Die KulturScheune 1a gemeinsam für einen neuen Begegnungsort Wie viele ländliche Orte sieht sich auch Fürstenberg, ein Stadtteil von Bad Wünnenberg im nordrhein-westfälischen Kreis Paderborn, mit dem Rückgang kultureller Strukturen und gemeinschaftlicher Begegnungsräume konfrontiert. „Alte Strukturen brechen weg. Die Kirche hat immer weniger Bedeutung. Kneipen gibt es nicht mehr. Die letzte hat tatsächlich vor vier Jahren zugemacht. Früher gab es mal sieben, acht oder neun. Es gibt eigentlich keine Kristallisationspunkte, damit Leute sich treffen können oder was miteinander machen.“(Peter Gödde) Dieser Entwicklung wollten einige engagierte Anwohner*innen nicht tatenlos zusehen. Ihre Chance witterten sie im Jahr 2020, als eine Scheune in der Ortsmitte leer fiel. In den nächsten vier Jahren verwirklichte die Gruppe ihre Vision eines kulturellen Identifikations- und Begegnungsortes in der ehemaligen Zehntscheune. Unter dem Namen „KulturScheune1a” ist die Scheune heute ein über die Region hinaus bekannter Veranstaltungsort, der namhafte Künstler*innen und Gäste aus ganz Deutschland anlockt. Für die Dorfgemeinschaft ist sie ein Gestaltungsraum, der zum Mitmachen einlädt. Unsere Interviewpartner*innen auf der Fluchttreppe Wir waren vor Ort und haben mit Peter Gödde, dem Geschäftsführer der KulturScheune1a UG, mit Julia Mühlenbein, der Leiterin der Organisation, sowie mit Erhard Weitekamp gesprochen und einen Einblick in die spannende Entwicklung des Projekts bekommen. Frontansicht Die Scheune von oben Von der Zehntscheune zum Kulturzentrum Die ehemalige Zehntscheune und heutige Heimat der Kulturscheune1a wurde 1776 vom Graf von Westfaphlen erbaut und war Teil eines landwirtschaftlichen Gutshofes im historischen Ortskern von Fürstenberg. Nachdem sie ihre ursprüngliche Nutzung verlor, wurde die Scheune seit den 1970er Jahren von der Kommune als Bauhof und Lager genutzt. Als diese 2020 in ein neues Gebäude umzogen, blieb das bedeutende Gebäude ungenutzt zurück. „Es war nicht nur eine Zehntscheune, sondern auch ein Ort des Austauschs zwischen Adel, Kirche und Bürgern, also Bauern. Das war also immer ein spannungsgeladener Ort, positiv gemeint.“(Peter Gödde) Mit dem Wunsch, das identitätsstiftende Gebäude zu erhalten und einen neuen Kultur- und Begegnungsort für die Dorfgemeinschaft zu schaffen, entwickelte eine motivierte Gruppe aus zunächst fünf und später 15 Anwohner*innen im Austausch mit der Dorfgemeinschaft das Konzept der Kulturscheune. Nach langen Verhandlungen mit der Kommune, welche dem Kulturprojekt weniger wohlwollend gegenüberstand, konnte sie das Gebäude am 1. April 2021 für einen symbolischen Euro übernehmen. Nach dem Kauf stand die Gruppe vor einer sanierungsbedürftigen Scheune, ohne Boden, Isolierung und mit alten, baufälligen Toren. Nach konkreten Planungsgesprächen mit Architekten, Sachverständigen und Fachplanern und der Beantragung einer Nutzungsänderung, konnte im Winter desselben Jahres mit den Sanierungsarbeiten begonnen werden. Viele davon wurden in Eigenleistung erbracht. Im Fokus stand die bauliche und technische Anpassung sowie die energetische Modernisierung, um eine ganzjährige Nutzung zu ermöglichen. Zunächst wurde ein Teil der Scheune bis zur zweiten Jahreshälfte 2021 provisorisch nutzbar gemacht. Ein gedämmter Holzboden und eine mobile Trennwand aus Glas wurden eingesetzt, um einen Cafébereich vom größeren Scheunenbereich abzuschirmen. Weiter ging es 2022 mit der Dachdämmung. 