Beteiligungsverfahren sind strukturierte Prozesse, die darauf abzielen, die Bürger*innen sowie andere Interessengruppen in einer Stadt, Gemeinde oder Region aktiv in die Planung und Entscheidungsfindung einzubeziehen. Diese Verfahren fördern die Mitgestaltung und Mitverantwortung der Bevölkerung bei der Entwicklung ihrer Lebensräume. Zu den wichtigsten Zielen von Beteiligungsverfahren gehören:
Beteiligungsverfahren können z. B. öffentliche Informationsveranstaltungen, Workshops, Diskussionsrunden, Befragungen oder Planungswerkstätten umfassen. Solche Formate sind für die Aktivierung von Leerstand zielführend, indem die Bürger*innen beispielsweise zu kreativen Lösungen für die Nach- oder Zwischennutzung beitragen.
Stadt(teil), Quartier, Landkreis, Gemeinde, Dorf, Region
Partizipation, Öffentlichkeitsarbeit, Steigerung der Akzeptanz von Projekten, Erarbeitung von Standort-/Nutzungskonzepten, neue Impulse für die Stadt(teil)- und Kommunalentwicklung
Einwohner*innen, Eigentümer*innen, Gewerbetreibende, Vereine, Initiativen
Dorfregion Aller-Wölpe (Niedersachsen):
www.doerverden.de/portal/seiten/dorfregion-aller-woelpe-903000279-20620.html
Prötzel (Brandenburg) – Hof Prädikow:
wissen.zukunftsorte.land/orte/hof-praedikow (insb. Youtube-Film „Eine für alle – Unser Weg zur Dorfscheune“)
Villingen-Schwenningen (Baden-Württemberg):
www.villingen-schwenningen.de/wir-sind-fuer-sie-da/mitmachen/
Als Nutzungsmischung wird die Kombination verschiedener Nutzungsarten innerhalb eines bestimmten Gebietes oder Gebäudes verstanden. Das übergeordnete Ziel der Nutzungsmischung besteht darin, eine vielfältige und lebendige Umgebung zu schaffen, die unterschiedliche Bedürfnisse der Bewohner*innen und Nutzer*innen erfüllt. Dies kann beispielsweise die Kombination von Wohnraum, Gewerbe, Freizeit, Kultur und öffentlichen Einrichtungen umfassen. In der Stadtplanung wird das Instrument der Nutzungsmischung eingesetzt, um „kurze Wege“ zu ermöglichen und eine nachhaltigere Stadtstruktur zu erreichen. Die Kombination von Nutzungen kann außerdem dazu beitragen, strukturellen Leerstand zu überwinden und brachliegende Flächen zu reaktivieren.
Stadt, Gemeinde
Erarbeitung von Standort-/Nutzungskonzepten, Entwicklung von Gebäuden, Flächen und Infrastrukturen, neue Impulse für die Stadt(teil)- und Kommunalentwicklung
Kommunen, Stadt- und Regionalplaner*innen, Akteur*innen der Stadt- und Regionalentwicklung, Gewerbetreibende (und weitere potenzielle Nutzer*innen), Investor*innen, Eigentümer*innen
Bad Feilnbach – Tannenhof (Bayern):
https://wohnungsbaukonferenz.de/wbk-projekt/tannenhof-bad-feilnbach/
Esslingen – Neue Weststadt (Baden-Württemberg):
https://neue-weststadt.de/
Lutherstadt Wittenberg – Speckebach (Sachsen-Anhalt):
https://www.speckebach.de/
Die Entwicklung von Räumen oder Orten wird in der Praxis oft über Wettbewerbe forciert. Hierbei handelt es sich um strukturierte Verfahren, bei denen Architekt*innen, Stadtplaner*innen, Regionalentwickler*innen und andere Fachleute zur Einreichung von innovativen Konzepten für städtebauliche Projekte oder spezifische Entwicklungsgebiete eingeladen werden. Diese Wettbewerbe dienen dazu, kreative Ideen zu fördern und die besten Lösungen für städtebauliche Herausforderungen zu finden. Sie können von Kommunen, privaten Entwickler*innen oder anderen Institutionen organisiert werden. Die eingereichten Entwürfe werden von einer Jury bewertet, die aus Fachleuten und Vertreter*innen der Öffentlichkeit bestehen kann. Die besten Entwürfe dienen in der Regel als Grundlage für die weitere Planung und Umsetzung von Projekten.
Stadtteil, Quartier, Freiraum/Brachfläche, Gemeinde(teil), Dorf
Erarbeitung von Standort-/Nutzungskonzepten, Entwicklung von Gebäuden, Flächen und Infrastrukturen, neue Impulse für die Stadt(teil)- und Kommunalentwicklung, Partizipation, Öffentlichkeitsarbeit
Kommunen, Architekt*innen, Stadt- und Regionalplaner*innen, Investor*innen, Gründer*innen, Kreativschaffende, Vereine, Initiativen, Einwohner*innen
Wettbewerb „Erfolgsraum Altstadt“ (Mecklenburg-Vorpommern):
www.ihk.de/schwerin/standort-westmecklenburg/handel-und-stadtentwicklung/ihk-handel/wettbewerb-erfolgsraum-altstadt
Studentischer Ideenwettbewerb „Stadt Land Quartier“ (Nordrhein-Westfalen):
www.th-owl.de/gestaltung/forschung/urbanlab/wissenstransfer/wettbewerbe/wettbewerb-stadt-land-quartier/ergebnisse/
Leerstandswettbewerb Wittenberge (Brandenburg):
www.wittenberge.de/texte/seite.php?id=715610
Zwischennutzung bezeichnet die temporäre Nutzung von leerstehenden Gebäuden, Flächen oder Räumen, bevor diese einer dauerhaften Verwendung zugeführt werden. Diese Art der Nutzung kann verschiedene Formen annehmen, z. B. kulturelle Veranstaltungen, Pop-up-Stores, Ateliers, Galerien, Coworking-Spaces oder Gemeinschaftsgärten. Die Vorteile von Zwischennutzungen sind vielfältig:
Zahlreiche Städte und Gemeinden sehen Zwischennutzungen als eine sinnvolle Strategie, um Leerstand zu aktivieren und gleichzeitig die Standortattraktivität zu erhöhen.
Stadt(teil), Quartier, Freiraum/Brachfläche, Gemeinde(teil), Dorf
Erprobung von Standort-/Nutzungskonzepten, Förderung von Kreativität und Begegnung, neue Impulse für die Stadt(teil)- und Kommunalentwicklung, Partizipation
Akteur*innen der Stadt- und Regionalentwicklung, Eigentümer*innen, Gewerbetreibende, Gründer*innen, Kreativschaffende, Vereine, Initiativen, Einwohner*innen
https://neulandia.de/summer-of-pioneers/
Coburg (Bayern) – Zwischenzeit Steinweg:
http://www.wohnen-coburg.de/zwischenzeit/
Grabow (Mecklenburg-Vorpommern) – Summer of Pioneers:
https://grabow-pioneers.de/
Grebenstein (Hessen) – Pop-up-Coworking-Space:
https://www.coworking-nordhessen.de/eroeffnung-des-pop-up-coworking-space-in-grebenstein/
Landau (Rheinland-Pfalz) – Zwischenwohnen:
https://leerstand-landau.de/2023/11/12/zwischenwohnen-ein-praxisbeispiel/
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