Bernd Knoblich erzählt, dass viele die Möglichkeit schätzen, mit der Bahn zur Arbeit zu pendeln. Ein elektrisches Poolfahrzeug, mit dem sich die Mitarbeiter*innen in die Fläche zu den Kund*innen begeben können, vervollständigt die emissionsarme und flexible Mobilität. Das Bahnhofsgebäude in Zschortau passt somit genau in die Nachhaltigkeitsstrategie des Büros.</p><p>Viel Abstimmungsarbeit mit dem Denkmalamt erforderte insbesondere die PV-Anlage, welche, angepasst an das Dach, im Format der Schieferplatten angefertigt wurde und heute sowohl den Hausbedarf, die Heizungsanlage (Wärmepumpe) als auch die Ladesäulen für das E-Auto versorgt.</p>								</div>
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									<p>Bernd Knoblich verweist auf das besondere Flair, das das ehemalige Empfangsgebäude ausstrahlt und den Standort unter den Mitarbeiter*innen zum beliebten Arbeitsplatz macht. Hinzu kommen die großzügigen und funktionalen Räumlichkeiten, die die Immobilie bietet. Die großen Besprechungsräume ermöglichen Fachbereichstreffen und Meetings mit Platz für über 30 Mitarbeiter*innen. Durch den Standort an der Bahnhaltestelle ist das Büro auch für Mitarbeiter*innen aus Leipzig gut erreichbar – ein wichtiger Standortvorteil für das Büro in der kleinen Ortschaft. Bernd Knoblich erzählt, dass viele die Möglichkeit schätzen, mit der Bahn zur Arbeit zu pendeln. Ein elektrisches Poolfahrzeug, mit dem sich die Mitarbeiter*innen in die Fläche zu den Kund*innen begeben können, vervollständigt die emissionsarme und flexible Mobilität. Das Bahnhofsgebäude in Zschortau passt somit genau in die Nachhaltigkeitsstrategie des Büros.</p><p>Viel Abstimmungsarbeit mit dem Denkmalamt erforderte insbesondere die PV-Anlage, welche, angepasst an das Dach, im Format der Schieferplatten angefertigt wurde und heute sowohl den Hausbedarf, die Heizungsanlage (Wärmepumpe) als auch die Ladesäulen für das E-Auto versorgt.</p><p>Vereinzelte Probleme gab es insbesondere durch die Auflagen in Bezug auf den Arbeits- und Brandschutz. Auch liegt zurzeit noch keine Nutzungsgenehmigung für das oberste Geschoss vor, da ein zweiter Fluchtweg fehlt. In Zukunft soll der obere Bereich als Ausgleichsort zur Arbeit genutzt werden und den Mitarbeiter*innen mit spielerischen oder sportlichen Elementen zur Verfügung stehen.</p>								</div>
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									<p>Die Finanzierung des Umbaus erfolgte aus eigener Tasche mit einem Kredit von der Bank.</p><p style="text-align: center;"><em>„Die größte Hoffnung damals hatte ich <br />in die LEADER–Förderkulisse gesetzt. <br />Aber als wir uns mit der Deutschen Bahn <br />wegen des Kaufs einig geworden waren, <br />waren wir gerade zwischen zwei Förderperioden.“</em></p><p>Angefragt wurde außerdem die Denkmalförderung. Bernd Knoblich berichtet, dass diese jedoch lediglich die historische Außenbeschriftung des Bahnhofes gefördert hätten, wodurch die geringe Fördersumme in keinem Verhältnis zu dem entstandenen Arbeitsaufwand durch die Antragstellung gestanden hätte. </p><h4><strong>Ein neuer Alter Bahnhof für die Region  </strong></h4><p>Der sanierte Bahnhof ist nicht nur für Bernd Knoblich und sein Team eine Bereicherung. Auch in der Bevölkerung ist die Freude über den in neuem Glanz erstrahlenden Bahnhof groß. Der Landschaftsarchitekt erinnert sich, dass ihn viele bereits während der Umbaumaßnahmen kontaktiert haben, um ihre Freude über die Sanierungsmaßnahmen auszudrücken. Viele persönliche Geschichten kamen zum Vorschein und machten deutlich, welche Erinnerungen und emotionale Verbundenheit die Anwohner*innen mit dem alten Bahnhof verbinden. Am Tag der Architektur 2025 hat das Büro schließlich für alle interessierten Bürger*innen die Türen geöffnet:</p><p><em>„Es waren über 1 000 Leute da und es waren unglaublich bewegende zwei Tage. Ich hätte nie gedacht, dass mich das auch selber so mitnimmt, aber da waren Leute, die standen hinten und haben geweint.“ </em></p>								</div>
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									<h5><strong>Sachsen</strong></h5><p>Um mehr über die Region dieser Bereisung zu erfahren hier klicken.</p>								</div>
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															<img loading="lazy" decoding="async" width="642" height="420" src="https://leerstand-aktivieren.de/wp-content/uploads/coernl-forest-7217087-Cornell-Fruehauf-Pixabay.jpg" class="attachment-large size-large wp-image-25010" alt="" />															</div>
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			</item>
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		<title>Regionalmanagement in Mittelfranken – wie zwei Landkreise den Umgang mit Leerstand neu denken</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Feb 2026 15:09:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bundesländer]]></category>
		<category><![CDATA[Bayern]]></category>
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					<description><![CDATA[Regionalmanagement in Mittelfranken – wie zwei Landkreise den Umgang mit Leerstand neu denken Auf unserer Bereisung in den Freistaat Bayern verschlug es uns in den Regierungsbezirk Mittelfranken. Hier haben wir uns zwei Landkreisen gewidmet und mit verschiedenen Akteur*innen vor Ort gesprochen. Stellvertretend für die Landkreise Ansbach und Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim kamen wir mit den jeweiligen Regionalmanagerinnen ins Gespräch. Im Kreishaus zu Ansbach erwartete uns die Diplom-Geografin Andrea Denzinger. Nach ihrem Studium war sie auf unterschiedlichen Ebenen im Bereich der regionalen Entwicklung tätig, ehe sie im Jahr 2021 ins Landratsamt Ansbach wechselte. Die Regionalmanagerin vom Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Andrea Linz ist studierte Landschaftsarchitektin und -planerin mit einem weiteren Abschluss im Aufbaustudiengang Nachhaltiger Tourismus. Im Jahr 2010 begann sie ihre Tätigkeit im Regionalmanagement des Landkreises Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim. Die Regionalmanagements leisten hauptsächlich Vernetzungsarbeit und sorgen für mehr Außenwirksamkeit der jeweiligen Maßnahmen und Projekte. Sie nehmen eine verbindende Position ein und agieren als Schnittstelle zwischen dem jeweiligen Landkreis und den Kommunen. Die Einordnung der Stabsstellen für Regionalmanagement erfolgt regional unterschiedlich. Im Landkreis Ansbach ist sie an die Wirtschaftsförderung angegliedert, im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim an die Kreisentwicklung. Beide Landkreise verbindet nicht nur ihre Lage im selben Regierungsbezirk, sondern vielmehr das besondere Augenmerk auf die kommunale Innenentwicklung und den Umgang mit leerstehenden Gebäuden. Hierbei spielen die Regionalmanagerinnen eine wesentliche Rolle, auf die wir im weiteren Verlauf des Blog-Beitrags noch genauer eingehen. Der mittelfränkische Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim: Ländlich, traditionell und dennoch innovativ Von der grünen Wiese zurück zum Ortskern: Strategiewechsel in den ländlichen Räumen Bayerns Die beiden mittelfränkischen Landkreise liegen in der Metropolregion Nürnberg im Norden Bayerns. Sie gelten nach Typisierung des Thünen-Instituts für Ländliche Räume als sehr ländlich, wobei dem Landkreis Ansbach eine gute und dem Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim eine weniger gute sozioökonomische Lage zugeschrieben wird. Durch ihre Nähe zu verschiedenen Mittel- und Großstädten – je nach geografischer Lage besteht eine gute Anbindung an Städte wie Aalen, Bamberg, Crailsheim, Ellwangen, Erlangen, Fürth oder Nürnberg – leben viele berufsbedingte Auspendler*innen in den beiden Landkreisen. Dies begünstigt eine relativ gute Verfügbarkeit an Einrichtungen der Daseinsvorsorge und macht die Region generell attraktiv. „Irgendwann ist der Bewusstseinswandel einfach eingetreten. Man muss ja nur durch die Ortschaften gehen, sich umschauen und man entdecke jede Menge graue Energie, die verfällt. Wenn man dann Flächenverbrauch im Außenbereich hat und im Ortskern gibt s immer mehr Leerstand, dann muss sich das Bewusstsein auch ändern und man muss ins Handeln kommen.“ (Andrea Denzinger) In den Interviews wird die Situation hinsichtlich Innenentwicklung und Leerstandsaktivierung wie folgt beschrieben: Vielerorts war der kommunale Ansatz lange eher auf die Entwicklung des Gewerbes und die Verbesserung der wirtschaftlichen Situation ausgerichtet. Hiermit waren jedoch vordergründig die Außenentwicklung und das Bauen auf der „grünen Wiese“ verbunden. In den vergangenen Jahren fand jedoch ein Umdenken statt, wonach die Innenentwicklung wieder stärker in den Fokus der Städte und Gemeinden rückt. Gefördert wird dieses neue Bewusstsein seit Juli 2019 durch die „Flächensparoffensive Bayern“, ein flächendeckendes Programm der Bayerischen Staatsregierung. Demnach wurde das klare Ziel ausgerufen, die Inanspruchnahme neuer Flächen zu reduzieren und eine nachhaltige Flächenentwicklung in ganz Bayern zu fördern. Interkommunale Strukturen in Bayern – wie Netzwerke die Regionalentwicklung vor Ort gestalten Die regionalen Netzwerke in beiden Landkreisen weisen eine Besonderheit auf, die den Strukturen im Freistaat Bayern geschuldet sind. Regionalentwicklung ist stark interkommunal und kooperativ strukturiert – und findet in Form unterschiedlicher Zusammenschlüsse statt. Hierzu zählen die regionalen Planungsverbände, Kommunale Allianzen und Lokale Aktionsgruppen (LAG). Letztere sind im gesamten Bundesgebiet aktiv, da sie regionale Entwicklungsstrategien entwickeln und über die Förderung von Projekten im Rahmen der LEADER-Förderung entscheiden. Die regionalen Planungsverbände sind im Wesentlichen für die strategische Regionalplanung zuständig, welche dann auf den nachgelagerten Ebenen (Landkreise, Städte, Gemeinden) konkret umgesetzt wird. Regionaler Planungsverband Westmittelfranken Der regionale Planungsverband Westmittelfranken ist einer von landesweit 18 Verbänden und umfasst die Landkreise Ansbach, Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim und Weißenburg-Gunzenhausen. Durch den Planungsverband werden insgesamt 123 Städte, Märkte und Gemeinden sowie die kreisfreie Stadt Ansbach zu einer Planungsregion vereint. Das übergeordnete Ziel ist die Koordinierung der räumlichen Entwicklung in der jeweiligen Region. Dies geschieht mit Hilfe der Regionalplanung, welche sich an den vorgegebenen Zielen der Landesplanung Bayerns anlehnt. Kommunale Allianzen Die Kommunalen Allianzen sind freiwillige Zusammenschlüsse von Städten und Gemeinden, welche mit Arbeitsgemeinschaften zu vergleichen sind. Ihre Zielsetzung liegt in der interkommunalen Zusammenarbeit zur Bewältigung gemeinsamer Entwicklungsaufgaben. In den Landkreisen Ansbach und Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim gibt es insgesamt zwölf solcher Zusammenschlüsse. Diese setzen die Ziele der Regionalplanung auf der kommunalen Ebene um und greifen hierbei primär auf Mittel der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) und des Regionalbudgets zurück, um (gemeinsame) Projekte zu realisieren. Lokale Aktionsgruppen Eine weitere wichtige Säule der regionalen Entwicklung stellen die Lokalen Aktionsgruppen (LAG) dar, die sich mit Förderungen im Rahmen des LEADER-Programms befassen. In beiden Landkreisen agieren jeweils drei Aktionsgruppen, wobei sich die LAG Rangau über beide Kreise verteilt. Die Regionalmanagements der Landkreise initiieren Vernetzungs- und Austauschtreffen und wirken in den Gremien der Lokalen Aktionsgruppen mit. Zudem sorgen sie für mehr Sichtbarkeit von Projekten und Maßnahmen, beispielsweise mit den „Aktionstagen Innenorte“, die sich über mehrere Tage und an verschiedenen Orten den Themen der kommunalen Innenentwicklung widmen. Aktionstage Innenorte: Leerstand aktivieren und Innenentwicklung stärken Die „Aktionstage Innenorte“ hatten ihren Auftakt im Jahr 2019. Unter dem Motto „Mein Leben findet Innen statt“ können Interessierte seitdem im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim kommunale und private Projekte der Innenentwicklung und Leerstandsaktivierung kennen lernen und besichtigen. Im Jahr 2023 zog mit dem Slogan „Alte Hüllen – Neues Leben“ der Landkreis Ansbach nach und hat die Idee der „Aktionstage Innenorte“ für sich übernommen. Durch dieses Konzept und zielen die Regionalmanagements auf Bewusstseinsbildung, Erfahrungsaustausch und interkommunale Vernetzung. Bei Interesse an konkreten Projekten der „Aktionstage Innenorte“ finden Sie hier die Programmhefte für den Landkreis Ansbach (2023) und den Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (2024). Nachfolgend werden einige Beispiele der Leerstandsaktivierung aus den beiden Landkreisen vorgestellt. Beispiele Landkreis Ansbach In ihrem Ortsteil Schweinsdorf erwarb die Gemeinde Neusitz eine ehemalige Gaststätte, um diese neu]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="23723" class="elementor elementor-23723" data-elementor-post-type="post">
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									<h3>Regionalmanagement in Mittelfranken – wie zwei Landkreise den Umgang mit Leerstand neu denken</h3><p>Auf unserer Bereisung in den Freistaat Bayern verschlug es uns in den Regierungsbezirk Mittelfranken. Hier haben wir uns zwei Landkreisen gewidmet und mit verschiedenen Akteur*innen vor Ort gesprochen. Stellvertretend für die Landkreise Ansbach und Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim kamen wir mit den jeweiligen Regionalmanagerinnen ins Gespräch. Im Kreishaus zu Ansbach erwartete uns die Diplom-Geografin Andrea Denzinger. Nach ihrem Studium war sie auf unterschiedlichen Ebenen im Bereich der regionalen Entwicklung tätig, ehe sie im Jahr 2021 ins Landratsamt Ansbach wechselte. Die Regionalmanagerin vom Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Andrea Linz ist studierte Landschaftsarchitektin und -planerin mit einem weiteren Abschluss im Aufbaustudiengang Nachhaltiger Tourismus. Im Jahr 2010 begann sie ihre Tätigkeit im Regionalmanagement des Landkreises Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim.</p><p>Die Regionalmanagements leisten hauptsächlich Vernetzungsarbeit und sorgen für mehr Außenwirksamkeit der jeweiligen Maßnahmen und Projekte. Sie nehmen eine verbindende Position ein und agieren als Schnittstelle zwischen dem jeweiligen Landkreis und den Kommunen. Die Einordnung der Stabsstellen für Regionalmanagement erfolgt regional unterschiedlich. Im Landkreis Ansbach ist sie an die Wirtschaftsförderung angegliedert, im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim an die Kreisentwicklung.</p><p>Beide Landkreise verbindet nicht nur ihre Lage im selben Regierungsbezirk, sondern vielmehr das besondere Augenmerk auf die kommunale Innenentwicklung und den Umgang mit leerstehenden Gebäuden. Hierbei spielen die Regionalmanagerinnen eine wesentliche Rolle, auf die wir im weiteren Verlauf des Blog-Beitrags noch genauer eingehen.</p>								</div>
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									<h4>Von der grünen Wiese zurück zum Ortskern: Strategiewechsel in den ländlichen Räumen Bayerns</h4><p>Die beiden mittelfränkischen Landkreise liegen in der Metropolregion Nürnberg im Norden Bayerns. Sie gelten nach <a href="https://literatur.thuenen.de/digbib_extern/dn057783.pdf" target="_blank" rel="noopener">Typisierung des Thünen-Instituts</a> für Ländliche Räume als sehr ländlich, wobei dem Landkreis Ansbach eine gute und dem Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim eine weniger gute sozioökonomische Lage zugeschrieben wird. Durch ihre Nähe zu verschiedenen Mittel- und Großstädten – je nach geografischer Lage besteht eine gute Anbindung an Städte wie Aalen, Bamberg, Crailsheim, Ellwangen, Erlangen, Fürth oder Nürnberg – leben viele berufsbedingte Auspendler*innen in den beiden Landkreisen. Dies begünstigt eine relativ gute Verfügbarkeit an Einrichtungen der Daseinsvorsorge und macht die Region generell attraktiv.</p><p style="text-align: center;"><em>„Irgendwann ist der Bewusstseinswandel einfach eingetreten. <br />Man muss ja nur durch die Ortschaften gehen, sich umschauen <br />und man entdecke jede Menge graue Energie, die verfällt. <br />Wenn man dann Flächenverbrauch im Außenbereich hat und im Ortskern <br />gibt s immer mehr Leerstand, dann muss sich das Bewusstsein auch ändern <br />und man muss ins Handeln kommen.“ <br /></em><em>(</em><em>Andrea Denzinger)</em></p>								</div>
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									<p>In den Interviews wird die Situation hinsichtlich Innenentwicklung und Leerstandsaktivierung wie folgt beschrieben: Vielerorts war der kommunale Ansatz lange eher auf die Entwicklung des Gewerbes und die Verbesserung der wirtschaftlichen Situation ausgerichtet. Hiermit waren jedoch vordergründig die Außenentwicklung und das Bauen auf der „grünen Wiese“ verbunden. In den vergangenen Jahren fand jedoch ein Umdenken statt, wonach die Innenentwicklung wieder stärker in den Fokus der Städte und Gemeinden rückt. Gefördert wird dieses neue Bewusstsein seit Juli 2019 durch die „<a href="https://www.flaechensparoffensive.bayern/" target="_blank" rel="noopener">Flächensparoffensive Bayern</a>“, ein flächendeckendes Programm der Bayerischen Staatsregierung. Demnach wurde das klare Ziel ausgerufen, die Inanspruchnahme neuer Flächen zu reduzieren und eine nachhaltige Flächenentwicklung in ganz Bayern zu fördern.</p><h4>Interkommunale Strukturen in Bayern – wie Netzwerke die Regionalentwicklung vor Ort gestalten</h4><p>Die regionalen Netzwerke in beiden Landkreisen weisen eine Besonderheit auf, die den Strukturen im Freistaat Bayern geschuldet sind. Regionalentwicklung ist stark interkommunal und kooperativ strukturiert – und findet in Form unterschiedlicher Zusammenschlüsse statt. Hierzu zählen die regionalen Planungsverbände, Kommunale Allianzen und Lokale Aktionsgruppen (LAG). Letztere sind im gesamten Bundesgebiet aktiv, da sie regionale Entwicklungsstrategien entwickeln und über die Förderung von Projekten im Rahmen der LEADER-Förderung entscheiden. Die regionalen Planungsverbände sind im Wesentlichen für die strategische Regionalplanung zuständig, welche dann auf den nachgelagerten Ebenen (Landkreise, Städte, Gemeinden) konkret umgesetzt wird.</p><h4>Regionaler Planungsverband Westmittelfranken</h4><p>Der <a href="https://www.region-westmittelfranken.de/" target="_blank" rel="noopener">regionale Planungsverband Westmittelfranken</a> ist einer von landesweit 18 Verbänden und umfasst die Landkreise Ansbach, Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim und Weißenburg-Gunzenhausen. Durch den Planungsverband werden insgesamt 123 Städte, Märkte und Gemeinden sowie die kreisfreie Stadt Ansbach zu einer Planungsregion vereint. Das übergeordnete Ziel ist die Koordinierung der räumlichen Entwicklung in der jeweiligen Region. Dies geschieht mit Hilfe der Regionalplanung, welche sich an den vorgegebenen Zielen der Landesplanung Bayerns anlehnt.</p>								</div>
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									<h4>Kommunale Allianzen</h4><p>Die Kommunalen Allianzen sind freiwillige Zusammenschlüsse von Städten und Gemeinden, welche mit Arbeitsgemeinschaften zu vergleichen sind. Ihre Zielsetzung liegt in der interkommunalen Zusammenarbeit zur Bewältigung gemeinsamer Entwicklungsaufgaben. In den Landkreisen Ansbach und Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim gibt es insgesamt zwölf solcher Zusammenschlüsse. Diese setzen die Ziele der Regionalplanung auf der kommunalen Ebene um und greifen hierbei primär auf Mittel der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) und des Regionalbudgets zurück, um (gemeinsame) Projekte zu realisieren.</p><h4>Lokale Aktionsgruppen</h4><p>Eine weitere wichtige Säule der regionalen Entwicklung stellen die Lokalen Aktionsgruppen (LAG) dar, die sich mit Förderungen im Rahmen des LEADER-Programms befassen. In beiden Landkreisen agieren jeweils drei Aktionsgruppen, wobei sich die <a href="https://www.lag-rangau.de/" target="_blank" rel="noopener">LAG Rangau</a> über beide Kreise verteilt. Die Regionalmanagements der Landkreise initiieren Vernetzungs- und Austauschtreffen und wirken in den Gremien der Lokalen Aktionsgruppen mit. Zudem sorgen sie für mehr Sichtbarkeit von Projekten und Maßnahmen, beispielsweise mit den „Aktionstagen Innenorte“, die sich über mehrere Tage und an verschiedenen Orten den Themen der kommunalen Innenentwicklung widmen.</p><h4>Aktionstage Innenorte: Leerstand aktivieren und Innenentwicklung stärken</h4><p>Die „Aktionstage Innenorte“ hatten ihren Auftakt im Jahr 2019. Unter dem Motto „Mein Leben findet Innen statt“ können Interessierte seitdem im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim kommunale und private Projekte der Innenentwicklung und Leerstandsaktivierung kennen lernen und besichtigen. Im Jahr 2023 zog mit dem Slogan „Alte Hüllen – Neues Leben“ der Landkreis Ansbach nach und hat die Idee der „Aktionstage Innenorte“ für sich übernommen. Durch dieses Konzept und zielen die Regionalmanagements auf Bewusstseinsbildung, Erfahrungsaustausch und interkommunale Vernetzung. Bei Interesse an konkreten Projekten der „Aktionstage Innenorte“ finden Sie hier die Programmhefte für den <a href="https://www.landkreis-ansbach.de/PDF/Programmheft_Aktionstage_Innenorte.PDF?ObjSvrID=3797&amp;ObjID=2028&amp;ObjLa=1&amp;Ext=PDF&amp;WTR=1&amp;_ts=1738619762" target="_blank" rel="noopener">Landkreis Ansbach (2023)</a> und den <a href="https://www.frankens-mehrregion.de/fileadmin/0_Kreis-Nea/Bilder/Kreisentwicklung/Regionalmanagement/Broschu__re_Aktionstage_2024.pdf" target="_blank" rel="noopener">Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (2024)</a>. Nachfolgend werden einige Beispiele der Leerstandsaktivierung aus den beiden Landkreisen vorgestellt.</p>								</div>
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									<h4>Beispiele Landkreis Ansbach</h4><p>In ihrem Ortsteil Schweinsdorf erwarb die Gemeinde Neusitz eine ehemalige Gaststätte, um diese neu zu entwickeln. Das leerstehende Gebäude bestand aus der Gaststätte selbst und einem angeschlossenem Wirtschaftsgebäude. Beide Objekte konnte die Gemeinde mit unterschiedlicher Nutzung revitalisieren.</p>								</div>
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									<p>Das Wirtschaftsgebäude wurde zum Dorfgemeinschaftshaus ausgebaut, während aus der ehemaligen Gaststätte ein Wohnhaus mit insgesamt neun Wohneinheiten wurde. Finanzielle Bezuschussung der Vorhaben kamen vom Amt für Ländliche Entwicklung über Programme der Dorferneuerung und Gemeindeentwicklung. Die Innenausstattung des Dorfgemeinschaftshauses wurde durch Fördermittel der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) unterstützt. Das Wohnhaus – im Ort als das Mehrfamilienhaus „Otilia“ bekannt – erhielt eine Förderung des sozialen Wohnungsbaus.</p><p>Die Marktgemeinde Dombühl entwickelte das Areal rund um den örtlichen Bahnhof. Hierzu zählte insbesondere der Ankauf des Bahnhofgebäudes im Jahr 2015 mit dem Ziel, dieses zu sanieren und einen lebendigen Ortskern zu schaffen.</p>								</div>
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									<p>In dem Bahnhofsgebäude entstanden ein Dorfladen und das „Gleis D – Café am Bahnhof“. Diese öffneten 2021 ihre Türen und schlossen damit Lücken in der Nahversorgung des Ortes. Zudem  schufen sie einen Ort, an dem sich Menschen treffen und miteinander ins Gespräch kommen. Im Obergeschoss des Gebäudes zog der örtliche Allgemeinmediziner mit seiner Praxis ein, die sich vorher an einer anderen Stelle im Ort befand. Finanziert wurde die umfangreiche Sanierung durch kommunale Mittel sowie die Programme der Dorferneuerung und Gemeindeentwicklung. Förderfähig waren Teile der Sanierung wie auch die Verschönerung des Bahnhofsplatzes inklusive Schaffung von Parkmöglichkeiten.</p><p>Die gegenüberliegende ehemalige Bahnhofsgaststätte erwarb die Gemeinde im Jahr 2017, um neuen Wohnraum zu schaffen. Da die Sanierung und Umnutzung des Gebäudes für die Gemeinde jedoch finanziell nicht möglich war, suchte man einen Investor und fand diesen schließlich.</p>								</div>
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									<p>Das Wirtschaftsgebäude wurde zum Dorfgemeinschaftshaus ausgebaut, während aus der ehemaligen Gaststätte ein Wohnhaus mit insgesamt neun Wohneinheiten wurde. Finanzielle Bezuschussung der Vorhaben kamen vom Amt für Ländliche Entwicklung über Programme der Dorferneuerung und Gemeindeentwicklung. Die Innenausstattung des Dorfgemeinschaftshauses wurde durch Fördermittel der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) unterstützt. Das Wohnhaus – im Ort als das Mehrfamilienhaus „Otilia“ bekannt – erhielt eine Förderung des sozialen Wohnungsbaus.</p><p>Die Marktgemeinde Dombühl entwickelte das Areal rund um den örtlichen Bahnhof. Hierzu zählte insbesondere der Ankauf des Bahnhofgebäudes im Jahr 2015 mit dem Ziel, dieses zu sanieren und einen lebendigen Ortskern zu schaffen.</p><p>In dem Bahnhofsgebäude entstanden ein Dorfladen und das „Gleis D – Café am Bahnhof“. Diese öffneten 2021 ihre Türen und schlossen damit Lücken in der Nahversorgung des Ortes. Zudem  schufen sie einen Ort, an dem sich Menschen treffen und miteinander ins Gespräch kommen.</p>								</div>
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									<p>Im Obergeschoss des Gebäudes zog der örtliche Allgemeinmediziner mit seiner Praxis ein, die sich vorher an einer anderen Stelle im Ort befand. Finanziert wurde die umfangreiche Sanierung durch kommunale Mittel sowie die Programme der Dorferneuerung und Gemeindeentwicklung. Förderfähig waren Teile der Sanierung wie auch die Verschönerung des Bahnhofsplatzes inklusive Schaffung von Parkmöglichkeiten.</p><p>Die gegenüberliegende ehemalige Bahnhofsgaststätte erwarb die Gemeinde im Jahr 2017, um neuen Wohnraum zu schaffen. Da die Sanierung und Umnutzung des Gebäudes für die Gemeinde jedoch finanziell nicht möglich war, suchte man einen Investor und fand diesen schließlich.</p><p>Die Finanzierung wurde durch die soziale Wohnraumförderung des Freistaats Bayern gefördert, da es sich um die Schaffung von „öffentlichem“ und bezahlbarem Wohnraum handelte. Nicht zuletzt veräußerte die Kommune das Gebäude an den Investor. Im Jahr 2022 waren die Wohnungen fertiggestellt und konnten bezogen werden.</p><p>Bei den „Aktionstagen Innenorte“ im Jahr 2023 war die Stadt Heilsbronn eine der Beispielkommunen. Einen umfangreichen Artikel zu den dortigen Maßnahmen sowie ein Interview mit dem Bürgermeister Dr. Jürgen Pfeiffer und dem Fachbereichsleiter Bürgerservice, Planen und Bauen Tobias Christ finden Sie <a href="https://leerstand-aktivieren.de/bundeslaender/mit-citymanagement-dem-leerstand-in-der-innenstadt-erfolgreich-entgegentreten-erfahrungen-aus-der-mittelfraenkischen-kleinstadt-heilsbronn/" target="_blank" rel="noopener">hier</a>.</p>								</div>
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									<h4>Beispiele<strong> Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim</strong></h4><p>In Neuhof an der Zenn erwarb die Gemeinde im Jahr 2020 das Areal der ehemaligen Sparkasse, auf dem sich auch eine Scheune befand. Die Scheune wurde abgerissen und ein neues Gebäude an gleicher Stelle errichtet. Finanzielle Unterstützung für den Abriss der Scheune und die Entkernung des Sparkassengebäudes kam aus der Städtebauförderung. Die Umnutzung der ehemaligen Sparkasse beinhaltete den Einzug einer Arztpraxis sowie darüber liegende Wohneinheiten. Die Arztpraxis wurde im Jahr 2022 durch den ortsansässigen Arzt bezogen und nach dessen Praxisaufgabe Anfang 2025 von einem medizinischen Versorgungszentrum aus Nürnberg übernommen.</p>								</div>
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										</figure>
									</div>
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									<p>In den Neubau an Stelle der Scheune ist nach Fertigstellung im Jahr 2023 eine Kinderkrippe eingezogen. Das „Spatzennest“ wurde durch Landesmittel des Freistaates Bayern gefördert. Im Inneren des Neubaus befindet sich ein historischer Brunnen, der erhalten und mit einer Glasplatte abgedeckt wurde, um Vergangenheit und Zukunft symbolisch zu verbinden. In den Brunnen wurde bei der Eröffnung der Krippe im September 2023 eine Zeitkapsel eingelassen. Die Krippe betreut Kinder im Alter zwischen 0 und 3 Jahren und wird von der Evangelischen-Lutherischen Kirche in Bayern betrieben.</p>								</div>
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									<p>Im Neuhofer Ortsteil Neuselingsbach befindet sich der Hammerhof. 2014 erwarb Michael Schmutzer den leerstehenden Gasthof und begann ihn zu entwickeln. Anfangs wurde das Gebäude privat genutzt, während Umbau- und Sanierungsarbeiten durchgeführt wurden. Gut drei Jahre später – in den Jahren 2017/18 – bot Michael Schmutzer die ersten Veranstaltungen im <a href="https://www.derhammerhof.de" target="_blank" rel="noopener">Hammerhof</a> an. Diese hatten einen Pop-Up-Charakter, beschäftigten sich mit Themen der modernen Arbeitswelt („New Work“) und richteten sich gezielt an Unternehmen aus der Region. Im Jahr 2020 erfolgte eine Professionalisierung mit der Gründung der Hammerhof Akademie und der <a href="https://www.neuehoefe.de" target="_blank" rel="noopener">NEUE HÖFE GmbH</a>, im Zuge dessen auch Michael Schmutzers Schwester Sabine Sauber in das Geschäft und die damit verbundene Gestaltung eingestiegen ist.</p>								</div>
				</div>
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										</figure>
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									<p>Bei der Entwicklung des alten Gasthofes – wie auch bei weiteren Projekten – wurde sich bewusst gegen die Inanspruchnahme von Fördermitteln entschieden, so dass die Finanzierung der Sanierungs- und Umbaumaßnahmen komplett durch Eigenkapital erfolgte. Begründet wird dies mit den teils restriktiven Bedingungen und bürokratischen Prozesse, die mit Fördermitteln oftmals einher gehen. Sabine Sauber und Michael Schmutzer wollten flexibel sein und frei agieren können, was bei geförderten Projekten nicht immer gegeben sei. Nach der Entwicklung des Hammerhofs folgten noch weitere Projekte der NEUE HÖFE GmbH – zwei davon in unmittelbarer Nähe.</p>								</div>
				</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
									<p>In Neuhof an der Zenn erwarb die NEUE HÖFE Campus GmbH im Jahr 2019 zwei weitere Gebäude: das ehemalige Gasthaus „Schwarzer Adler“ und einen alten Gutshof. Beide standen leer und wurden von Sabine Sauber und Michael Schmutzer nach Vorbild des bereits bestehenden Hammerhofs saniert und umgenutzt. Die Fertigstellung erfolgte zwei Jahre später. Den „Gutshof Neun“ nutzten sie vorerst selbst, entschieden sich später jedoch dafür, ihn zu verpachten. Der „Schwarze Adler“ wurde von Beginn an verpachtet und ist mittlerweile an den früheren Pächter verkauft worden.</p>								</div>
				</div>
				</div>
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										</figure>