2023 waren bereits große Teile der Sanierungsarbeiten im Innenbereich abgeschlossen, wie z. B. die zuverlässige Wärmeversorgung durch eine Fußbodenheizung. Im darauffolgenden Jahr wurde die Kulturscheune mit der Sanierung des Vorplatzes abgerundet. Heute umfasst die KulturScheune1a ein Foyer mit einem Cafébereich, der aus zusammengewürfelten Tischen von ehemaligen Pensionen besteht. Im linken Scheunenbereich findet sich ein Veranstaltungssaal mit 200 Sitzplätzen und einer über 50 m² großen Bühne. Vervollständigt wird die KulturScheune1a durch moderne sanitäre Anlagen, eine Küche sowie Ausstellungs- und Arbeitsflächen. Cafébereich In einer der alten Hallen wurde ein Theater eingerichtet, die „Die Andere Welt Bühne“, die das kulturelle Angebot der Region erweitert. Mit der Veranstaltung von Workshops sowie Angebote für Kinder und Jugendliche haben die Initiator*innen zudem einen gesellschaftlichen Auftrag angenommen. Hierfür geht Melanie Seeland, die für den Betrieb des Theaters verantwortlich ist, Kooperationen mit Kindergärten und Schulen der Stadt ein und schafft Angebote für interessierte Bürger*innen. Den Bau der Innenausstattung übernahmen die Initiator*innen selbst. In der Waldwirtschafterei fertigten sie beispielsweise die aufwendigen Bühnenelemente. Die Bestuhlung und Teile der Technik wurden von befreundete Berliner Theatern gestiftet, die damit einen wichtigen Beitrag für die Eröffnung des Theaterbetriebs leisteten. Neben den erbrachten Eigenleistungen trägt sich „Die Andere Welt Bühne“ über Förderungen des Landes Brandenburg – insbesondere durch die Kulturförderung. Und der Erfolg bestätigt die Bemühungen und motiviert die Betreiber*innen. Das Theater lockt neben den Menschen aus der Region auch Publikum aus dem nahliegenden Berlin nach Strausberg. In einer anderen Halle auf dem alten Postgelände befindet sich die besagte Waldwirtschafterei. Die Holzwerkstatt stellt einen wesentlichen und wichtigen Bestandteil des Vorhabens dar. Hier werden neben Auftragsarbeiten insbesondere die Ausstattungen für den eigenen Gebrauch – wie Bühnenelemente für das Theater oder die Innenausstattung für die Schmorpost – sowie die Elemente für die Häuser für das „Wohnen am Waldrand“ gefertigt. Der Aufbau der Werkstatt sowie die Anschaffung von Maschinen und des eigenen mobilen Sägewerks – das sich an einer anderen Stelle auf dem Gelände im Einsatz befindet und die gefällten Bäume zu Bauholz verarbeitet – wurden mit eigenen Mitteln finanziert. Anschaffungs- und Betriebskosten können zum Teil durch Auftragsarbeiten und durch den Aufbau des Wohnquartiers sowie dessen Einnahmen gedeckt werden. Auf dem Gelände entsteht zusätzlich zu dem kulturellen und gastronomischen Angebot ein kleines nachhaltiges Wohnquartier, welches zukünftig noch erweitert werden könnte. Der Nachhaltigkeitsaspekt ergibt sich aus der Art und Weise des Hausbaus. Es handelt sich um Holzhäuser, deren Bau einem ressourcenschonenden, kreislauforientierten Ansatz folgt. Fenster werden nachgenutzt; das Holz stammt vom eigenen Gelände ohne nennenswerte