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Projektbeschreibung

LEBENDIGE ORTE AKTIV GESTALTEN

POTENZIALE FÜR INNENENTWICKLUNG UND LEERSTANDSAKTIVIERUNG IN LÄNDLICHEN RÄUMEN

LEERSTAND ÜBERWINDEN, BAUKULTUR ERHALTEN, LEBENDIGE ORTE SCHAFFEN – diese Aspekte bilden die Leitlinie unseres Projektes „Lebendige Orte aktiv gestalten“, das im Bundesprogramm Ländliche Entwicklung und Regionale Wertschöpfung (BULEplus) gefördert wird. Von 2024 bis 2027 arbeiten wir daran, vielversprechende Lösungsansätze für ländliche Gemeinden zu erschließen und systematisch darzustellen. Auf diese Weise bieten wir Orientierung für Praktiker*innen, die sich beruflich oder privat mit der Innenentwicklung und der Aktivierung von Leerständen befassen. Unser Ziel ist es, die ländlichen Räume lebendig und lebenswert zu gestalten und ein tragfähiges Fundament für ihre Zukunft zu schaffen!

Projektlaufzeit: 04/2024 bis 03/2027

Gefördert durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMELH) – Beitrag im Rahmen des „Bündnis bezahlbarer Wohnraum“ (Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, BMWSB)

EINE WISSENS- UND VERNETZUNGSPLATTFORM FÜR GESTALTER*INNEN IN LÄNDLICHEN RÄUMEN

UNSER ANSATZ: VOM BESTEHENDEN LERNEN

Mit unserer Plattform setzen wir auf die Aspekte Wissenstransfer und Vernetzung relevanter Akteur*innen der ländlichen Entwicklung. Wir tragen für Sie grundlegende Ansätze aus der gängigen Praxis, gelungene Umsetzungsbeispiele und aktive Gestalter*innen zusammen, mit dem Ziel: Interessierten den Weg in die Themen der Innenentwicklung und Aktivierung von Leerstanden zu erleichtern und potenzielle Vernetzungs- und Kooperationspartner*innen vorzustellen. Die praktischen Erfahrungen der Akteur*innen und aus umgesetzten Praxisbeispielen verdeutlichen am besten, wie Projekte und Maßnahmen sinnvoll geplant und umgesetzt werden können. Interessierte können so Einblicke auf die bevorstehenden Prozesse und Erfolgsfaktoren, aber auch mögliche Herausforderungen und Hürden erhalten.

Mit unserer Plattform bieten wir eine Fülle an Informationen und Praxiswissen zur Leerstandsaktivierung und Innenentwicklung. Hierzu zählen beispielsweise Einblicke in die Fördermöglichkeiten, Instrumente und Initiativen. Auch gelungene Praxisbeispiele zur Sanierung im Bestand von privaten oder öffentlichen Bauherr*innen werden vorgestellt und sollen für Inspirationen und Anregungen sorgen.

VERNETZEN UND MITGESTALTEN

Unsere Projekt-Webseite mit den verschiedenen Angeboten dient als Informations-, Diskussions- und Vernetzungsplattform für alle Akteur*innen, die an der Zukunft ihrer Regionen, Gemeinden und Dörfer aktiv mitwirken wollen.

Insbesondere möchten wir Gestalter*innen der Dorf-, Regional- und Raumentwicklung, kommunale Verwaltungen (z. B. Bauleitplanung, Wirtschaftsförderung), politische Entscheidungsträger*innen, Eigentümer*innen leerstehender Gebäude sowie private Bauherr*innen ansprechen.

Fühlen Sie sich eingeladen, sich zu vernetzen und bei unseren Veranstaltungen mitzudiskutieren, sich auszutauschen und voneinander zu lernen.

POTENZIALE DER INNENENTWICKLUNG UND LEERSTANDSAKTIVIERUNG

Unser Hintergrund: LEERSTAND ÜBERWINDEN, BAUKULTUR ERHALTEN, LEBENDIGE ORTE SCHAFFEN

Leerstand in ländlichen Räumen betrifft Wachstumsregionen ebenso wie Regionen mit rückläufigen Einwohnerzahlen und Überalterung der Bevölkerung. Dabei sind die individuellen Herausforderungen meist vielschichtig und werden von demografischen wie auch sozialen Veränderungsprozessen beeinflusst.

In einem Teil der ländlichen Regionen ist die hohe Zahl leerstehender Wohnungen und Gebäude ein drängendes Problem geworden. Gleichzeitig etablierten sich ländliche Räume zunehmend als Zuzugsgebiete. Insbesondere seit der Corona-Pandemie lassen sich veränderte Wanderungsbewegungen beobachten, was u. a. mit den hohen Preisen für das Wohnen in den Städten sowie neuen Formen der Erwerbsarbeit zusammenhängt. Die höhere Nachfrage nach Eigenheimen auf dem Land führt wiederum zu einer stetig wachsenden Flächeninanspruchnahme und steht dem planerischen Grundsatz „Innen statt Außen“ entgegen. Vor diesem Hintergrund ist es umso wichtiger, neue Ansätze der Innenentwicklung und Nachverdichtung zu verfolgen und nachhaltige Um- und Nachnutzungen zu entwickeln.

Es gilt, Leerstände im Blick zu behalten und für die Potenziale leerstehender Immobilien zu sensibilisieren. Denn Leerstand eröffnet Chancen, um neue Entwicklungen vor Ort anzustoßen.

HERAUSFORDERUNGEN ERKENNEN

  • Leerstand wirkt sich auf die Lebensqualität vor Ort aus
  • Im sozialen und demographischen Wandel ändern sich Nutzungs- und Wohnansprüche
  • Es fehlt teilweise an bezahlbarem, barrierefreiem und altersgerechtem Wohnraum
  • Der Druck auf die Flächen durch die Neuausweisung von Wohngebieten ist groß – während in den Ortskernen der Leerstand zunimmt
  • Viele Gemeinden sehen sich mit dem Wegfall der Daseinsvorsorge vor Ort und der zentralen Ansiedlung solcher Infrastrukturen in Mittelzentren konfrontiert
  • Wenn daseinsvorsorgende Infrastrukturen fehlen, geht das mit Funktionsverlusten, beispielsweise in Form von fehlenden Einkaufsmöglichkeiten oder ärztlicher Versorgung, einher
  • Ortsbildprägende Gebäude und historische, lokale Bauweisen sind häufig durch Verfall bedroht
  • Leerstand ist ansteckend – verfallene Gebäude wirken unattraktiv und wirken sich negativ auf die Ansiedlung von Menschen und Einzelhandel aus
  • Häufig hat dies negative Auswirkungen auf das Image und die Attraktivität ländlicher Räume
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