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									<p>Ferner haben wir die Gemeinde Langenfeld besucht, welche bei den „Aktionstagen Innenorte“ im Jahr 2024 eine der Beispielkommunen war. Dort berichtete uns Bürgermeister Reinhard Streng über Entwicklungen und Maßnahmen zur Stärkung des ländlichen Ortskerns. Den gesonderten Artikel finden Sie <a href="https://leerstand-aktivieren.de/bundeslaender/wie-der-gemeindebuergermeister-mit-und-fuer-langenfeld-eine-buergerschaftliche-entwicklungsphilosophie-verfolgt/" target="_blank" rel="noopener">hier</a>.<br /><br /></p><h4>Innenentwicklung als Zukunftsaufgabe: Perspektiven für Ansbach und Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim</h4><p>Die Eindrücke aus den beiden mittelfränkischen Landkreisen zeigen deutlich: Der Wandel der regionalen Entwicklung hat längst begonnen – und er findet seinen Ausgangspunkt zunehmend im Inneren der Orte. Leerstände sind nicht mehr bloß Zeichen des Strukturwandels, sondern werden Schritt für Schritt zu Chancenräumen, in denen neue Formen des Zusammenlebens, der Versorgung und der Arbeit entstehen können. Die beiden Regionalmanagerinnen nehmen dabei eine Schlüsselposition ein. Sie vernetzen Akteur*innen, bündeln Wissen, schaffen Sichtbarkeit und begleiten Kommunen auf dem oftmals komplexen Weg der Innenentwicklung. Gleichzeitig wird deutlich, dass die Herausforderungen weiterhin groß sind. Unklare Eigentumsverhältnisse, fehlende Investitionsbereitschaft oder finanzielle Hürden sind nach wie vor Realität.</p>								</div>
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									<p>Doch die Beispiele aus Ansbach und Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim machen Mut: Wo Kommunen, private Akteur*innen und regionale Netzwerke zusammenwirken, können aus „alten Hüllen“ neue Orte des Miteinanders entstehen – Dorfläden, Arztpraxen, Kinderkrippen oder innovative Arbeitsorte, die weit über den Ort hinaus ausstrahlen. Mit der Flächensparoffensive, den interkommunalen Zusammenschlüssen und Formaten wie den „Aktionstagen Innenorte“ hat der Freistaat Bayern einen Rahmen geschaffen, der Impulse setzt und Sichtbarkeit schafft. Entscheidend bleibt jedoch das regionale Engagement vor Ort – Menschen, die Leerstand nicht als Hindernis, sondern als Ressource sehen.</p><p> </p>								</div>
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									<h5><strong>Mittelfranken</strong></h5><p>Um mehr über die Region dieser Bereisung zu erfahren hier klicken.</p>								</div>
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		<title>Die Scheune Bollewick – vom Gutshaus zur Kulturscheune</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Jan 2026 15:56:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bundesländer]]></category>
		<category><![CDATA[Mecklenburg-Vorpommern]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Scheune Bollewick – vom Gutshaus zur Kulturscheune In Mecklenburg-Vorpommern prägten Gutsbetriebe über Jahrhunderte die ländliche Struktur. Vom 19. Jahrhundert bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg waren sie zentrale Akteure der Agrarwirtschaft und ihre meist adeligen Eigentümerfamilien bestimmten über das Leben der Menschen. Heute gibt es in Mecklenburg-Vorpommern noch über 2.000 Gutshäuser, Herrenhäuser, Schlösser und Burgen (Quelle: Hochschule Neubrandenburg). Den Erhalt dieses (bau-)kulturellen Erbes und die Sanierung der meist denkmalgeschützten Gebäude gehen vielerorts Gemeinden wie auch private Akteur*innen (u.a. Vereine, Stiftungen) an, um die Gebäude einer neuen Nutzung zuzuführen. So auch in Bollewick! Wir haben dort die größte Feldsteinscheune Deutschlands besucht und mit der Bürgermeisterin Antje Styskal sowie Doreen Hörning vom Scheunen-Management gesprochen. Bollewick ist auch für viele weitere, zukunftsweisende Entwicklungen und vielfältige Aktivitäten sehr bekannt und daher Ziel vieler Bildungsreisen, u.a. trägt die Gemeinde seit Jahren den Titel „Bioenergiedorf“. Die größte Feldsteinscheune Deutschlands: Geschichte und Visionen Die Geschichte beginnt im Jahr 1881, als Baron Wilhelm Adolf Theodor von Langermann in Bollewick bei Röbel an der Müritz entsprechend seiner Vision einer modernen Landwirtschaft das sogenannte „Landwunder“ errichten ließ: 125 Meter lang, 34 Meter breit, fast 10.000 Quadratmeter Nutzfläche. Die Scheune war ursprünglich Stallscheune für Schafhaltung, Lager und Wohnhaus in einem. Das Mauerwerk aus Feldsteinen wuchs pro Jahr einen Meter. Die Steine stammten von den umliegenden Feldern und wurden auf Steinplätzen bearbeitet, markiert und dann an der Scheune verbaut. Sehr gut sind die sogenannten Zwillingssteine zu erkennen, die durch das Spalten großer Steine entstanden. Ende der 1920er Jahre wurde das Gut wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten aufgelöst. Die Siedlungsgesellschaft „Hof und Hufe“ aus Berlin teilte die Scheune und das dazugehörende Land auf sieben Siedlerfamilien auf, die sie für Viehhaltung und Futterlager nutzten. Die Feldsteinscheune wurde Anfang der 1960er Jahre zwangskollektiviert und im Zuge des Umbaus in den 1970er Jahren von den Bauernfamilien abgekauft. Von 1968 bis 1991 nutzte die LPG „7. November“ das imposante Gebäude als Milchviehanlage mit 650 Kühen und offenen Güllelagern. Das Dorf war durch den Güllegestank sehr belastet. Die schlechten Haltungsbedingungen in einer Landwirtschaft, die Effizienz über Tierwohl stellte, hinterließen Spuren an den Gebäuden, bei den Tieren und den Menschen. Nach der der politischen Wende wurde die LPG „7. November“ liquidiert. Die Liquidatoren konnten die große Scheune auf Grund des maroden Zustandes nicht veräußern und boten das Gebäude der Gemeinde Bollewick als eine Schenkung an. Die Scheune, nun Altlast, stellte die Gemeindevertretung vor große Herausforderungen. In der Zeit des Umbruchs gab es viele Überlegungen, wie die große Scheune genutzt werden könnte; Investoren für eine gewerbliche Nutzung als Möbelhaus oder Baumarkt konnten nicht überzeugt werden. Bürgermeisterin Antje Styskal und Doreen Hörning vom Scheunen-Management vor dem Eingang der Scheune Bollewick Der damals frisch gewählte Bürgermeister Bertold Meyer, dessen Großvater einst zu den Siedlerfamilien gehörte, erkannte das Potenzial des Bauwerks und kämpfte für den Erhalt. „Seine Vision und Initiative hat nach der Wende vor 30 Jahrenaus seiner großen Verbundenheit mit der Scheune begonnen.““(Antje Styskal) Bürgermeister Meyer konnte die Gemeindevertretung überzeugen, die Scheune neu zu nutzen, auch wenn er mit Gegenwind zu kämpfen hatte. Unterstützt wurde er dabei von der Künstlerfamilie Löhlein und seinem Freund Werner Schinko, dem bekannten Illustrator und Künstler. Gemeinsam entwickelten sie die Idee, einen Ort für die Vermarktung regionaler Produkte, Kultur, Kunst und Kunsthandwerk aus der Region zu schaffen. Damit legten sie den Grundstein für eine der eindrucksvollsten Wiederbelebungen im ländlichen Raum Mecklenburgs. Sanierung – Stein für Stein ins neue Leben Bürgermeister aus der Region und der Landrat gründeten 1991 die Arbeits- und Ausbildungsinitiative Röbel e.V. um der stark angestiegene Arbeitslosigkeit entgegenzuwirken, Sitz dieses Vereins wurde die Feldsteinscheune in Bollewick, Bertold Meyer übernahm die Geschäftsführung. Ab 1992 wurde entkernt, gereinigt, Altlasten und Abraum auch der angrenzenden Flächen und den Güllelagunen wurden entsorgt. Dabei fanden viele der ehemaligen LPG Arbeiter*innen aus der gesamten Region eine neue Arbeitsstelle. Über die Arbeits- und Ausbildungsinitiative Röbel e.V. wurde nicht nur Arbeit in vielen regionalen Projekten organisiert, sondern jüngere Menschen konnten hier auch verschiedene Ausbildungen absolvieren. 1997 erhielten Verein und Gemeinde für diese Leistung unter anderen den Tassilo Tröscher-Preis der Agrasozialen Gesellschaft e.V. in Göttingen. Die Zeit nach der Wende bot die Chance, neu zu denken und Dinge einfach auszuprobieren, sodass die Gemeinde die Planungsphase zügig umsetzte. In den folgenden Jahren wurde Raum um Raum erneuert. Bei der Sanierung wurden z. B. alte Fenster, Türen und Dachziegel aus Abrisshäusern aus der Umgebung verbaut, vor allem in der heutigen „Markthalle“ ist dies heute zu sehen. So ist auch in den Räumlichkeiten im Inneren der Scheune ein historischer Charakter entstanden. Gefördert wurde die Sanierung über EU-, Landes- und Denkmalschutzprogramme (u. a. LEADER) und auch kommunale Eigenmittel. Der Denkmalschutz bewahrte das charakteristische Feldsteinmauerwerk, ließ aber Gestaltungsfreiheit im Inneren. Die Sanierung der Feldsteinscheune schuf Identität und holte die Menschen aus der „Schockstarre“ der Wendeerfahrung, des Umbruchs und der Schließungen. „Nach der Zeit des Stillstands ging es weiter, es ging vorwärts und es wurde etwas Neues geschaffen. Die Menschen machten die Erfahrung ‚Wir können auch etwas gut!‘ Mit der Sanierung haben sie die Tradition aufrechterhalten.“(Antje Styskal sowie Doreen Hörning) Durch die Anstellung in der Arbeits- und Ausbildungsinitiative Röbel e.V. und die vielfältigen Arbeiten und Aufgaben in der Scheune qualifizierten sich viele Beschäftigte und wurden befähigt, sich selbstständig zu machen. In der Folge entwickelten sich neue Betriebe in der Region. Nach der Wende fehlte es in der Region an Infrastruktur. Wie groß das Interesse an kulturellen Angeboten war, zeigte sich bei den ersten Veranstaltungen 1994. Die Kulturscheune Bollewick erlebte einen enormen Besucheransturm: Zur ersten Veranstaltung, der „Messe made in Mecklenburg“ kamen an vier Tagen 6.000 Gäste, den Ostermarkt 1996 besuchten dann schon 10.000 Gäste an zwei Tagen. Auch bei den Veranstaltungen arbeiteten viele Menschen zumeist ehrenamtlich mit. Die Scheune wurde zum Anker mit großer Strahlkraft in die Region. 1993 musste das Dach nach einem schweren Sturmschaden vollständig saniert werden. Eine Investition, die die Gemeinde über Zahlungen der Versicherung sowie Kredite finanzierte. Im Zuge der Dachsanierung erfolgte auch der Ausbau des ersten Obergeschosses. Nutzung – Unternehmen, Kunst, Kultur, Dorfgemeinschaft und Tourismus unter einem Dach Heute ist die Scheune Bollewick]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="22241" class="elementor elementor-22241" data-elementor-post-type="post">
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									<h3><strong>Die Scheune Bollewick – vom Gutshaus zur Kulturscheune</strong></h3><p>In Mecklenburg-Vorpommern prägten Gutsbetriebe über Jahrhunderte die ländliche Struktur. Vom 19. Jahrhundert bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg waren sie zentrale Akteure der Agrarwirtschaft und ihre meist adeligen Eigentümerfamilien bestimmten über das Leben der Menschen. Heute gibt es in Mecklenburg-Vorpommern noch über 2.000 Gutshäuser, Herrenhäuser, Schlösser und Burgen (Quelle: Hochschule Neubrandenburg).</p><p>Den Erhalt dieses (bau-)kulturellen Erbes und die Sanierung der meist denkmalgeschützten Gebäude gehen vielerorts Gemeinden wie auch private Akteur*innen (u.a. Vereine, Stiftungen) an, um die Gebäude einer neuen Nutzung zuzuführen.</p><p>So auch in Bollewick! Wir haben dort die größte Feldsteinscheune Deutschlands besucht und mit der Bürgermeisterin Antje Styskal sowie Doreen Hörning vom Scheunen-Management gesprochen. Bollewick ist auch für viele weitere, zukunftsweisende Entwicklungen und vielfältige Aktivitäten sehr bekannt und daher Ziel vieler Bildungsreisen, u.a. trägt die Gemeinde seit Jahren den Titel „Bioenergiedorf“.<br /><br /></p><h4>Die größte Feldsteinscheune Deutschlands: Geschichte und Visionen</h4><p>Die Geschichte beginnt im Jahr 1881, als Baron Wilhelm Adolf Theodor von Langermann in Bollewick bei Röbel an der Müritz entsprechend seiner Vision einer modernen Landwirtschaft das sogenannte „Landwunder“ errichten ließ: 125 Meter lang, 34 Meter breit, fast 10.000 Quadratmeter Nutzfläche. Die Scheune war ursprünglich Stallscheune für Schafhaltung, Lager und Wohnhaus in einem. Das Mauerwerk aus Feldsteinen wuchs pro Jahr einen Meter. Die Steine stammten von den umliegenden Feldern und wurden auf Steinplätzen bearbeitet, markiert und dann an der Scheune verbaut. Sehr gut sind die sogenannten Zwillingssteine zu erkennen, die durch das Spalten großer Steine entstanden. <br />Ende der 1920er Jahre wurde das Gut wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten aufgelöst. Die Siedlungsgesellschaft „Hof und Hufe“ aus Berlin teilte die Scheune und das dazugehörende Land auf sieben Siedlerfamilien auf, die sie für Viehhaltung und Futterlager nutzten.</p><p>Die Feldsteinscheune wurde Anfang der 1960er Jahre zwangskollektiviert und im Zuge des Umbaus in den 1970er Jahren von den Bauernfamilien abgekauft. Von 1968 bis 1991 nutzte die LPG „7. November“ das imposante Gebäude als Milchviehanlage mit 650 Kühen und offenen Güllelagern. Das Dorf war durch den Güllegestank sehr belastet. Die schlechten Haltungsbedingungen in einer Landwirtschaft, die Effizienz über Tierwohl stellte, hinterließen Spuren an den Gebäuden, bei den Tieren und den Menschen.</p><p>Nach der der politischen Wende wurde die LPG „7. November“ liquidiert. Die Liquidatoren konnten die große Scheune auf Grund des maroden Zustandes nicht veräußern und boten das Gebäude der Gemeinde Bollewick als eine Schenkung an. Die Scheune, nun Altlast, stellte die Gemeindevertretung vor große Herausforderungen. In der Zeit des Umbruchs gab es viele Überlegungen, wie die große Scheune genutzt werden könnte; Investoren für eine gewerbliche Nutzung als Möbelhaus oder Baumarkt konnten nicht überzeugt werden.</p>								</div>
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									<p style="text-align: left;">Der damals frisch gewählte Bürgermeister Bertold Meyer, dessen Großvater einst zu den Siedlerfamilien gehörte, erkannte das Potenzial des Bauwerks und kämpfte für den Erhalt.</p><p style="text-align: center;"><em>„Seine Vision und Initiative hat nach der Wende vor 30 Jahren<br />aus seiner großen Verbundenheit mit der Scheune begonnen.“</em><em>“<br />(Antje Styskal)</em></p><p>Bürgermeister Meyer konnte die Gemeindevertretung überzeugen, die Scheune neu zu nutzen, auch wenn er mit Gegenwind zu kämpfen hatte. Unterstützt wurde er dabei von der Künstlerfamilie Löhlein und seinem Freund Werner Schinko, dem bekannten Illustrator und Künstler. Gemeinsam entwickelten sie die Idee, einen Ort für die Vermarktung regionaler Produkte, Kultur, Kunst und Kunsthandwerk aus der Region zu schaffen. Damit legten sie den Grundstein für eine der eindrucksvollsten Wiederbelebungen im ländlichen Raum Mecklenburgs.</p>								</div>
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									<h4>Sanierung – Stein für Stein ins neue Leben</h4><p>Bürgermeister aus der Region und der Landrat gründeten 1991 die Arbeits- und Ausbildungsinitiative Röbel e.V. um der stark angestiegene Arbeitslosigkeit entgegenzuwirken, Sitz dieses Vereins wurde die Feldsteinscheune in Bollewick, Bertold Meyer übernahm die Geschäftsführung. Ab 1992 wurde entkernt, gereinigt, Altlasten und Abraum auch der angrenzenden Flächen und den Güllelagunen wurden entsorgt. Dabei fanden viele der ehemaligen LPG Arbeiter*innen aus der gesamten Region eine neue Arbeitsstelle. Über die Arbeits- und Ausbildungsinitiative Röbel e.V. wurde nicht nur Arbeit in vielen regionalen Projekten organisiert, sondern jüngere Menschen konnten hier auch verschiedene Ausbildungen absolvieren.</p><p>1997 erhielten Verein und Gemeinde für diese Leistung unter anderen den Tassilo Tröscher-Preis der Agrasozialen Gesellschaft e.V. in Göttingen.</p><p>Die Zeit nach der Wende bot die Chance, neu zu denken und Dinge einfach auszuprobieren, sodass die Gemeinde die Planungsphase zügig umsetzte. In den folgenden Jahren wurde Raum um Raum erneuert. Bei der Sanierung wurden z. B. alte Fenster, Türen und Dachziegel aus Abrisshäusern aus der Umgebung verbaut, vor allem in der heutigen „Markthalle“ ist dies heute zu sehen. So ist auch in den Räumlichkeiten im Inneren der Scheune ein historischer Charakter entstanden. Gefördert wurde die Sanierung über EU-, Landes- und Denkmalschutzprogramme (u. a. LEADER) und auch kommunale Eigenmittel. Der Denkmalschutz bewahrte das charakteristische Feldsteinmauerwerk, ließ aber Gestaltungsfreiheit im Inneren.</p><p>Die Sanierung der Feldsteinscheune schuf Identität und holte die Menschen aus der „Schockstarre“ der Wendeerfahrung, des Umbruchs und der Schließungen.</p><p style="text-align: center;"><em>„Nach der Zeit des Stillstands ging es weiter, <br />es ging vorwärts und es wurde etwas Neues geschaffen. <br />Die Menschen machten die Erfahrung ‚Wir können auch etwas gut!‘ <br />Mit der Sanierung haben sie die Tradition aufrechterhalten.“</em><br /><em>(Antje Styskal sowie Doreen Hörning)</em></p><p>Durch die Anstellung in der Arbeits- und Ausbildungsinitiative Röbel e.V. und die vielfältigen Arbeiten und Aufgaben in der Scheune qualifizierten sich viele Beschäftigte und wurden befähigt, sich selbstständig zu machen. In der Folge entwickelten sich neue Betriebe in der Region.</p><p>Nach der Wende fehlte es in der Region an Infrastruktur. Wie groß das Interesse an kulturellen Angeboten war, zeigte sich bei den ersten Veranstaltungen 1994. Die Kulturscheune Bollewick erlebte einen enormen Besucheransturm: Zur ersten Veranstaltung, der „Messe made in Mecklenburg“ kamen an vier Tagen 6.000 Gäste, den Ostermarkt 1996 besuchten dann schon 10.000 Gäste an zwei Tagen. Auch bei den Veranstaltungen arbeiteten viele Menschen zumeist ehrenamtlich mit. Die Scheune wurde zum Anker mit großer Strahlkraft in die Region.</p><p>1993 musste das Dach nach einem schweren Sturmschaden vollständig saniert werden. Eine Investition, die die Gemeinde über Zahlungen der Versicherung sowie Kredite finanzierte. Im Zuge der Dachsanierung erfolgte auch der Ausbau des ersten Obergeschosses.</p>								</div>
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									<h4>Nutzung – Unternehmen, Kunst, Kultur, Dorfgemeinschaft und Tourismus unter einem Dach</h4><p>Heute ist die Scheune Bollewick ein lebendiges Zentrum für Handwerk, Kultur, Bildung und Begegnung und den Landtourismus. Sie wird von der Gemeinde mit einem Konzept aus Ladenzeile und Büroräumen in Mietverhältnissen mit geringen Quadratmeterpreisen bewirtschaftet. Auf zwei Etagen beherbergt sie:</p><ul><li>Läden mit regionalen Produkten und Kunsthandwerk</li><li>Ateliers, Werkstätten und Praxen</li><li>Büros von u. a. Technik- oder Dienstleistungsunternehmen</li><li>Gastronomie und das Hotel „Scheunen-Domizil“</li><li>Ausstellungs- und Veranstaltungsräume für Märkte, Tagungen, Konzerte und Hochzeiten</li><li>Räume für Vereine und Bildungsangebote</li></ul><p>Das Konzept ist für Unternehmen attraktiv, sodass Leerstand kein Problem darstellt. Der Hotel- und Restaurantbetrieb war kurze Zeit ohne Pächter, wird aber seit Mai 2025 fortgeführt. Durch diese Nutzungskombination aus Wirtschaft, Kultur, Hotelbetrieb, Tourismus und Regionale Vermarktung schafft die Scheune Bollewick eine breite Basis – sowohl finanziell als auch gesellschaftlich.</p><p>Das Haus wird von einem festen Team bewirtschaftet: vier Teilzeitkräfte im Scheunenmanagement, ein Bundesfreiwilligendienstleistender und zwei Teilzeit-Hausmeister kümmern sich um den laufenden Betrieb. Im Vergleich zu den 1990er Jahren gibt es deutlich weniger Ehrenamt.</p><p style="text-align: center;"><em>„Die Scheune lebt von den Menschen, die hier arbeiten, <br />die sich mit Herzblut einsetzen, für die Zukunft neues zu entwickeln <br />und überlegen, wohin es gehen soll.“</em><br /><em>(Doreen Hörning)</em></p><p>Rund 70 Arbeitsplätze hängen direkt oder indirekt an der Scheune, in der Gemeinde wie bei den Betrieben, (Dienstleistungs-)Unternehmen und Ladengeschäften. Viele Mieter sind seit Jahrzehnten hier – ein Zeichen wirtschaftlicher Stabilität. Eines der ersten Geschäfte war der Bauernladen (1994) mit seinem Sortiment regionaler Produkte, dass bald um Deko-Artikel u. ä. für die Zielgruppe Tourismus erweitert wurde. Mit ihrer einzigartigen Architektur ist die Scheune Bollewick ein Leuchtturm des Landtourismus. Jährlich kommen rund 120.000 Besucherinnen und Besucher (Quelle: Heinrich-Böll-Stiftung MV).</p><p style="text-align: center;"><em>„Unsere Saison dauert von Ostern bis Dezember. <br />Ohne Touristen ginge es nicht.“</em><br /><em>(Doreen Hörning)</em></p><p>Als regionale Sehenswürdigkeit sorgt die Scheune mit ihrer Vielfalt an Angeboten und Aktivitäten dafür, dass Gäste das Land erleben können. Aktionen wie die historische Leinen-Aktion „Hier wurde Flachs gebrechelt“ machen Geschichte greifbar und zeigen handwerkliche Traditionen. Die Zusammenarbeit mit den Tourismusverbänden gestaltet sich indes schwierig – dort liegt der Schwerpunkt auf der Küste, während die Müritzregion weniger präsent ist. Viele Projekte, die in Bollewick angestoßen wurden, kommen dadurch nicht zum Abschluss.</p>								</div>
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									<p style="text-align: center;"><em>„Wir sind infrastrukturell sehr wichtig – </em><br /><em>das sehen die Tourismusverbände nicht so.“ </em><br /><em>(Antje Styskal)</em></p><p>Deshalb schaut man über die Landesgrenze hinaus: Gemeinsam mit Wittstock in Brandenburg, das nach der Landesgartenschau 2019 eine sehr positive Entwicklung genommen hat, werden neue Projekte vorbereitet.</p><p>Seit ihren Anfängen als Raum für Kultur und Kunsthandwerk hat sich die Scheune als Veranstaltungsort etabliert. Der Ostermarkt, der Adventsmarkt und zahlreiche Kunsthandwerkermärkte sind von hoher Bedeutung für die Region und den Tourismus. Messen regionaler Verbände, Flohmärkte u.v.m. finden statt. In der Alten Schmiede hat das Standesamt einen Sitz und Hochzeiten werden auf der Tenne gefeiert. Höhepunkte im Jahr sind Konzerte des Landesjugendorchesters und das traditionelle Adventskonzert mit der Neubrandenburger Philharmonie.</p><p>Kultur und Kunst aus der Region sind nach wie vor zentral für das Leben in der Scheune, die durch dauerhafte (u. a. von Werner Schinko) wie auch wechselnde Ausstellungen Kunst auf dem Land sichtbar macht. Ein neuer Kontakt konnte mit dem Museumsverband für die zukünftige Arbeit geknüpft werden.</p><p>Des Weiteren dienen die Räume in der Scheue auch als Dorfgemeinschaftshaus, genutzt von unterschiedliche Gruppen aus dem Dorf für Yoga- oder Sportkurse uvm. Eine neue Gruppe „Silversurfer“ übt gemeinsam den Umgang mit digitaler Technik. Der Tanztee, einmal im Monat, eine Veranstaltung gegen die Einsamkeit im Alter, wird rege genutzt. Im Dorf haben sich zudem aktive Frauen zusammengefunden, die in der Scheune ein Dorffrühstück oder Laternenfest veranstalten.</p><p>Die fortwährende Herausforderung ist, für die unterschiedlichen Zielgruppen – Gäste von außen, die Bevölkerung vor Ort – passende Angebote zu entwickeln. Hier setzen die neuen Kooperationen im Bereich Bildung mit Schulen, der Kirche und auch Hochschulen an: Die Hochschule Neubrandenburg kommt für Tagungen oder Seminare ebenso die Universität Wismar.</p><p style="text-align: center;"><em>„Wir zeigen, dass es geht, <br />auch große Tagungen am Land zu machen.“</em><br /><em>(Doreen Hörning)</em></p><p>Ein häufiges Problem bleibt allerdings die ländliche Lage. Viele denken, der Ort sei schwer zu erreichen – doch daran wird aktiv gearbeitet. Das Amt Röbel hat den Nachbarschaftsbus als Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr eingeführt. So bleiben Menschen aus Bollewick und den umliegenden Dörfern mobil, auch wenn sie noch nicht oder nicht mehr Autofahren können. Eine Anbindung besteht außerdem über die Bahnstation in Wittstock und in Waren an der Müritz und weiter mit dem Bus nach Röbel.</p>								</div>
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									<h4>Wirtschaftlicher Betrieb und Förderung</h4><p>Die Scheune ist ein Ort vielfältiger Nutzung – ein Haus mit Geschäften, Veranstaltungsräumen und kulturellem Leben. Die gemischte Nutzung trägt entscheidend zur Stabilität bei. Den Betrieb bewältigt die Gemeinde durch die Einnahmen aus den Vermietungen, den Veranstaltungen sowie der PV-Anlage auf dem Dach. Auch gewerbliche Steuereinnahmen fließen ein. Sie ist damit ein gutes Beispiel für die Kombination von Fördermitteln und Wirtschaftsbetrieb. Die Gemeinde erreicht so Unabhängigkeit und Stabilität. Ziel bleibt es, das Gebäude zu erhalten – einige bauliche Maßnahmen stehen an. Die Akquise von Fördermitteln ist Hauptaufgabe der Bürgermeisterin, denn die verfügbaren Mittel sind knapp. Auch um Projekte umzusetzen, bemüht sie sich kontinuierlich um passende Fördermittel. Dabei macht sie die Erfahrung, dass der Zugang zu Förderung zunehmend schwieriger wird:</p><p style="text-align: center;"><em>„Wenn sie nach Förderung fragen, heißt es oft:<br />Bollewick hat schon alles. </em><br /><em>Ein Musterdorf zu sein, ist nicht immer gut.“</em><br /><em>(Antje Styskal)</em></p><p>Aktuell sind Förderprogramme stärker auf Innovation und Partizipation ausgerichtet und weniger auf Bestandsführung oder Gebäudeerhaltung.</p><p style="text-align: center;"><em>„Für neue Türen gibt es kein Förderprogramm.“</em><br /><em>(Antje Styskal)</em></p><p>Erfolgreich war hingegen die Teilnahme an der Initiative „Neulandgewinner“ – mit den dort erhaltenen 50.000 Euro Fördermitteln konnten Bildungsangebote ausgebaut und nötiges Inventar angeschafft werden. Solche Fördermöglichkeiten fehlten.</p><p style="text-align: center;"><em>„Um einen modernen Auftritt in historischen Mauern zeigen zu können, <br />bedarf es der Pflege und Weiterentwicklung der Scheune Bollewick.<br /></em><em>Unser Ziel ist, als Ort der nachhaltigen Begegnung <br />für vielfältige Aktivitäten in einer modernen <br />ländlichen Gemeinschaft bestehen zu können“</em><br /><em>(Antje Styskal)</em></p><p>Die Scheune steht baulich stabil, doch Modernisierung und Personalbindung bleiben Themen. Die Vision: Die Scheune bleibt ein Ort, an dem Geschichte, Nachhaltigkeit und Gemeinschaft unter einem Dach leben – ein Beispiel dafür, dass ländlicher Raum Zukunft hat, wenn Menschen Verantwortung übernehmen.</p>								</div>
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									<h5><strong>Mecklenburgische Seenplatte</strong></h5><p>Um mehr über die Region dieser Bereisung zu erfahren hier klicken.</p>								</div>
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		<title>Ein Kind der Wende und die Idee vom Neuanfang – wie ein Bürgermeister mit Mut zur Bodenpolitik Zukunft gestaltet</title>
		<link>https://leerstand-aktivieren.de/bundeslaender/ein-kind-der-wende-und-die-idee-vom-neuanfang-wie-ein-buergermeister-mit-mut-zur-bodenpolitik-zukunft-gestaltet/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Aug 2025 14:58:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bundesländer]]></category>
		<category><![CDATA[Brandenburg]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Kind der Wende und die Idee vom Neuanfang Wie ein Bürgermeister mit Mut zur Bodenpolitik Zukunft gestaltet Marco Beckendorf, der Bürgermeister der Gemeinde Wiesenburg/Mark, hat sich entschieden, Schrumpfung nicht als Naturgesetz zu akzeptieren, sondern als einen Auftrag zum Handeln. Die Gemeinde im Westen Brandenburgs – ein Zusammenschluss von 14 Orten mit rund 4.200 Einwohner*innen auf einer Fläche von 220 Quadratkilometern – verfolgt seit einigen Jahren konsequent eine aktive Boden- und Kreditpolitik. Der Ansatz ist so einfach wie mutig: Nicht das Sparen allein bringt eine peripher gelegene, ländliche Gemeinde voran, sondern das bewusste Nutzen von Entwicklungschancen – finanziell hinterlegt, professionell organisiert und mit klaren Zielen. „Sparen allein stoppt keine Schrumpfung.“(Marco Beckendorf) Die amtsfreie Gemeinde im Landkreis Potsdam-Mittelmark war lange Zeit mit den klassischen Herausforderungen strukturschwacher Räume konfrontiert: Hohe Auspendlerquoten, sinkende Bevölkerungszahlen, Arbeitsplatzverluste und eine niedrige kommunale Steuerkraft. Über 30 Prozent der Bevölkerung gingen in den Jahren nach der Wiedervereinigung verloren. In den letzten Jahren lag der jährliche Verlust bei rund einem Prozent. Arbeitsplätze gingen ebenfalls verloren. Innerhalb von acht Jahren reduzierte sich die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Jobs um rund 15 Prozent. Die kommunale Steuerkraft lag mit etwa 500 Euro pro Kopf deutlich unter dem Landesdurchschnitt von rund 1.000 Euro. „Damals lag Aufbruch in der Luft. Man hatte das Gefühl, alles sei möglich. Ich wollte die Energie, die ich als Kind erlebt habe, nach Brandenburg zurückbringen.“(Marco Beckendorf) Ein starkes Team für nachhaltige Entwicklung: Regionalmanager*innen Matthias Braun und Laura Ryll, Anne Konstanze Eilzer von der Wirtschaftsförderung und Gemeindebürgermeister Marco Beckendorf Bürgermeister Marco Beckendorf, der aus Brandenburg stammt und als Kind die Umbruchzeit nach 1990 miterlebte, entschloss sich, die Entwicklung nicht hinzunehmen. Die positive Aufbruchsstimmung, die er damals erlebt hatte, wollte er nun selbst gestalten – zurück in eine Region, in dem Bundesland, aus dem er selbst kommt. In seinem Wahlkampf warb er mit der Überzeugung, dass auch strukturschwache Regionen Zukunft haben, wenn sie diese aktiv gestalten. Wer Fläche hat, hat Zukunft – eine kommunale Investitionsstrategie stärkt Ortskerne und lokale Wirtschaft Nach vier Jahren Konsolidierung gelang es der Gemeinde, ihre „dauernde Leistungsfähigkeit“ nachzuweisen – die Voraussetzung, um Investitionskredite aufnehmen zu dürfen. In der Niedrigzinsphase entschied sich die Gemeinde bewusst, 7 Millionen Euro an Krediten aufzunehmen. Dieses Kapital diente nicht dem kurzfristigen Ausgleich, sondern einer langfristigen Strategie: dem Erwerb von Schlüsselimmobilien und Entwicklungsflächen für Wohnen und Gewerbe. Damit schuf sich Wiesenburg/Mark einen Flächenvorrat für die kommenden zehn bis fünfzehn Jahre. „Es braucht große Projekte, um die Schrumpfung aufzuhalten; die halte ich nicht auf, indem ich nur eine Kita saniere, sondern indem ich Entwicklungspotenziale nutze.“(Marco Beckendorf) Dieses Vorgehen bedeutete ein kalkulierbares Risiko – und es eröffnete Spielräume. Während die jährlichen investiven Schlüsselzuweisungen vom Land Brandenburg bei etwa 150.000 bis 200.000 Euro liegen, entspricht die Kreditaufnahme einem Vielfachen davon. In gewisser Weise hat die Gemeinde ihre Investitionskraft kurzfristig verstärkt, um sich langfristig zu entwickeln. „Innenentwicklung ist teurer – aber sie zahlt auf die Ortsqualität ein.“(Marco Beckendorf) Der Kern der Strategie lautet Innenentwicklung vor Außenentwicklung. Wiesenburg/Mark setzt auf das Revitalisieren brachliegender Gewerbeflächen innerhalb des Orts, auf Altlastenbeseitigung, Umnutzung und Nachverdichtung. Flächen wie das ehemalige Kreismaschinenwerk oder das Ko-Dorf-Areal werden zu neuen Wohnbaugebieten entwickelt, statt auf der grünen Wiese neue Siedlungsflächen auszuweisen. Außenentwicklung findet lediglich dort statt, wo sie den Ortsrand sinnvoll abrundet – etwa bei großen Baulücken, die formal als Außenbereich gelten. Dieser Weg ist teurer, langsamer und komplizierter, erfordert Gutachten, Beräumung, Fördermittelanträge und Verwaltungskapazitäten. Doch er stärkt die Ortsmitte, nutzt bestehende Infrastrukturen besser aus und verhindert zusätzliche Flächenversiegelung. „Die Bürger können heute ihre Sanierung über eine Hypothek hinterlegen – das war früher schlicht nicht drin.“(Marco Beckendorf) Ein entscheidender Baustein ist die aktive kommunale Bodenpolitik. Die Gemeinde hat Grundstücke aufgekauft, entwickelt und gezielt verkauft. Dabei wurde bewusst auf Konzeptvergaben gesetzt – nicht der Höchstpreis entscheidet, sondern die Qualität des Vorhabens. Parallel dazu setzte die Gemeinde Instrumente wie das Vorkaufsrecht und – wenn nötig – Zwangsversteigerungen ein, um Schlüsselgrundstücke zu erwerben. Die Bodenwerte im Ortskern stiegen dadurch schrittweise von rund 20 Euro pro Quadratmeter auf 80 Euro pro Quadratmeter. Dieser Anstieg ist kein Selbstzweck, sondern eine wichtige finanzielle Hebelwirkung: Bürgerinnen und Bürger erhalten nun realistische Beleihungswerte bei Banken und können Kredite aufnehmen, um Häuser zu sanieren oder zu modernisieren. Vor Ort wird nicht zwangsläufig auf die Ansiedlung großer Betriebe gesetzt, sondern auf kleinteilige, lokal verankerte Wirtschaft. Die Gemeinde kauft beispielsweise Hallen und Gewerbeflächen, um diese günstig an Gründer*innen vermieten zu können. Ein konkretes Beispiel: Ein Strohhausbauer begann als Einzelunternehmer und beschäftigt mittlerweile einen Gesellen und zwei Auszubildende. Ähnliche Entwicklungen gibt es bei lokalen Handwerksbetrieben und erneuerbaren Energien. Die vorhandenen Biogasanlagen schaffen Beschäftigung und tragen zur regionalen Wertschöpfung bei. Damit verfolgt die Gemeinde den langfristigen Ansatz, lokale Betriebe aufzubauen, die nicht nach wenigen Jahren wieder verschwinden, sondern ein wichtiger Teil der lokalen Entwicklung werden. Ein Ort, viele Chancen: Wiesenburg gestaltet seine Zukunft durch gezielte Umnutzungen Marco Beckendorf kann bereits auf einige Projektumsetzungen und -entwicklungen zurückblicken. Aber auch zukünftig liegt noch viel Arbeit in der Gemeinde an. Im Interview betonte der Bürgermeister die konsequente und zügige Umsetzung von Maßnahmen, um etwas Greifbares und Vorzeigbares zu haben. Dies sei wichtig, um der Bevölkerung zu zeigen, dass etwas passiert, dass die Kommune konkret handelt und nicht nur Versprechungen macht. Das wiederum schafft möglichst großes Vertrauen und sorgt dafür, dass weitere Projekte entstehen können. Erwähnenswert sind insbesondere die Rote Villa, die Kunsthalle und das Gelände der ehemaligen Brennerei. Die Kunsthalle und die alte Brennerei liegen in unmittelbarer Nähe zum Schloss und zum Rathaus, in dem die Gemeindeverwaltung sitzt. Bei der Brennerei handelt es sich um einen Gebäudekomplex aus dem Jahr 1853 mit einem Anbau aus der Nachwendezeit. Dort sind ein Supermarkt, eine Bankfiliale und Ärzte Mieter. Die Gemeinde nutzte ihr kommunales Vorkaufsrecht, um das Gebäude und das Areal mit Hilfe einer Kreditfinanzierung zu erwerben. Damit möchte sie die zentrumsnahe Versorgung dauerhaft sicherstellen und den Druck aus der gewerblichen Mietpreisentwicklung nehmen. Blick auf das Gelände der ehemaligen Brennerei vom Schloss Wiesenburg Zu der Brennerei gehörte auch ein Pferdestall für die Kutschpferde. Dieser wurde zunächst zu einer Sporthalle umgebaut und später als örtliche Kunsthalle]]></description>