Transportwege und wird vor Ort verarbeitet. Außerdem stehen die Neubauten auf Punktfundamenten, für welche nur geringe Mengen Beton benötigt werden. Zudem lässt die Bauweise den kompletten Rückbau der Häuser zu. Die Finanzierung des Projekts „Wohnen am Waldrand“ setzt sich aus Eigenmitteln aus der laufenden Kreditfinanzierung und den bereits geleisteten Zahlungen von Genossenschaftsanteilen zukünftiger Bewohner*innen zusammen. Das erste Haus wird bereits bewohnt und das zweite steht kurz vor dem Bezug. Weitere Häuser befinden sich im Bau, sind zum Teil bereits verkauft oder warten auf Bewohner*innen. Potenzielle Nutzer*innen steigen demnach nach einem genossenschaftlichen Modell, mit ihren persönlichen finanziellen Mitteln, in das Vorhaben ein, werden dadurch Miteigentümer*innen aller Häuser und mieten ihr eigenes Haus bzw. ihre eigene Wohnung. Linker Scheunenbereich mit Blick auf die Bühne Blick von der Bühne
Dorfgemeinschaftshaus Steinhagen
Dorfgemeinschaftshaus Steinhagen Kurzbeschreibung Auch in Steinhagen hinterlässt der demografische Wandel Spuren in der Einwohnerstruktur. Über öffentliche Ausschussarbeit unter Einbindung von Bürgerinitiativen, Interessengruppen und Vereinen ermittelte die Gemeinde Handlungsbedarf bei Senioren- und Jugendarbeit sowie in der Entwicklung der dörflichen Mitte. Die Wahl fiel auf die „Alte Kita“ in zentraler Ortslage nahe Kindergarten, Kirche, Schule und Sportplatz. Für die Umnutzung zum multifunktionalen Dorfbegegnungszentrum waren eine komplette Dach- und Fassadensanierung, Fußbodensanierung, der Umbau der sanitären Anlagen, eine Neugestaltung der Außenanlagen sowie eine neue Gebäudeelektrik nötig. Heute nutzen neben der Gemeinde vor allem Seniorenverein, Jugendclub und Feuerwehr das Haus. Regelmäßig finden dort Gemeindevertretersitzungen, Ausschusssitzungen, Ausstellungen im Heimatmuseum, Buchlesungen, Filmvorführungen, Gesprächsrunden, Yogakurse sowie Dorffeste und Backkurse statt. Gebäudetyp ehemalige Kita (ursprünglich Jugendclub, Baujahr 1988) Nutzungskategorien Dorfgemeinschaftshaus, Begegnungsstätte, Vereinsnutzung (Senioren, Jugend, Feuerwehr), Heimatmuseum, Verwaltung/Bürgersprechstunde Finanzierung LEADER, Eigenmittel Beteiligte Akteure Gemeinde Steinhagen, Lokale Aktionsgruppe Nordvorpommern, Bürgerinitiativen und Interessengruppen, Seniorenverein, Jugendclub, Freiwillige Feuerwehr Ort und Landkreis (Bundesland) Steinhagen (Mecklenburg-Vorpommern) Quelle: Regionalmanagement LEADER Nordvorpommern Kontakt DorfgemeinschaftshausDorfstraße 6218442 SteinhagenBürgermeister Hansjörn Butkereit, info@steinhagen-mv.de Link www.steinhagen-mv.de/dorfgemeinschaftshaus-steinhagen
Dorfgemeinschaftszentrum Kasnevitz
Dorfgemeinschaftszentrum Kasnevitz Kurzbeschreibung Eine Initiative aus Mitgliedern der evangelischen Kirchengemeinde St. Jakob Kasnevitz und weiteren Einwohner*innen setzte sich dafür ein, das alte Feuerwehrhaus im Ortszentrum von Kasnevitz zu sanieren und umzunutzen. Mit der Sanierung konnten die historische Bausubstanz und weitere Besonderheiten, wie z. B. der Schlauchturm, die roten Toranlagen und das Mauerwerk mit Schlemmputz erhalten bleiben. Seit der Eröffnung 2021 wird das Gebäude vielfältig als Veranstaltungs- und Versammlungsort für