Die 13.000 Einwohner*innen zählende Gemeinde Quierschied im Regionalverband Saarbrücken hat mit ihrem Leerstandsmanagement eine öffentlichkeitswirksame Anlaufstelle geschaffen, die Interessierte niedrigschwellig informiert und unterstützt.
Die 13.000 Einwohner*innen zählende Gemeinde Quierschied im Regionalverband Saarbrücken hat mit ihrem Leerstandsmanagement eine öffentlichkeitswirksame Anlaufstelle geschaffen, die Interessierte niedrigschwellig informiert und unterstützt.
Die ehemalige Benediktinerabtei Marienmünster im Norden des Kreises Höxter ist eine der am besten erhaltenen historischen Klosteranlagen Westfalens und lockt heute als Kultur- und Begegnungsstätte zahlreiche Touristen sowie Kultur- und Musikbegeisterte an.
Wie viele ländliche Orte sieht sich auch Fürstenberg, ein Stadtteil von Bad Wünnenberg im nordrhein-westfälischen Kreis Paderborn, mit dem Rückgang kultureller Strukturen und gemeinschaftlicher Begegnungsräume konfrontiert.
In Ellrich, der nördlichsten Stadt des Freistaats Thüringen, hat die St. Johanniskirche eine ganz besondere Bedeutung. Für die Anwohner*innen ist sie seit der Wiedervereinigung ein wichtiger Hoffnungsträger und ein identitätsstiftendes Symbol für eine selbstbewusste Stadt in einem geeinten Deutschland. Nach ihrem Wiederaufbau wurde die Kirche zu einem Ort der Gemeinschaft.
Kirchen sind ein fester Bestandteil des Dorfbildes durch ihre zentrale Lage im Ortskern und ihre architektonische und baukulturelle Vielfalt. Für viele historisch gewachsene Dörfer sind sie wichtige Zeugnisse der Geschichte und als sozialer und identitätsstiftender Mittelpunkt von großer Bedeutung für die Dorfgemeinschaft. Die fortschreitende Säkularisierung führt jedoch vielfach zu einer geringeren Nutzung. Diese Entwicklung erfordert ein Umdenken und einen Wandel für Kirchen in ländlichen Räumen hin zu neuen Funktionen und Nutzungsmöglichkeiten.
Der Bahnhof der Gemeinde Erlau in Mittelsachsen ist ein klassisches Beispiel für die zahlreichen Stilllegungen von Bahnhofsgebäuden in ländlichen Regionen Ostdeutschlands. Knapp 15 Jahre lang stand das unter Denkmalschutz stehende Ensemble leer und war dem Verfall ausgesetzt. Doch die Gemeinde und die Menschen in Erlau wollten den Verlust des ortsbildprägenden und identitätsstiftenden Gebäudes nicht tatenlos hinnehmen.
Das ehemalige Postgelände in Strausberg hat eine bewegte Geschichte und bietet mit seinen rund 25 Hektar Wald sowie fünf Hektar bebauter Fläche enormes Entwicklungspotenzial. Auch die Stadt selbst blickt auf eine lange militärische Vergangenheit zurück. Seit dem 18. Jahrhundert Garnisonsstadt und zu DDR-Zeiten Sitz des Verteidigungsministeriums, spiegelt sich diese Historie auch auf dem Gelände wider.
Infolge der zahlreichen Stilllegungen von Bahnhöfen in Ostdeutschland stehen in vielen ländlichen Regionen die ortsbildprägenden und meist unter Denkmalschutz stehenden Bahnhofsgebäude leer. Um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken und den Orten einen wichtigen Teil ihrer Geschichte und Identifikationsgrundlage zurückzugeben, versuchen private Akteur*innen und Gemeinden vielerorts, den Gebäuden wieder Leben einzuhauchen.
Auf unserer Bereisung in den Freistaat Bayern verschlug es uns in den Regierungsbezirk Mittelfranken. Hier haben wir uns zwei Landkreisen gewidmet und mit verschiedenen Akteur*innen vor Ort gesprochen. Stellvertretend für die Landkreise Ansbach und Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim kamen wir mit den jeweiligen Regionalmanagerinnen ins Gespräch.
Unternehmen, Kunst, Kultur, Dorfgemeinschaft und Tourismus unter einem Dach. Die Scheune Bollewick ist ein lebendiges Zentrum für Handwerk, Kultur, Bildung und Begegnung und den Landtourismus. Sie wird von der Gemeinde mit einem Konzept aus Ladenzeile und Büroräumen in Mietverhältnissen mit geringen Quadratmeterpreisen bewirtschaftet.