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									<h3><strong>Ein Kind der Wende und die Idee vom Neuanfang</strong></h3><h4>Wie ein Bürgermeister mit Mut zur Bodenpolitik Zukunft gestaltet</h4><p>Marco Beckendorf, der Bürgermeister der Gemeinde Wiesenburg/Mark, hat sich entschieden, Schrumpfung nicht als Naturgesetz zu akzeptieren, sondern als einen Auftrag zum Handeln. Die Gemeinde im Westen Brandenburgs – ein Zusammenschluss von 14 Orten mit rund 4.200 Einwohner*innen auf einer Fläche von 220 Quadratkilometern – verfolgt seit einigen Jahren konsequent eine aktive Boden- und Kreditpolitik. Der Ansatz ist so einfach wie mutig: Nicht das Sparen allein bringt eine peripher gelegene, ländliche Gemeinde voran, sondern das bewusste Nutzen von Entwicklungschancen – finanziell hinterlegt, professionell organisiert und mit klaren Zielen.</p><p style="text-align: center;"><em>„Sparen allein stoppt keine Schrumpfung.“<br /></em><em>(Marco Beckendorf)</em></p><p>Die amtsfreie Gemeinde im Landkreis Potsdam-Mittelmark war lange Zeit mit den klassischen Herausforderungen strukturschwacher Räume konfrontiert: Hohe Auspendlerquoten, sinkende Bevölkerungszahlen, Arbeitsplatzverluste und eine niedrige kommunale Steuerkraft. Über 30 Prozent der Bevölkerung gingen in den Jahren nach der Wiedervereinigung verloren. In den letzten Jahren lag der jährliche Verlust bei rund einem Prozent. Arbeitsplätze gingen ebenfalls verloren. Innerhalb von acht Jahren reduzierte sich die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Jobs um rund 15 Prozent. Die kommunale Steuerkraft lag mit etwa 500 Euro pro Kopf deutlich unter dem Landesdurchschnitt von rund 1.000 Euro.</p><p style="text-align: center;"><em>„Damals lag Aufbruch in der Luft. <br />Man hatte das Gefühl, alles sei möglich. <br /></em><em>Ich wollte die Energie, die ich als Kind erlebt habe, <br />nach Brandenburg zurückbringen.</em><em>“<br />(Marco Beckendorf)</em></p>								</div>
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									<p>Bürgermeister Marco Beckendorf, der aus Brandenburg stammt und als Kind die Umbruchzeit nach 1990 miterlebte, entschloss sich, die Entwicklung nicht hinzunehmen. Die positive Aufbruchsstimmung, die er damals erlebt hatte, wollte er nun selbst gestalten – zurück in eine Region, in dem Bundesland, aus dem er selbst kommt. In seinem Wahlkampf warb er mit der Überzeugung, dass auch strukturschwache Regionen Zukunft haben, wenn sie diese aktiv gestalten.</p>								</div>
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									<h4>Wer Fläche hat, hat Zukunft – eine kommunale Investitionsstrategie stärkt Ortskerne und lokale Wirtschaft</h4><p>Nach vier Jahren Konsolidierung gelang es der Gemeinde, ihre „dauernde Leistungsfähigkeit“ nachzuweisen – die Voraussetzung, um Investitionskredite aufnehmen zu dürfen. In der Niedrigzinsphase entschied sich die Gemeinde bewusst, 7 Millionen Euro an Krediten aufzunehmen. Dieses Kapital diente nicht dem kurzfristigen Ausgleich, sondern einer langfristigen Strategie: dem Erwerb von Schlüsselimmobilien und Entwicklungsflächen für Wohnen und Gewerbe. Damit schuf sich Wiesenburg/Mark einen Flächenvorrat für die kommenden zehn bis fünfzehn Jahre.</p><p style="text-align: center;"><em>„Es braucht große Projekte, um die Schrumpfung aufzuhalten; <br />die halte ich nicht auf, indem ich nur eine Kita saniere, <br />sondern indem ich Entwicklungspotenziale nutze.“<br />(Marco Beckendorf)</em></p><p>Dieses Vorgehen bedeutete ein kalkulierbares Risiko – und es eröffnete Spielräume. Während die jährlichen investiven Schlüsselzuweisungen vom Land Brandenburg bei etwa 150.000 bis 200.000 Euro liegen, entspricht die Kreditaufnahme einem Vielfachen davon. In gewisser Weise hat die Gemeinde ihre Investitionskraft kurzfristig verstärkt, um sich langfristig zu entwickeln.</p><p style="text-align: center;"><em>„Innenentwicklung ist teurer – aber sie zahlt auf die Ortsqualität ein.“<br />(Marco Beckendorf)</em></p><p>Der Kern der Strategie lautet Innenentwicklung vor Außenentwicklung. Wiesenburg/Mark setzt auf das Revitalisieren brachliegender Gewerbeflächen innerhalb des Orts, auf Altlastenbeseitigung, Umnutzung und Nachverdichtung. Flächen wie das ehemalige Kreismaschinenwerk oder das Ko-Dorf-Areal werden zu neuen Wohnbaugebieten entwickelt, statt auf der grünen Wiese neue Siedlungsflächen auszuweisen. Außenentwicklung findet lediglich dort statt, wo sie den Ortsrand sinnvoll abrundet – etwa bei großen Baulücken, die formal als Außenbereich gelten.</p><p>Dieser Weg ist teurer, langsamer und komplizierter, erfordert Gutachten, Beräumung, Fördermittelanträge und Verwaltungskapazitäten. Doch er stärkt die Ortsmitte, nutzt bestehende Infrastrukturen besser aus und verhindert zusätzliche Flächenversiegelung.</p><p style="text-align: center;"><em>„Die Bürger können heute ihre Sanierung <br />über eine Hypothek hinterlegen – das war früher schlicht nicht drin.“<br />(Marco Beckendorf)</em></p>								</div>
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									<p>Zu der Brennerei gehörte auch ein Pferdestall für die Kutschpferde. Dieser wurde zunächst zu einer Sporthalle umgebaut und später als örtliche Kunsthalle umgenutzt. Die Halle dient einerseits als Ausstellungs- und Veranstaltungsort, ist aber gleichzeitig das Familien- und Dorfgemeinschaftszentrum des Ortes.<br /><br /></p><h4>Die Kunsthalle in Wiesenburg mit dem Schornstein der ehemaligen Brennerei im Hintergrund</h4><p>Das Objekt wurde gezielt als Ankerort durch die Kommune entwickelt. Die Kunsthalle stellt im Grunde den Anfang einer Reihe von Innenentwicklungsprozessen dar, die in Wiesenburg stattfanden und noch immer stattfinden.</p><p>Zwei weitere abgeschlossene Projekte befinden sich in unmittelbarer Nähe an der Hauptstraße des Dorfes. Hierbei handelt es sich um die Rote Villa und die Zukunftsschusterei. Die Rote Villa ist eine Jugendstil-Villa aus dem späten 19. Jahrhundert, welche die Kommune erwarb und dadurch vor dem Abriss bewahrte.</p>								</div>
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									<p>Mit Hilfe von Mitteln aus der LEADER-Förderung sowie der Denkmalpflege des Landkreises konnte das Gebäude saniert werden. Durch den Umbau und die denkmalgerechte Instandsetzung erfolgte eine Umnutzung des ehemaligen Wohngebäudes. Heute befindet sich im Erdgeschoss eine therapeutische Praxis und im Obergeschoss fanden die Büroräume der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Fläming-Havel ihr neues Zuhause.</p><p>Die Zukunftsschusterei ist ein ehemaliges Gewerbe- und Geschäftshaus. In den Räumlichkeiten, in denen früher ein Schuster mit dazugehörigem Schuhgeschäft ansässig war, befindet sich heute ein Coworking Space.</p>								</div>
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									<p>Das Objekt entwickelte die Gemeinde Wiesenburg/Mark gemeinsam mit der Stadt Bad Belzig durch die interkommunale Zusammenarbeit im Smart-City-Modellprojekt. Geschaffen wurde ein moderner Workspace, der unter anderem von Mitarbeiter*innen der kommunalen Verwaltung genutzt wird.<br /><br /></p><h4>Wie sich rund um den Bahnhof eine Vision zu einem neuen Quartier entwickelt</h4><p>Ein größeres Projekt stellt die Entwicklung des Bahnhofquartiers etwas außerhalb vom Zentrum des Ortes dar. Das Bahnhofsgebäude selbst – der Zugverkehr ist im Übrigen noch immer aktiv und Wiesenburg hat eine direkte Anbindung an Berlin und Dessau – ist bereits durch die Kommune und die Genossenschaft Bahnhof am Park eG entwickelt worden. In dem Gebäude aus dem Jahr 1878/79 befinden sich heute ein kleiner Coworking Space, ein Bistro, zwei Ferienwohnungen sowie Raum für Veranstaltungen.</p><p>Finanziert wurde die Umnutzung durch Spenden, aus Mitteln der Genossenschaft und durch ESF-Mittel des Landes Brandenburg. Außerdem legt die Entwicklung des Bahnhofsgebäudes den Grundstein für eine umfangreichere Quartiersentwicklung. An den Bahnhof grenzt das Gelände des ehemaligen Sägewerks an. Hierbei handelt es sich um ein circa 50.000 Quadratmeter großes Areal auf dem sich neben dem alten Sägewerk die Baufläche für das KoDorf befindet. Mit dem KoDorf – eine Tiny House Siedlung – entsteht an dieser Stelle ein komplett neues Wohnquartier, für welches das alte Sägewerk zum Gemeinschaftszentrum umgenutzt werden soll.</p><p>Die Kommune erwarb das Areal durch eine Förderung, die aus Mitteln ehmaliger Parteien- und Massenorganisationen der DDR (PMO-Mittel) stammen. Für die Umwandlung der Brachfläche zum geplanten KoDorf holte sich die Gemeinde mit der vielleben eG aus München einen gemeinwohlorientierten Entwicklungspartner hinzu. Die vielleben eG hat Erfahrung mit dem Aufbau von KoDörfern und Tiny House Siedlungen als alternatives, integratives und flächensparendes Konzept der Wohnquartiersentwicklung.</p>								</div>
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									<p>Ein weiteres Großprojekt stellt der Drahtzieherpark mit der eigentlichen Drahtzieherei und dem ehemaligen Sozialtrakt des Unternehmens dar. Das Werksgelände befindet sich derzeit im Umbruch, wobei die Fertigungshalle vorerst unangetastet bleibt, da eine Wiederaufnahme des Betriebs bislang noch nicht ausgeschlossen wird. Erwerb und Entwicklung des Geländes werden durch kommunale Eigenmittel, Kreditfinanzierungen und Mittel aus den Förderungen der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW-Mittel), des Kreisentwicklungsbudgets und der aktiven Regionalentwicklung (BBSR) finanziert.</p><p>Die Nachnutzung des Industriegeländes rund um die Drahtzieherei ist als Leuchtturmprojekt im Bereich „Neues Arbeiten“ geplant. Die Entwicklung zum Industriegebiet 2.0 zielt auf die Ansiedlung regionaler Kleinbetriebe und Start-ups, was die Wirtschaft vor Ort nachhaltig stärken und diversifizieren soll. Derzeit wird das Gelände zwischengenutzt. In einem Bürogebäude befindet sich die Polizeiwache, während die Werkshallen zum Teil als Lagerraum oder Werkstätten genutzt werden. Zum Industriegelände gehört ebenfalls das Gebäude, in dem sich der Sozialtrakt der Drahtzieherei befindet. Hierfür ist eine Umnutzung zu einer betreuten Wohneinrichtung geplant. Die Gemeinde befindet sich bereits im engen Austausch mit einem interessierten Investor. Ein ausstehendes Gutachten zur Qualität der Bausubstanz und der Machbarkeit in Bezug auf den Umbau sollten zeitnah über den weiteren Verlauf des Projekts entscheiden.</p><p>Die Gemeinde Wiesenburg und Bürgermeister Marco Beckendorf haben noch eine Vielzahl weiterer Projekte in Planung. Bei den Ankäufen von leerstehenden Gebäuden und Grundstücken steht jedoch immer im Vordergrund, als Kommune mitentscheiden zu können und im Blick zu behalten, was sich in den einzelnen Ortschaften tut. Das Gemeinwohl, spezifische Bedarfe in der Gemeinde und eine zukunftsfähige Gesamtentwicklung stehen dabei im Fokus und sollen stets berücksichtigt werden.</p>								</div>
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									<h4>Gemeinwohlorientierung, regionale Kooperationen und funktionierende Daseinsvorsorge als Standortfaktoren</h4><p>Ein zentraler Erfolgsfaktor ist die enge Zusammenarbeit mit Vereinen, Genossenschaften und gemeinwohlorientierten Trägern. So wurde das Ensemble „Alte Hölle“ von einem Verein erworben, der die Räumlichkeiten heute für Seminare und Veranstaltungen nutzt. Weitere Beispiele sind die Bahnhofsgenossenschaft oder die Entwicklung des Ko-Dorfs, welches gemeinschaftliches Wohnen, Arbeiten und Leben vereint.</p><p style="text-align: center;"><em>„Wir leben hier die Utopie eines jeden Stadt- und Regionalplaners.“<br />(Marco Beckendorf)<br /></em></p><p>Diese Projekte finanzieren sich über Genossenschaftsanteile, private Darlehen und Fördermittel. Gewinne fließen nicht ab, sondern werden vor Ort reinvestiert. So entsteht ein stabiler, gemeinwohlorientierter Entwicklungskreislauf.</p><p>Marco Beckendorf begreift Wiesenburg nicht als Insel, sondern sieht die Gemeinde als Teil eines regionalen Verbunds, der sich gemeinsam entwickelt und trägt. Gänzlich neue Industrieflächen werden nicht im Gemeindegebiet entstehen – dafür gibt es in den Nachbarkommunen bessere Voraussetzungen. Mehrgeschossiger Wohnungsbau konzentriert sich hingegen auf das nahegelegene Mittelzentrum Bad Belzig, welches über eine gute Infrastruktur verfügt. Die Gemeinde Wiesenburg/Mark profitiert von dieser Nähe und trägt gleichzeitig dazu bei, die Region als Ganzes zu stärken.</p><p style="text-align: center;"><em>„Man kann alleine als Gemeinde nicht viel bewegen – <br />die Region muss ihre Potenziale gemeinsam heben.“<br />(</em><em>Marco Beckendorf)</em></p><p>Auch bei Fördermitteln, Hochschulkooperationen und Planungsprozessen arbeitet die Gemeinde mit Partnern zusammen. Hochschulen – wie beispielsweise die Hochschule Neubrandenburg – begleiten Projekte wissenschaftlich, Genossenschaften und private Initiativen bringen Kapital und Ideen ein.</p><p>Die Gemeinde Wiesenburg/Mark verfügt generell über ein stabiles Grundversorgungsnetz. Es gibt insgesamt zwölf freiwillige Ortsfeuerwehren, mehrere Kitas auch in kleineren Ortsteilen, zwei Hausärzte, zwei Zahnarztpraxen, eine gute Nahversorgung und eine stündliche Busanbindung an das Mittelzentrum Bad Belzig. Diese gute Ausstattung mit Einrichtungen der Daseinsvorsorge ist für viele Menschen ein entscheidender Faktor bei der Wohnortwahl – und wird von der Gemeinde gezielt gepflegt.<br /><br /></p><h4>Demografische Trends fordern neue Lösungen – Innenentwicklung als möglicher Schlüssel für ländliche Resilienz</h4><p>Der demografische Wandel bleibt eine Herausforderung. Zwar hat Wiesenburg/Mark sein Minus bei der Einwohnerentwicklung bereits von rund einem Prozent pro Jahr auf unter 0,5 Prozent gedrückt –  und für 2025 zeichnet sich ein erster Zuwachs seit Jahrzehnten ab. Doch strukturelle Trends bleiben bestehen. Die Auspendlerquote ist weiterhin hoch, die Einkommen liegen rund 20 Prozent unter dem Landesdurchschnitt von Brandenburg. Dennoch verfolgt die Gemeinde eine klare Strategie: Die Rückkehr gut ausgebildeter Menschen mittleren Alters vorzubereiten und zu ermöglichen.</p><p style="text-align: center;"><em>„Demografie ist kein Schicksal. <br />Sie ist eine Einladung, klug zu planen.“<br /></em><em>(</em><em>Marco Beckendorf)</em></p><p>Dazu gehören barrierefreie Mietwohnungen, die älteren Menschen einen Umzug innerhalb des Ortes ermöglichen. Dadurch kommt teils zu freiwerdenden Höfen, die für junge Familien oder Rückkehrer zur Verfügung stehen. Auch Bürgschaften des Landes für Bau- und Sanierungsvorhaben könnten helfen, die Eigenkapitalhürden in ländlichen Räumen zu senken.</p><p>Der eingeschlagene Weg ist kein einfacher. Die Förderlogiken des Bundes und der Länder sind oft zu langsam und zu kleinteilig, um die Entwicklungsdynamik vor Ort zu stützen. Innenentwicklung ist teuer und zeitaufwändig, Fachpersonal in kleinen Verwaltungen ist knapp und Banken stufen periphere Räume nach wie vor als risikobehaftet ein. Viele dieser Hürden sind strukturell – und können nur durch eine Reform der Rahmenbedingungen überwunden werden.</p>								</div>
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									<h4>Mehr Freiheiten für Kommunen – wer gestalten will, braucht Spielräume</h4><p>Bürgermeister Beckendorf spricht sich klar für Reformen aus, welche die Handlungsfähigkeit vor Ort stärken. Seine Arbeit in Wiesenburg zeigt auf, welche politischen Weichenstellungen Kommunen tatsächlich handlungsfähig machen. An erster Stelle steht eine Progressive Kommunale Schuldenbremse (PKS), die Investitionen in strukturschwachen Räumen nicht bremst, sondern gezielt ermöglicht. Wer nachweislich in werterhaltende oder wertschöpfende Projekte investiert, braucht planbare Kreditspielräume statt pauschaler Verbote. Zweitens braucht es Landesbürgschaften für private Erst-Hypotheken in ländlichen Räumen, um die typischen Eigenkapitalabschläge der Banken auszugleichen und Sanierungen wie auch Neubauten überhaupt zu ermöglichen.</p><p style="text-align: center;"><em>„Wenn du die richtigen Menschen hast, kommt das Geld.“<br />(Marco Beckendorf) </em></p><p>Drittens sollten Genossenschaften systematisch gestärkt werden – weniger über Zuschüsse, mehr über Bürgschaften, die privates Engagement hebeln und Erträge vor Ort halten. Viertens ist eine Personaloffensive in den Verwaltungen nötig: unbefristete Stellen für Projekt- und Fördermanagement sowie praxisnahe Studiengänge für kommunale Führung, damit Kapazität und Kompetenz zusammenkommen. Und fünftens brauchen Kommunen verlässliche, mehrjährige Förderkulissen mit einfachen Verfahren und klaren Fristen. Schlanke Prozesse, planbare Mittel und kluge Risikovorsorge sind die beste Sozialrendite – sie senken Transaktionskosten, beschleunigen Innenentwicklung und machen lokale Investitionen wieder rentabel.<br /><br /></p><h4>Zukunft gestalten statt dem Wandel hinterherzulaufen – resiliente Gemeindeentwicklung durch strategische Investitionen und gezielte Bodenpoltik</h4><p>Das Beispiel Wiesenburg/Mark zeigt eindrucksvoll, dass ländliche Schrumpfungsräume nicht zwangsläufig demografischem und wirtschaftlichem Niedergang ausgeliefert sind. Bürgermeister Marco Beckendorf beweist mit einer mutigen, strategischen Boden- und Investitionspolitik, dass Kommunen ihre Zukunft selbst aktiv gestalten können. Statt auf kurzfristige Sparlogiken zu setzen, investiert die Gemeinde gezielt in zentrale Lagen, Innenentwicklung und regionale Kooperationen. Dadurch entstehen neue Wohn- und Arbeitsräume, kulturelle und wirtschaftliche Impulse sowie eine bedarfsgerechte Daseinsvorsorge.</p><p style="text-align: center;"><em>„Schulden sind die Vermögen der anderen – entscheidend ist, <br />dass sie in reale Zukunft vor Ort übersetzt werden.“<br />(Marco Beckendorf)</em></p><p>Der Schlüssel liegt dabei nicht allein in der Finanzierung, sondern in einem klaren politischen Willen, langfristiger Planung und der Einbindung der Menschen vor Ort. Wiesenburg/Mark nutzt seine Flächen als strategisches Instrument, um Gestaltungshoheit zurückzugewinnen – und schafft so ein stabiles Fundament für eine resiliente kommunale Zukunft. Der Blick nach vorn zeigt: Die Herausforderungen – von demografischem Wandel über restriktive Förderlogiken bis hin zum Fachkräftemangel – bleiben bestehen. Doch das Beispiel Wiesenburg macht Mut. Wenn Kommunen mehr Handlungsspielräume, flexible Förderinstrumente und starke regionale Netzwerke erhalten, können sie nicht nur bestehen, sondern Zukunft gestalten.</p><p>Wiesenburg strebt kein unbegrenztes Wachstum an, sondern ein stabiles, zukunftsfähiges Gleichgewicht – getragen von lokaler Wirtschaft, vitalen Ortskernen und engagierten Menschen. Damit wird die Gemeinde zu einem Vorbild für viele ländliche Regionen in Deutschland: Schrumpfung ist kein Schicksal, sondern eine Einladung zum klugen Handeln.</p>								</div>
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									<h5>Brandenburg</h5><p>Um mehr über die Region dieser Bereisung zu erfahren hier klicken.</p>								</div>
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		<title>Ein Schreibtisch für die Region – wie Prüm mit einem Coworking-Space im ländlichen Raum neue Wege geht</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Jul 2025 11:53:18 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ein Schreibtisch für die Region Wie Prüm mit einem Coworking-Space im ländlichen Raum neue Wege geht Wer das frühere Verwaltungsgebäude des alten Kreiswasserwerks in Prüm betritt, spürt noch den „Charme“ vergangener Behördenzeiten: graue Flure, schwere Türen, ein Hauch von Aktenstaub in der Luft. Doch hinter der Tür im zweiten Obergeschoss öffnet sich ein ganz anderer Raum. Helle Schreibtische, Pflanzen, gedämpfte Gespräche, leises Tastaturklappern. Hier, wo jahrelang niemand arbeitete, hat die Zukunft Einzug gehalten. Der „Schreibtisch in Prüm“ wirkt auf den ersten Blick unspektakulär. Acht Arbeitsplätze, ein Besprechungsraum, eine Kaffeeküche, solide technische Ausstattung. Kein Startup-Hochglanz, keine hippe Inszenierung. Und doch erzählt dieser Ort davon, wie eine ländliche Region Zukunft gestaltet – pragmatisch, mutig und mit einem tiefen Verständnis für das, was Menschen brauchen, um gut leben und arbeiten zu können. Dass der Coworking-Space hier entstanden ist, war weder Zufall noch das Ergebnis eines strategischen Fahrplans. Es begann – wie so vieles in ländlichen Räumen – mit einem guten Gespräch. Die Idee entsteht – ein urbanes Konzept trifft auf ländliche Realität Als die Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz 2015 mit ihrem Projekt „Digitale Dörfer“ erstmals begann, sich mit ländlichen Coworking-Modellen zu befassen, war die Grundfrage klar: Wie lässt sich der Alltag der Menschen in ländlichen Räumen durch digitale Arbeitsformen verbessern? In vielen Gemeinden in Rheinland-Pfalz waren die Arbeitsplätze weit entfernt mit entsprechend langen Pendelwegen. Gleichzeitig wuchsen die Leerstände aufgrund von demographischen und/oder wirtschaftsstrukturellen Verwerfungen. Die Idee in Richtung Coworking reifte schließlich auch durch inspirierende Beispiele aus anderen Ländern: Kleine Arbeitsräume in irischen Dörfern, multifunktionale Arbeitsplätze in Frankreich oder in Skandinavien zeigten, dass Coworking nicht nur ein urbanes, sondern auch ein ländliches Instrument sein kann. Im Jahr 2016 kam diese Erkenntnis endgültig in Prüm an und das Projekt nahm Fahrt auf. Bei einem Vorgespräch mit Bürgermeister Aloysius Söhngen zeigte sich schnell, dass die Verbandsgemeinde ein idealer Standort für ein solches Modellprojekt war. Prüm war geprägt von vielen Auspendelnden, die weite Strecken zurücklegen mussten – nach Luxemburg, nach Köln, nach Bonn. Ein lokaler Arbeitsplatz –  flexibel nutzbar, technisch gut ausgestattet und klar von der eigenen Wohnsituation getrennt – schien hier enormes Potenzial zu bieten. Gleichzeitig stand das ehemalige Wasserwerksgebäude leer: zentral gelegen, gut erreichbar, mit ausreichend Parkmöglichkeiten. Ein Ort, der darauf wartete, wieder gefüllt zu werden. „Die Idee entstand, weil klar war: Viele Menschen pendeln täglich weit. Und Prüm kann mehr sein als Ausgangspunkt für lange Arbeitswege.“(Julia Schmitz) Dass das Modellvorhaben überhaupt nach Prüm kam, lag schließlich an einem Förderaufruf der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz. Die Verbandsgemeinde bewarb sich nicht aktiv, sondern wurde direkt in Gespräche eingebunden. Das Projekt wurde zunächst der Kreisverwaltung vorgestellt, anschließend dem Kreisausschuss, der über die Bereitstellung der Räume entscheiden musste. Von Beginn an war klar: Die Entwicklungsagentur würde in der Modellphase die Trägerschaft übernehmen – inklusive Betriebskosten, Öffentlichkeitsarbeit und Verwaltungsaufwand. Die Verbandsgemeinde stellte Ansprechpartner*innen vor Ort und begleitete den organisatorischen Rahmen, ohne eigene Kosten tragen zu müssen. Vom Leerstand zum Arbeitsraum – wie aus einer Idee ein Ort wird Nach den ersten Gesprächen im Frühjahr 2016 ging es vergleichsweise schnell. Vertreter*innen von Verbandsgemeinde, Kreisverwaltung und Entwicklungsagentur legten gemeinsam fest, wie die Räume genutzt und ausgestattet werden sollten. Anfang 2017 begann die Einrichtung: Böden wurden erneuert, Möbel aufgebaut, die technische Infrastruktur verlegt. Die Räume waren in gutem Zustand, sodass der Umbau zügig voranging. Parallel startete die Öffentlichkeitsarbeit. Der „Schreibtisch in Prüm“ wurde in der Prümer Rundschau, im Trierischen Volksfreund und auf den digitalen Kanälen der Verbandsgemeinde angekündigt. Auf der Grenzlandschau und beim „Prümer Sommer“ informierte die Entwicklungsagentur an Infoständen über die neuen Arbeitsmöglichkeiten. Der Coworking-Space war von Beginn an sichtbar – und er wurde verstanden als etwas, das den Alltag der Menschen in Prüm tatsächlich erleichtern konnte. „Der Startschuss fiel sehr früh – und sehr entschlossen. Es war klar: Das ist eine Chance, die wir nutzen müssen.“(Marcel Palms) Nur wenige Wochen nach dem ersten Austausch wurde das Projekt dem Kreisausschuss vorgelegt. Der Kreis stellte die Räume mietfrei zur Verfügung, die Entwicklungsagentur übernahm als Trägerin die gesamte Verantwortung für Kosten, Betrieb und Nutzerverwaltung. Die Verbandsgemeinde stellte lokale Ansprechpartner*innen. Was andernorts jahrelang dauert, geschah hier in wenigen Monaten. Im Juli 2017 wurde der Coworking-Space eröffnet. Vier Büros mit jeweils zwei Arbeitsplätzen, ein Besprechungsraum, eine kleine Kaffeeküche – funktional, freundlich, solide. Der Anfang: Aufbau eines Nutzerkreises und die Frage der Akzeptanz Wie bei vielen neuen Konzepten in ländlichen Räumen ging es in den ersten Monaten vor allem darum, Vertrauen aufzubauen. Wer sollte überhaupt kommen? Welche Berufe würden das Angebot nutzen? Und wie viel Nachfrage würde sich tatsächlich entwickeln? Doch die ersten Buchungen ließen nicht lange auf sich warten. Bereits nach wenigen Wochen waren die ersten Schreibtische vergeben und bis 2019 wuchs die Zahl der regelmäßigen Nutzer*innen auf vier – eine stabile Auslastung von 50 Prozent in einem jungen Projekt, das erst dabei war, sich im Alltag der Region zu verankern. Die Nutzer*innen kamen zumeist aus Berufen, in denen digitale Arbeit flexibel möglich ist: IT, Projektmanagement, Coaching, Grafikdesign, Außendienst, Start-ups oder Beratung. Einige arbeiteten für Arbeitgeber in Ballungsräumen, andere waren selbstständig. Gemein war ihnen das Bedürfnis nach einer professionellen Arbeitsumgebung, die zugleich wohnortnah gelegen ist. Die Pandemie – und ein Raum, der plötzlich unverzichtbar wurde Als im Frühjahr 2020 die Corona-Pandemie ausbrach und viele Arbeitnehmer*innen ins Home Office zwang, wurde Coworking in Prüm plötzlich zu einer echten Alternative. Lange Pendelstrecken nach Luxemburg, Belgien oder Köln ließen sich durch ein oder zwei Tage Arbeit im Coworking-Space ersetzen. Besonders Menschen, die zu Hause kein Arbeitszimmer hatten bzw. nicht in Ruhe arbeiten konnten, fanden hier einen verlässlichen, professionellen Arbeitsort. „Viele wollten einfach einen klaren Ort zum Arbeiten. Nicht Küche, nicht Esstisch, nicht Kinderzimmer.“(Julia Schmitz) Während der Pandemie war der „Schreibtisch in Prüm“ fast durchgehend ausgelastet. Doch auch nach dem Ende der Kontaktbeschränkungen blieb die Nachfrage überraschend hoch. Viele Nutzer*innen merkten, dass die direkte Trennung von Arbeits- und Privatleben – ein professionelles Büro ohne häusliche Ablenkungen – einen Mehrwert schuf, den das Home Office allein nicht bieten konnte. Heute sind sechs der acht Arbeitsplätze dauerhaft belegt. Die durchschnittliche Nutzungsdauer liegt bei etwa einem Jahr. Ein Coworker jedoch hat den Raum seit sieben]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="21701" class="elementor elementor-21701" data-elementor-post-type="post">