Kommune, Kirchengemeinde, Sportgruppen, Lesungen, gesellige Abende, Bastelkreise und Familienfeiern genutzt. Darüber hinaus soll das Gebäude als touristische Informationsstelle des Biosphärenreservats Südost-Rügen sowie als Ausgangspunkt eines geführten Caspar-David-Friedrich-Rundwegs dienen. Ergänzend zum Umbau (LEADER-Antrag 2018) wurde 2021 eine PV-Anlage am ehemaligen Schlauchturm beantragt. Der Turm dient als Tragkonstruktion für die Fotovoltaik-Module, deren Strom die Wärmepumpe, elektrische Durchlauferhitzer und weitere Geräte im Haus versorgt. Gebäudetyp ehemaliges Feuerwehrhaus mit Schlauchturm Nutzungskategorien Dorfgemeinschaftshaus, Veranstaltungs- und Versammlungsort, touristische Informationsstelle, Beginn des Malerrundwegs Finanzierung LEADER, Eigenmittel Beteiligte Akteure Evangelische Kirchengemeinde St. Jakob Kasnevitz, Initiativgruppe Dorfgemeinschaftshaus Kasnevitz, Bürger*innen aus Kasnevitz und umliegenden Dörfern, Stadtvertretung Putbus, Kirchgemeinderat Kasnevitz, Insula Rugia, Galerie Circus 1 Putbus, flz I Stahl- und Metallbau Lauterbach GmbH, Stuhlpaten, LAG Ort und Landkreis (Bundesland) Putbus (Mecklenburg-Vorpommern) Quelle: Regionalmanagement LEADER Nordvorpommern Kontakt DorfgemeinschaftszentrumDorfstraße 36c18581 KasnevitzPastorin M. L. Marlow, putbus@pek.deVorsitzende des KGR Kasnevitz: Peter Hübner, ph@krakvitz-ruegen.deMartin Hurtienne, martin.hurtienne@gmx.de Link www.dorfhaus-kasnevitz.de
Backsteinbasilika St. Jürgen
Backsteinbasilika St. Jürgen Kurzbeschreibung Die Backsteinbasilika St. Jürgen in Starkow gehört zu einem denkmalgeschützten Ensemble mit Pfarrgarten und ist seit Jahren ein beliebtes Ausflugsziel in Vorpommern. Der Verein Backstein Geist und Garten e.V. entwickelt gemeinsam mit den Kirchengemeinden Starkow und Velgast neue Nutzungen. Neben einem Touristischen Informationszentrum mit Aussichtspunkt entsteht die „Garten-Kultur-Kirche“, künftig Ort für Gottesdienste, Veranstaltungen, Ausstellungen und Umweltbildung rund um den historischen Garten. Gebäudetyp Kirche Nutzungskategorien Kultur- und Begegnungskirche, Veranstaltungs- und Ausstellungsraum, Umweltbildung, Touristisches Informationszentrum, Gottesdienste Finanzierung LEADER, BKM–Mittel, Ostdeutsche Sparkassenstiftung, Denkmalschutz Stiftung Deutschland, Land, Pommerscher Evangelischer Kirchenkreis, Stiftung KiBa (Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland) Beteiligte Akteure Verein Backstein Geist und Garten e.V., Kirchengemeinde Starkow und Velgast, Gemeinde Velgast, Lokale Aktionsgruppe (LAG) Nordvorpommern, Ostdeutsche Sparkassenstiftung/Sparkasse Vorpommern, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Pommerscher Evangelischer Kirchenkreis, Stiftung KiBa Ort und Landkreis (Bundesland) Starkow (Mecklenburg-Vorpommern) Quelle: Backstein – Geist und Garten e.V. Kontakt Kirche Basilika St. Jürgen,Kirchsteig 918469 Velgast OT StarkowDr. Gerd Albrecht, gerd.albrecht@amt-barth.deCornelia v. Uckro, uckro@gmx.net Link www.starkow.net/kirche.htmlwww.kirche-mv.de/begegnungsort-auf-der-backstein-und-gartenroute
Neue Mitte in Ruhstorf