Marco Beckendorf, der Bürgermeister der Gemeinde Wiesenburg/Mark, hat sich entschieden, Schrumpfung nicht als Naturgesetz zu akzeptieren, sondern als einen Auftrag zum Handeln. Die Gemeinde im Westen Brandenburgs – ein Zusammenschluss von 14 Orten mit rund 4.200 Einwohner*innen auf einer Fläche von 220 Quadratkilometern – verfolgt seit einigen Jahren konsequent eine aktive Boden- und Kreditpolitik.
Wer das frühere Verwaltungsgebäude des alten Kreiswasserwerks in Prüm betritt, spürt noch den „Charme“ vergangener Behördenzeiten: graue Flure, schwere Türen, ein Hauch von Aktenstaub in der Luft. Doch hinter der Tür im zweiten Obergeschoss öffnet sich ein ganz anderer Raum. Helle Schreibtische, Pflanzen, gedämpfte Gespräche, leises Tastaturklappern. Hier, wo jahrelang niemand arbeitete, hat die Zukunft Einzug gehalten.
Als der letzte Pfarrer Ende 2019 das barocke Pfarrhaus im rheinland-pfälzischen Mehren/Vulkaneifel verließ, stand das Gebäude plötzlich leer – und mit ihm eine über Jahrhunderte gewachsene Verbindung zwischen dem Dorf, den dort lebenden Menschen und der Kirche. Leerstand wäre die einfachste Lösung gewesen. Doch Mehren entschied anders: Statt aufzugeben, begann die Kath. Kirchengemeinde, Zukunft zu bauen.
Heilsbronn zählt mit seinen rund 9.700 Einwohner*innen, die überwiegend im Stadtgebiet, aber auch in den 17 angebundenen Dörfern und Weilern leben, zu den vier größten Gemeinden im Landkreis Ansbach. Die Stadt blickt auf eine lange Geschichte zurück. Seit dem frühen 12. Jahrhundert war es ein bedeutendes Zisterzienserkloster, welches maßgeblich zur Entwicklung der Stadt beitrug.
Langenfeld ist eine Gemeinde am südlichen Steigerwald in der Region Mittelfranken mit 1.056 Einwohner*innen. Die ländliche Kommune ist stark von Veränderungen der Demografie und dem Strukturwandel in der Landwirtschaft betroffen. Auch hinsichtlich der Daseinsvorsorge haben sich Einbußen ergeben, so dass sich die Verantwortlichen der Gemeinde entschieden haben zu handeln.
Bei einem Besuch beim Landkreis Northeim lieferten uns Julia Gogrewe und Alexander Schramm spannende Einblicke, auf welche Art und Weise der Landkreis gemeinsam mit den Kommunen das Thema der Innenentwicklung in den Blick nimmt und die Aktivierung von Potentialflächen organisieren will.
Die Stadt Herzberg am Harz mit den vier zugehörigen Erholungsorten Lonau, Pöhlde, Scharzfeld und Sieber liegt am Südrand des Harzes. Der ehemalige Residenzort liegt zu Füßen des mehr als 950 Jahre alten Welfenschlosses. Die innerstädtische Fußgängerzone lässt erahnen, dass es dem Ort in früheren Zeiten an nichts gemangelt hat.
Mit unserem Besuch in Northeim bei Juliane Hofmann und Imke Heyen vom Fachwerk5Eck haben wir ein sehr spannendes, interkommunales Projekt kennen gelernt. Juliane Hofmann ist studierte Geografin und PR-Beraterin und von Beginn an im Projekt aktiv. Imke Heyen studierte Regionalmanagement und Wirtschaftsförderung an der HAWK in Göttingen und unterstützt ihre Kollegin seit 2020.
In der kleinen Ortschaft Deersheim, die als Teil der Stadt Osterwieck im Landkreis Harz (Sachsen-Anhalt) liegt, öffnete im Jahr 2016 der neue Dorfladen seine Türen – als Reaktion auf die Schließung der Kaufhalle Ende des Jahres 2012, womit seinerzeit der letzte Nahversorger der Ortschaft wegbrach.