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									<h3>Ein Schreibtisch für die Region</h3><h4>Wie Prüm mit einem Coworking-Space im ländlichen Raum neue Wege geht</h4><p>Wer das frühere Verwaltungsgebäude des alten Kreiswasserwerks in Prüm betritt, spürt noch den „Charme“ vergangener Behördenzeiten: graue Flure, schwere Türen, ein Hauch von Aktenstaub in der Luft. Doch hinter der Tür im zweiten Obergeschoss öffnet sich ein ganz anderer Raum. Helle Schreibtische, Pflanzen, gedämpfte Gespräche, leises Tastaturklappern. Hier, wo jahrelang niemand arbeitete, hat die Zukunft Einzug gehalten.</p><p>Der „Schreibtisch in Prüm“ wirkt auf den ersten Blick unspektakulär. Acht Arbeitsplätze, ein Besprechungsraum, eine Kaffeeküche, solide technische Ausstattung. Kein Startup-Hochglanz, keine hippe Inszenierung. Und doch erzählt dieser Ort davon, wie eine ländliche Region Zukunft gestaltet – pragmatisch, mutig und mit einem tiefen Verständnis für das, was Menschen brauchen, um gut leben und arbeiten zu können. Dass der Coworking-Space hier entstanden ist, war weder Zufall noch das Ergebnis eines strategischen Fahrplans. Es begann – wie so vieles in ländlichen Räumen – mit einem guten Gespräch.<br /><br /></p><h4><strong>Die Idee entsteht – ein urbanes Konzept trifft auf ländliche Realität</strong></h4><p>Als die Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz 2015 mit ihrem Projekt „Digitale Dörfer“ erstmals begann, sich mit ländlichen Coworking-Modellen zu befassen, war die Grundfrage klar: Wie lässt sich der Alltag der Menschen in ländlichen Räumen durch digitale Arbeitsformen verbessern? In vielen Gemeinden in Rheinland-Pfalz waren die Arbeitsplätze weit entfernt mit entsprechend langen Pendelwegen. Gleichzeitig wuchsen die Leerstände aufgrund von demographischen und/oder wirtschaftsstrukturellen Verwerfungen. Die Idee in Richtung Coworking reifte schließlich auch durch inspirierende Beispiele aus anderen Ländern: Kleine Arbeitsräume in irischen Dörfern, multifunktionale Arbeitsplätze in Frankreich oder in Skandinavien zeigten, dass Coworking nicht nur ein urbanes, sondern auch ein ländliches Instrument sein kann.</p>								</div>
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									<p>Im Jahr 2016 kam diese Erkenntnis endgültig in Prüm an und das Projekt nahm Fahrt auf. Bei einem Vorgespräch mit Bürgermeister Aloysius Söhngen zeigte sich schnell, dass die Verbandsgemeinde ein idealer Standort für ein solches Modellprojekt war. Prüm war geprägt von vielen Auspendelnden, die weite Strecken zurücklegen mussten – nach Luxemburg, nach Köln, nach Bonn. Ein lokaler Arbeitsplatz –  flexibel nutzbar, technisch gut ausgestattet und klar von der eigenen Wohnsituation getrennt – schien hier enormes Potenzial zu bieten. Gleichzeitig stand das ehemalige Wasserwerksgebäude leer: zentral gelegen, gut erreichbar, mit ausreichend Parkmöglichkeiten. Ein Ort, der darauf wartete, wieder gefüllt zu werden.</p><p style="text-align: center;"><em>„Die Idee entstand, weil klar war: Viele Menschen pendeln täglich weit. <br />Und Prüm kann mehr sein als Ausgangspunkt für lange Arbeitswege.“<br />(Julia Schmitz</em><em>)</em></p><p>Dass das Modellvorhaben überhaupt nach Prüm kam, lag schließlich an einem Förderaufruf der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz. Die Verbandsgemeinde bewarb sich nicht aktiv, sondern wurde direkt in Gespräche eingebunden. Das Projekt wurde zunächst der Kreisverwaltung vorgestellt, anschließend dem Kreisausschuss, der über die Bereitstellung der Räume entscheiden musste. Von Beginn an war klar: Die Entwicklungsagentur würde in der Modellphase die Trägerschaft übernehmen – inklusive Betriebskosten, Öffentlichkeitsarbeit und Verwaltungsaufwand. Die Verbandsgemeinde stellte Ansprechpartner*innen vor Ort und begleitete den organisatorischen Rahmen, ohne eigene Kosten tragen zu müssen.<br /><br /></p><h4>Vom Leerstand zum Arbeitsraum – wie aus einer Idee ein Ort wird</h4><p>Nach den ersten Gesprächen im Frühjahr 2016 ging es vergleichsweise schnell. Vertreter*innen von Verbandsgemeinde, Kreisverwaltung und Entwicklungsagentur legten gemeinsam fest, wie die Räume genutzt und ausgestattet werden sollten. Anfang 2017 begann die Einrichtung: Böden wurden erneuert, Möbel aufgebaut, die technische Infrastruktur verlegt. Die Räume waren in gutem Zustand, sodass der Umbau zügig voranging.</p><p>Parallel startete die Öffentlichkeitsarbeit. Der „Schreibtisch in Prüm“ wurde in der Prümer Rundschau, im Trierischen Volksfreund und auf den digitalen Kanälen der Verbandsgemeinde angekündigt. Auf der Grenzlandschau und beim „Prümer Sommer“ informierte die Entwicklungsagentur an Infoständen über die neuen Arbeitsmöglichkeiten. Der Coworking-Space war von Beginn an sichtbar – und er wurde verstanden als etwas, das den Alltag der Menschen in Prüm tatsächlich erleichtern konnte.</p><p style="text-align: center;"><em>„Der Startschuss fiel sehr früh – und sehr entschlossen. <br />Es war klar: Das ist eine Chance, die wir nutzen müssen.“<br /></em><em>(Marcel Palms)</em></p>								</div>
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									<p>Nur wenige Wochen nach dem ersten Austausch wurde das Projekt dem Kreisausschuss vorgelegt. Der Kreis stellte die Räume mietfrei zur Verfügung, die Entwicklungsagentur übernahm als Trägerin die gesamte Verantwortung für Kosten, Betrieb und Nutzerverwaltung. Die Verbandsgemeinde stellte lokale Ansprechpartner*innen. Was andernorts jahrelang dauert, geschah hier in wenigen Monaten. Im Juli 2017 wurde der Coworking-Space eröffnet. Vier Büros mit jeweils zwei Arbeitsplätzen, ein Besprechungsraum, eine kleine Kaffeeküche – funktional, freundlich, solide.<br /><br /></p><h4>Der Anfang: Aufbau eines Nutzerkreises und die Frage der Akzeptanz</h4><p>Wie bei vielen neuen Konzepten in ländlichen Räumen ging es in den ersten Monaten vor allem darum, Vertrauen aufzubauen. Wer sollte überhaupt kommen? Welche Berufe würden das Angebot nutzen? Und wie viel Nachfrage würde sich tatsächlich entwickeln? Doch die ersten Buchungen ließen nicht lange auf sich warten. Bereits nach wenigen Wochen waren die ersten Schreibtische vergeben und bis 2019 wuchs die Zahl der regelmäßigen Nutzer*innen auf vier – eine stabile Auslastung von 50 Prozent in einem jungen Projekt, das erst dabei war, sich im Alltag der Region zu verankern.</p><p>Die Nutzer*innen kamen zumeist aus Berufen, in denen digitale Arbeit flexibel möglich ist: IT, Projektmanagement, Coaching, Grafikdesign, Außendienst, Start-ups oder Beratung. Einige arbeiteten für Arbeitgeber in Ballungsräumen, andere waren selbstständig. Gemein war ihnen das Bedürfnis nach einer professionellen Arbeitsumgebung, die zugleich wohnortnah gelegen ist.<br /><br /></p><h4>Die Pandemie – und ein Raum, der plötzlich unverzichtbar wurde</h4><p>Als im Frühjahr 2020 die Corona-Pandemie ausbrach und viele Arbeitnehmer*innen ins Home Office zwang, wurde Coworking in Prüm plötzlich zu einer echten Alternative. Lange Pendelstrecken nach Luxemburg, Belgien oder Köln ließen sich durch ein oder zwei Tage Arbeit im Coworking-Space ersetzen. Besonders Menschen, die zu Hause kein Arbeitszimmer hatten bzw. nicht in Ruhe arbeiten konnten, fanden hier einen verlässlichen, professionellen Arbeitsort.</p><p style="text-align: center;"><em>„Viele wollten einfach einen klaren Ort zum Arbeiten. <br />Nicht Küche, nicht Esstisch, nicht Kinderzimmer.“<br /></em><em>(Julia Schmitz)</em></p><p>Während der Pandemie war der „Schreibtisch in Prüm“ fast durchgehend ausgelastet. Doch auch nach dem Ende der Kontaktbeschränkungen blieb die Nachfrage überraschend hoch. Viele Nutzer*innen merkten, dass die direkte Trennung von Arbeits- und Privatleben – ein professionelles Büro ohne häusliche Ablenkungen – einen Mehrwert schuf, den das Home Office allein nicht bieten konnte. Heute sind sechs der acht Arbeitsplätze dauerhaft belegt. Die durchschnittliche Nutzungsdauer liegt bei etwa einem Jahr. Ein Coworker jedoch hat den Raum seit sieben Jahren zu seinem zweiten beruflichen Zuhause gemacht.</p>								</div>
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									<h4>Warum Menschen bleiben – und was der „Schreibtisch“ ermöglicht</h4><p>Heute zeigt sich die Vielfalt der Nutzung besonders deutlich. Menschen aus der Region nutzen den Space, um konzentriert arbeiten zu können. Andere kommen aus den belgischen Grenzorten, weil in Prüm der nächstgelegene professionell ausgestattete Arbeitsplatz ist. Viele sparen Zeit und Kosten, weil sie ihre Pendelwege reduzieren. Und fast alle berichten davon, wie sehr ihnen die klare Trennung zwischen Arbeits- und Familienleben hilft.</p><p style="text-align: center;"><em>„Der Schreibtisch in Prüm ist ein kommunales Angebot, <br />das Menschen im Alltag wirklich entlastet.“<br />(</em><em>Marcel Palms)</em></p><p>Ein Nutzer arbeitet seit sieben Jahren regelmäßig im Space – ein Zeichen dafür, dass der Schreibtisch nicht nur ein kurzfristiges Modell, sondern ein langfristig tragfähiges Angebot ist. Gleichzeitig zeigt die durchschnittliche Nutzungsdauer von etwa einem Jahr, dass Coworking im ländlichen Raum genau jene Flexibilität bietet, die moderne Arbeitswelten verlangen.<br /><br /></p><h4>Finanzierung als kommunale Aufgabe – ein Angebot, das sich nicht rechnet und dennoch wirkt</h4><p>Der „Schreibtisch in Prüm“ ist kein gewinnorientiertes Projekt. Die Verbandsgemeinde zahlt zwar keine Miete an den Kreis, dennoch entstehen laufende Kosten für Reinigung, Heizung, Wasser, Energie, Pflege und Ersatzbeschaffungen. Die Einnahmen durch die vergleichsweise niedrigen Nutzungspreise decken diese Ausgaben bewusst nicht vollständig ab.</p><p style="text-align: center;"><em>„Wir zahlen drauf, aber das, was wir <br />zurückbekommen, ist den Einsatz wert.“<br /></em><em>(Julia Schmitz)</em></p><p>100 Euro pro Monat für einen festen Platz oder 50 Euro für ein wöchentliches Tagesticket machen das Angebot niedrigschwellig und erschwinglich. Dadurch wird deutlich: Der „Schreibtisch“ ist ein Teil der kommunalen Daseinsvorsorge – kein Geschäftsmodell, sondern ein Beitrag zur Aufenthalts- und Lebensqualität in der Region.</p>								</div>
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									<p>Bis 2023 lag die Trägerschaft vollständig bei der Entwicklungsagentur. Danach übernahm die Verbandsgemeinde das Projekt, um es dauerhaft weiterzuführen. Mit diesem Schritt wurde der „Schreibtisch“ endgültig zu einem kommunalen Angebot, das in Prüm verankert ist. Julia Schmitz und Marcel Palms, die bei der Verbandsgemeinde im selben Büro arbeiten, haben das Projekt quasi geerbt – und führen es heute mit spürbarem Engagement. Beide sind in der Region verwurzelt und erleben in ihrem Alltag, wie sehr der Coworking-Space die Lebenssituation vieler Menschen verändert.</p><p style="text-align: center;"><em>„Wir sehen, was es für die Leute bedeutet – das motiviert.“<br />(</em><em>Julia Schmitz)</em></p><p> </p><h4>Herausforderungen und Hindernisse: Nachfrage, Raumangebot und Prozesse</h4><p>Wie fast alle Coworking-Spaces in ländlichen Regionen spürt Prüm die Volatilität der Nachfrage: Pandemie und Großprojekte (etwa Glasfaser-Ausbau) sorgten zeitweise für Vollauslastung, danach folgte eine ruhigere Phase. Aktuell stabilisiert sich die Belegung – ohne Warteliste, aber mit stetigen Anfragen. Nicht jede passt: Lagerwünsche oder publikumsintensive Angebote stören die Arbeitsruhe und sprengen die vertraglichen Rahmenbedingungen.</p><p style="text-align: center;"><em>„Wir dürfen vertraglich nur diese Etage nutzen – unten geht nichts.“<br /></em><em>(Marcel Palms)</em></p><p>Räumlich gibt es Grenzen: Die Verbandsgemeinde darf vertraglich nur die aktuelle Etage nutzen; Flächen darunter sind nicht verfügbar. Eine Erweiterung wäre erst sinnvoll, wenn die bestehende Etage dauerhaft voll belegt ist – und wenn die Nachfrage strukturell statt temporär steigt. Zuständigkeiten im Team wurden nach Personalwechseln neu sortiert; kurzfristige Klärungen können dadurch punktuell zäher werden.</p><p style="text-align: center;"><em>„Es kommen Anfragen – aber Lagerung und hoher <br />Publikumsverkehr passen nicht zu unserem Profil.“<br /></em><em>(Julia Schmitz)</em></p>								</div>
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									<h4>Ein kleines Projekt mit großer Wirkung – Prüm zeigt, wie Wandel gelingen kann</h4><p>Auch sieben Jahre nach seiner Eröffnung bleibt der „Schreibtisch“ bewusst klein. Eine Erweiterung wird erst dann diskutiert, wenn alle Plätze dauerhaft ausgelastet sind – was aktuell nicht der Fall ist. Die Mischung aus Beständigkeit und Flexibilität macht den Space gerade für ländliche Regionen attraktiv, denn hier geht es weniger um Skalierung als um Wirkung.</p><p style="text-align: center;"><em>„Es geht nicht darum, groß zu werden. <br />Es geht darum, nützlich zu sein.“<br />(Julia Schmitz)</em></p><p>Der „Schreibtisch in Prüm“ ist kein hipper Leuchtturm, sondern ein verlässliches, leises Angebot im Drei-Länder-Eck Deutschland-Belgien-Luxemburg – und gerade deshalb wirksam. Das Angebot bindet Kaufkraft, verkürzt Pendelwege, schafft einen professionellen Rückzugsort für Home Office-Tage und hält die Region für Rückkehrer*innen attraktiv. Öffentlichkeitsarbeit bleibt pragmatisch: Amtsblatt, ein großes Banner im Eingangsbereich, Stoffbeutel mit Logo, Social-Media-Posts (Instagram/Facebook) und eine gepflegte Web-Präsenz. Der Besprechungsraum bleibt für externe Treffen buchbar, solange die Arbeitsruhe gewahrt ist.</p><p style="text-align: center;"><em>„Erst stabil auslasten, dann über Erweiterung sprechen. <br />Coworking hier ist ein Baustein der <br />Daseinsvorsorge – kein Selbstzweck.“<br /></em><em>(Marcel Palms)</em></p>								</div>
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									<p>Strategisch setzt die Verbandsgemeinde auf Konsolidierung statt Expansion: Erst wenn die obere Etage vollständig und dauerhaft ausgelastet ist, werden Erweiterungsoptionen geprüft. Parallel sollen Entstehungsgeschichte und Förderdetails aus der Vor-Corona-Phase dokumentiert und nachgereicht werden. Das Monitoring der Nachfrage läuft weiter – pragmatisch, nah an den realen Anfragen.</p><p>Prüm zeigt mit diesem Projekt, wie zeitgemäße kommunale Entwicklung sein kann, wenn sie nah an den Menschen bleibt. Der „Schreibtisch“ ist ein kleiner Raum – doch er verändert Wege, Tagesabläufe, Wohnentscheidungen und Perspektiven. Und vielleicht erzählt dieser Ort damit auch eine größere Geschichte: dass Zukunft in ländlichen Regionen oft dort beginnt, wo Freiräume sind – und Menschen bereit sind, diese neu zu denken.</p>								</div>
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									<h5><strong>Eifel</strong></h5><p>Um mehr über die Region dieser Bereisung zu erfahren hier klicken.</p>								</div>
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		<title>Ein historisches Pfarrhaus als Anker der medizinischen Versorgung – Mehren/Vulkaneifel als gelungenes Beispiel für die kooperative Sicherung daseinsvorsorgender Infrastruktur</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Jul 2025 15:25:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bundesländer]]></category>
		<category><![CDATA[Rheinland-Pfalz]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein historisches Pfarrhaus als Anker der medizinischen Versorgung Mehren/Vulkaneifel als gelungenes Beispiel für die kooperative Sicherung daseinsvorsorgender Infrastruktur Als der letzte Pfarrer Ende 2019 das barocke Pfarrhaus im rheinland-pfälzischen Mehren/Vulkaneifel verließ, stand das Gebäude plötzlich leer – und mit ihm eine über Jahrhunderte gewachsene Verbindung zwischen dem Dorf, den dort lebenden Menschen und der Kirche. Leerstand wäre die einfachste Lösung gewesen. Doch Mehren entschied anders: Statt aufzugeben, begann die Kath. Kirchengemeinde, Zukunft zu bauen. Zur selben Zeit nämlich suchte die Allgemeinmedizinerin Christel Werner neue Räumlichkeiten. Ihre bisherige Praxis im Dorf war mittlerweile zu klein geworden, die Mietverträge liefen aus und die Zeit drängte. So kreuzten sich die Wege und es entstand ein Projekt, das bis heute beispielhaft für die Sicherung der medizinischen Versorgung in ländlichen Räumen steht. „Wir wollten nicht nur ein Gebäude retten, sondern Versorgung sichern. Und das mitten im Dorf, nicht am Rand.“(Roland Thelen) Hausärztin Christel Werner mit Architekt und Verwaltungsratsmitglied Roland Thelen Die Vorderansicht des alten Pfarrhauses von der Hauptstraße aus Christel Werner kennt Mehren seit Jahren, sie arbeitete hier bereits seit dem Jahr 2010 und übernahm sechs Jahre später die Praxis ihres Vorgängers. Weggehen war keine Option, im Gegenteil: „Ich war hier angekommen“, sagt sie. Ihre Entscheidung, weiterhin vor Ort zu bleiben, war Ausgangspunkt für ein Vorhaben, das schließlich kirchliche Trägerschaft und kommunale Verantwortung auf innovative Weise verbindet. Das Ergebnis: ein denkmalgeschütztes Pfarrhaus, das heute eine Arztpraxis beherbergt – mit Charakter und Strahlkraft. „Ich habe immer gedacht: Wenn ich das hier mache, dann richtig. Und wenn das Projekt gelingt, ist es ein Gewinn für alle.“(Christel Werner) In den Räumlichkeiten des alten Pfarrhauses ist neben modernen Behandlungsräumen der Charme des Gebäudes bei der Umnutzung erhalten geblieben Durch Engagement, Kooperation und gezielter Förderung zum Erfolg – ein gelungenes Zusammenspiel von Kirche, Kommune, einer engagierten Hausärztin und Drittmittelgebern Was heute selbstverständlich wirkt, war zunächst eine ungewöhnliche Idee. Die Kirchengemeinde hätte auch anders entscheiden können. Doch da war jemand, der eine Vision hatte und zugleich wusste, wie man sie umsetzt: Roland Thelen, Verwaltungsratsmitglied und Architekt, der seit Jahrzehnten kirchliche Bauprojekte begleitet. Zunächst hatte die Ortsgemeinde verschiedene Gebäude anhand des vorliegenden Dorfentwicklungskonzeptes geprüft– aber ohne Ergebnis. Erst ein Gespräch im richtigen Moment brachte die Lösung: das Pfarrhaus. Es handelt sich um einen Ort mit Geschichte, mitten im Dorfkern, gut erreichbar, mit genügend Potenzial für einen zeitgemäßen Praxisbetrieb. „Das Entscheidende war, dass wir nicht lange diskutiert, sondern sofort gehandelt haben. Der Leerstand war Chance, nicht Risiko.“ (Roland Thelen) Doch kirchliche Mittel waren ausgeschlossen, da es sich nun um eine wirtschaftliche Nutzung handelte. Thelen plante, rechnete – und identifizierte das LEADER-Programm als entscheidenden Hebel. Mit 175.000 Euro EU-Förderung und einem klaren Finanzierungskonzept konnte das Pfarrhaus mit veranschlagten Gesamtbaukosten von 375.000 € umgebaut werden. Die Kirchengemeinde als Eigentümerin und Bauherrin schloss nun mit der Verbandsgemeinde Daun als Hauptmieterin den langfristigen Mietvertrag – eine Voraussetzung für Kreditsicherheit und Zuschuss. „Die Verbandsgemeinde hat verstanden: Ohne ärztliche Versorgung verliert ein Ort seine Mitte. Und sie hat Verantwortung übernommen.“ (Roland Thelen) Christel Werner mietete mit ihrer Arztpraxis wiederum unter – flexibel, aber verbindlich genug, um langfristig planen zu können. So entstand eine partnerschaftliche Dreierkonstruktion, die Kosten, Risiko und Verantwortung klug verteilt. „Dass die Verbandsgemeinde hinter uns steht, gibt Sicherheit. Es ist ein Modell, das Schule machen kann.“ (Christel Werner) Die neue Nutzung des alten Pfarrhauses in unmittelbarer Nachbarschaft zur Kirche bringt nicht nur Leben zurück in das Gebäude, sondern auch in den Ortskern Herausforderungen und Hindernisse für die medizinische Versorgung – die Realität ländlicher Daseinsvorsorge in Deutschland Der Umbau selbst stellte weniger ein Problem dar. Es war ein ortsangepasster, respektvoller Eingriff. Tragende historische Elemente wie die Kölner Decken blieben erhalten; ein moderner Kubus als Anbau an der Gebäuderückseite ergänzt das Ensemble. Die Praxis funktioniert barrierefrei, kompakt, effizient, patientennah. Eine Belastung war hingegen der bürokratische Aufwand: Denkmalschutzauflagen, Ausschreibungen, Förderrichtlinien, Abrechnungsprüfungen. Insbesondere die förderrechtliche Feinarbeit bis zur letzten Rechnung wirkte hinderlich. Kleine Abweichungen führten zu Rückforderungen, denn die Sanierung und der Umbau von Alt- oder Bestandsbauten lassen sich nicht immer vollständig vorhersehen. „Bei historischen Gebäuden sieht man manche Dinge erst, wenn man die Wände öffnet. Trotzdem mussten alle Arbeitsschritte haargenau nachgewiesen werden.“(Roland Thelen) Während Umbau und Finanzierung grundsätzlich planbar waren, blieb die Versorgungslage die eigentliche Herausforderung. Landarztpraxen sind heute Knotenpunkte in einem System, das vielerorts überlastet ist: Fachärzte fehlen, Krankenhausstandorte schließen, Telemedizin ergänzt, ersetzt aber nicht und Papierarbeit nimmt Überhand. Christel Werner beschreibt es ruhig, aber klar: Das Problem ist strukturell, nicht individuell. „Die fachärztliche Versorgung ist eine Katastrophe. Wir improvisieren täglich – aber die Menschen brauchen echte Zugänge, nicht nur Geduld.“(Christel Werner) Auch Nachwuchsgewinnung ist schwierig: Viele junge Ärzt*innen möchten angestellt arbeiten, nicht allein Verantwortung tragen. Es zieht sie oftmals in größere Kliniken – und damit in die urbanen Räume. Dennoch hat Mehren Antworten gefunden: Ausbildung, Teamaufbau, Delegation durch qualifizierte Medizinische Fachangestellte (MFAs), familiäre Patientenbindung, ergänzende Telemedizin. „Bürokratie ist heute oft der größte Feind der Medizin. Und trotzdem mache ich es einfach – jeden Tag aufs Neue.“(Christel Werner)   Vom Leerstand zur daseinsvorsorgenden Infrastruktur – ein Modell für Orte mit Mut und Weitsicht Mehren hat mit dem Pfarrhausprojekt nicht nur eine neue Arztpraxis geschaffen. Der Ort hat gezeigt, wie Versorgung in ländlichen Räumen gelingen kann: durch frühzeitiges Handeln, ein starkes Verantwortungsbewusstsein und die Bereitschaft, ungewohnte Partnerschaften einzugehen. Die Praxis ist heute medizinischer Anlaufpunkt, sozialer Treffpunkt – und ein Symbol dafür, dass Dörfer Zukunft bauen können, wenn sie freie Räume intelligent nutzen. „Gesundheit gehört in die Mitte des Dorfes. Und Orte, die das begreifen, gewinnen Zukunft.“(Roland Thelen) Christel Werner wird – wie sie selbst sagt: „so Gott will“ – bis zum Jahr 2030 praktizieren. Schon jetzt sorgt das Team dafür, dass Kontinuität gesichert bleibt, dass nächste Generationen eingebunden werden und dass einerseits die Versorgung am Wohnort entscheidend ist, die richtige Haltung jedoch noch viel entscheidender ist. „Ich habe immer gesagt: Wenn ich hier bin, dann bleibe ich auch für die Menschen. Und das mache ich so lange, wie ich kann.“(Christel Werner) Das Pfarrhaus in Mehren zeigt: Es braucht kein spektakuläres Konzept, um Wirkung zu entfalten. Es braucht Klarheit, Kooperation,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="21630" class="elementor elementor-21630" data-elementor-post-type="post">
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									<h3>Ein historisches Pfarrhaus als Anker der medizinischen Versorgung</h3><h4>Mehren/Vulkaneifel als gelungenes Beispiel für die kooperative Sicherung daseinsvorsorgender Infrastruktur</h4><p>Als der letzte Pfarrer Ende 2019 das barocke Pfarrhaus im rheinland-pfälzischen Mehren/Vulkaneifel verließ, stand das Gebäude plötzlich leer – und mit ihm eine über Jahrhunderte gewachsene Verbindung zwischen dem Dorf, den dort lebenden Menschen und der Kirche. Leerstand wäre die einfachste Lösung gewesen. Doch Mehren entschied anders: Statt aufzugeben, begann die Kath. Kirchengemeinde, Zukunft zu bauen. Zur selben Zeit nämlich suchte die Allgemeinmedizinerin Christel Werner neue Räumlichkeiten. Ihre bisherige Praxis im Dorf war mittlerweile zu klein geworden, die Mietverträge liefen aus und die Zeit drängte. So kreuzten sich die Wege und es entstand ein Projekt, das bis heute beispielhaft für die Sicherung der medizinischen Versorgung in ländlichen Räumen steht.</p><p style="text-align: center;"><em>„Wir wollten nicht nur ein Gebäude retten, sondern Versorgung sichern. <br />Und das mitten im Dorf, nicht am Rand.“<br />(Roland Thelen</em><em>)</em></p>								</div>
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									<p>Christel Werner kennt Mehren seit Jahren, sie arbeitete hier bereits seit dem Jahr 2010 und übernahm sechs Jahre später die Praxis ihres Vorgängers. Weggehen war keine Option, im Gegenteil: „Ich war hier angekommen“, sagt sie. Ihre Entscheidung, weiterhin vor Ort zu bleiben, war Ausgangspunkt für ein Vorhaben, das schließlich kirchliche Trägerschaft und kommunale Verantwortung auf innovative Weise verbindet. Das Ergebnis: ein denkmalgeschütztes Pfarrhaus, das heute eine Arztpraxis beherbergt – mit Charakter und Strahlkraft.</p><p style="text-align: center;"><em>„Ich habe immer gedacht: Wenn ich das hier mache, dann richtig. <br />Und wenn das Projekt gelingt, ist es ein Gewinn für alle.“</em><em><br /></em><em>(Christel Werner)</em></p>								</div>
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									<h4>Durch Engagement, Kooperation und gezielter Förderung zum Erfolg – ein gelungenes Zusammenspiel von Kirche, Kommune, einer engagierten Hausärztin und Drittmittelgebern</h4><p>Was heute selbstverständlich wirkt, war zunächst eine ungewöhnliche Idee. Die Kirchengemeinde hätte auch anders entscheiden können. Doch da war jemand, der eine Vision hatte und zugleich wusste, wie man sie umsetzt: Roland Thelen, Verwaltungsratsmitglied und Architekt, der seit Jahrzehnten kirchliche Bauprojekte begleitet.</p><p>Zunächst hatte die Ortsgemeinde verschiedene Gebäude anhand des vorliegenden Dorfentwicklungskonzeptes geprüft– aber ohne Ergebnis. Erst ein Gespräch im richtigen Moment brachte die Lösung: das Pfarrhaus. Es handelt sich um einen Ort mit Geschichte, mitten im Dorfkern, gut erreichbar, mit genügend Potenzial für einen zeitgemäßen Praxisbetrieb.</p><p style="text-align: center;"><em>„Das Entscheidende war, dass wir nicht lange diskutiert, sondern sofort gehandelt haben. Der Leerstand war Chance, nicht Risiko.“ <br />(Roland Thelen</em><em>)</em></p>								</div>
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									<p>Doch kirchliche Mittel waren ausgeschlossen, da es sich nun um eine wirtschaftliche Nutzung handelte. Thelen plante, rechnete – und identifizierte das LEADER-Programm als entscheidenden Hebel. Mit 175.000 Euro EU-Förderung und einem klaren Finanzierungskonzept konnte das Pfarrhaus mit veranschlagten Gesamtbaukosten von 375.000 € umgebaut werden. Die Kirchengemeinde als Eigentümerin und Bauherrin schloss nun mit der Verbandsgemeinde Daun als Hauptmieterin den langfristigen Mietvertrag – eine Voraussetzung für Kreditsicherheit und Zuschuss.</p><p style="text-align: center;"><em>„Die Verbandsgemeinde hat verstanden: Ohne ärztliche Versorgung verliert ein Ort seine Mitte. Und sie hat Verantwortung übernommen.“ <br />(Roland Thelen</em><em>)</em></p><p>Christel Werner mietete mit ihrer Arztpraxis wiederum unter – flexibel, aber verbindlich genug, um langfristig planen zu können. So entstand eine partnerschaftliche Dreierkonstruktion, die Kosten, Risiko und Verantwortung klug verteilt.</p><p style="text-align: center;"><em>„Dass die Verbandsgemeinde hinter uns steht, gibt Sicherheit. Es ist ein Modell, das Schule machen kann.“ <br />(Christel Werner</em><em>)</em></p>								</div>
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									<h4>Herausforderungen und Hindernisse für die medizinische Versorgung – die Realität ländlicher Daseinsvorsorge in Deutschland</h4><p>Der Umbau selbst stellte weniger ein Problem dar. Es war ein ortsangepasster, respektvoller Eingriff. Tragende historische Elemente wie die Kölner Decken blieben erhalten; ein moderner Kubus als Anbau an der Gebäuderückseite ergänzt das Ensemble. Die Praxis funktioniert barrierefrei, kompakt, effizient, patientennah. Eine Belastung war hingegen der bürokratische Aufwand: Denkmalschutzauflagen, Ausschreibungen, Förderrichtlinien, Abrechnungsprüfungen. Insbesondere die förderrechtliche Feinarbeit bis zur letzten Rechnung wirkte hinderlich. Kleine Abweichungen führten zu Rückforderungen, denn die Sanierung und der Umbau von Alt- oder Bestandsbauten lassen sich nicht immer vollständig vorhersehen.</p><p style="text-align: center;"><em>„Bei historischen Gebäuden sieht man manche Dinge erst, <br />wenn man die Wände öffnet. Trotzdem mussten <br />alle Arbeitsschritte haargenau nachgewiesen werden.“<br />(Roland Thelen</em><em>)</em></p>								</div>
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									<p>Während Umbau und Finanzierung grundsätzlich planbar waren, blieb die Versorgungslage die eigentliche Herausforderung. Landarztpraxen sind heute Knotenpunkte in einem System, das vielerorts überlastet ist: Fachärzte fehlen, Krankenhausstandorte schließen, Telemedizin ergänzt, ersetzt aber nicht und Papierarbeit nimmt Überhand. Christel Werner beschreibt es ruhig, aber klar: Das Problem ist strukturell, nicht individuell.</p><p style="text-align: center;"><em>„Die fachärztliche Versorgung ist eine Katastrophe. <br />Wir improvisieren täglich – aber die Menschen brauchen <br />echte Zugänge, nicht nur Geduld.“</em><br /><em>(Christel Werner)</em></p><p>Auch Nachwuchsgewinnung ist schwierig: Viele junge Ärzt*innen möchten angestellt arbeiten, nicht allein Verantwortung tragen. Es zieht sie oftmals in größere Kliniken – und damit in die urbanen Räume. Dennoch hat Mehren Antworten gefunden: Ausbildung, Teamaufbau, Delegation durch qualifizierte Medizinische Fachangestellte (MFAs), familiäre Patientenbindung, ergänzende Telemedizin.</p><p style="text-align: center;"><em>„Bürokratie ist heute oft der größte Feind der Medizin. <br />Und trotzdem mache ich es einfach – jeden Tag aufs Neue.“</em><br /><em>(Christel Werner)</em></p><p> </p><h4>Vom Leerstand zur daseinsvorsorgenden Infrastruktur – ein Modell für Orte mit Mut und Weitsicht</h4><p>Mehren hat mit dem Pfarrhausprojekt nicht nur eine neue Arztpraxis geschaffen. Der Ort hat gezeigt, wie Versorgung in ländlichen Räumen gelingen kann: durch frühzeitiges Handeln, ein starkes Verantwortungsbewusstsein und die Bereitschaft, ungewohnte Partnerschaften einzugehen. Die Praxis ist heute medizinischer Anlaufpunkt, sozialer Treffpunkt – und ein Symbol dafür, dass Dörfer Zukunft bauen können, wenn sie freie Räume intelligent nutzen.</p><p style="text-align: center;"><em>„Gesundheit gehört in die Mitte des Dorfes. <br />Und Orte, die das begreifen, gewinnen Zukunft.“</em><br /><em>(Roland Thelen)</em></p><p>Christel Werner wird – wie sie selbst sagt: „so Gott will“ – bis zum Jahr 2030 praktizieren. Schon jetzt sorgt das Team dafür, dass Kontinuität gesichert bleibt, dass nächste Generationen eingebunden werden und dass einerseits die Versorgung am Wohnort entscheidend ist, die richtige Haltung jedoch noch viel entscheidender ist.</p><p style="text-align: center;"><em>„Ich habe immer gesagt: Wenn ich hier bin, dann bleibe ich auch für die Menschen. <br />Und das mache ich so lange, wie ich kann.“</em><br /><em>(Christel Werner)</em></p><p>Das Pfarrhaus in Mehren zeigt: Es braucht kein spektakuläres Konzept, um Wirkung zu entfalten. Es braucht Klarheit, Kooperation, Vertrauen – und Menschen, die das, was möglich ist, tatsächlich tun. In Zeiten knapper Ressourcen ist das vielleicht die wertvollste Ressource überhaupt: Entschlossenheit.</p>								</div>
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		<a class="elementor-element elementor-element-50617d0 e-con-full e-flex wpr-particle-no wpr-jarallax-no wpr-parallax-no wpr-sticky-section-no wpr-equal-height-no e-con e-parent" data-id="50617d0" data-element_type="container" data-e-type="container" href="/eifel/">