Neue Mitte in Ruhstorf Kurzbeschreibung Auf dem Mathäser-Areal im Zentrum von Ruhstorf a.d.Rott entsteht ein Bürgerzentrum, das Alt und Neu verbindet. Das traditionsreiche Gasthaus Mathäser, seit Generationen Teil der Ruhstorfer Identität, bleibt in seiner ursprünglichen Form erhalten und wird grundlegend saniert. Ergänzt wird es durch einen zeitgemäßen Neubau nach dem Siegerentwurf des Münchner Architekturbüros Martin Goldbrunner, der Raum für Vereine und Veranstaltungen bietet. Die neu gestalteten Freiflächen bieten im Norden einen Biergarten am Wasser, im Süden eine windgeschützte Terrasse. Grundlage des Konzepts war eine breite Bürgerbeteiligung: 2017 sammelte das Team von nonconform in einem dreitägigen Pop-up-Büro im Gasthaus Ideen und Anliegen aus der Bevölkerung. Am 21.06.2024 wurde das neue Bürgerzentrum feierlich eingeweiht. Gebäudetyp historisches Gasthaus mit neuem Anbau/Bürgerzentrum Nutzungskategorien Gastronomie, Vereinsräume, Veranstaltungen/Kultur, Begegnungsstätte Finanzierung Bayerisches Staatsministerium des Inneren für Bau und Verkehr, Städtebauförderung, Gemeinde Beteiligte Akteure Markt Ruhstorf a.d.Rott (Bauherr), Architekturbüro Martin Goldbrunner, nonconform (Büro für Bürgerbeteiligung/Ideenwerkstatt 2017), örtliche Vereine als künftige Nutzer Ort und Landkreis (Bundesland) Ruhstorf a.d.Rott, Landkreis Passau, Bayern Kontakt Neue Mitte in RuhstorfHauptstraße 1994099 Ruhstorf an der Rottoffice@nonconform.at Link www.byak.de/planen-und-bauen/projektsuche/www.nonconform.at/ideenwerkstatt/
Die STATION Bahnhof Au(Sieg)
Die STATION Bahnhof Au(Sieg) Kurzbeschreibung Rund zwei Jahrzehnte stand das Erdgeschoss des Pendler-Bahnhofs Au(Sieg) leer. Seit 2023 engagiert sich eine Gruppe rund um den Verein Kulturhafen Au e.V., um daraus einen „Dritten Ort“ zu machen. Nach neunmonatiger Bauphase mit vielen ehrenamtlich Engagierten wird seit August 2025 in Teilabschnitten eröffnet: zunächst Café, Toiletten und Warteraum. Die 24/7-Toiletten wurden barrierefrei von der Künstlerin Tanja Corbach gemeinsam mit rund 220 Menschen aus der Region gestaltet. Es folgte die Möglichkeit für Mitglieder, die Räume per Smartphone-Zugang rund um die Uhr eigenständig zu nutzen (Juni 2026), ab September 2026 kommt der Westflügel mit Räumen für Konzerte und Theaterabende hinzu. Ein Kiosk mit Direktverkauf am Gleis soll 2027 folgen. Vorne liegt der Werkraum für selbstorganisierte Kunst-, Kultur- und Soziokultur-Angebote. Gebäudetyp Bahnhof Nutzungskategorien Kulturstätte, Café/Gastronomie, Tante-Emma-Laden/Kiosk, Werkraum, 24/7-Warteraum, Ort des Gemeinwohls Finanzierung „Dritte Orte – Häuser für Kultur und Begegnung im ländlichen Raum“ Beteiligte Akteure Kulturhafen Au e.V., Stationista e.V., Kreativlabor HeartWire, Gemeinde Windeck, DB InfraGO, Myzelium – Netzwerk für gemeinschaftsbasierte Unternehmungen, Rhein-Sieg-Kreis, engagierte Bürger*innen, Künstlerin Tanja Corbach Ort und Landkreis (Bundesland) Windeck-Au (Sieg) (Nordrhein-Westfalen) Kontakt DIE STATIONBahnhofstraße 2451570 Windeck-Au (Sieg)Anna Mauersberger, Andrea Sieben,anna@diestation.org Link www.diestation.orgwww.pro-loco.eu/die-station-bahnhof-au-windeck
Museum betont
