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Nordrhein-Westfalen

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Kreis Höxter

Der Kreis Höxter liegt im Osten Nordrhein-Westfalens in der Region Ostwestfalen-Lippe und ist landschaftlich von Wäldern und den Höhenzügen des Weserberglands geprägt. Höxter zeichnet sich durch eine vielfältige Wirtschaftsstruktur aus, die von mittelständischen Unternehmen, Handwerksbetrieben sowie der Kunststoff-, Möbel- und Lebensmittelindustrie geprägt ist. Die Region ist besonders bekannt für ihr historisches Erbe und ihre kulturellen Sehenswürdigkeiten. Mit über 100 Klöstern, Abteien und Stiften zählt sie zu den vielfältigsten Klosterlandschaften Deutschlands. Die Kombination aus wirtschaftlicher Stärke, guter Infrastruktur, kulturellem Erbe und attraktiven Naturräumen macht den Kreis zu einem bedeutenden Lebens-, Arbeits- und Erholungsraum. Wie viele ländliche Regionen ist auch der Kreis Höxter vom demografischen Wandel geprägt. Prognosen gehen von einem Bevölkerungsrückgang und einer zunehmenden Alterung der Bevölkerung aus, was den Kreis vor große Aufgaben bei der Sicherung von Infrastruktur, Fachkräften und Daseinsvorsorge stellt. Mit dem Kreisentwicklungskonzept sollen diese Herausforderungen durch den gezielten Ausbau der wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und infrastrukturellen Potenziale angegangen werden, um eine positive Entwicklung der Region bis 2040 zu ermöglichen.

Kreis Paderborn

Der Kreis Paderborn liegt am östlichen Rand Nordrhein-Westfalens; er verbindet die Region Ostwestfalen-Lippe mit dem Sauerland. Das Gebiet umfasst insgesamt sieben kreisangehörige Städte und drei Gemeinden. Die abwechslungsreiche Landschaft ist geprägt von der Senne, den Ausläufern des Eggegebirges sowie zahlreichen Wäldern, Wiesen und Flusslandschaften. Der Kreis ist ein moderner und zukunftsorientierter Wirtschaftsstandort. Er zeichnet sich durch einen starken Mittelstand, innovative Industrieunternehmen, Handwerksbetriebe und einen wachsenden Dienstleistungssektor aus. Von besonderer Bedeutung ist zudem die traditionsreiche Universitätsstadt Paderborn. Die Bevölkerungsentwicklung verzeichnet seit 15 Jahren einen leichten Zuwachs, und die Region profitiert durch die attraktive Hochschullandschaft von einem Zuzug. Ein weiteres Potenzial liegt in der starken Gemeinschaft und dem gut ausgebauten Vereins- und Ehrenamtswesen. Diese sozialen Netzwerke stärken den gesellschaftlichen Zusammenhalt und machen den Kreis als Wohn- und Lebensort attraktiver. Mit 3,4 % ist die Wohnungsleerstandsquote vergleichsweise gering. Viele Orte und Städte der Region sehen sich mit einer angespannten Wohnungsmarktsituation und einem Mangel an bezahlbarem Wohnraum konfrontiert. Gleichzeitig bleibt auch der Kreis Paderborn vom demografischen Wandel nicht verschont. Insgesamt steigt der Anteil älterer Menschen. Insbesondere in kleineren Ortschaften sind Leerstände und der Rückbau der Daseinsvorsorge wachsende Problemlagen.

Foto © Joppi – shutterstock.com

Kreis Höxter

Bevölkerungsstand
Bevölkerungsdichte
Bevölkerungsentwicklung
Wanderungssaldo
Wohnungsleerstandsquote
BIP je Einwohner
Thünen-Typologie
142.606 Einwohner
116 Einwohner/km²
- 2,1 % seit 2011
1,3 je 1000 Einwohner
6,7 %
30.290 € / Einwohner
sehr ländlich / weniger gute sozio-ökonomische Lage

Kreis Paderborn

Bevölkerungsstand
Bevölkerungsdichte
Bevölkerungsentwicklung
Wanderungssaldo
Wohnungsleerstandsquote
BIP je Einwohner
Thünen-Typologie
315.400 Einwohner
113 Einwohner/km²
6,7 % seit 2011
6,6 je 1000 Einwohner
3,4 %
38.392 € / Einwohner
eher ländlich / gute sozio-ökonomische Lage

Zukunftsfähige Sozialräume als Leitziel

Mit dem demografischen Wandel und dem Rückgang der Daseinsvorsorge geht in den ländlichen Regionen Nordrhein-Westfalens auch ein Rückgang sozialer Begegnungsräume einher. Dieser äußert sich unter anderem in der Schließung von Dorfgaststätten und Nahversorgern sowie der Auflösung von Vereinen. Um dem entgegenzuwirken, gibt es verschiedene Landesinitiativen und Förderprogramme, die das Vereinsleben und den sozialen Zusammenhalt auf dem Land sichern sollen. Auch mit der Quartiersentwicklung, die das Land in den letzten Jahren zu einem Handlungsschwerpunkt gemacht hat, wird das Ziel verfolgt, soziale Teilhabe, kulturelle Angebote und den Zusammenhalt in Nachbarschaften zu stärken. Im Mittelpunkt stehen dabei lebendige Quartiere, in denen Menschen aller Generationen aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.

Dabei werden Nachbarschaftsnetzwerke, ehrenamtliches Engagement, kulturelle Begegnungsorte, Integration sowie Maßnahmen gegen Einsamkeit und soziale Ausgrenzung gefördert. Zentral bei diesem Vorhaben ist auch das Landesprogramm „Dritte Orte – Häuser für Kultur und Begegnung im ländlichen Raum“. Das Programm unterstützt die Schaffung von Kultur- und Begegnungsorten in ländlichen Regionen und trägt damit zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts, der kulturellen Teilhabe sowie zur Revitalisierung von Ortskernen bei und greift damit auch die Ziele der ländlich geprägten Keise Höxter und Paderborn auf.

Bisher wurden insgesamt 45 Projekte durch das Landesprogramm gefördert. Eines dieser Projekte, gelegen in Bad Wünnenberg im Kreis Paderborn, haben wir in dem Blogartikel „Kulturscheune 1A“ näher vorgestellt. In dem Blogartikel „Kulturstiftung Marienmünster“ berichten wir von einem weiteren spannenden Projekt und zeigen, wie die Abtei Marienmünster im Kreis Höxter heute als zentraler Kultur- und Begegnungsraum dienen kann.

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