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									<h5><strong>Eifel</strong></h5><p>Um mehr über die Region dieser Bereisung zu erfahren hier klicken.</p>								</div>
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		<title>Mit Citymanagement dem Leerstand in der Innenstadt erfolgreich entgegentreten. Erfahrungen aus der mittelfränkischen Kleinstadt Heilsbronn</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Jun 2025 10:01:04 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Bayern]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit Citymanagement dem Leerstand in der Innenstadt erfolgreich entgegentreten Erfahrungen aus der mittelfränkischen Kleinstadt Heilsbronn Heilsbronn zählt mit seinen rund 9.700 Einwohner*innen, die überwiegend im Stadtgebiet, aber auch in den 17 angebundenen Dörfern und Weilern leben, zu den vier größten Gemeinden im Landkreis Ansbach. Die Stadt blickt auf eine lange Geschichte zurück. Seit dem frühen 12. Jahrhundert war es ein bedeutendes Zisterzienserkloster, welches maßgeblich zur Entwicklung der Stadt beitrug. Heute stellt Heilsbronn eines der wichtigsten Grundzentren im Landkreis dar. Im Gespräch mit dem 1. Bürgermeister der Stadt Dr. Jürgen Pfeiffer und dem Leiter des Fachbereiches Bürgerservice, Planen und Bauen Tobias Christ haben wir uns über die kommunale Innenentwicklung und die Bedeutung von Leerständen in Heilsbronn unterhalten. Der promovierte Betriebswirtschaftler Dr. Jürgen Pfeiffer ist seit 2008 im Amt des Bürgermeisters der Stadt. Tobias Christ ist Diplom-Verwaltungswirt und seit zehn Jahren als Fachbereichsleiter in Heilbronn tätig und seitdem für die Stadtentwicklung mitverantwortlich. Beide lieferten uns Einblicke in die Ausgangslage der Stadt Heilsbronn, die aktuelle Situation hinsichtlich des Leerstands sowie den konkreten Ansatz der Innenentwicklung, den die Kommune verfolgt. 1. Bürgermeister Dr. Jürgen Pfeiffer und Fachbereichsleiter Bürgerservice, Planen und Bauen Tobias Christ im Rathaus Heilsbronn Zwischen Münster und Marktplatz: Historisches Erbe und lebendige Innenstadt – wie Heilsbronn sein Stadtbild pflegt Aufgrund seiner weitreichenden Geschichte findet sich in Heilsbronn eine Vielzahl historischer Gebäude. Hierzu zählt insbesondere das imposante Münster als stadtbildprägendstes Bauwerk. Aber auch die Spitalkapelle, die alte Klosterbrauerei, der Katharinenturm, in dem sich heute die städtische Bücherei und das Heimatmuseum befinden, oder die historischen Fachwerkgebäude am Marktplatz prägen das Ortsbild. Alte und historische Bausubstanz bringt stets eine gewisse Verantwortung für die Pflege und den Erhalt eben dieser mit sich. Die Stadt hat dies erkannt und geht sehr vorausschauend vor, so dass es in Heilsbronn derzeit nur wenig Leerstand gibt. „Tatsächlich ist es so, dass wir die vier, manchmal auch fünf,Leerstände in der Innenstadt kennen. Die sind jetzt nicht extra verzeichnet. Wir können die aus dem Stehgreif nennen, aber wir führen keinamtliches Kataster in dem Sinne, wie es auch gefördert wird.“ (Tobias Christ) Tobias Christ hat seine Leerstände – sowohl bestehende als auch drohende – im Blick und setzt insbesondere auf Prävention und Vermeidung. Vor allem die kleinen Geschäfte, also die Gewerbetreibenden im Ort, rücken in den Fokus, denn: Bestehende Geschäfte im Ort halten den Kern am Leben und tragen zur Lebensqualität in der Stadt bei. Aus diesem Grund setzt die Stadt Heilsbronn bereits seit 2009 auf eine aktive Stadtentwicklung und ein Citymanagement. Diese Aufgabe übernimmt Citymanager Michael Aulbach von PLANWERK Stadtentwicklung, der sich aktiv für die Stärkung der Innenstadt einsetzt. In diesem Prozess erhält er Unterstützung durch die Lenkungsgruppe Heilsbronn und die verschiedenen Projektgruppen der Stadt, die sich mit der Entwicklung der Innenstadt, dem Einzelhandel und dem Thema Nachhaltigkeit befassen. Der wachsende Druck durch Discounter oder Online-Handel auf den stationären Einzelhandel ist jedoch auch hier spürbar und wird stetig größer. „Citymanagement ist aus meiner Sicht gut dafür, Rahmenbedingungen zu schaffen. Bei uns liegt dieser [Fokus] auf dem Einzelhandel in der Innenstadt.Es wird aber schwierig, wenn es konkreter wird und wir können nur bedingt weiterhelfen. Wenn im Rahmen der Landesplanung und gemessen an der Kaufkraft entschieden wird, dass Heilsbronn einen weiteren Discounter braucht, dann müssen wir das bis zu einer gewissen Größe genehmigen.“(Dr. Jürgen Pfeiffer) Im Gespräch wird schnell klar, dass der Erhalt und die Entwicklung der Stadt nur funktioniert, weil man in Heilsbronn verstanden hat, mit Förderungen zu arbeiten. Insbesondere die Städtebauförderung als dauerhaftes Programm ist von besonderer Relevanz für die Kleinstadt. Aus Sicht der Verwaltung ist dies das Programm mit den geringsten bürokratischen Hürden und dem überschaubarsten Aufwand – vor allem auch gemessen an den Fördersummen. „Die Stadt gewährt eigene Fördermittel, die allerdings wiederum zu 60 Prozent durch Städtebaufördermittel bezuschusst sind. Unsere Fördermaßnahme richtet sich an Eigentümer innerhalb der Fördergebiete, insbesondere des Innenstadtbereichs, zum Beispiel für Fassadenmaßnahmen. Es gibt auch eine Richtlinie der Stadt, in der die förderfähigen Maßnahmen und Bedingungen (…) enthalten sind. Wir haben das aber auch gedeckelt auf eine Bezuschussung von 30.000 Euro je Maßnahme. Wogegen wir uns aber auch entschieden haben, ist die Umwandlung von Leerstand in Wohnraum, weil wir insbesondere in der Innenstadt kein reines Wohnviertel möchten.“ (Tobias Christ) Den besonderen Stellenwert der Innenentwicklung stellen zwei weitere Aspekte dar. Zum Ersten – und zusätzlich zur Prämisse der Bayerischen Flächensparoffensive – hat der Stadtrat der Stadt Heilsbronn per Beschluss den Grundsatz „Innen- vor Außenentwicklung“ in das städtische Entwicklungskonzept aufgenommen. Und zweitens hat die Stadt ein eigenes Förderprogramm aufgestellt, um den Erhalt und die Belebung des Ortskerns weiter voranzutreiben. Aus leer wird lebendig: Mit Ideen, Kooperationen und Mut gegen den Leerstand Im Ortskern gibt es einige gute Beispiele für den Umgang mit drohendem oder tatsächlichem Leerstand. So sind beispielsweise Objekte entwickelt worden, die bereits seit längerer Zeit leer standen; aber es gab auch Projekte, die in Gebäuden realisiert wurden, denen der Leerstand lediglich drohte. Dies entspricht der präventiven Herangehensweise der Stadt, die aber auch nur dann funktionieren kann, wenn ein drohender Leerstand der Kommune bekannt wird. Dafür ist das überschaubare Setting einer Kleinstadt vorteilhaft, was in diesem Kontext einen relevanten Standortvorteil darstellt. Bei den folgenden Beispielen handelt es sich um Projekte, die sowohl von der Kommune als auch von Institutionen sowie von privaten Investor*innen oder Vereinen getragen worden sind. Oftmals ergaben sich jedoch auch kooperative Vorhaben, an deren Umsetzung mehrere Akteur*innen beteiligt waren. Der Katharinenturm: Vom Wohnturm des Türmers zur Bibliothek und zum Museum Gegen Ende des 18. Jahrhunderts erbaut, ist der Turm das Überbleibsel der ehemaligen Katharinenkirche. Der Turm wurde bereits damals zu einem Wohnturm umfunktioniert und unter anderem vom Türmer bewohnt. Hierbei handelt es sich um den historischen Beruf des Turmwächters, der insbesondere mit dem Brandschutz einer Stadt beauftragt war und im Fall eines Brandes Alarm schlug. Diese Nutzung als Wohnraum reichte bis in das Jahr 1980. Anschließend wurde der Turm mit Mitteln aus der Städtebauförderung und der Denkmalpflege hergerichtet, so dass die Stadtbücherei in das historische Bauwerk einziehen konnte. Im Jahr 1995 eröffnete in der ehemaligen Wohnung des Türmers zusätzlich das Heimatmuseum, die „Heimatstuben“ des Heimatvereins]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="21536" class="elementor elementor-21536" data-elementor-post-type="post">
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									<h3>Mit Citymanagement dem Leerstand in der Innenstadt erfolgreich entgegentreten</h3><h4>Erfahrungen aus der mittelfränkischen Kleinstadt Heilsbronn</h4><p>Heilsbronn zählt mit seinen rund 9.700 Einwohner*innen, die überwiegend im Stadtgebiet, aber auch in den 17 angebundenen Dörfern und Weilern leben, zu den vier größten Gemeinden im Landkreis Ansbach. Die Stadt blickt auf eine lange Geschichte zurück. Seit dem frühen 12. Jahrhundert war es ein bedeutendes Zisterzienserkloster, welches maßgeblich zur Entwicklung der Stadt beitrug. Heute stellt Heilsbronn eines der wichtigsten Grundzentren im Landkreis dar.</p><p>Im Gespräch mit dem 1. Bürgermeister der Stadt Dr. Jürgen Pfeiffer und dem Leiter des Fachbereiches Bürgerservice, Planen und Bauen Tobias Christ haben wir uns über die kommunale Innenentwicklung und die Bedeutung von Leerständen in Heilsbronn unterhalten. Der promovierte Betriebswirtschaftler Dr. Jürgen Pfeiffer ist seit 2008 im Amt des Bürgermeisters der Stadt. Tobias Christ ist Diplom-Verwaltungswirt und seit zehn Jahren als Fachbereichsleiter in Heilbronn tätig und seitdem für die Stadtentwicklung mitverantwortlich. Beide lieferten uns Einblicke in die Ausgangslage der Stadt Heilsbronn, die aktuelle Situation hinsichtlich des Leerstands sowie den konkreten Ansatz der Innenentwicklung, den die Kommune verfolgt.</p>								</div>
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									<h4><strong>Zwischen Münster und Marktplatz: Historisches Erbe und lebendige Innenstadt – wie Heilsbronn sein Stadtbild pflegt</strong></h4><p>Aufgrund seiner weitreichenden Geschichte findet sich in Heilsbronn eine Vielzahl historischer Gebäude. Hierzu zählt insbesondere das imposante Münster als stadtbildprägendstes Bauwerk. Aber auch die Spitalkapelle, die alte Klosterbrauerei, der Katharinenturm, in dem sich heute die städtische Bücherei und das Heimatmuseum befinden, oder die historischen Fachwerkgebäude am Marktplatz prägen das Ortsbild. Alte und historische Bausubstanz bringt stets eine gewisse Verantwortung für die Pflege und den Erhalt eben dieser mit sich. Die Stadt hat dies erkannt und geht sehr vorausschauend vor, so dass es in Heilsbronn derzeit nur wenig Leerstand gibt.</p><p style="text-align: center;"><em>„Tatsächlich ist es so, dass wir die vier, manchmal auch fünf,<br />Leerstände in der Innenstadt kennen. Die sind jetzt nicht extra verzeichnet. <br />Wir können die aus dem Stehgreif nennen, aber wir führen kein<br />amtliches Kataster in dem Sinne, wie es auch gefördert wird.“ <br />(</em><em>Tobias Christ)</em></p><p>Tobias Christ hat seine Leerstände – sowohl bestehende als auch drohende – im Blick und setzt insbesondere auf Prävention und Vermeidung. Vor allem die kleinen Geschäfte, also die Gewerbetreibenden im Ort, rücken in den Fokus, denn: Bestehende Geschäfte im Ort halten den Kern am Leben und tragen zur Lebensqualität in der Stadt bei. Aus diesem Grund setzt die Stadt Heilsbronn bereits seit 2009 auf eine aktive Stadtentwicklung und ein Citymanagement. Diese Aufgabe übernimmt Citymanager Michael Aulbach von <a href="https://www.planwerk.de/planwerk" target="_blank" rel="noopener">PLANWERK Stadtentwicklung</a>, der sich aktiv für die Stärkung der Innenstadt einsetzt. In diesem Prozess erhält er Unterstützung durch die Lenkungsgruppe Heilsbronn und die verschiedenen Projektgruppen der Stadt, die sich mit der Entwicklung der Innenstadt, dem Einzelhandel und dem Thema Nachhaltigkeit befassen. Der wachsende Druck durch Discounter oder Online-Handel auf den stationären Einzelhandel ist jedoch auch hier spürbar und wird stetig größer.</p><p style="text-align: center;"><em>„Citymanagement ist aus meiner Sicht gut dafür, Rahmenbedingungen <br />zu schaffen. Bei uns liegt dieser </em><em>[</em><em>Fokus</em><em>]</em><em> auf dem Einzelhandel in der Innenstadt.<br />Es wird aber schwierig, wenn es konkreter wird und wir können nur bedingt weiterhelfen. Wenn im Rahmen der Landesplanung und gemessen an der Kaufkraft entschieden wird, dass Heilsbronn einen weiteren Discounter braucht, <br />dann müssen wir das bis zu einer gewissen Größe genehmigen.“<br />(</em><em>Dr. Jürgen Pfeiffer)</em></p>								</div>
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									<p>Im Gespräch wird schnell klar, dass der Erhalt und die Entwicklung der Stadt nur funktioniert, weil man in Heilsbronn verstanden hat, mit Förderungen zu arbeiten. Insbesondere die Städtebauförderung als dauerhaftes Programm ist von besonderer Relevanz für die Kleinstadt. Aus Sicht der Verwaltung ist dies das Programm mit den geringsten bürokratischen Hürden und dem überschaubarsten Aufwand – vor allem auch gemessen an den Fördersummen.</p><p style="text-align: center;"><em>„Die Stadt gewährt eigene Fördermittel, die allerdings wiederum zu 60 Prozent durch Städtebaufördermittel bezuschusst sind. Unsere Fördermaßnahme richtet sich an Eigentümer innerhalb der Fördergebiete, insbesondere des Innenstadtbereichs, zum Beispiel für Fassadenmaßnahmen. </em></p><p style="text-align: center;"><em>Es gibt auch eine Richtlinie der Stadt, in der die förderfähigen Maßnahmen und Bedingungen (…) enthalten sind. </em><em>Wir haben das aber auch gedeckelt auf eine Bezuschussung von 30.000 Euro je Maßnahme. Wogegen wir uns aber auch entschieden haben, ist die Umwandlung von Leerstand in Wohnraum, weil wir insbesondere in der Innenstadt kein reines Wohnviertel möchten.“ <br />(</em><em>Tobias Christ)</em></p><p>Den besonderen Stellenwert der Innenentwicklung stellen zwei weitere Aspekte dar. Zum Ersten – und zusätzlich zur Prämisse der Bayerischen Flächensparoffensive – hat der Stadtrat der Stadt Heilsbronn per Beschluss den Grundsatz „Innen- vor Außenentwicklung“ in das städtische Entwicklungskonzept aufgenommen. Und zweitens hat die Stadt ein eigenes Förderprogramm aufgestellt, um den Erhalt und die Belebung des Ortskerns weiter voranzutreiben.</p><h4><strong>Aus leer wird lebendig: Mit Ideen, Kooperationen und Mut gegen den Leerstand</strong></h4><p>Im Ortskern gibt es einige gute Beispiele für den Umgang mit drohendem oder tatsächlichem Leerstand. So sind beispielsweise Objekte entwickelt worden, die bereits seit längerer Zeit leer standen; aber es gab auch Projekte, die in Gebäuden realisiert wurden, denen der Leerstand lediglich drohte. Dies entspricht der präventiven Herangehensweise der Stadt, die aber auch nur dann funktionieren kann, wenn ein drohender Leerstand der Kommune bekannt wird. Dafür ist das überschaubare Setting einer Kleinstadt vorteilhaft, was in diesem Kontext einen relevanten Standortvorteil darstellt. Bei den folgenden Beispielen handelt es sich um Projekte, die sowohl von der Kommune als auch von Institutionen sowie von privaten Investor*innen oder Vereinen getragen worden sind. Oftmals ergaben sich jedoch auch kooperative Vorhaben, an deren Umsetzung mehrere Akteur*innen beteiligt waren.</p>								</div>
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									<h4><strong>Der Katharinenturm: Vom Wohnturm des Türmers zur Bibliothek und zum Museum</strong></h4><p>Gegen Ende des 18. Jahrhunderts erbaut, ist der Turm das Überbleibsel der ehemaligen Katharinenkirche. Der Turm wurde bereits damals zu einem Wohnturm umfunktioniert und unter anderem vom Türmer bewohnt. Hierbei handelt es sich um den historischen Beruf des Turmwächters, der insbesondere mit dem Brandschutz einer Stadt beauftragt war und im Fall eines Brandes Alarm schlug. Diese Nutzung als Wohnraum reichte bis in das Jahr 1980. Anschließend wurde der Turm mit Mitteln aus der Städtebauförderung und der Denkmalpflege hergerichtet, so dass die Stadtbücherei in das historische Bauwerk einziehen konnte. Im Jahr 1995 eröffnete in der ehemaligen Wohnung des Türmers zusätzlich das Heimatmuseum, die „Heimatstuben“ des Heimatvereins Heilsbronn. Das Gebäude befindet sich im kommunalen Besitz und gehört ebenfalls zu den stadtbildprägenden Objekten, direkt neben dem Heilsbronner Rathaus.</p><p style="text-align: center;"><em>„Wenn beispielsweise die Stadt oder – im Falle des alten Markthauses – <br />die Evangelische Landeskirche sagen, dass sie ein Gebäude langfristig mieten wollen, dann ist das ein großer Vorteil. </em><em>Wenn die Bonität eines potenziellen Mieters stimmt, </em><em>dann findet sich auch immer ein Investor, der eine Entwicklung finanziert. Wir haben genügend Privatkapital in Deutschland und das kann den Kommunen auch weiterhelfen.“<br /></em><em>(Dr. Jürgen Pfeiffer)</em></p>								</div>
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									<h4><strong>Die Evangelische Medienzentrale im historischen Markthaus</strong></h4><p>Ein ehemaliges Geschäftshaus direkt am Marktplatz der Stadt, welches in seinem Ursprung aus dem 16. Jahrhundert stammt, konnte im Jahr 2019 nach einer langen Leerstandsphase neu bezogen werden. Familie Kupfer kaufte das denkmalgeschützte Gebäude und sanierte das Objekt ausschließlich durch den Einsatz von Eigenmitteln. Für den Erwerb und die Entscheidung, das Gebäude zu entwickeln, war im Vorfeld von großer Bedeutung, dass das Landeskirchenamt der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern ihr Interesse an der Anmietung des Gebäudes signalisierte. Das sanierte Objekt dient dem angrenzenden Religionspädagogischen Zentrum (RPZ) seitdem als Evangelische Medienzentrale (EMZ) für den Freistaat Bayern.</p>								</div>
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									<h4><strong>Bürgertreff Heilsbronn: Soziale Teilhabe und gesellschaftliches Miteinander im ehemaligen Bekleidungsgeschäft</strong></h4><p>Aus einem ehemaligen Bekleidungsgeschäft wurde im Jahr 2013 ein Ort der Begegnung für Jung und Alt. Der heutige Bürgertreff Heilsbronn verfügt über verschiedene Angebote, wie den regelmäßigen Mittagstisch an Donnerstagen und Freitagen. Zudem bietet er Raum für Ausstellungen und Workshops und kann von örtlichen Projektgruppen oder Vereinen als Veranstaltungs- und Besprechungsraum genutzt werden. Letzteres hängt mit dem zunehmenden Gasthaussterben zusammen, was dazu führt, dass Orte für Vereinstreffen, -sitzungen und -veranstaltungen rar werden. Das Gebäude befindet sich in Privatbesitz, wobei die Stadt Heilsbronn als Mieterin der Räumlichkeiten fungiert und diese dem Verein Bürgertreff Heilsbronn e.V. zur Verfügung stellt. Dieser kümmerte sich auch um die Sanierungs- und Renovierungsarbeiten. Die Sanierung der Außenfassade konnte durch Mittel der Städtebauförderung bezuschusst werden, während der Innenausbau durch Spenden, Vereinsmittel und eine finanzielle Unterstützung der Stadt finanziert wurde.</p>								</div>
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									<h4><strong>Sorgenkinder mit Zukunft? Potenziale und Probleme historischer Gebäude in Heilsbronn</strong></h4><p>Trotz der vergleichsweise guten Ausgangslage in der Stadt Heilsbronn gibt es jedoch auch Leerstände, die noch nicht entwickelt sind und bei denen sich der Prozess schwieriger gestalten kann. In der Regel handelt es sich bei solchen Objekten um großvolumige Gebäude mit speziellen Anforderungen und einem besonderen Sanierungsaufwand. Bei den „Sorgenkindern“ der Kommune handelt es sich um große stadtbildprägende Gebäude, die zudem Denkmalschutz relevant sind. Exemplarisch sollen an dieser Stelle die ehemalige Klosterbrauerei an der Hauptstraße des Ortes und der Gasthof „Zum Adler“ in unmittelbarer Nachbarschaft zum Rathaus der Stadt erwähnt werden. Bei beiden Objekten ist jedoch großes Potenzial der Leerstandsaktivierung zu erkennen.</p><p>Die alte Klosterbrauerei stammt bereits aus der Zeit der ersten Abtei in Heilsbronn im frühen 12. Jahrhundert und gehört somit zu den ältesten Gebäuden im Ort. Daraus ergeben sich jedoch Auflagen für die Sanierung des Objekts. So gab es bereits Überlegungen seitens der Stadt, die alte Brauerei selbst zu entwickeln und in eine neue Nutzung zu überführen. Gemeinsam mit der Kirche gab es beispielsweise die Idee, hier eine Kita zu eröffnen. Aufgrund der zentralen Lage und der dazugehörigen Außenflächen, hätte sich diese Lösung angeboten, aber die baurechtlichen Voraussetzungen haben schnell wieder zur Verwerfung der Pläne geführt. Das Gebäude steht nunmehr seit 15 Jahren leer und die Bausubstanz leidet zusehends. Wegen des hohen Investitionsvolumens sucht die Stadt nun händeringend nach – insbesondere privaten – Investor*innen. Da es sich aus Sicht des Bürgermeisters um ein sehr erhaltenswertes Gebäude handelt, gibt man die Hoffnung nicht auf, dass es in Zukunft entwickelt und neu- oder nachgenutzt werden kann.</p>								</div>
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									<h4><strong>Regionale Kooperationen und kommunale Selbstverwaltung &#8211;  Vereine und Bürger*innen als Motor der Stadtentwicklung</strong></h4><p>Die Vernetzung mit dem Landkreis, als übergeordnete Verwaltungsebene, ist laut Dr. Jürgen Pfeiffer durchaus gut. Darüber hinaus ergeben sich auch für Heilsbronn aufgrund der Strukturen im Freistaat Bayern enge Verbindungen mit anderen Kommunen innerhalb der Region durch den Anschluss der Stadt an den <a href="https://www.region-westmittelfranken.de/" target="_blank" rel="noopener">Regionalen Planungsverband Westmittelfranken</a>, die <a href="https://www.kernfranken.eu/startseite" target="_blank" rel="noopener">Kommunale Allianz Kernfranken</a> und die <a href="https://www.lag-rangau.de/" target="_blank" rel="noopener">Lokale Aktionsgruppe (LAG) Rangau</a>. Für die Entwicklungsarbeit aus Sicht der Verwaltung betont Dr. Jürgen Pfeiffer besonders die Kooperationen innerhalb der Kommunalen Allianz. Dieser Zusammenschluss stärkt die kommunale Selbstverwaltung und die interkommunale Zusammenarbeit in einem besonderen Maße, optimiert darüber hinaus den Ressourceneinsatz – durch gemeinsame Projekte und Maßnahmen – und trägt zur Selbstwirksamkeit der Kommunen bei. Für die Umsetzung kommunaler Vorhaben eignet sich das LEADER-Programm – vor allem aufgrund des bürokratischen Aufwandes – nicht. Aber – und das betont der Bürgermeister – die Kommunen beraten Privatpersonen, Vereine und Initiativen in Bezug auf die LEADER-Förderung und machen aktiv Werbung für dieses Programm. Das liegt nicht zuletzt an der guten Arbeit des Umsetzungsmanagers aus der Region, der in seiner Herangehensweise als sehr pragmatisch und unterstützend gelobt wird.</p><p>Das bedeutendste Netzwerk für die Kommune ist jedoch in der eigenen Stadt zu finden. Engagierte Bürger*innen sind ein wesentlicher Aspekt für eine gelingende Stadt- und Innenentwicklung. Auch in Heilsbronn lassen sich unzählige (potenzielle) Gestalter*innen ausmachen, ohne die insbesondere der Umgang mit Leerständen nur sehr schwer zu bewerkstelligen ist. In der Stadt sind es die Vereine und Projektgruppen, die sich für die Entwicklung als nahezu unverzichtbar erweisen. Sie sind ein wichtiges Bindeglied, Sprachrohr der Bürger*innen und bedeutender Multiplikator für die städtische Verwaltung und den Bürgermeister. Die Teilnahme an den <a href="https://www.landkreis-ansbach.de/PDF/Programmheft_Aktionstage_Innenorte.PDF?ObjSvrID=3797&amp;ObjID=2028&amp;ObjLa=1&amp;Ext=PDF&amp;WTR=1&amp;_ts=1738619762" target="_blank" rel="noopener">Aktionstagen Innenorte</a> des Landkreises Ansbach hat sich für die Vernetzung als ebenfalls bedeutsam herausgestellt. Insbesondere der Kontakt zu anderen Gestalter*innen und der fachübergreifende Austausch haben wertvolle Impuls gegeben.</p><h4><strong>Mehr Zuweisungen und weniger Bürokratie – wo Kommunen an ihre Grenzen stoßen</strong></h4><p>Trotz der recht positiven Ausgangssituation der Stadt Heilsbronn treten auch hier immer wieder Hürden und Erschwernisse auf, die die Entwicklungsarbeit beeinflussen oder sogar direkt beeinträchtigen. Diese Einflussfaktoren identifizieren Dr. Jürgen Pfeiffer und Tobias Christ zu großen Teilen auf der strukturellen Ebene. Demnach sollte die Förderlandschaft grundlegend überarbeitet oder neugedacht werden. Förderungen haben zwar den Vorteil, dass sie Gestalter*innen finanzielle Hilfe gewähren und dazu führen, dass Projekte realisiert werden können. Dahinter steht jedoch zumeist ein großer bürokratischer Aufwand, der meist nur schwer zu bewältigen ist. Zusätzlich erfüllen Förderungen jedoch eine weitere Funktion: Sie erzielen eine Wirkung nach außen, werden von den Menschen wahrgenommen und stehen sinnbildlich für den politischen Beitrag zur regionalen Entwicklung. Daher ist es von besonderer Relevanz, so viele Projekte wie möglich aufzeigen zu können.</p><p style="text-align: center;"><em>„Mir wäre es immer lieber, man macht zehn Projekte <br />für je 10.000 Euro, als ein Projekt für 200.000 Euro. <br />Die Wirkung in der Breite wäre dann einfach eine ganz andere.“<br /></em><em>(Dr. Jürgen Pfeiffer)</em></p>								</div>
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									<p>Damit kommt das Gespräch zu den Entscheidungsmechanismen bei der Vergabe von Fördermitteln. Die Kommunen, so auch die Stadt Heilsbronn, wünschen sich hier mehr Kompetenzen. Mit dem Regionalbudget ist im Jahr 2019 ein gutes Instrument geschaffen und den Kommunen an die Hand gegeben worden. Die Mittel aus dem Regionalbudget können mit vergleichsweise geringem bürokratischen Aufwand beantragt und vergeben werden. Über die Jahre sind die Budgets jedoch gekürzt worden, so dass das Förderinstrument an Wirkmächtigkeit verloren hat. Dennoch sind sie nach wie vor wichtig, um kleinere Projekte – bis zu einer maximalen Fördersumme von 20.000 Euro –bedarfsgerecht und zielgenau zu fördern.</p><p style="text-align: center;"><em>„Eine allgemeine Forderung, die wir als Kommunen immer platzieren, <br />betrifft die Mittel im Rahmen des Finanzausgleichs im Freistaat. <br />Weniger Förderungen, einfach mehr Zuweisungen, <br />die unmittelbar an die Gemeinden gehen. <br /></em><em>Die Gemeinden – und das betont der Freistaat höchstselbst stets – <br />die wissen selbst am besten, wo das Geld am sinnvollsten eingesetzt wird.“<br /></em><em>(Tobias Christ)</em></p><p>Zudem müssen Ansprüche und Standards flexibilisiert werden. Dies bezieht sich auf die Anforderungen in Bezug auf bürokratische Erfordernisse und auf die Standards bei der Umsetzung von Projekten. Letztere gestalten sich für Vereine, Initiativen oder Privatpersonen noch einmal anders, als für eine Kommune.</p><p style="text-align: center;"><em>„Ich nehme zum Verdeutlichen mal ein Bild aus der Autowelt: <br />Wenn wir das Niveau haben, dass wir über die Förderkulisse (…) <br />als Kommune nicht mal in der Lage sind, einen Golf zu finanzieren, <br />dann sollte ich nicht unbedingt die S-Klasse zum Standard machen.&#8221;<br /></em><em>(Dr. Jürgen Pfeiffer)</em></p><h4><strong>Eine Kleinstadt mit Vorbildcharakter – Chancen und Aufgaben für die Stadt Heilsbronn</strong></h4><p>Heilsbronn zeigt, dass Kleinstädte mit einem klaren strategischen Ansatz, engagierten Akteur*innen und funktionierenden Netzwerken dem Leerstand in der Innenstadt wirksam begegnen können. Die Kombination aus konsequenter Innen- vor Außenentwicklung, frühzeitig etabliertem Citymanagement und enger Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Vereinen, Investor*innen und Bürger*innen hat dafür gesorgt, dass Leerstände meist früh erkannt und häufig vermieden werden. Erfolgreiche Projekte wie die Wiederbelebung des Katharinenturms, die Ansiedlung der Evangelischen Medienzentrale oder die Einrichtung des Bürgertreffs verdeutlichen, wie historische Bausubstanz erhalten, neue Nutzungen geschaffen und gleichzeitig die städtische Lebensqualität erhöht werden können.</p><p style="text-align: center;"><em>„Wissen Sie, wir hatten früher eine Personalstelle, <br />die sich mit Förderungen befasst hat. Heute sind es zweieinhalb Stellen. <br />Das ist sehr wichtig, bindet aber natürlich auch unsere Kapazitäten.“<br /></em><em>(Dr. Jürgen Pfeiffer)</em></p><p>Gleichwohl bleibt die Stadt mit Herausforderungen konfrontiert: Großvolumige, denkmalgeschützte Gebäude wie die alte Klosterbrauerei erfordern hohe Investitionen und komplexe Genehmigungsprozesse. Hinzu kommen bürokratische Hürden bei Förderprogrammen, begrenzte personelle Ressourcen in der Verwaltung und ein verändertes Konsumverhalten, das den stationären Einzelhandel und die Gastronomie zunehmend unter Druck setzt. Diese Faktoren machen deutlich, dass erfolgreiche Innenentwicklung kontinuierliches Handeln, langfristige Planung und die Bereitschaft zu pragmatischen Lösungen erfordert.</p><p>Für die Zukunft gilt es, die vorhandenen Stärken gezielt auszubauen und die Rahmenbedingungen für die (Innen)Stadtentwicklung zu verbessern. Mehr kommunaler Handlungsspielraum bei der Vergabe von Fördermitteln, flexiblere Anforderungen im Denkmalschutz und neue Beteiligungs- und Finanzierungskonzepte könnten dazu beitragen, auch problematische Leerstandsobjekte erfolgreich zu entwickeln. Parallel dazu ist eine stärkere Sensibilisierung der Bevölkerung für die Bedeutung lokaler Strukturen notwendig. Gelingt dies, kann Heilsbronn nicht nur seine historische Substanz sichern, sondern seine Innenstadt auch langfristig als lebendigen, zukunftsfähigen Mittelpunkt erhalten – und damit als Vorbild für andere vergleichbare Kommunen in ländlichen Räumen dienen.</p>								</div>
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									<h5><strong>Mittelfranken</strong></h5><p>Um mehr über die Region dieser Bereisung zu erfahren hier klicken.</p>								</div>
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		<title>Wie der Gemeindebürgermeister mit und für Langenfeld eine bürgerschaftliche Entwicklungsphilosophie verfolgt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Jun 2025 09:09:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bundesländer]]></category>