Museum betont Kurzbeschreibung Die Stadt Kellinghusen war in der Vergangenheit Zentrum der Verarbeitung regionaler Ressourcen und von 1764 bis 1903 Sitz einer bekannten Fayence- und Keramikindustrie. Nach Produktionsende entstand eine umfangreiche Sammlung, die seit den 1980er Jahren im „Fayence-Museum“ im Bürgerhaus gezeigt wurde. Das historische Rathaus stand dagegen nach dem Umzug der Verwaltung in einen Neubau weitgehend leer. Im Ortsentwicklungskonzept 2017 wurde die Nachnutzung des Rathauses als Schlüsselmaßnahme zur Innenentwicklung und Ortskernbelebung festgelegt. Bereits ab 2016 arbeitete die Stadt an einer sinnvollen Nachnutzung, eine vorgeschaltete Ideenwerkstatt band die Bevölkerung ein. Daraus entstand die Idee eines neuen Museums, das das Keramik- und Fayencemuseum integriert und um eine Sammlung historischer Tasteninstrumente eines Kellinghusener Sammlers erweitert. Neben der Dauerausstellung finden dort Sonderausstellungen, Konzerte und Workshops statt. Das denkmalgeschützte Gebäude konnte die EnEV-Standards nicht vollständig erfüllen, wurde aber vollständig barrierefrei gestaltet, inklusive Plattformlift und öffentlich zugänglichen Toiletten unabhängig von den Museumsöffnungszeiten. Ein Multifunktionsraum im Erdgeschoss steht Vereinen und Verbänden für Sitzungen zur Verfügung und soll künftig auch für Schulungen Ehrenamtlicher eines geplanten Fördervereins genutzt werden. Gebäudetyp historisches Rathaus Nutzungskategorien Museum, Stadtmarketing/Tourist-Information, Multifunktionsraum für Vereine, barrierefreier öffentlicher Treffpunkt Finanzierung Fördergrundlage § 44 LHO i. V. m. der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK), GAK-Rahmenplan Förderbereich 1: Integrierte ländliche Entwicklung Bildquelle: Impuls Design Beteiligte Akteure Stadt Kellinghusen, externes Büro für Markenentwicklung, Sammler historischer Tasteninstrumente aus Kellinghusen, künftig ein zu gründender Förderverein, Ehrenamtliche Ort und Landkreis (Bundesland) Kellinghusen, Kreis Steinburg (Schleswig-Holstein) Kontakt Museum „betont“Markt 925548 KellinghusenDennis Smuda, Landesamt für Landwirtschaft und nachhaltige Landentwicklung, dennis.smuda@llnl.landsh.deIna Alter, Ministerium für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz des Landes Schleswig-Holstein, Ina.Alter@mllev.landsh.de Link www.kellinghusen.de/museum
Edelhof Gröningen
Edelhof Gröningen Kurzbeschreibung Der Edelhof in der Kernstadt Gröningen ist seit Mitte der 1990er Jahre ungenutzt und wird nach Klärung komplexer Eigentumsverhältnisse revitalisiert. Bis 2016 gehörte das rund 25.000 m² große Areal vier verschiedenen Eigentümern, was eine Entwicklung lange verhinderte. 2018/2019 konnten wesentliche Teilflächen in kommunales Eigentum überführt werden. Ein Teil des ehemaligen Stallgebäudes wurde bereits denkmalgerecht saniert und beherbergt seit 2022 eine Kindertagesstätte in Trägerschaft der Diakonie. Eine alte Möbelhalle wich einem neuen Wohngebiet, dessen Erschließung über den Verkaufserlös refinanziert wird. Für das historische Haupthaus am Nordrand, zuletzt als Pflegeheim genutzt, ist eine Umnutzung zu barrierearmem, generationenoffenem Wohnraum mit gemeinschaftlicher Küche und ergänzendem Pflegeangebot vorgesehen. Gebäudetyp historischer Hof Nutzungskategorien Kindertagesstätte, Wohnen (Mehrgenerationen, barrierearm), Pflegeangebot, Neubaugebiet auf Konversionsfläche Finanzierung Städtebauförderung, LEADER Beteiligte Akteure Verbandsgemeinde Westliche Börde, Stadt