Mit unserem Besuch auf dem heimatHOF Gut Ziegenberg haben wir direkt zwei Beispiele guter Praxis kennen lernen dürfen. Der heimatHOF selbst gibt uns Einblicke in einen aktivierten Leerstand, während der dahinterstehende Verein heimatBEWEGEN für Initiative und Engagement in Ballenstedt steht.
Das großvolumige Fachwerkgebäude der alten Bäckerei in der Obergasse 11 blickt bereits auf eine lange Vergangenheit zurück. In den 1760er Jahren am Fuße des Burgbergs erbaut, stellt es damals wie heute ein stadtbildprägendes Bauwerk für die Altstadt Felsbergs im Schwalm-Eder-Kreis dar.
Die historische Kleinstadt Felsberg im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis wurde im 13. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt. Sie liegt an der Eder und wird von der Felsburg, einer aus dem 11. Jahrhundert stammenden mittelalterlichen Burgruine, überragt, die der Stadt ihren Namen gab.
Das Bundesland Hessen hat insgesamt 24 LEADER-Regionen, wovon fünf im Schwalm-Eder-Kreis liegen. Zwei dieser Fördergebiete befinden sich ausschließlich in diesem Landkreis, wohingegen die drei anderen Regionen landkreisübergreifend agieren. Bei der LEADER-Region Mittleres Fuldatal handelt es sich um eines der beiden Fördergebiete, die allein im Schwalm-Eder-Kreis tätig sind.
Mit dem demografischen Wandel und dem Rückgang der Daseinsvorsorge geht in den ländlichen Regionen Nordrhein-Westfalens auch ein Rückgang sozialer Begegnungsräume einher. Dieser äußert sich unter anderem in der Schließung von Dorfgaststätten und Nahversorgern sowie der Auflösung von Vereinen.
Nirgendwo sonst gibt es auf so engem Raum so viele Kirchen wie in Mitteldeutschland. Insbesondere Thüringen hat mit seinen rund 2.000 evangelischen Kirchen eine hohe Dichte an historischen, denkmalgeschützten Kirchengebäuden. Aufgrund der demografischen Entwicklung, der schrumpfenden Zahl der Kirchenmitglieder, der sinkenden finanziellen Mitteln und des abnehmenden Engagements, wächst die Gefahr von steigender Kirchenleerstände und damit der Verlust von Gebäuden mit hoher kulturhistorischer und sozialer Bedeutung.
Der Leerstand von Bahnhöfen im Osten Deutschlands, insbesondere in Sachsen, machte in der Vergangenheit zunehmend Schlagzeilen. Begrenztes Nutzungsinteresse und fehlende Mittel verschärfen die Leerstandsproblematik zunehmend. Trotz dieser vielfältigen Herausforderungen gelingt es einigen mutigen Kommunen und engagierten Akteuren, den Verfall einzelner Bahnhöfe aufzuhalten und ihnen mit kreativen Konzepten neues Leben einzuhauchen.
Die Bereisung im Juli hat uns in die Eifel geführt. Eine wunderschöne, aber zum Teil auch sehr ländliche und entlegene Region. In solch peripheren Räumen stellt sich oft die Frage nach der Gleichwertigkeit von Lebensverhältnissen. Gibt es noch eine erreichbare Arztpraxis? Ist die Nahversorgung sichergestellt? Gibt es im Dorf noch soziale Orte, wie eine Gaststätte?
In Mecklenburg-Vorpommern prägen historische Gutsanlagen bis heute das Landschaftsbild. Ihre Geschichte ist bewegt – vom adligen Familiensitz über die Nutzung durch landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften in der DDR bis zur unsicheren Wendezeit. Ende September haben wir zwei besondere Beispiele besucht, die heute durch das Engagement vieler Akteur*innen besondere Ankerpunkte für den Landtourismus darstellen und sich zu Zukunftsorten für nachhaltige Landwirtschaft, Innovation, regionale und kulturelle Entwicklung entwickelt haben.
In Mecklenburg-Vorpommern prägen historische Gutsanlagen bis heute das Landschaftsbild. Ihre Geschichte ist bewegt – vom adligen Familiensitz über die Nutzung durch landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften in der DDR bis zur unsicheren Wendezeit. Ende September haben wir zwei besondere Beispiele besucht, die heute durch das Engagement vieler Akteur*innen besondere Ankerpunkte für den Landtourismus darstellen und sich zu Zukunftsorten für nachhaltige Landwirtschaft, Innovation, regionale und kulturelle Entwicklung entwickelt haben.
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