		<category><![CDATA[Bayern]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie der Gemeindebürgermeister mit und für Langenfeld eine bürgerschaftliche Entwicklungsphilosophie verfolgt Langenfeld ist eine Gemeinde am südlichen Steigerwald in der Region Mittelfranken mit 1.056 Einwohner*innen. Die ländliche Kommune ist stark von Veränderungen der Demografie und dem Strukturwandel in der Landwirtschaft betroffen. Auch hinsichtlich der Daseinsvorsorge haben sich Einbußen ergeben, so dass sich die Verantwortlichen der Gemeinde entschieden haben zu handeln. Der 1. Bürgermeister der Gemeinde Langenfeld Reinhard Streng berichtete in einem sehr anregenden Gespräch, wie die Gemeinde selbst die Zügel in die Hand nimmt, um sich den Herausforderungen zu stellen. „Wir müssen uns um mehr Dinge wieder selber kümmern. Die Strukturen, wie wir sie heute kennen, werden zu einem erheblichen Teil nicht mehr ewig zur Verfügung stehen, gerade in ländlichen Regionen.“(Reinhard Streng) Reinhard Streng lebt bereits seit seinem 5. Lebensjahr in der unmittelbaren Nähe von Langenfeld. Er ist ausgebildeter Steuer- und Wirtschaftsfachangestellter. Nach der Ausbildung schloss er ein Studium der Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Wirtschaftspädagogik ab. Er war an verschiedenen Wirtschafts- und Berufsschulen tätig, teilweise in leitenden Funktionen. 1994 zog er mit seiner Familie nach Langenfeld, wo er sich seit 1996 politisch engagiert – zunächst als Mitglied des Gemeinderats und in der Funktion als 3. Bürgermeister. Seit 2002 ist er 1. Bürgermeister der Gemeinde und seit 2008 darüber hinaus im Kreistag aktiv, wo er zusätzlich die Position des gewählten stellvertretenden Landrats innehat. Der 1. Bürgermeister der Gemeinde Langenfeld Reinhard Streng In solch einer langen Zeit als Gemeindebürgermeister erlebt man viele Entwicklungen mit und gestaltet die Zukunft des Ortes maßgeblich. Dies wird bei Betrachtung der umgesetzten Projekte klar, wo es neben Innenentwicklung und dem Umgang mit Leerständen immer auch um das Gemeinwohl und die Zukunftsfähigkeit der Gemeinde geht. Zukunft selbst gestalten – mit Bürgersinn, Fördermitteln und kreativer Innenentwicklung zu einer lebendigen Daseinsvorsorge Die Gemeinde hat seit 2007 mehr als zehn Projekte in Zusammenhang mit leerstehenden Gebäuden umgesetzt. Hierdurch hat sich die Situation mit Blick auf die Daseinsvorsorge bereits deutlich verbessert. Zum Spektrum der Entwicklungen gehören die medizinische Versorgung in Form einer Hausarzt- und einer Physiotherapiepraxis sowie die pflegerische Versorgung durch den Bau einer ambulant betreuten Wohngemeinschaft und einer Tagespflegeeinrichtung. Defizite in der Nahversorgung können über den gemeindeeigenen und bürgerschaftlich organisierten Dorfladen abgedeckt werden. Zudem steht die Schaffung von altersgerechtem und barrierefreiem Wohnraum im Fokus der Kommune. Dennoch gibt es in der Gemeinde Langenfeld noch leerstehende Immobilien. Vordergründig handelt es sich um privaten Leerstand, der aufgrund fehlenden Zugriffs nur schwer entwickelt werden kann. Auch drohender Leerstand ist ein Thema für die Gemeinde, wobei hier insbesondere „spezielle Konversionsflächen“ gemeint sind. Reinhard Streng bezeichnet sie als „Konversionsflächen der Dörfer“ und bezieht sich dabei auf nahezu alle landwirtschaftlichen Nutzgebäude. Die alten Gebäude sind in der Regel für eine moderne, zeitgemäße Landwirtschaft nicht mehr (lange) nutzbar und stellen ein enormes Entwicklungspotenzial dar. Allerdings muss Leerstand aus der Sicht des 1. Bürgermeisters in eine zeitgemäße Form konvertierbar sein. Sollte ein Gebäude nicht sanierbar sein, ist die Option eines Abrisses und anschließendem Neubau durchaus in Betracht zu ziehen. Einen häufigen Grund stellen die hohen baurechtlichen Standards dar. „Wenn wir heute was machen, dann lade ich zu einer Bürgerversammlung ein. Ich mache schon seit Jahren keine „normalen“ Bürgerversammlungen mehr. Wenn ich einlade, dann immer zu einem bestimmten Thema. Als die alte Molkerei leer geworden ist, da haben wir zum Beispiel mit über 20 Leuten diskutiert, was daraus werden könnte.“(Reinhard Streng) Die Gemeinde verfolgt in ihrem Vorgehen einen Dreiklang: Ein Projekt wird in Betrieb genommen, ein weiteres parallel in Umsetzung gebracht und ein drittes konzipiert bzw. geplant. Reinhard Streng betont, dass es ihm wichtig sei, die Bevölkerung in Planungsprozesse mit einzubeziehen, da es sich bei den Projekten der Gemeinde in der Regel um gemeinwohlorientierte Vorhaben handelt. Aus diesem Grund veranstaltet die Gemeinde Langenfeld regelmäßig Bürgerversammlungen und -seminare. Diese weisen thematische Schwerpunkte auf und haben sich insbesondere nach Inbetriebnahme der „Dorflinde“ als Mehrgenerationenhaus etabliert. Für die Umsetzung mancher Projekte kann es zudem ratsam sein, eine Privatperson als Eigentümer*in oder Mehrheitseigner*in einzusetzen. Hierdurch erhöht sich oftmals der Handlungsspielraum, was zu mehr Flexibilität und letztlich zu einer gelungenen Projektentwicklung führen kann.  „Ein Punkt, der wirklich wichtig ist und was an dem BundesprogrammMehrgenerationenhaus, neben all der Bürokratie, das Wesentliche ist:Es ist eines der am meisten oder am besten auf die ländlichen Regionenzugeschnittenen Programme, weil es ein Gemischtwarenladen ist und keine nennenswerte Spezialisierung braucht. Spezialisierte Programme sind für die kleinen Kommunen, so wie wir es sind, meist gar nicht nutzbar“(Reinhard Streng) Das zentrale Pilotprojekt – zugleich Anstoß für eine ganze Reihe weiterer Projekte der Innenentwicklung – war das Mehrgenerationenhaus „Dorflinde“ im Zentrum von Langenfeld. Das Mehrgenerationenhaus „Dorflinde“ im Zentrum des Ortes Als generationenübergreifendes Wohnprojekt geplant, sollte bei der „Dorflinde“ die Gemeinschaft im Fokus stehen, und zwar über eine „normale“ Wohngemeinschaft oder Nachbarschaft hinausgehend. Das Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser des Bundes sieht Wohnkonzepte jedoch nicht vor und da sie keines der Ziele – hierzu zählt insbesondere die Stärkung des generationenübergreifenden gesellschaftlichen Miteinanders – darstellt, wären das Projekt, wie es anfangs geplant wurde, im Rahmen des Aktionsprogramms nicht förderfähig gewesen. Der Sanierungs- und Baustart für die „Dorflinde“ war im Jahr 2007. Das Konzept des Vorhabens wurde im Austausch mit und Beteiligung der Bürger*innen erstellt, um dem Bedarf und Bedürfnissen der „zukünftigen Nutzer*innen“ gerecht zu werden. Sanierungs- und Baustart für die „Dorflinde“ war im Jahr 2007. Auf dem Baugelände befanden sich zu diesem Zeitpunkt eine alte Fachwerkscheune und ein angrenzendes Wohngebäude. Das Wohngebäude wurde jedoch abgerissen und durch den heutigen Glasanbau ersetzt. Zeitgleich sanierte man die ehemalige Scheune, bei der es sich um ein ortsbildprägendes und identitätsstiftendes Gebäude handelt.  Dieser Teil der „Dorflinde“ dient heute als Gemeinde- und Veranstaltungssaal. Obwohl die ehemalige Scheune, nach Aussage von Reinhard Streng, eigentlich zu klein sei, wurde sich aufgrund der Bedeutung jedoch trotzdem für die Nutzung entschieden. Nicht nur bei der Konzeptionierung, sondern ebenfalls während der Bau- und Sanierungsarbeiten und dem heutigen Betrieb der „Dorflinde“ ist die Beteiligung der Bürger*innen wichtig.  Ehrenamtliches Engagement spielt weiterhin eine große Rolle, wobei die Gemeinde als Träger und Eigentümer stets die treibende Kraft war und ist. Die Finanzierung setzte sich aus Fördergeldern sowie privaten und kommunalen Mitteln zusammen. In]]></description>
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									<h3><strong>Wie der Gemeindebürgermeister mit und für Langenfeld eine bürgerschaftliche Entwicklungsphilosophie verfolgt</strong></h3><p>Langenfeld ist eine Gemeinde am südlichen Steigerwald in der Region Mittelfranken mit 1.056 Einwohner*innen. Die ländliche Kommune ist stark von Veränderungen der Demografie und dem Strukturwandel in der Landwirtschaft betroffen. Auch hinsichtlich der Daseinsvorsorge haben sich Einbußen ergeben, so dass sich die Verantwortlichen der Gemeinde entschieden haben zu handeln. Der 1. Bürgermeister der Gemeinde Langenfeld Reinhard Streng berichtete in einem sehr anregenden Gespräch, wie die Gemeinde selbst die Zügel in die Hand nimmt, um sich den Herausforderungen zu stellen.</p><p style="text-align: center;"><em>„Wir müssen uns um mehr Dinge wieder selber kümmern. <br />Die Strukturen, wie wir sie heute kennen, werden zu einem erheblichen Teil <br />nicht mehr ewig zur Verfügung stehen, gerade in ländlichen Regionen.“<br /></em><em>(Reinhard Streng)</em></p><p>Reinhard Streng lebt bereits seit seinem 5. Lebensjahr in der unmittelbaren Nähe von Langenfeld. Er ist ausgebildeter Steuer- und Wirtschaftsfachangestellter. Nach der Ausbildung schloss er ein Studium der Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Wirtschaftspädagogik ab. Er war an verschiedenen Wirtschafts- und Berufsschulen tätig, teilweise in leitenden Funktionen. 1994 zog er mit seiner Familie nach Langenfeld, wo er sich seit 1996 politisch engagiert – zunächst als Mitglied des Gemeinderats und in der Funktion als 3. Bürgermeister. Seit 2002 ist er 1. Bürgermeister der Gemeinde und seit 2008 darüber hinaus im Kreistag aktiv, wo er zusätzlich die Position des gewählten stellvertretenden Landrats innehat.</p>								</div>
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									<h4><strong>Zukunft selbst gestalten – mit Bürgersinn, Fördermitteln und kreativer Innenentwicklung zu einer lebendigen Daseinsvorsorge</strong></h4><p>Die Gemeinde hat seit 2007 mehr als zehn Projekte in Zusammenhang mit leerstehenden Gebäuden umgesetzt. Hierdurch hat sich die Situation mit Blick auf die Daseinsvorsorge bereits deutlich verbessert. Zum Spektrum der Entwicklungen gehören die medizinische Versorgung in Form einer Hausarzt- und einer Physiotherapiepraxis sowie die pflegerische Versorgung durch den Bau einer ambulant betreuten Wohngemeinschaft und einer Tagespflegeeinrichtung. Defizite in der Nahversorgung können über den gemeindeeigenen und bürgerschaftlich organisierten Dorfladen abgedeckt werden. Zudem steht die Schaffung von altersgerechtem und barrierefreiem Wohnraum im Fokus der Kommune. Dennoch gibt es in der Gemeinde Langenfeld noch leerstehende Immobilien. Vordergründig handelt es sich um privaten Leerstand, der aufgrund fehlenden Zugriffs nur schwer entwickelt werden kann. Auch drohender Leerstand ist ein Thema für die Gemeinde, wobei hier insbesondere „spezielle Konversionsflächen“ gemeint sind. Reinhard Streng bezeichnet sie als „Konversionsflächen der Dörfer“ und bezieht sich dabei auf nahezu alle landwirtschaftlichen Nutzgebäude. Die alten Gebäude sind in der Regel für eine moderne, zeitgemäße Landwirtschaft nicht mehr (lange) nutzbar und stellen ein enormes Entwicklungspotenzial dar. Allerdings muss Leerstand aus der Sicht des 1. Bürgermeisters in eine zeitgemäße Form konvertierbar sein. Sollte ein Gebäude nicht sanierbar sein, ist die Option eines Abrisses und anschließendem Neubau durchaus in Betracht zu ziehen. Einen häufigen Grund stellen die hohen baurechtlichen Standards dar.</p>								</div>
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									<p style="text-align: center;"><em>„Wenn wir heute was machen, dann lade ich zu einer Bürgerversammlung ein. <br />Ich mache schon seit Jahren keine „normalen“ Bürgerversammlungen mehr. <br />Wenn ich einlade, dann immer zu einem bestimmten Thema. <br />Als die alte Molkerei leer geworden ist, da haben wir zum Beispiel <br />mit über 20 Leuten diskutiert, was daraus werden könnte.“<br />(Reinhard Streng)<br /></em></p><p>Die Gemeinde verfolgt in ihrem Vorgehen einen Dreiklang: Ein Projekt wird in Betrieb genommen, ein weiteres parallel in Umsetzung gebracht und ein drittes konzipiert bzw. geplant. Reinhard Streng betont, dass es ihm wichtig sei, die Bevölkerung in Planungsprozesse mit einzubeziehen, da es sich bei den Projekten der Gemeinde in der Regel um gemeinwohlorientierte Vorhaben handelt. Aus diesem Grund veranstaltet die Gemeinde Langenfeld regelmäßig Bürgerversammlungen und -seminare. Diese weisen thematische Schwerpunkte auf und haben sich insbesondere nach Inbetriebnahme der „Dorflinde“ als Mehrgenerationenhaus etabliert. Für die Umsetzung mancher Projekte kann es zudem ratsam sein, eine Privatperson als Eigentümer*in oder Mehrheitseigner*in einzusetzen. Hierdurch erhöht sich oftmals der Handlungsspielraum, was zu mehr Flexibilität und letztlich zu einer gelungenen Projektentwicklung führen kann.</p><p style="text-align: center;"> <em>„Ein Punkt, der wirklich wichtig ist und was an dem Bundesprogramm<br />Mehrgenerationenhaus, neben all der Bürokratie, das Wesentliche ist:<br /></em><em>Es ist eines der am meisten oder am besten auf die ländlichen Regionen<br />zugeschnittenen Programme, weil es ein Gemischtwarenladen ist <br />und keine nennenswerte Spezialisierung braucht. <br />Spezialisierte Programme sind für die kleinen Kommunen, <br />so wie wir es sind, meist gar nicht nutzbar“<br />(Reinhard Streng)</em></p>								</div>
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									<p>Als generationenübergreifendes Wohnprojekt geplant, sollte bei der „<a href="https://www.dorflinde-langenfeld.de/" target="_blank" rel="noopener">Dorflinde</a>“ die Gemeinschaft im Fokus stehen, und zwar über eine „normale“ Wohngemeinschaft oder Nachbarschaft hinausgehend. Das Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser des Bundes sieht Wohnkonzepte jedoch nicht vor und da sie keines der Ziele – hierzu zählt insbesondere die Stärkung des generationenübergreifenden gesellschaftlichen Miteinanders – darstellt, wären das Projekt, wie es anfangs geplant wurde, im Rahmen des Aktionsprogramms nicht förderfähig gewesen. Der Sanierungs- und Baustart für die „Dorflinde“ war im Jahr 2007. Das Konzept des Vorhabens wurde im Austausch mit und Beteiligung der Bürger*innen erstellt, um dem Bedarf und Bedürfnissen der „zukünftigen Nutzer*innen“ gerecht zu werden. Sanierungs- und Baustart für die „Dorflinde“ war im Jahr 2007. Auf dem Baugelände befanden sich zu diesem Zeitpunkt eine alte Fachwerkscheune und ein angrenzendes Wohngebäude. Das Wohngebäude wurde jedoch abgerissen und durch den heutigen Glasanbau ersetzt. Zeitgleich sanierte man die ehemalige Scheune, bei der es sich um ein ortsbildprägendes und identitätsstiftendes Gebäude handelt. </p>								</div>
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									<p>Dieser Teil der „Dorflinde“ dient heute als Gemeinde- und Veranstaltungssaal. Obwohl die ehemalige Scheune, nach Aussage von Reinhard Streng, eigentlich zu klein sei, wurde sich aufgrund der Bedeutung jedoch trotzdem für die Nutzung entschieden. Nicht nur bei der Konzeptionierung, sondern ebenfalls während der Bau- und Sanierungsarbeiten und dem heutigen Betrieb der „Dorflinde“ ist die Beteiligung der Bürger*innen wichtig.  Ehrenamtliches Engagement spielt weiterhin eine große Rolle, wobei die Gemeinde als Träger und Eigentümer stets die treibende Kraft war und ist.</p><p>Die Finanzierung setzte sich aus Fördergeldern sowie privaten und kommunalen Mitteln zusammen. In das Projekt flossen demnach Mittel aus der Städtebauförderung, dem Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser des Bundes, von der Bayerischen Landesstiftung sowie der Wüstenrot Stiftung. Nach Angaben von Reinhard Streng kamen bis zur Eröffnung der „Dorflinde“ im Jahr 2008 rund 250.000 Euro zusammen. Die übrigen Mittel konnten, wie gesagt, durch den Gemeindehaushalt und privates Sponsoring aufgebracht werden.</p>								</div>
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									<p>Ein weiteres wichtiges Projekt ist der <a href="https://www.dorfladen-langenfeld.de/" target="_blank" rel="noopener">Dorfladen Langenfeld</a>, der im Jahr 2017 eröffnete und das Herzstück eines örtlichen Dienstleistungszentrums darstellt. In einem ehemaligen Lagerhaus entstand neben dem Nahversorgungsangebot noch eine Bäckerei, eine kleine Postfiliale, ein Bankautomat sowie eine angrenzende Hausarzt- und Physiotherapiepraxis. Wie in vielen ländlichen Gemeinden ist die Gründung des Dorfladens ein Resultat des schrumpfenden Angebots an Daseinsvorsorge – in diesem Fall konkret: die Schließung der örtlichen Bäckerei, die noch weitere Lebensmittel und kleinere Dinge des Alltags angeboten hatte.</p><p>Beim Betreten des Geschäfts wird direkt klar: Es handelt sich um einen außergewöhnlich großen und gut sortierten Dorfladen. Auch hier stellten Mittel der Städtebauförderung einen wesentlichen Teil der Fördergelder dar. Zusätzlich konnte die Inneneinrichtung mit Hilfe der LEADER-Förderung finanziert werden. Darüber hinaus wurden für den Betrieb des Dorfladens eine Unternehmergesellschaft (UG) und eine Stille Gesellschaft gegründet, die mit 300 Gesellschafter*innen ein Gesamtkapital von rund 135.000 Euro zeichnete. Die Mindesteinlage für einen Gesellschaftsanteil beträgt 200 Euro.</p>								</div>
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									<p>Im gleichen Jahr 2017 wurde – auch hier wieder mit Hilfe der Städtebauförderung – ein neues Gebäude im Ortskern von Langenfeld realisiert, welches seitdem eine ambulant betreute Wohngemeinschaft beherbergt. Das Haus liegt in unmittelbarer Nähe zur „Dorflinde“ am Standort der ehemaligen Bäckerei des Dorfes. Das alte Gebäude konnte leider nicht entsprechend saniert werden, da es für die benötigte Deckenhöhe zu niedrig und somit für die neue Nutzung nicht geeignet war. Folglich musste es leider abgerissen werden. Es handelt sich also um keine Leerstandsaktivierung im engeren Sinn oder die Umnutzung eines bestehenden Gebäudes – auch wenn die Gemeinde mit allen Mitteln versucht hat, die Wohngemeinschaft in der alten Bäckerei zu realisieren. Gemeindebürgermeister Reinhard Streng ist bei diesem Projekt als Privatperson der Mehrheitseigner, wodurch sich für die Kommune Vorteile ergeben und rechtliche Konflikte umschifft werden konnten. Durch eine umfangreiche Förderung konnte die Gemeinde das alte Gebäude zurückbauen und das Grundstück neu entwickeln. Hierfür musste sie lediglich 70.000 Euro Eigenkapital einbringen.</p><p style="text-align: center;"><em>„Ich bin ein großer Anhänger der These, dass die Kirche <br />und das Wirtshaus einfach in jedes Dorf gehören. <br />Beide gehören zu den Fundamenten, die gesellschaftliches Miteinander <br />sehr positiv beeinflussen können, auch wenn ein Großteil der Bevölkerung <br />heute weder das eine noch das andere besucht.“<br />(</em><em>Reinhard Streng)</em></p><p>Wirtshäuser gehören für auswärtige Betrachter*innen zum typischen Ortsbild im Fränkischen. Aber auch diese Region mit ihrer traditionsreichen Braukultur bleibt nicht vom fortschreitenden Gasthaussterben verschont. Einst gab es in Langenfeld drei Wirthäuser, berichtet Reinhard Streng. Seit 2017 gibt es nach einer wahren „Durststrecke“ von 28 Jahren endlich wieder eines.</p><p>Es handelt sich ebenfalls um ein ortsbildprägendes Gebäude (ehemalige Posthalterei), welches zusätzlich denkmalgeschützt ist. Die Gemeinde erwarb das Gebäude vor einigen Jahren und sanierte es denkmalgerecht. Bei der Umsetzung dieses Bauvorhabens war lediglich die Sanierung der Fassade durch die Städtebauförderung förderfähig. Anfangs nur an Sonntagen geöffnet, ist das Wirtshaus mittlerweile zu einem wichtigen Treffpunkt für die Langenfelder geworden. Die Gemeinde tritt als Verpächter auf und erzielt dadurch wiederkehrende Einnahmen.</p>								</div>
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									<h4><strong>Ideen, Austausch und Gemeinschaft – die Kraft des Netzwerks der Gemeinde Langenfeld</strong></h4><p>Das Herzstück des Netzwerks liegt in der Gemeinde Langenfeld selbst. Die unzähligen Ehrenamtlichen aus dem gesamten Gemeindegebiet sind für die Entwicklung ganz wesentlich, denn das Ehrenamt bringt viele Menschen mit verschiedenen Kompetenzen zusammen, die sich konstruktiv in die Projekte einbringen. Ergänzt wird dies durch ein starkes kommunales Netz im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim. Auch die Zusammenarbeit im und mit dem Kreistag hebt der Gemeindebürgermeister hervor. Zudem gibt es enge Verbindungen zu anderen Kommunen innerhalb der Region durch den Anschluss an den <a href="https://www.region-westmittelfranken.de/" target="_blank" rel="noopener">Regionalen Planungsverband Westmittelfranken</a>, die <a href="https://franken3.jimdofree.com/" target="_blank" rel="noopener">Kommunale Allianz Franken 3</a> und die <a href="https://lag-steigerwald.jimdofree.com/" target="_blank" rel="noopener">Lokale Aktionsgruppe (LAG) Südlicher Steigerwald</a>.</p><p>Als besonders wertvolle Akteure im Netzwerk werden die Institutionen und Organisationen beschrieben, die die Langenfelder Gemeindevertreter*innen immer wieder zu Veranstaltungen einladen, auf denen sich die Gemeinde Langenfeld präsentieren kann. Aber der große Vorteil solcher Veranstaltungen liegt nicht in der Selbstdarstellung – wenn es auch guttut, dass die eigenen Projekte als Best-Practice-Beispiele bewertet werden –, sondern im Austausch mit anderen Gestalter*innen und den vielen neuen Ideen, die man dabei mitnimmt.</p><p style="text-align: center;"><em>„Veranstaltungen, auf denen wir uns vorstellen können, sind auch immer ein Ideen-Pool, wo man immer wieder was mitnimmt. Das ist eine wichtige Ressource. Viele Dinge und Ideen entstehen ja nicht unbedingt aus einem selbst heraus, sondern das sind Informationen und Eindrücke, die man irgendwo mitgenommen hat.“<br />(</em><em>Reinhard Streng)</em></p><p>Hilfreiche Impulse bekommt die Gemeinde Langenfeld auch durch die Zusammenarbeit mit der <a href="https://www.spes.co.at/" target="_blank" rel="noopener">SPES Zukunftsakademie</a> in Schlierbach (Österreich). Die SPES (Studiengesellschaft für Projekte zur Erneuerung der Strukturen) entwickelt praxisnahe Modelle für lebenswerte ländliche Regionen, stärkt Bürger*innen in ihrer Selbstwirksamkeit und fördert ihre aktive Beteiligung. Sie begleitet Gemeinden und Initiativen bei Themen wie Familie, Klima, Mobilität, Nahversorgung und Zentrumsbelebung, sowohl regional als auch in internationalen Projekten. Auch die Kollaboration mit der <a href="https://www.afa-sozialplanung.de/" target="_blank" rel="noopener">Arbeitsgemeinschaft für Sozialplanung und Altersforschung (AfA)</a> in München – insbesondere der Kontakt zu Sabine Wenig – war für die Entwicklungsarbeit der Gemeinde von großer Bedeutung. Im Rahmen des Modellprojekts „Altenhilfekonzept für kleine Gemeinden“ des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales wurde Langenfeld zur Modellkommune im Kontext des demografischen Wandels. In dieser Zeit wurde auch die Grundlage für das Konzept der „Dorflinde“ gelegt. Zudem entwickelte sich in der Gemeinde ein grundlegendes Verständnis für die eigene Ausganslage und wie diese verbessert werden kann. Reinhard Streng betont, dass Langenfeld in dieser Zeit das Rüstzeug an die Hand gegeben wurde, um Projekte zu entwickeln und die Gemeinde zukunftsfester zu machen.</p><p>Auch in die Wissenschaft bestehen Vernetzungen. Insbesondere Prof. Dr. Peter Dehne von der Hochschule Neubrandenburg und Prof. Dr. Thomas Klie vom <a href="https://www.zze-freiburg.de/" target="_blank" rel="noopener">Zentrum für zivilgesellschaftliche Entwicklung (zze)</a> in Freiburg im Breisgau sind hier zu erwähnen. Beide beschäftigen sich mit Hybridität in der Daseinsvorsorge, um diese auf kommunaler Ebene zukunftssicher zu gestalten. Dabei sind die beiden Wissenschaftler auf die Entwicklungen in Langenfeld aufmerksam geworden, woraus sich wichtige Kooperationen entwickelt haben.</p>								</div>
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									<h4><strong>Ungenutzte Chancen – warum Förderhürden und Vorschriften den kommunalen Handlungsspielraum einschränken</strong></h4><p>Eine wesentliche Hürde für die Entwicklung sieht Reinhard Streng bei den Restriktionen in der Förderlandschaft. Aus kommunaler Sicht sind hier insbesondere das LEADER-Programm und die Förderungen im Rahmen der <a href="https://www.stmgp.bayern.de/meine-themen/fuer-kommunen/gesundheitsregionen-plus/" target="_blank" rel="noopener">Gesundheitsregionen<sup>plus</sup></a> in Bayern zu erwähnen. Wesentliche Aspekte für LEADER liegen in der Höhe des zu leistenden Eigenanteils, da dieser grundsätzlich zwischen 30 und 40 Prozent beträgt und von Kommunen oftmals nicht erbracht werden kann. Die Kritik an den Gesundheitsregionen liegt im Grad der Spezialisierung, da sich die Förderung gezielt an die Schaffung und Stärkung von Gesundheitsstrategien und –angeboten richtet und dies in den Richtlinien sehr eng gefasst ist. Hier sollte die Förderfähigkeit aus Sicht von Reinhard Streng offener gehalten sein. Dann hätten auch Langenfelder Projekte die Chance gehabt, in diesem Rahmen gefördert zu werden.</p><p style="text-align: center;"><em>„Wir Kommunen geben oftmals einen nennenswerten Teil <br />der Fördergelder für deren Verwaltung und Bewirtschaftung aus. <br />Das ist doch nicht sinnvoll und muss zukünftig schlanker.“<br />(Reinhard Streng)<br /></em></p><p>Auch die Überbürokratisierung stellt ein nicht unwesentliches Problem dar. Dies muss auch vor dem Hintergrund der personellen Ausstattung kleiner Gemeinden betrachtet werden. Ein hoher bürokratischer Aufwand, insbesondere im Rahmen der Fördermittelverwaltung, ist für kleine Gemeinden nur schwer zu bewerkstelligen. Aus der Warte des Gemeindebürgermeisters sollten kleine Gemeinden grundsätzlich über mehr Eigenverantwortung verfügen und mehr Vertrauen seitens der Landes- und Bundesregierung bekommen. Hier bedarf es nach Auffassung von Reinhard Streng ein Umdenken und eine Neuausrichtung.</p><h4><strong>Langenfelds Philosophie für ein starkes Miteinander: Ein nachhaltiger Ansatz, der zum Nachmachen anregt</strong></h4><p>Seitdem die Gemeinde Langenfeld die kommunale Entwicklung in vielen Bereichen vorangetrieben hat, konnten die Ausgangslage wie auch die Zukunftsperspektiven spürbar verbessert werden.</p><p style="text-align: center;"><em>„Der Mann ist anfangs nicht einmal auf der Straßenseite der „Dorflinde“ gegangen, damit er dem Ding ja nicht zu nah kommt. Zum Kaffeetrinken ging es immer in den Nachbarort und die „Dorflinde“ wurde immer kritisiert. Dann ist die Frau gestorben, es ging mit der eigenen Gesundheit bergab und mit einem Mal saß er dann hier einmal in der Woche beim Stammtisch. Dann fährst du hier vorbei und siehst ein Gesicht, das Lebensfreude ausstrahlt, DAS motiviert.“<br /></em><em>(</em><em>Reinhard Streng)</em></p><p>Die Gemeinde Langenfeld hat uns eindrucksvoll gezeigt, wie engagierte kommunale Führung, Bürgerbeteiligung und ein kreativer Umgang mit vorhandenen Ressourcen den Herausforderungen des ländlichen Strukturwandels begegnen können. In den Amtszeiten von Reinhard Streng ist es gelungen, zentrale Elemente der Daseinsvorsorge – von medizinischer Versorgung über Nahversorgung bis hin zu Treffpunkten wie der „Dorflinde“ und dem Wirtshaus – neu zu beleben oder überhaupt erst wieder zu schaffen. Dabei stehen nicht nur bauliche Projekte, sondern vor allem ein ganzheitliches Verständnis von Gemeinschaft und Lebensqualität im Mittelpunkt. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist die konsequente Einbindung der Bürgerschaft, die durch themenspezifische Versammlungen, ehrenamtliches Engagement und partnerschaftliche Netzwerke nicht nur Mitgestalterin, sondern auch Umsetzerin der Projekte ist. Die Gemeinde nutzt dabei geschickt Förderprogramme, private Beteiligungen und innovative Organisationsformen, um trotz begrenzter Mittel eine große Wirkung zu erzielen.</p><p>Gleichzeitig verdeutlichen die Erfahrungen Langenfelds die Grenzen der derzeitigen Förderlandschaft: Hohe Eigenanteile, enge thematische Vorgaben und Bürokratie schränken den Handlungsspielraum kleiner Kommunen deutlich ein. Hier liegt eine zentrale Zukunftsaufgabe – nicht nur für Langenfeld, sondern für die ländliche Entwicklung insgesamt: Rahmenbedingungen schaffen, die Innovation fördern, Entscheidungswege verkürzen und den Gemeinden mehr Vertrauen schenken.</p><p>Durch die Entwicklungen in den letzten Jahren hat sich die Gemeinde Langenfeld den Status einer Modellkommune erarbeitet, die aufzeigt, wie „Innenentwicklung mit Bürgersinn“ aussehen kann. Künftige Handlungsfelder könnten in der stärkeren digitalen Vernetzung, der Weiterentwicklung barrierefreier Wohnangebote, der Umnutzung weiterer Konversionsflächen sowie in neuen Formen gemeinschaftlicher Daseinsvorsorge liegen. Wenn es gelingt, bürokratische Hürden abzubauen und Fördermittel flexibler einzusetzen, hat Langenfeld beste Chancen, nicht nur den eigenen Weg fortzusetzen, sondern auch andere Gemeinden zu inspirieren – als lebendiges Beispiel für zukunftsfähiges Leben in ländlichen Räumen.</p>								</div>
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									<h5><strong>Mittelfranken</strong></h5><p>Um mehr über die Region dieser Bereisung zu erfahren hier klicken.</p>								</div>