Gröningen, Investorengruppe Edelhof GbR (vertreten durch Architekt Jörg Gardzella und Gert Schuber), Diakonisches Werk im Kirchenkreis Halberstadt e.V. (Trägerschaft Kita und späteres Pflegeangebot) Bildquelle: Website Ort und Landkreis (Bundesland) Gröningen, Verbandsgemeinde Westliche Börde, Landkreis Börde (Sachsen-Anhalt) Kontakt Edelhof GröningenAm Edelhof39397 GröningenErnst Brunner, Ernst.Brunner.BGM@westlicheboerde.deInes Kühn, i.kuehn@westlicheboerde.de Link www.westlicheboerde.de
Die KulturScheune 1a
KulturScheune 1a Kurzbeschreibung Aus einer kleinen Initiative von acht Ehrenamtlichen wurde ein breit getragenes Gemeinschaftsprojekt. Die KulturScheune1a in Fürstenberg (Stadtgebiet Bad Wünnenberg) entstand aus einer historischen Scheune von 1792 und wurde 2024 fertiggestellt. Heute engagieren sich rund 50 Personen im Kernteam, von Bauteam über Café- und Marktbetrieb bis Programmheft und Presse. Als gemeinnützige Unternehmergesellschaft getragen von Sintfeld Stiftung e.V. und Pro Fürstenberg e.V. bietet die Scheune ein vielfältiges Kulturprogramm. Ausstellungen, Lesungen, Quizabende, den wöchentlichen ScheunenMarkt1a, das jährliche Open-Air-Festival „ScheunenSommer“ sowie ein eigenes Café. Gebäudetyp historische Scheune Nutzungskategorien Begegnungs- und Veranstaltungsort Finanzierung Dritte Orte, NRW-Stiftung Beteiligte Akteure Sintfeld Stiftung e.V. und Pro Fürstenberg e.V; Geschäftsführer: Peter Gödde und Dieter Böddeker; Organisationsleitung: Julia Mühlenbein; Kernteam von rund 50 Ehrenamtlichen (ursprünglich 8 Initiator*innen) Ort und Landkreis (Bundesland) Bad Wünnenberg (Nordrhein-Westfalen) Bildquelle: ASG Kontakt KulturScheune1aPeter Gödde (Geschäftsführer)Am Schloßpark 1a33181 Bad Wünnenberginfo@kulturscheune1a.de Link www.kulturscheune1a.de
Dorfschänke Alt Merzbach
Dorfschänke Alt Merzbach Kurzbeschreibung Die ehemalige Gastwirtschaft Alt Merzbach mit Schankraum und ausgebautem Gewölbekeller schloss 2023. Sie war eine der letzten Kneipen in den umliegenden Höhendörfern Rheinbachs. Um den Treffpunkt zu erhalten, gründete sich noch im selben Jahr die Genossenschaft „Dorfschänke Alt Merzbach eG“, die inzwischen über 200 Mitglieder zählt. Gastraum und Gewölbekeller werden von der im Wohnhaus lebenden Eigentümerfamilie Merzbach angemietet. Zum Ensemble gehört auch ein fußläufig gelegener Grillplatz mit Hütte. Das Programm reicht von Musik, Film, Literatur und Ausstellungen über Mitmach-Formate wie Kreativworkshops und Kneipenquiz bis zu Begegnung ohne Konsumzwang und saisonalen Festen. Gebäudetyp Gastronomie, Kultur, Begegnungsstätte („Dritter Ort“) Nutzungskategorien Gasthaus mit Kulturveranstaltungen Finanzierung Landesförderprogramm „Dritte Orte – Häuser für Kultur und Begegnung im ländlichen Raum“ (Ministerium für Wissenschaft und Bildung / Land NRW) Beteiligte Akteure Genossenschaft Dorfschänke „Alt Merzbach“ eG, Familie Merzbach (Eigentümerin des Gebäudeensembles, Vermieterin), ARGE (Dachverband lokaler Vereine), Stadtverwaltung und Politik Rheinbach Bildquelle: Website Ort und Landkreis (Bundesland) Stadt Rheinbach (Nordrhein-Westfalen) Kontakt Dorfschänke Alt MerzbachMerzbacher Str. 4553359 Rheinbach Link www.alt-merzbach.dewww.pro-loco.eu/dorfschaenke-alt-merzbach-rheinbach