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		<title>Kooperatives Konzept zur Aktivierung von Innenentwicklungspotenzialen im Landkreis Northeim</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 May 2025 09:37:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Kooperatives Konzept zur Aktivierung von Innenentwicklungspotenzialen im Landkreis Northeim Kreis und Gemeinden nehmen „Lupenräume“ gemeinsam in den Blick Bei einem Besuch beim Landkreis Northeim lieferten uns Julia Gogrewe und Alexander Schramm spannende Einblicke, auf welche Art und Weise der Landkreis gemeinsam mit den Kommunen das Thema der Innenentwicklung in den Blick nimmt und die Aktivierung von Potentialflächen organisieren will. Julia Gogrewe ist gelernte Bauzeichnerin, studierte im Anschluss Architektur und ergänzte ihre Ausbildung durch einen Abschluss im Studiengang Städtebau. Sie arbeitete in freien Architektur- und Planungsbüros und absolvierte zudem das Städtebaureferendariat beim Land Nordrhein-Westfalen Danach übernahm sie verschiedene kommunale Leitungspositionen in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Seit Februar 2021 ist sie Dezernentin für Bauen und Umwelt beim Landkreis Northeim. Ihr Kollege Alexander Schramm ist ebenfalls seit 2021 beim Landkreis beschäftigt. Hier war er anfangs noch im Bereich Straßenverkehr und Mobilität mit dem Schwerpunkt auf den öffentlichen Personennahverkehr tätig, bevor er im September 2022 zum internen Fördermanagement wechselte. Er ist studierter Geograf und hat im Anschluss einen Master in Regionalmanagement und Wirtschaftsförderung absolviert. Seit November 2024 ist er mit dem Projekt „Interkommunales Projekt- und Fördermanagement Aktive Innenentwicklung“ befasst. „Dem Thema Leerstand wollten wir uns zu Beginn des Projekts gemeinsam mit den Städten und Gemeinden intensiver widmen, haben aber schnell gemerkt, dass wir uns damit aufgrund der Berücksichtigung des Datenschutzes verheben. Wir wollten mit den vorhandenen Personalressourcen gemeinsam Erfolge erzielen und der Politik den Mehrwert von Innenentwicklung vor Außenentwicklung durch konkrete Konzepte und anschließende Aktivierung von Innenentwicklungspotenzialen aufzeigen. Es wurde deutlich, dass die Erhebung und Beseitigung von Leerständen eine aufwendige Daueraufgabe darstellt, der wir uns personell (noch) nicht stellen konnten.“ (Julia Gogrewe) Motiviert durch eine Teilnahme an der Förderinitiative „Aktive Regionalentwicklung“ als Teil des Bundesprogramms „Region gestalten“ nahm der Landkreis Northeim bei der Erstellung eines Strategischen Regionalentwicklungskonzepts (SREK) das Thema Innenentwicklung gezielt in den Blick. Die Leerstandsthematik wird bei der Innenentwicklung stets mitberücksichtigt, stellt aber nicht den Kerninhalt des SREK dar. Bei der genauen Betrachtung der identifizierten Entwicklungspotenziale fällt aber auf, dass Innenentwicklung und die Aktivierung von minder- und untergenutzten Flächen sowie Leerstand oft Hand in Hand gehen. Eine gezieltere Betrachtung leerstehender Gebäude und den bedarfsgerechten Umgang damit verliert der Landkreis zusammen mit den Städten und Gemeinden nicht aus den Augen und arbeitet gemeinsam an praktikablen sowie nachhaltigen Lösungen. Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem Modellvorhaben sowie Einblicke in die aktuelle Arbeit gewährten uns Julia Gogrewe und Alexander Schramm in einem Interview. Leiterin des Dezernats Bauen und Umwelt Julia Gogrewe und Mitarbeiter im Fachbereich Kreis- und Regionalentwicklung Alexander Schramm im Kreishaus Northeim Das Bundesprogramm „Regionen gestalten“ vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) ging im Jahr 2019 an den Start. Das Ziel war und ist: Regionen nachhaltig und zukunftsstark zu entwickeln und regionale Disparitäten abzubauen. In enger Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) förderte das BMWSB verschiedene Modellregionen in ganz Deutschland mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten. Ein Überblick über die geförderten Modellregionen und Vorhaben befindet sich auf der Webseite von „Region gestalten“. Für den Landkreis Northeim sind insbesondere die Förderinitiativen „Aktive Regionalentwicklung“ und „Absorptionsfähigkeit stärken“ von Bedeutung. Das Modellvorhaben „Aktive Regionalentwicklung“ wurde von 2021 bis 2024 in 16 Modellregionen durchgeführt. Adressiert waren insbesondere strukturschwache ländliche Räume. Das Ziel des Modellvorhabens war es, regionale Akteur*innen der Regionalplanung und -entwicklung stärker zu vernetzen, regionale Kooperationen zu identifizieren und zu stärken, spezifische Bedarfe der Region zu erkennen und sie mit Hilfe der Entwicklung eines Strategischen Regionalentwicklungskonzepts (SREK) gezielt zu einem Teil der regionalen Agenda zu machen. Basierend auf dem Modellvorhaben startete die aufbauende Förderinitiative „Absorptionsfähigkeit stärken“ mit einer Laufzeit von 2024 bis 2027. Der Kerninhalt liegt im Aufbau einer effizienten Fördermanagementstruktur in der Region und somit in der Gewährleistung der Umsetzung des Strategischen Regionalen Operativen Programms (SROP), das im Zuge des Förderlaufzeitraums von jeder teilnehmenden Region erstellt werden muss. Hierbei handelt es sich um die konkreten Handlungsansätze und Maßnahmen, die sich aus den Inhalten des SREK ableiten lassen. Erfahrungen und Erkenntnisse aus den beiden Modellvorhaben Wie Julia Gogrewe berichtete, befindet sich der Landkreis Northeim hinsichtlich der regionalen Entwicklung derzeit in einem Prozess der Neuausrichtung und Konzeptionierung. Dies zeigt sich vor allem in der Neuaufstellung des Regionalen Raumordnungsprogramms (RROP) und der erstmaligen Erstellung eines Wohnraumversorgungskonzeptes. Da kam das Modellvorhaben „Aktive Regionalentwicklung“ gerade zur richtigen Zeit. Mit der Entwicklung und Formulierung des SREK konnte sich der Landkreis Northeim bereits neu justieren und Handlungsperspektiven über einen längeren Zeitraum schaffen. Den Kern des SREK bildete die Identifizierung von Innenentwicklungspotenzialen im Landkreis, die in ein kreisweites digitales Innenentwicklungskataster überführt wurden. Demnach verfügt der Landkreis über 324 Hektar an Flächenpotenzial für die Innenentwicklung in Bebauungsplänen und innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile. Bei relativer Betrachtung bezogen auf die Einwohnerzahl haben nicht die Mittelzentren das größte Potenzial, sondern die kleineren Kommunen. Diese Arbeit erfolgte nach der Gründung des Steuerungsgremiums, in welchem u.a. Vertreter*innen aller Kommunen des Landkreises aktiv mitarbeiten. All dies führte neben der Sensibilisierung der kommunalen Akteur*innen für die Bedeutung der Innenentwicklung vor Außenentwicklung zu einem aktiven interkommunalen Innenentwicklungsmanagement für den Landkreis Northeim. Die Nutzung des Katasters befähigt die Kommunen zu qualifizierten Aussagen über einzelne Flächen und beschleunigt sowie verbessert somit die Beratung von Kauf- und Bauwilligen. Aus dem Kataster gehen zudem die sog. „Lupenräume“ hervor, die gemeinsam mit den jeweiligen Städten und Gemeinden identifiziert wurden. Für diese Potenzialflächen gilt die Prämisse, diese bedarfsorientiert und zukunftsfähig zu entwickeln. Die für diese Flächen seitens eines begleitenden Planungsbüros entworfenen Konzeptskizzen beinhalten zumeist die Themen Wohnen, Pflege und Schaffung von Freiraumqualitäten. Insbesondere barrierefreier, oftmals gemeinschaftlich orientierter Wohnraum mit Umfeld- sowie Aufenthaltsqualität soll als Entwicklungsziel im Fokus stehen. Dadurch können Umzugsketten angestoßen werden, was zur Freisetzung von Bestandsimmobilien führt. Dies wiederum kann den Landkreis attraktiver machen, insbesondere für Familien und „Rückkehrer“. Ein Maßnahmenvorschlag aus dem Wohnraumversorgungskonzept ist es, dass auf Ebene der Kommunen – gegebenenfalls auch interkommunal organisiert – ein Innenentwicklungs- und Sanierungsmanagement aufgebaut und etabliert wird. Die Vermeidung von dauerhaftem Leerstand und die Entwicklung von Aktivierungsstrategien für die erfassten Potenzialflächen sowie die Beratung von Eigentümern soll hierbei das Ziel sein. 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									<h3><strong>Kooperatives Konzept zur Aktivierung von Innenentwicklungspotenzialen im Landkreis Northeim</strong></h3><h4>Kreis und Gemeinden nehmen „Lupenräume“ gemeinsam in den Blick</h4><p>Bei einem Besuch beim Landkreis Northeim lieferten uns Julia Gogrewe und Alexander Schramm spannende Einblicke, auf welche Art und Weise der Landkreis gemeinsam mit den Kommunen das Thema der Innenentwicklung in den Blick nimmt und die Aktivierung von Potentialflächen organisieren will. Julia Gogrewe ist gelernte Bauzeichnerin, studierte im Anschluss Architektur und ergänzte ihre Ausbildung durch einen Abschluss im Studiengang Städtebau. Sie arbeitete in freien Architektur- und Planungsbüros und absolvierte zudem das Städtebaureferendariat beim Land Nordrhein-Westfalen Danach übernahm sie verschiedene kommunale Leitungspositionen in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Seit Februar 2021 ist sie Dezernentin für Bauen und Umwelt beim Landkreis Northeim. Ihr Kollege Alexander Schramm ist ebenfalls seit 2021 beim Landkreis beschäftigt. Hier war er anfangs noch im Bereich Straßenverkehr und Mobilität mit dem Schwerpunkt auf den öffentlichen Personennahverkehr tätig, bevor er im September 2022 zum internen Fördermanagement wechselte. Er ist studierter Geograf und hat im Anschluss einen Master in Regionalmanagement und Wirtschaftsförderung absolviert. Seit November 2024 ist er mit dem Projekt „Interkommunales Projekt- und Fördermanagement Aktive Innenentwicklung“ befasst.</p>								</div>
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									<p style="text-align: center;"><em>„Dem Thema Leerstand wollten wir uns zu Beginn des Projekts <br />gemeinsam mit den Städten und Gemeinden intensiver widmen, <br />haben aber schnell gemerkt, dass wir uns damit aufgrund <br />der Berücksichtigung des Datenschutzes verheben. <br /></em></p><p style="text-align: center;"><em>Wir wollten mit den vorhandenen Personalressourcen gemeinsam <br />Erfolge erzielen und der Politik den Mehrwert von Innenentwicklung <br />vor Außenentwicklung durch konkrete Konzepte und anschließende <br />Aktivierung von Innenentwicklungspotenzialen aufzeigen. </em></p><p style="text-align: center;"><em>Es wurde deutlich, dass die Erhebung und Beseitigung <br />von Leerständen eine aufwendige Daueraufgabe darstellt, <br />der wir uns personell (noch) nicht stellen konnten.“ <br />(</em><em>Julia Gogrewe)</em></p><p>Motiviert durch eine Teilnahme an der Förderinitiative „Aktive Regionalentwicklung“ als Teil des Bundesprogramms „Region gestalten“ nahm der Landkreis Northeim bei der Erstellung eines Strategischen Regionalentwicklungskonzepts (SREK) das Thema Innenentwicklung gezielt in den Blick. Die Leerstandsthematik wird bei der Innenentwicklung stets mitberücksichtigt, stellt aber nicht den Kerninhalt des SREK dar. Bei der genauen Betrachtung der identifizierten Entwicklungspotenziale fällt aber auf, dass Innenentwicklung und die Aktivierung von minder- und untergenutzten Flächen sowie Leerstand oft Hand in Hand gehen. Eine gezieltere Betrachtung leerstehender Gebäude und den bedarfsgerechten Umgang damit verliert der Landkreis zusammen mit den Städten und Gemeinden nicht aus den Augen und arbeitet gemeinsam an praktikablen sowie nachhaltigen Lösungen. Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem Modellvorhaben sowie Einblicke in die aktuelle Arbeit gewährten uns Julia Gogrewe und Alexander Schramm in einem Interview.</p>								</div>
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									<p>Das Bundesprogramm „Regionen gestalten“ vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) ging im Jahr 2019 an den Start. Das Ziel war und ist: Regionen nachhaltig und zukunftsstark zu entwickeln und regionale Disparitäten abzubauen. In enger Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) förderte das BMWSB verschiedene Modellregionen in ganz Deutschland mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten. Ein Überblick über die geförderten Modellregionen und Vorhaben befindet sich auf der Webseite von <a href="https://www.region-gestalten.bund.de/Region/DE/Home/home_node.html" target="_blank" rel="noopener">„Region gestalten“</a>.</p><p>Für den Landkreis Northeim sind insbesondere die Förderinitiativen „Aktive Regionalentwicklung“ und „Absorptionsfähigkeit stärken“ von Bedeutung. Das Modellvorhaben <a href="https://www.region-gestalten.bund.de/Region/DE/vorhaben/aktive-regionalentwicklung/_node.html" target="_blank" rel="noopener">„Aktive Regionalentwicklung“</a> wurde von 2021 bis 2024 in 16 Modellregionen durchgeführt. Adressiert waren insbesondere strukturschwache ländliche Räume. Das Ziel des Modellvorhabens war es, regionale Akteur*innen der Regionalplanung und -entwicklung stärker zu vernetzen, regionale Kooperationen zu identifizieren und zu stärken, spezifische Bedarfe der Region zu erkennen und sie mit Hilfe der Entwicklung eines Strategischen Regionalentwicklungskonzepts (SREK) gezielt zu einem Teil der regionalen Agenda zu machen.</p><p>Basierend auf dem Modellvorhaben startete die aufbauende Förderinitiative <a href="https://www.region-gestalten.bund.de/Region/DE/vorhaben/Absorption/_node.html" target="_blank" rel="noopener">„Absorptionsfähigkeit stärken“</a> mit einer Laufzeit von 2024 bis 2027. Der Kerninhalt liegt im Aufbau einer effizienten Fördermanagementstruktur in der Region und somit in der Gewährleistung der Umsetzung des Strategischen Regionalen Operativen Programms (SROP), das im Zuge des Förderlaufzeitraums von jeder teilnehmenden Region erstellt werden muss. Hierbei handelt es sich um die konkreten Handlungsansätze und Maßnahmen, die sich aus den Inhalten des SREK ableiten lassen.</p>								</div>
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									<h4>Erfahrungen und Erkenntnisse aus den beiden Modellvorhaben</h4><p>Wie Julia Gogrewe berichtete, befindet sich der Landkreis Northeim hinsichtlich der regionalen Entwicklung derzeit in einem Prozess der Neuausrichtung und Konzeptionierung. Dies zeigt sich vor allem in der Neuaufstellung des Regionalen Raumordnungsprogramms (RROP) und der erstmaligen Erstellung eines Wohnraumversorgungskonzeptes. Da kam das Modellvorhaben „Aktive Regionalentwicklung“ gerade zur richtigen Zeit. Mit der Entwicklung und Formulierung des SREK konnte sich der Landkreis Northeim bereits neu justieren und Handlungsperspektiven über einen längeren Zeitraum schaffen.</p><p>Den Kern des SREK bildete die Identifizierung von Innenentwicklungspotenzialen im Landkreis, die in ein kreisweites digitales Innenentwicklungskataster überführt wurden. Demnach verfügt der Landkreis über 324 Hektar an Flächenpotenzial für die Innenentwicklung in Bebauungsplänen und innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile. Bei relativer Betrachtung bezogen auf die Einwohnerzahl haben nicht die Mittelzentren das größte Potenzial, sondern die kleineren Kommunen. Diese Arbeit erfolgte nach der Gründung des Steuerungsgremiums, in welchem u.a. Vertreter*innen aller Kommunen des Landkreises aktiv mitarbeiten. All dies führte neben der Sensibilisierung der kommunalen Akteur*innen für die Bedeutung der Innenentwicklung vor Außenentwicklung zu einem aktiven interkommunalen Innenentwicklungsmanagement für den Landkreis Northeim.</p><p>Die Nutzung des Katasters befähigt die Kommunen zu qualifizierten Aussagen über einzelne Flächen und beschleunigt sowie verbessert somit die Beratung von Kauf- und Bauwilligen. Aus dem Kataster gehen zudem die sog. „Lupenräume“ hervor, die gemeinsam mit den jeweiligen Städten und Gemeinden identifiziert wurden. Für diese Potenzialflächen gilt die Prämisse, diese bedarfsorientiert und zukunftsfähig zu entwickeln. Die für diese Flächen seitens eines begleitenden Planungsbüros entworfenen Konzeptskizzen beinhalten zumeist die Themen Wohnen, Pflege und Schaffung von Freiraumqualitäten. Insbesondere barrierefreier, oftmals gemeinschaftlich orientierter Wohnraum mit Umfeld- sowie Aufenthaltsqualität soll als Entwicklungsziel im Fokus stehen. Dadurch können Umzugsketten angestoßen werden, was zur Freisetzung von Bestandsimmobilien führt. Dies wiederum kann den Landkreis attraktiver machen, insbesondere für Familien und „Rückkehrer“.</p>								</div>
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									<p>Ein Maßnahmenvorschlag aus dem Wohnraumversorgungskonzept ist es, dass auf Ebene der Kommunen – gegebenenfalls auch interkommunal organisiert – ein Innenentwicklungs- und Sanierungsmanagement aufgebaut und etabliert wird. Die Vermeidung von dauerhaftem Leerstand und die Entwicklung von Aktivierungsstrategien für die erfassten Potenzialflächen sowie die Beratung von Eigentümern soll hierbei das Ziel sein.</p><h4>Entwicklungspotenziale im Landkreis Northeim – „Lupenräume“ zur Verdeutlichung der Möglichkeiten und Chancen von Innenentwicklung</h4><p>Anhand des Innenentwicklungskatasters sind zunächst 16 „Lupenräume“ im Landkreis Northeim identifiziert worden. Hierbei handelt es sich um Brachflächen im Innenbereich mit und ohne Gebäudebestand, die sich für die Entwicklung von Nachnutzungs- und Umnutzungskonzepten besonders gut eignen und für den jeweiligen Ort von Bedeutung sind sowie durch eine passende Konzeption eine positive Strahlkraft für diesen entfalten können. Im SREK wurden schließlich 13 Lupenräume benannt, wovon zehn einen Schwerpunkt auf die Schaffung von Wohnraum legen. Zu den Lupenräumen zählen beispielsweise ehemalige Gewerbe- und Industriegelände, wie das Lokschuppenareal in Northeim oder die alte Käserei in Bodenfelde. Aber auch öffentliche Flächen, wie das ehemalige Schulgelände in Düderode oder landwirtschaftliche innerörtliche Brachflächen, wie in etwa in Katlenburg-Lindau, sind als Lupenräume ausgewählt worden. Die Entwicklung der minder- und oder untergenutzten Gebäude und Flächen soll im aktuellen Modellvorhaben „Absorptionsfähigkeit stärken“ vorangebracht werden. Die erstellten Konzeptskizzen wurden in jeder Kommune der Politik sowie den Eigentümer*innen – vielfach zunächst in nichtöffentlichen Sitzungen und Besprechungen – inklusive möglicher Förderzugänge vor- und der Mehrwert bei einer dementsprechenden Entwicklung dargestellt. Die Gemeinsamkeit aller Lupenräume liegt darin, dass sie sich im Innenbereich der jeweiligen Kommunen befinden. Um eine genauere Vorstellung zu bekommen, werden im Folgenden vier Lupenräume und deren Entwicklungsmöglichkeiten näher erläutert.</p>								</div>
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									<h4>Neue Pläne für die alte Käserei in Bodenfelde</h4><p>Bei der ehemaligen Käserei Zitzke und Mascher handelt es sich um eine Gewerbebrache in der Nähe des Bodenfelder Bahnhofs. Von der örtlichen Bevölkerung wird der Komplex mittlerweile als „vernachlässigter Schandfleck“ wahrgenommen; dennoch bietet er ein enormes Potenzial für die Nach- oder Neunutzung. Zudem hat dessen Geschichte eine identitätsstiftende Funktion für die Menschen und den Ort Bodenfelde.</p><p>Vorstellbar ist, dass eine neue, lebendige Ortsmitte entsteht. Das entsprechende Konzept beinhaltet in einem Teil der Bestandsgebäude gastronomische, kulturelle und touristische Nutzungen und angrenzend als Nachnutzung nach Abriss ein neues Wohnquartier mit vielfältigen Wohnformen und qualitätsvollen Freiräumen. So könnten im Bestand zum Beispiel ein (Mitmach-)Museum, die Beherbergung von Tourist*innen und eine (Event-)Gastronomie entstehen. Das Gelände ist in Privatbesitz. Da dieser kein Entwicklungsinteresse hat, müsste auf Basis des Konzeptes ein Käufer und Investor gefunden werden. Hierfür ist eventuell ein kommunaler Zwischenerwerb und eine anschließende Konzeptvergabe der denkbare Weg.</p>								</div>
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									<h4>Ideen für gemeinschaftliches Wohnen am ehemaligen Schulstandort Düderode</h4><p>Im kleinen Ort Düderode befindet sich gegenüber dem Kindergarten ein brachliegendes Grundstück mit bereits an die Gemeinde veräußerter und von örtlichen Vereinen genutzter Sporthalle. Bei dem ehemaligen Schulstandort handelt es sich ebenso wie in Bodenfelde um einen der „Lupenräume“, welcher den Schwerpunkt auf die Schaffung von Wohnraum legt.</p><p>Das Gelände soll als gemeinschaftliches Wohnquartier mit multifunktionalen Gemeinschaftsflächen (innen wie außen) entwickelt werden. Durch die unmittelbare Nähe zum Kindergarten und die ruhigere Ortsrandlage bietet sich der Standort insbesondere für jüngere Familien aber auch für ein generationenübergreifendes Wohnkonzept an. Das Gelände befindet sich in Besitz des Landkreises und soll über eine Konzeptausschreibung an einen Investor vergeben werden.</p>								</div>
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									<h4>Von der landwirtschaftlichen Brachfläche zum Lebensquartier – Pläne für Katlenburg-Lindau</h4><p>Beim „Lupenraum“ in Katlenburg-Lindau handelt es sich um eine ehemalige landwirtschaftliche Fläche mit zwei Betriebsgebäuden im Privatbesitz. Das Gelände liegt mitten im Ort in der Nähe des Bahnhofs. Zudem befinden sich die Gemeindeverwaltung und Nahversorgungsangebote in fußläufiger Entfernung.</p><p>Das bisherige Konzept sieht vor, eine Begegnungsstätte und Einrichtung für Intensiv- und Palliativpflege zu errichten. Zusätzlich soll ein Mobilitätshub entstehen. Zudem soll ein Mehrgenerationen-Wohnquartier geschaffen werden. Vorgesehen ist eine Mischung aus Service- und Pflegewohnen sowie aus individuellem Wohnraum. In diesem Fall hat die Kommune bereits von ihrem geltenden Recht Gebrauch gemacht und eine Veränderungssperre für das Gelände verhängt. Mit diesem planungsrechtlichen Instrument hat sich die Gemeinde dahingehend abgesichert, dass keine – dem städtebaulichen Willen und Konzept der Gemeinde entgegenstehende Nutzung – beispielsweise durch einen Discounter – realisiert wird.</p>								</div>
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									<h4>Nachnutzung öffentlicher Gebäude in Nörten-Hardenberg – Konzepte für Bauhof und Feuerwehr im Eckartsweg</h4><p>Der Eckhartsweg in Nörten-Hardenberg ist eine typische von Mischnutzung geprägte innerstädtische Fläche. Hier sind neben Wohn- und Gewerbegebäuden auch die Feuerwehr und der kommunale Bauhof angesiedelt. Die Feuerwehr soll in naher Zukunft an einen neuen Standort verlegt werden, wodurch der derzeitige Gebäudekomplex leer stehen und neugenutzt werden soll. Je nach Nachnutzungskonzeption ist auch die Umsiedlung des Bauhofs denkbar.</p><p>Geplant ist eine Nachnutzung der Bestandsgebäude durch eine Nutzungsmischung. Die Konzeptskizze sieht vor, dass ein Gewerbe- und Wohnhof mit Gründercharakter (Arbeiten und Wohnen unter einem Dach) entstehen könnte. Nicht störende Gewerbeeinheiten und Büros sollen sich zumeist in den Erdgeschossen ansiedeln, während Wohnraum für die Obergeschosse vorgesehen ist.  Zusätzlich sollen im großen Umfang Flächen entsiegelt und begrünt sowie der ruhende Verkehr neu geordnet werden. Da es sich vorrangig um öffentliche Gebäude und Flächen handelt, soll die Projektentwicklung federführend von der Kommune erfolgen.</p>								</div>
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									<h4>Innenentwicklung im Schulterschluss: Partnerschaftlich planen – nachhaltig gestalten</h4><p>Die Vernetzung der unterschiedlichen Akteur*innen der Regionalentwicklung und die Stärkung regionaler Kooperationen waren wesentliche Zielsetzungen des Bundesprogramms „Region gestalten“. Interkommunale Zusammenarbeit und ein konstanter Austausch sind demnach ein wichtiger Bestandteil und müssen nachhaltig gepflegt werden. Ebenso sollte Innenentwicklung kooperativ auf Ebene der Kommunen und des Landkreises konzipiert und gesteuert werden. Der Landkreis sollte dabei unterstützend tätig sein, Gemeindevertreter*innen beraten und sie dazu befähigen, ihre Gemeinden zukunftsfähig zu entwickeln. Durch das Modellvorhaben wurde dieser Gedanke besonders forciert und mit dem Steuerungsgremium für ein aktives Innenentwicklungsmanagement ein Instrument geschaffen, das in der Phase der Projektlaufzeit eine sehr vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Landkreis gewährleistet hat.</p><p style="text-align: center;"><em>„Ohne das Netzwerk – und da spreche ich jetzt von unserem <br />Steuerungsgremium – können wir keine nachhaltige <br />Kreis- und Regionalentwicklung im Hinblick auf eine aktive und <br />bedarfsgerechte Innenentwicklung betreiben.<br /></em><em>Dieses geht nur im Schulterschluss der regionalen <br />Akteure und Entscheidungsträger.<br /><br /></em><em>Wir als Landkreis verstehen uns als Dienstleister und Partner<br />für unsere Städte und Gemeinden. Nur gemeinsam gelingt es,<br />den Landkreis zukunftsfähig zu gestalten.“ <br />(</em><em>Julia Gogrewe)</em></p><p>Im Hinblick auf die Entwicklungsschwerpunkte in der Region musste das Netzwerk sinnvoll durch weitere Akteur*innen ergänzt werden. Hierzu zählen beispielsweise die Handwerks- sowie die Industrie- und Handelskammer (IHK), Finanzinstitute oder das Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) und die Südniedersachsenstiftung. Einen weiteren wichtigen Akteur aus der Region stellt das Fachwerk5Eck dar. Näheres zu der Arbeit dieser Initiative lässt sich in einem separaten Artikel unseres Blogs erfahren. Wesentliche Aspekte des Austauschs innerhalb des Netzwerks sind beispielsweise die Identifizierung gemeinsamer Bedarfe und erforderlicher Qualitäten sowie von Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten, die Klärung von Zuständigkeiten oder aber die Verteilung der Aufgaben. Ein wichtiges Ziel besteht darin, Doppelstrukturen zu vermeiden und stattdessen durch interkommunale Zusammenarbeit und Aufbau von Netzwerken Synergien zu erschließen.</p><p>Auch der bundesweite Austausch mit anderen Landkreisen und Regionen spielt eine bedeutende Rolle. Im Vordergrund steht hierbei der Wissenstransfer, Best Practice Beispiele und die Vorstellung der Erkenntnisse aus den Modellvorhaben. So wurde beispielsweise das SREK beim benachbarten Landkreis Göttingen vorgestellt, da die Ausgangssituationen beider Landkreise sehr ähnlich sind. Darüber hinaus resultierte die Teilnahme am Bundesprogramm „Regionen gestalten“ in einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch mit anderen Modellregionen. Aber auch das Voneinander-Lernen sowie die Diskussion der eigenen Fortschritte und Herausforderungen werden in diesem Kontext explizit erwähnt und als sehr bereichernd angesehen.</p><h4>Herausforderungen mit Transparenz und Kommunikation auf Augenhöhe entgegenwirken</h4><p>Wie viele andere Regionen in Deutschland befindet sich auch der Landkreis Northeim in einem strukturellen Wandel. Nach der Typologie des Thünen-Instituts ist der Landkreis sehr ländlich mit einer weniger guten sozioökonomischen Lage. Dies lässt sich anhand einiger Aspekte deutlich erkennen; beispielsweise sind vielerorts die demografische Alterung und ein Bevölkerungsrückgang zu verzeichnen. Solche Phänomene nehmen unmittelbaren Einfluss auf die Bedarfe der jeweiligen Stadt oder Gemeinde, müssen in Planungsprozessen berücksichtigt werden und wirken sich zudem auf die Entwicklungspotenziale aus. Die Möglichkeit zur Aktivierung von Brachflächen und leerstehenden Gebäuden ist in diesem Kontext besonders hervorzuheben.</p>								</div>
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									<p>Wesentliche Herausforderungen im Bereich der Regional- und Kreisentwicklung stehen in Verbindung mit den unterschiedlichen Verwaltungsebenen. Die Arbeit von Julia Gogrewe und ihrem Team zeigt, dass eine sensible sowie passgenaue Ansprache der Städte und Gemeinden und eine Begegnung auf Augenhöhe unerlässlich für eine gute Zusammenarbeit sind. Insbesondere Ortsbürgermeister*innen sehen sich oftmals in ihrer Ortsentwicklung eingeschränkt, wenn sie das Gefühl haben, dass der Landkreis sich als Aufsichts- und Genehmigungsbehörde zu sehr in die kommunalen Belange einmischt. Hierbei ist vor allem die kommunale Planungshoheit zu berücksichtigen. Die Kreisverwaltung hat jedoch ein starkes Interesse daran, dass minder-und untergenutzte Grundstücke und Gebäude mit städtebaulichen Missständen auf der Stadt- und Gemeindeebene in den Blick genommen und dessen bedarfsgerechte und qualitätvolle Nachnutzung aktiv angegangen wird. Dabei sollte der Landkreis stets die Rolle eines Dienstleisters einnehmen.</p><p style="text-align: center;"><em>„Wir haben den Kommunen immer gesagt, ihr seid die örtlichen Experten, <br />welche Flächen wollt ihr mit welchem Ziel entwickeln? <br />Wir als Landkreis sehen uns als Dienstleister &#8211; so dass deutlich wurde, <br />dass wir nicht in die Planungshoheit der Städte und Gemeinden eingreifen, <br />sondern sie hierbei aktiv beraten und unterstützen wollen.“ <br />(</em><em>Julia Gogrewe)</em></p><p>Auf der Umsetzungsebene ergeben sich jedoch rechtliche Erschwernisse. So stellt die Datenschutz-Grundverordnung eine Hürde für das digitale Innenentwicklungskataster des Landkreises dar, die zu einem erheblichen Mehraufwand führt. Der Landkreis muss sich an dieser Stelle als Dienstleister für die Städte und Gemeinden absichern und kann seine theoretisch vorhandenen Möglichkeiten nicht ohne Weiteres nutzen. Diese explizite Absicherung und Abgrenzung, dass der Landkreis durch das Führen des Katasters lediglich eine reine Dienstleistung erbringt, erfolgt durch den Abschluss von Kooperationsvereinbarungen. Die direkte Ansprache der Eigentümer*innen von potenziellen Entwicklungsflächen und -objekten erfolgt wiederum durch die Kommunen. Diese dient dazu, das Einverständnis für die Aufnahme in das Kataster zu erhalten und somit auch die diesbzgl. Informationen sichtbar zu machen.</p><h4>Innovative Regional- und Kreisentwicklung im Landkreis Northeim – Nachhaltige Impulse für Innenentwicklung und Leerstandsaktivierung</h4><p>Das Modellvorhaben im Landkreis Northeim zeigt einen ganzheitlichen und strategisch gut durchdachten Ansatz zur Innenentwicklung und Leerstandsbewältigung in einer strukturell herausgeforderten ländlichen Region. Mit dem Strategischen Regionalentwicklungskonzept (SREK) und einem kreisweiten digitalen Innenentwicklungskataster wurden wichtige Instrumente geschaffen, die eine bedarfsorientierte Aktivierung von Flächenpotenzialen ermöglichen. Die gezielte Identifikation von „Lupenräumen“ und die Konzeptskizzen zur Nachnutzung zeigen konkrete Entwicklungsperspektiven, insbesondere für gemeinschaftliches und barrierefreies (sowie öffentlich gefördertes) Wohnen mit sowohl städtebaulichen als auch Freiraum- und Aufenthaltsqualitäten.</p><p>Besonders hervorzuheben ist die kooperative Arbeitsweise zwischen Landkreis und Kommunen, die auf gegenseitigem Vertrauen, klarer Rollenverteilung und unterstützender Begleitung basiert. Die Vernetzung mit regionalen und überregionalen Partnern sowie der kontinuierliche Wissenstransfer stärken die regionale Entwicklung zusätzlich. Trotz der Herausforderungen, wie rechtliche Hürden oder dem sensiblen Umgang mit Leerstand, gelingt es dem Landkreis, durch transparente Kommunikation und Beteiligung der Eigentümer*innen die regionalen Potenziale zu aktivieren, ohne die kommunale Planungshoheit der Städte und Gemeinden zu tangieren.</p><p>Insgesamt steht der Landkreis Northeim beispielhaft für den vorausschauenden Umgang mit dem demografischen Wandel und den strukturellen Veränderungen in ländlichen Räumen. Durch strategische Planung, Vernetzung und partizipative Prozesse hat der Landkreis eine vielversprechende Grundlage geschaffen, um spezifische Bedarfe der kreisangehörigen Kommunen zu bedienen – und somit die regionale Entwicklung auf lange Sicht positiv zu gestalten.</p>								</div>
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									<h5><strong>Südniedersachsen</strong></h5><p>Um mehr über die Region dieser Bereisung zu erfahren hier klicken.</p>								</div>
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		<title>Die Kleinstadt Herzberg am Harz stellt sich mutig und (teilweise) mit Hilfe von außen ihrem strukturellen Wandel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 May 2025 12:39:20 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Niedersachsen]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Kleinstadt Herzberg am Harz stellt sich mutig und (teilweise) mit Hilfe von außen ihrem strukturellen Wandel Die Stadt Herzberg am Harz mit den vier zugehörigen Erholungsorten Lonau, Pöhlde, Scharzfeld und Sieber liegt am Südrand des Harzes. Der ehemalige Residenzort liegt zu Füßen des mehr als 950 Jahre alten Welfenschlosses. Die innerstädtische Fußgängerzone lässt erahnen, dass es dem Ort in früheren Zeiten an nichts gemangelt hat. Beim Schlendern über die Hauptstraße in Richtung des Marktplatzes offenbaren sich jedoch zunehmende Leerstände. Dass dieses Problem nicht von der Hand zu weisen ist, dessen ist sich die Stadtverwaltung und insbesondere Jörg Bremer von Stadtmarketing der Stadt Herzberg am Harz bewusst. „Es ist ein glücklicher Zufall, dass wir hier eine kritische Masse von jüngeren Menschen haben, die sich tatsächlich getraut haben, ihre Vorhaben zu starten.“ (Jörg Bremer) Simone Standhardt, Mitinitiatorin der neuen Schloss Apotheke, und Jörg Bremer, Initiator des Runden Tisches Herzberg, in der ehemaligen Schloss Apotheke Im Gespräch mit Jörg Bremer und der Simone Standhardt erfahren wir mehr darüber, welche Maßnahmen die Stadt und vor allem die Bürger*innen von Herzberg ergreifen und wo bereits Entwicklungen zu verzeichnen sind. Simone Standhardt, ist als Stadtjugendpflegerin tätig und gehört ehrenamtlich selbst zu den Gestalter*innen der Stadt und erzählt von der Umnutzung der alten Schloss Apotheke zu einem Ort, an dem sich Menschen unterschiedlichen Alters aus Herzberg und Umgebung treffen – und dass jetzt kalte Getränke über die Ladentheke gehen, wo einst Medikamente verkauft worden sind. Die Entwicklung einer Apotheke zu einer Bar mit besonderem Charme, wo gelegentlich auch kleinere Konzerte stattfinden, hat sich allgemein sehr positiv ausgewirkt. Es gibt jedoch Hindernisse, die es ungewiss machen, ob die Menschen auch noch länger hierherkommen können oder der Betrieb nur von kurzer Dauer ist. Auch knapp 100 Meter weiter in Richtung der Bundesstraße, die durch den Ort verläuft, hat sich im „Deutschen Kaiser“ in den vergangenen Jahren viel getan. Die Gaststätte ist zusammen mit der Schleiferei Zwei im Nachbarort Sieber ein weiteres Beispiel dafür, dass Herzberg am Harz eine Stadt ist, in der man nicht aufgibt, sondern alles versucht, um den Menschen ein lebenswertes Umfeld zu bieten. Innenstadtbelebung in Herzberg am Harz: Kultur, Beteiligung und neue Ideen – Bottom-up statt Stillstand Die Eisenbahn brachte Herzberg im späten 19. Jahrhundert einen wirtschaftlichen Aufschwung und machte die Kleinstadt zu einem bedeutenden Bahnknotenpunkt. Wirtschaftlich wurde und wird die Industrie durch Papierherstellung und Metallbearbeitung geprägt. Durch seine Lage fällt die Stadt ins ehemalige Gebiet der Zonenrand-Förderung. Aufgrund der günstigen Verkehrslage sowie der Bedeutung als Grundzentrum und Erholungsort zieht Herzberg – damals wie heute – auch Menschen aus der Umgebung an. Aktuell erhält die Stadt Fördergelder aus dem Sofortprogramm „Perspektive Innenstadt“ des Niedersächsischen Ministeriums für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung. Wie der Name schon sagt, zielen die Maßnahmen dieser Förderung auf die Entwicklung und Belebung der Innenstadt. Für Herzberg bedeutet dies konkret die Anschaffung eines Kulturcontainers, welcher als mobile Bühne dient sowie kleinere Aufwertungen des Stadtbildes. In diesem Zusammenhang ist auch der „Runde Tisch“ Herzberg entstanden – ein Zusammenschluss von Bürger*innen und Gastronom*innen aus der Innenstadt, Vereinen und Initiativen sowie Vertreter*innen der Stadtverwaltung. Hierbei handelt es sich um ein Beteiligungsformat, welches in den vergangenen Jahren schon zahlreiche Veranstaltungen und Entwicklungsprozesse angestoßen hat. „Die Leute haben durchgehalten und das ist aus meiner Sicht beachtlich und auch für andere sehr wichtig“(Jörg Bremer) Durch den „Runden Tisch“ wird ein glücklicher Umstand klar: Herzberg am Harz verfügt über eine kritische Masse von jüngeren Erwachsenen, zumeist mit einem Altersdurchschnitt zwischen 30-40 Jahren, die etwas an der Ausgangssituation ändern und die Lebensqualität vor Ort verbessern wollen. Auf deren Initiative ist die (geplante) Umnutzung der ehemaligen Schloss Apotheke zu einer Bar im Sinne eines klassischen Bottom-up-Ansatzes eingeleitet worden. Die Stadtverwaltung und Lokalpolitik in Herzberg begrüßen solche Projekte, die der Stadtentwicklung dienen und Leerstände wiederbeleben. Von öffentlicher Seite werden solche Initiativen nach Kräften unterstützt, um die vorhandenen Entwicklungspotenziale gemeinschaftlich zu heben. Die gute Vernetzung der Gestalter*innen vor Ort sowie der enge Dialog mit der Stadt und den Herzberger Bürger*innen bilden eine wichtige Grundlage, um entsprechende Projekte voranzubringen. Im Gespräch wird immer wieder betont, dass kein Konkurrenzdenken unter den Akteur*innen herrscht und alle gemeinsam an einem Strang ziehen. Darüber hinaus verweist Jörg Bremer auf die Verbindungen zum Referat Demografie und Sozialplanung des Landkreises Göttingen unter der Leitung von Regina Meyer, die seiner Meinung nach eine wichtige Rolle für die Entwicklung der Region spielen würde. Viele Apotheken, zu wenig Kneipen – eine neue Nutzung für die ehemalige Schloss Apotheke Das Gebäude in der Fußgängerzone von Herzberg am Harz war anfangs eine Druckerei, ist zwischendurch noch anderweitig genutzt worden und war danach jahrelang die Schloss Apotheke. Insofern hat das aus dem späten 19. Jahrhundert stammende Haus eine bewegte Vergangenheit. Ende des Jahres 2023 beschloss der „Runde Tisch“ Herzberg das sog. „Winterglühen“ zu veranstalten. Es handelt sich hierbei um eine Veranstaltungsreihe in der Innenstadt, die von Herzberger Bürger*innen, Gastronom*innen und der Stadtverwaltung ins Leben gerufen wurde. In diesem Rahmen öffnete die neue Bar in der ehemaligen Schloss Apotheke erstmals ihre Türen. Der Eigentümer des Gebäudes, der selbst im Obergeschoss wohnt, wollte schon immer eine Kneipe im eigenen Haus haben. Dieser Wunsch wurde an den Vorsitzenden des Vereins ehrenhafter verein e.V. – mit dem Zweck der Förderung von Kunst und Kultur sowie gemeinnützig soziokulturellen Leben und Veranstaltungen im ländlichen Südharz – herangetragen, der selbst Erfahrungen in der Gastronomie hat. Dadurch kamen Eigentümer und Verein zusammen. Der Verein kümmert sich um den neuen Betrieb der Schloss Apotheke, mietet die Gewerbefläche aber lediglich für die geöffneten Tage an. Hierdurch entstehen keine dauerhaften Kosten für den Verein, der nicht über viele finanzielle Mittel verfügt. In den Sommermonaten ist der Barbetrieb in der Schloss Apotheke eingestellt und zu Beginn war sie nur freitags geöffnet. Seitdem ist die neue Bar zu einem regelmäßigen Treffpunkt für Jung und Alt geworden. Hier treffen sich Menschen jeglicher Couleur, beispielsweise junge Menschen mit oder ohne Migrationshintergrund oder auch Frauengruppen. Die Bar zieht nicht nur Menschen aus Herzberg an, sondern auch aus der Umgebung. Was mit dem „Winterglühen“ 2023 und dem „SpringSwing“ 2024 – zwei]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="20640" class="elementor elementor-20640" data-elementor-post-type="post">
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									<h3><strong>Die Kleinstadt Herzberg am Harz stellt sich mutig und (teilweise) mit Hilfe von außen ihrem strukturellen Wandel</strong></h3><p>Die Stadt Herzberg am Harz mit den vier zugehörigen Erholungsorten Lonau, Pöhlde, Scharzfeld und Sieber liegt am Südrand des Harzes. Der ehemalige Residenzort liegt zu Füßen des mehr als 950 Jahre alten Welfenschlosses. Die innerstädtische Fußgängerzone lässt erahnen, dass es dem Ort in früheren Zeiten an nichts gemangelt hat. Beim Schlendern über die Hauptstraße in Richtung des Marktplatzes offenbaren sich jedoch zunehmende Leerstände. Dass dieses Problem nicht von der Hand zu weisen ist, dessen ist sich die Stadtverwaltung und insbesondere Jörg Bremer von Stadtmarketing der Stadt Herzberg am Harz bewusst.</p><p style="text-align: center;"><em>„Es ist ein glücklicher Zufall, dass wir hier eine kritische Masse von jüngeren Menschen haben, die sich tatsächlich getraut haben, ihre Vorhaben zu starten.“ <br />(Jörg Bremer)</em></p>								</div>
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									<p>Im Gespräch mit Jörg Bremer und der Simone Standhardt erfahren wir mehr darüber, welche Maßnahmen die Stadt und vor allem die Bürger*innen von Herzberg ergreifen und wo bereits Entwicklungen zu verzeichnen sind. Simone Standhardt, ist als Stadtjugendpflegerin tätig und gehört ehrenamtlich selbst zu den Gestalter*innen der Stadt und erzählt von der Umnutzung der alten Schloss Apotheke zu einem Ort, an dem sich Menschen unterschiedlichen Alters aus Herzberg und Umgebung treffen – und dass jetzt kalte Getränke über die Ladentheke gehen, wo einst Medikamente verkauft worden sind. Die Entwicklung einer Apotheke zu einer Bar mit besonderem Charme, wo gelegentlich auch kleinere Konzerte stattfinden, hat sich allgemein sehr positiv ausgewirkt. Es gibt jedoch Hindernisse, die es ungewiss machen, ob die Menschen auch noch länger hierherkommen können oder der Betrieb nur von kurzer Dauer ist. Auch knapp 100 Meter weiter in Richtung der Bundesstraße, die durch den Ort verläuft, hat sich im „Deutschen Kaiser“ in den vergangenen Jahren viel getan. Die Gaststätte ist zusammen mit der Schleiferei Zwei im Nachbarort Sieber ein weiteres Beispiel dafür, dass Herzberg am Harz eine Stadt ist, in der man nicht aufgibt, sondern alles versucht, um den Menschen ein lebenswertes Umfeld zu bieten.</p><h4>Innenstadtbelebung in Herzberg am Harz: Kultur, Beteiligung und neue Ideen – Bottom-up statt Stillstand</h4><p>Die Eisenbahn brachte Herzberg im späten 19. Jahrhundert einen wirtschaftlichen Aufschwung und machte die Kleinstadt zu einem bedeutenden Bahnknotenpunkt. Wirtschaftlich wurde und wird die Industrie durch Papierherstellung und Metallbearbeitung geprägt. Durch seine Lage fällt die Stadt ins ehemalige Gebiet der Zonenrand-Förderung. Aufgrund der günstigen Verkehrslage sowie der Bedeutung als Grundzentrum und Erholungsort zieht Herzberg – damals wie heute – auch Menschen aus der Umgebung an. Aktuell erhält die Stadt Fördergelder aus dem Sofortprogramm „Perspektive Innenstadt“ des Niedersächsischen Ministeriums für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung.</p>								</div>
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									<p>Wie der Name schon sagt, zielen die Maßnahmen dieser Förderung auf die Entwicklung und Belebung der Innenstadt. Für Herzberg bedeutet dies konkret die Anschaffung eines Kulturcontainers, welcher als mobile Bühne dient sowie kleinere Aufwertungen des Stadtbildes. In diesem Zusammenhang ist auch der „Runde Tisch“ Herzberg entstanden – ein Zusammenschluss von Bürger*innen und Gastronom*innen aus der Innenstadt, Vereinen und Initiativen sowie Vertreter*innen der Stadtverwaltung. Hierbei handelt es sich um ein Beteiligungsformat, welches in den vergangenen Jahren schon zahlreiche Veranstaltungen und Entwicklungsprozesse angestoßen hat.</p><p style="text-align: center;"><em>„Die Leute haben durchgehalten und das ist aus meiner Sicht <br />beachtlich und auch für andere sehr wichtig“<br />(</em><em>Jörg Bremer)</em></p><p>Durch den „Runden Tisch“ wird ein glücklicher Umstand klar: Herzberg am Harz verfügt über eine kritische Masse von jüngeren Erwachsenen, zumeist mit einem Altersdurchschnitt zwischen 30-40 Jahren, die etwas an der Ausgangssituation ändern und die Lebensqualität vor Ort verbessern wollen. Auf deren Initiative ist die (geplante) Umnutzung der ehemaligen Schloss Apotheke zu einer Bar im Sinne eines klassischen Bottom-up-Ansatzes eingeleitet worden. Die Stadtverwaltung und Lokalpolitik in Herzberg begrüßen solche Projekte, die der Stadtentwicklung dienen und Leerstände wiederbeleben. Von öffentlicher Seite werden solche Initiativen nach Kräften unterstützt, um die vorhandenen Entwicklungspotenziale gemeinschaftlich zu heben. Die gute Vernetzung der Gestalter*innen vor Ort sowie der enge Dialog mit der Stadt und den Herzberger Bürger*innen bilden eine wichtige Grundlage, um entsprechende Projekte voranzubringen. Im Gespräch wird immer wieder betont, dass kein Konkurrenzdenken unter den Akteur*innen herrscht und alle gemeinsam an einem Strang ziehen. Darüber hinaus verweist Jörg Bremer auf die Verbindungen zum Referat Demografie und Sozialplanung des Landkreises Göttingen unter der Leitung von Regina Meyer, die seiner Meinung nach eine wichtige Rolle für die Entwicklung der Region spielen würde.</p>								</div>
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									<h4>Viele Apotheken, zu wenig Kneipen – eine neue Nutzung für die ehemalige Schloss Apotheke</h4><p>Das Gebäude in der Fußgängerzone von Herzberg am Harz war anfangs eine Druckerei, ist zwischendurch noch anderweitig genutzt worden und war danach jahrelang die Schloss Apotheke. Insofern hat das aus dem späten 19. Jahrhundert stammende Haus eine bewegte Vergangenheit. Ende des Jahres 2023 beschloss der „Runde Tisch“ Herzberg das sog. „Winterglühen“ zu veranstalten. Es handelt sich hierbei um eine Veranstaltungsreihe in der Innenstadt, die von Herzberger Bürger*innen, Gastronom*innen und der Stadtverwaltung ins Leben gerufen wurde. In diesem Rahmen öffnete die neue Bar in der ehemaligen Schloss Apotheke erstmals ihre Türen.</p><p>Der Eigentümer des Gebäudes, der selbst im Obergeschoss wohnt, wollte schon immer eine Kneipe im eigenen Haus haben. Dieser Wunsch wurde an den Vorsitzenden des Vereins ehrenhafter verein e.V. – mit dem Zweck der Förderung von Kunst und Kultur sowie gemeinnützig soziokulturellen Leben und Veranstaltungen im ländlichen Südharz – herangetragen, der selbst Erfahrungen in der Gastronomie hat. Dadurch kamen Eigentümer und Verein zusammen. Der Verein kümmert sich um den neuen Betrieb der Schloss Apotheke, mietet die Gewerbefläche aber lediglich für die geöffneten Tage an. Hierdurch entstehen keine dauerhaften Kosten für den Verein, der nicht über viele finanzielle Mittel verfügt. In den Sommermonaten ist der Barbetrieb in der Schloss Apotheke eingestellt und zu Beginn war sie nur freitags geöffnet. Seitdem ist die neue Bar zu einem regelmäßigen Treffpunkt für Jung und Alt geworden. Hier treffen sich Menschen jeglicher Couleur, beispielsweise junge Menschen mit oder ohne Migrationshintergrund oder auch Frauengruppen. Die Bar zieht nicht nur Menschen aus Herzberg an, sondern auch aus der Umgebung.</p><p>Was mit dem „Winterglühen“ 2023 und dem „SpringSwing“ 2024 – zwei Veranstaltungen mit Livemusik in der Herzberger Fußgängerzone sowie dem Deutschen Kaiser und der Schloss Apotheke – begann, soll sich jetzt dauerhaft etablieren. Nicht nur der Kneipenbetrieb, sondern auch Veranstaltungen (z.B. Konzerte, Partys) werden von der Bevölkerung bereits gut angenommen. Auch eine anfängliche Skepsis, dass sich in der Schloss Apotheke etwas entwickelt, das nicht zu Herzberg passt, konnte aus dem Weg geräumt werden. Die Stadtjugendpflegerin Simone Standhardt sieht zudem einen weiteren Vorteil der neuen Kneipe: Sie begegnet ihrer Zielgruppe – den Jugendlichen und jungen Erwachsenen – in einem anderen Kontext, was sehr spannend sei. Hierdurch kann sie die Jugendlichen auf Augenhöhe kennen lernen und einen anderen Blick auf die sozialen Strukturen bekommen.</p><p>Perspektivisch soll mit dem Verein als Betreiber ein Gewerbe angemeldet werden. Bis dahin ist es aber noch ein langer Weg für Simone Standhardt und die anderen Vereinsmitglieder. Für die Apotheke gibt es bislang keine allgemeine Förderung. Über einzelne Kleinstförderungen aus dem Quartiersbudget, der städtischen Kulturförderung oder aus Mitteln des Bundesprogramms „Demokratie Leben“ können jedoch Veranstaltungen und Konzerte finanziert werden. Grundlegend für den Betrieb sind daher ehrenamtliches Engagement und Arbeiten in Eigenregie. Einnahmen aus dem Betrieb fließen direkt zurück in die Renovierung der Räume oder in die Erweiterung des (Getränke)Angebots. Zusätzlich hilft das lokale Netzwerk und unterstützt, wo immer Hilfe benötigt wird. So stammt ein Großteil der Bestuhlung beispielsweise aus dem „Deutschen Kaiser“. Zudem sind die Verbindungen zur Stadtverwaltung und hier insbesondere zu Jörg Bremer klar hervorzuheben. So konnten kleinere Hürden immer schnell und unkompliziert im engen Austausch geklärt werden.</p><p style="text-align: center;"><em>„Ich glaube nicht, dass Leerstandsbelebung oder -umnutzung <br />im Sachbearbeite-Modus einer Verwaltung verankert sind. <br />Das sind immer einzelne Projekte und das steht in keinem Lehrbuch <br />oder in irgendeiner Dienstanweisung.“ <br />(</em><em>Jörg Bremer)</em></p><p>Ein wesentliches Hindernis für die Sicherung des Kneipenbetriebs stellt der Antrag auf Umnutzung dar. Ein solcher Umnutzungsantrag ist absolutes Neuland für den Verein und Simone Standhardt. Aber auch für die beteiligten Stellen der Stadt- und Kreisverwaltung gibt es hierfür keine Blaupause. Für die Bearbeitung des Vorgangs werden alte Bauzeichnungen aus dem Archiv in Osterode am Harz benötigt. Diese Zeichnungen, die ungefähr aus dem Jahr 1900 stammen, sind wichtig für die Genehmigung der Umnutzung. Es ist jedoch unklar, ob sie ausreichend sind oder noch einmal durch einen Architekten nachgearbeitet werden muss. Die Kosten, die hierbei entstehen würden, wären zu hoch und können vom Verein nicht getragen werden. Dies könnte schlechtesten Falls das „Aus“ für die neue Nutzung der Schloss Apotheke sein. Vielleicht ergibt sich aber eine Lösung im Austausch mit dem Bauamt und ggf. weiteren Behörden, die für alle Beteiligten tragbar ist.</p><p style="text-align: center;"><em>„Es ist ja auch in Ordnung, dass es mal länger dauert. <br />Man muss sich ja immer an Regeln und Gesetze halten <br />und wenn eine Vorschrift so ist, dann ist sie so.“ <br />(</em><em>Simone Standhardt)</em></p><p>Eine Bewilligung der Umnutzung würde im nächsten Schritt die gewerbliche Nutzung veranlassen. Im Zuge dessen könnten ebenfalls Mittel aus der Wirtschaftsförderung als Anschubfinanzierung und zur Instandsetzung des Lokals beantragt werden. Wie es auch ausgeht – bereits jetzt steht fest, dass in der ehemaligen Schloss Apotheke etwas entstanden ist, das sinnbildlich für den Kampf der kleinen Stadt Herzberg am Harz gegen den strukturellen Wandel steht: ein neuer Ort von Bürger*innen für Bürger*innen, der den Gemeinschaftssinn stärkt und hoffentlich langfristig zur Belebung der Innenstadt beiträgt.</p>								</div>
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									<h4>Sanierung des Deutscher Kaisers – Ein Projekt mit Geschichte und Zukunft</h4><p>Kimberley Schröder zeigte uns den ebenfalls in Herzberg am Harz gelegenen <strong>Deutschen Kaiser</strong> und führt uns durch ein geschichtsträchtiges Fachwerkgebäude. Schon die Eingangstür zum Gasthaus und die dahinterliegende Diele mit der imposanten Eichentreppe waren ein besonderer Blickfang. Ebenso eindrucksvoll war jedoch,mehr über die Geschichte des <strong>Deutschen Kaisers</strong> und was aus ihm geworden ist. Sowohl die Begehung der Innenräume als auch der Blick auf die Fachwerkfassaden, ob von der Fußgängerzone aus oder aus dem Innenhof des Gasthauses, machten klar, mit welcher Liebe zum Detail und dem Erhalt der alten Bausubstanz hier restauriert wurde.</p><p>Das großvolumige Gebäude liegt unweit vom Herzberger Schloss, am Ende der Fußgängerzone, welche zum Marktplatz, dem Juessee oder dem Kurpark führt. Der imposante Fachwerkbau stammt aus dem Jahr 1654 wurde somit kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg erbaut. Er steht im Vorwerk des Schlosses und war einst das Zuhause der fürstlichen Mundköche. Zudem diente er als Herberge für die Entourage der fürstlichen Besucher*innen. Beim <strong>Deutschen Kaiser</strong> handelt es sich um ein stark ortsbildprägendes Gebäude, welches sich seit 2010 im Besitz der Familie Schröder befindet. Bevor diese es erwarb stand es circa 25 Jahre leer. Mit Hilfe einer breiten Finanzierung haben Kimberley und Stefan Schröder den Ort wiederbelebt und neben einer Gastronomie einen vielseitigen Veranstaltungsort für die Stadt Herzberg am Harz geschaffen. Für die Zukunft ist eine Werkstatt im Haus geplant, in der traditionelle handwerkliche Workshops stattfinden sollen. Zur Finanzierung der umfangreichen Sanierung des Ausbaus erhält Familie Schröder zusätzlich zu ihrem Eigenkapital eine Vielzahl von Förderungen. Ein bedeutender und der wohl größte Anteil stammt aus dem LEADER-Programm. Zusätzlich flossen Mittel aus der Kommune, der Kulturförderung sowie eine KfW-Förderung in das Projekt. Was besonders zu bemerken und Kimberley und Stefan Schröder bestimmt auch mit Blick auf die Finanzen in die Karten spielte ist, dass viele Materialien, vor allem die alten Eichenbalken, wiederverwertet werden konnten. Die hierdurch eingesparte sog. graue Energie stellt einen wichtigen Nachhaltigkeitsaspekt darstellt.</p><p>Gute Verbindungen zur Stadt Herzberg am Harz, der Unteren Denkmalschutzbehörde in Osterode am Harz und der LEADER-Region Osterode am Harz waren für die Entwicklung des <strong>Deutschen Kaisers</strong> von großer Bedeutung. In Bezug auf die Akquise von Fördermitteln war der Kontakt zur Regionalmanagerin Anja Kreye und Jörg Bremer vom Stadtmarketing der Stadt Herzberg am Harz besonders hilfreich. Ein großes Projekt wie der <strong>Deutsche Kaiser</strong> wäre ohne die Unterstützung in der Region und durch Fördergelder nur schwer zu realisieren. Ein guter Austausch und eine starke regionale Zusammenarbeit sind in der Regel der Schlüssel für gelingende Orts- und Regionalentwicklung.</p><p>Der Deutsche Kaiser steht für gelungene Stadt- und Innenentwicklung in Herzberg am Harz. Eine Parallele zur <strong>Schleiferei Zwei</strong> in Sieber kann darin gesehen werden, dass es Kimberley und Stefan Schröder zurück in die Heimatstadt führte und auch hier ein frischer Impuls von außerhalb zu einer Entwicklung in der Stadt führte, zu der es sonst vielleicht nicht gekommen wäre. Mit einer Vision, Beharrlichkeit, gewissem Mut zum Wagnis und einem Blick für die regionale Baukultur und Tradition, haben sich zwei junge Menschen der Aufgabe gestellt, ein Stück Geschichte der Stadt Herzberg am Harz zu erhalten und das Gebäude wiederzubeleben und somit auch die Lebensqualität vor Ort ein Stück weit zu steigern.</p><p><strong>Deutscher Kaiser<br /></strong>Kimberley und Stefan Schröder<br />Hauptstraße 1<br />37412 Herzberg am Harz<br />+49 (0) 5521 9988200<br /><a href="mailto:info@deutscherkaiser-herzberg.de">info@deutscherkaiser-herzberg.de</a><br /><a href="https://www.deutscherkaiser-herzberg.de/" target="_blank" rel="noopener">www.deutscherkaiser-herzberg.de</a></p>								</div>
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										<img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://leerstand-aktivieren.de/wp-content/uploads/NDS_Landkreis-Goettingen_Herzberg_Gasthaus-Deutscher-Kasier-41.jpg" class="attachment-full size-full wp-image-19605" alt="" srcset="https://leerstand-aktivieren.de/wp-content/uploads/NDS_Landkreis-Goettingen_Herzberg_Gasthaus-Deutscher-Kasier-41.jpg 1024w, https://leerstand-aktivieren.de/wp-content/uploads/NDS_Landkreis-Goettingen_Herzberg_Gasthaus-Deutscher-Kasier-41-900x600.jpg 900w, https://leerstand-aktivieren.de/wp-content/uploads/NDS_Landkreis-Goettingen_Herzberg_Gasthaus-Deutscher-Kasier-41-300x200.jpg 300w, https://leerstand-aktivieren.de/wp-content/uploads/NDS_Landkreis-Goettingen_Herzberg_Gasthaus-Deutscher-Kasier-41-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" />											<figcaption class="widget-image-caption wp-caption-text">Betreiberin Kimberley Schröder und Jörg Bremer im Gastraum des Deutschen Kaisers</figcaption>
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									<h4>Ein Industriedenkmal wird zum Ferienort – Die neue Schleiferei Zwei</h4><p>Im Gespräch mit Hartmut Windels haben wir uns die <strong>Schleiferei Zwei</strong> in Sieber zeigen lassen. Der Hamburger Architekt führte uns durch das historische Industriegebäude. Er und seine Frau Friederike sind für einen Urlaub aus Hamburg in den Harz gekommen und haben sich dazu entschlossen Verantwortung in der Region zu übernehmen.</p><p>Die Schleiferei II wurde im Jahr 1896 erbaut und war eine von drei Holzschleifereien entlang des Bachs Sieber, die Holzstoff für die nahegelegene Papierindustrie in Herzberg herstellten. Sie besteht aus dem Hauptgebäude, in dem die Produktion stattfand, und einem Kesselhaus. Eine alte Wasserturbine befindet sich noch immer in einem bachseitigen Anbau des Hauptgebäudes, kann aber leider aufgrund des fehlenden Wassernutzungsrechts nicht mehr genutzt werden.</p><p>Während eines Urlaubs im Harz entdeckten Friederike und Hartmut Windels das zum Teil verfallene Industriedenkmal. Mitte 2021 erwarben sie das Gebäude samt Grundstück, entwickelten die Teilruine und brachten Leben zurück in die historischen Gebäude. Es entstanden insgesamt sechs Ferienwohnungen, wovon sich eine im ehemaligen Kesselhaus befindet, sowie eine Eventfläche. Es war dem Ehepaar Windels wichtig, den industriellen Charme des Gebäudes in Teilen zu erhalten und dass sich sowohl Altes als auch Neues wiederfinden lassen. Dies lässt sich an der Fassade des Gebäudes, in der Gestaltung der Innenräume, aber auch bei der Betrachtung des Gesamtensembles erkennen. Angrenzend an die Eventfläche befindet sich ein Innenhof, der von den Außenmauern eines ehemaligen Gebäudeteils umgeben ist. Hierbei wurde sich bewusst dafür entschieden, die Ruinenteile stehen zu lassen, um daran zu erinnern, in welchem Zustand das gesamte Gebäude war. Die Finanzierung setzte sich hauptsächlich aus Eigenmitteln, mit einer kleineren Förderung aus dem Programm „Bergdörfer-Region“ (ZILE) und einer KfW-Förderung zusammen. Nach Abschluss der Sanierung im Sommer 2023 öffneten Friederike und Hartmut Windels die <strong>Schleiferei Zwei</strong> erstmals für Tourist*innen. Der Göttinger Literaturherbst 2024 entdeckte diesen besonderen Ort direkt an der Sieber und veranstaltete hier eine Lesung.</p><p>Durch das Engagement der Familie Windels wurde ein seit bereits langer Zeit leerstehendes Industriegebäude vor dem weiteren Verfall bewahrt und wiederbelebt. Damit haben sie einen Beitrag zur Entwicklung der Region geleistet und ein Stück Geschichte der Stadt Herzberg am Harz gerettet. Durch den Tourismus und die Veranstaltungen wird das Gebäude, mit seinem Mix aus Altem und Neuem, für die Menschen aus der Region und von außerhalb erlebbar gemacht. Zudem zeigt sich am Beispiel der <strong>Schleiferei Zwei</strong> welch positiver Einfluss durch Menschen und Engagement von außerhalb in eine Region getragen werden kann. Manchmal braucht es frische Impulse für ländliche Räume, die sich in einer strukturellen Veränderung oder sogar einer Krise befinden.</p><p><strong>Schleiferei Zwei<br /></strong>Friederike und Hartmut Windels<br />An der Sieber 1<br />37412 Herzberg am Harz<br />+49 (0) 175 4119429<br /><a href="mailto:info@schleiferei-zwei.de">info@schleiferei-zwei.de</a><br /><a href="https://www.schleiferei-zwei.de/de" target="_blank" rel="noopener">www.schleiferei-zwei.de</a></p>								</div>
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									<h4>Zu groß zum Beleben? Die Innenstadt von Herzberg am Harz auf dem Prüfstand</h4><p>Laut Jörg Bremer ist die Innenstadt für das heutige Herzberg eigentlich zu groß und dieser Umstand mache es schwer bis unmöglich, sie vollständig wiederzubeleben. Kurz gesagt: Es gibt zu viel Raum für zu wenige Menschen. Bei der Entwicklung sollte vermehrt über Alternativen wie z.B. „Insellösungen“ nachgedacht werden, was derzeit schon praktiziert wird. Hieraus ergibt sich das Problem, dass die einzelnen Inseln in der Innenstadt – wie beispielsweise der „Deutsche Kaiser“ oder die ehemalige Schloss Apotheke –  zwar für sich funktionieren, sich aber kein großes Gesamtgefüge ergibt. Einerseits brauche es ein neues Konzept für die Innenstadt. Andererseits seien einige rechtliche und strukturelle Stellschrauben zu drehen, um den aktuellen Herausforderungen zu begegnen. So sieht die Bausatzung für den Innenstadtbereich seit jeher vor, dass für Gebäude eine doppelte Nutzung mit Gewerbe im EG und Wohnraum in den darüber liegenden Stockwerken verpflichtend ist. Eine Änderung dieses planerischen Grundsatzes wäre zeitgemäß und würde die Belebung der Innenstadt deutlich vereinfachen. Zudem kommt Jörg Bremer auf die Vereinslandschaften zu sprechen, die neu gedacht werden müsste. Denn Vereine, wie der ehrenhafte verein e.V. in Herzberg, schätzt er für die ländlichen Räume und deren Entwicklung besonders wichtig, auch wenn sie eher untypisch sind. Jedoch engagieren sich immer weniger Menschen in Vereinen. Hier sollten flexibilisierte Strukturen oder angepasste Vereinsziele in Richtung Gemeinwohlorientierung und Verbesserung der Lebensqualität Einzug halten, um mehr Nachwuchs für ein Engagement zu motivieren.</p><p style="text-align: center;"><em>„Das Thema Innenstadtbelebung klingt <br />auf dem Papier immer schlüssig. Da ist ganz viel Raum, <br />da sind vielleicht noch viele Menschen, <br />das muss man ja einfach nur zusammenbringen. <br /><br />Dafür kann man Fördermittel akquirieren und Projekte starten, <br />aber am Ende hängt es an der Bereitschaft der Einwohner, <br />das alles mit Leben zu füllen.“ <br />(</em><em>Jörg Bremer)</em></p>								</div>
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									<p>Leider lässt sich erkennen, dass nicht alle Bürger*innen Interesse an der Wiederbelebung ihrer Innenstadt zeigen. Durch die Förderung im Rahmen von Perspektive Innenstadt wurde dies zuletzt deutlich. Eigentümer*innen hatten die Möglichkeit, für ihre Immobilien Architektenleistungen in Anspruch zu nehmen. Hierzu zählten die Begutachtung und das Anfertigen einer Entwurfszeichnung für ihre Gebäude. Diese Leistungen sind im gesamten Innenstadtbereich lediglich dreimal in Anspruch genommen worden. Den Verantwortlichen der Stadt wurde dadurch klar, dass die Eigentümer*innen im Grunde ihre Ruhe haben wollen. Ein Problem kann aber auch in der mangelnden Kommunikation zwischen der Verwaltung und den Bürger*innen gesehen werden. Auch das zum Teil hohe Alter der Eigentümer*innen ist ein Hindernis, da sie nicht mehr unbedingt bereit sind, selbst Teil eines neuen Entwicklungsprozesses zu werden. Wie bereits erwähnt, ist die Stadt um aktive Unterstützung für Initiativen und Einzelpersonen bemüht. Manche Prozesse können durch bürokratische Hürden und mangelnde Kompetenzen aber auch ausgebremst werden, wie einzelne Gestalter*innen berichteten.</p><h4>Kreative Impulse für die Stadtentwicklung – lebendig durch neue Ideen, Engagement und Zusammenhalt</h4><p>Herzberg am Harz steht exemplarisch für viele kleinere Städte in ländlichen Räumen, die sich dem strukturellen Wandel stellen müssen. Trotz sichtbarer Herausforderungen, wie Leerstände, einer zu groß dimensionierten Innenstadt und teils schleppender Verwaltungsprozesse, zeigt die Stadt vielfach Mut zur Veränderung. Es ist vor allem das Engagement einer kritischen Masse junger Erwachsener, die – unterstützt von Förderprogrammen und einer grundsätzlich offenen Stadtverwaltung – neue Impulse setzen. Projekte wie die Umnutzung der Schloss Apotheke oder die Wiederbelebung historischer Gebäude wie dem „Deutschen Kaiser“ und der Schleiferei Zwei zeigen, dass kreative Ideen und zivilgesellschaftliche Beteiligung Wirkung zeigen können. Gleichzeitig wird deutlich, dass erfolgreiche Stadtentwicklung langfristiges Denken, flexiblere Strukturen und vor allem die Bereitschaft zur Zusammenarbeit aller Beteiligten erfordert. Herzberg am Harz ist dabei auf einem guten Weg – aber noch lange nicht am Ziel.</p><p style="text-align: center;"><em>„Es hängt am Ende doch viel an einzelnen Personen, <br />sei es in der Verwaltung oder im Verein, <br />dass entweder das richtige Know-How da ist <br />oder dass man es finden kann.“ <br />(</em><em>Simone Standhardt)</em></p><p>Die vielen kleinen, meist ehrenamtlich getragenen Initiativen stehen sinnbildlich dafür, dass Aufbruch mitunter kreative Lösungen braucht. Sie schaffen neue Begegnungsräume, stärken das Gemeinschaftsgefühl und geben der Stadt ein frisches Gesicht. Wenn dieser Geist der Zusammenarbeit weiterhin erhalten bleibt und gezielt unterstützt wird, kann Herzberg am Harz nicht nur Leerstände füllen, sondern auch Zukunft gestalten – lebendig, vielfältig und gemeinschaftlich.</p>								</div>
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									<h5><strong>Südniedersachsen</strong></h5><p>Um mehr über die Region dieser Bereisung zu erfahren hier klicken.</p>								</div>
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