Heide-Pfarre Kurzbeschreibung In Langenreichenbach am Rande des Naturparks Dübener Heide wurde mit Hilfe von LEADER-Mitteln das alte Pfarrhaus der örtlichen Kirchengemeinde denkmalgerecht saniert. Die Sanierungsarbeiten erfolgten im Zeitraum 2020 bis 2022. Das Pfarrhaus ist nun ein multifunktionaler Ort, der als Begegnungsstätte für Vereine, Jugendarbeit und Feierlichkeiten dient. Auch Übernachtungen sind möglich. Für die Umsetzung des Projektes spendete die aktive Dorfgemeinschaft rund 12.000 Euro und leistete 650 Arbeitsstunden in Eigenleistung. Gebäudetyp Ehemaliges Pfarrhaus Nutzungskategorien Kultur, Begegnung, soziale Teilhabe, Übernachtung Finanzierung LEADER, Stiftung, Denkmalschutzbehörde, Spenden, Eigenmittel Beteiligte Akteure Kirchengemeinde, Ortschaftsrat Ort und Landkreis (Bundesland) Langenreichenbach, Landkreis Nordsachsen (Sachsen) Bildquelle: Website Kontakt Gemeindeverwaltung MockrehnaUnterdorf 404862 Mockrehnainfo@mockrehna.de Link www.langenreichenbach.de/sanierung-pfarrhaus-und-umbau-zur-heide-pfarre
Havelprater BRIEST
Havelprater BRIEST Kurzbeschreibung In Briest bekommt man die Gelegenheit eine alte Dorfkirche einmal ganz anders zu erleben und zu nutzen. Die Gründer*innen haben mit dem Havelprater nicht nur einen Kreativort mit Co-working und Openspaces geschaffen, es bietet sich auch die Gelegenheit, in einem ehemaligen Kirchengebäude zu übernachten. Umgesetzt wurde das Projekt mit Unterstützung der ZukunftsAgentur Brandenburg (ZAB), der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) und mittels LEADER-Förderung. Gebäudetyp Ehemaliges Kirchengebäude Nutzungskategorien Co-working, Arbeiten, Tourismus, Übernachtung, Gastronomie Finanzierung LEADER, Wirtschaftsförderung, Eigenmittel Beteiligte Akteure Privatpersonen, LAG Fläming-Havel Ort und Landkreis (Bundesland) Havelsee-Briest, Landkreis Potsdam-Mittelmark (Brandenburg) Bildquelle: Website Kontakt HavelpraterParkstraße 114798 Havelsee-Briestoffice@havelprater.com Link www.havelprater.com/de/home
Generationenquartier am Kump
Generationenquartier am Kump Zukunftsmodell für leerstehende Immobilien im Herzen der Kleinstadt Steinheim Kurzbeschreibung Um dem wachsenden Leerstand von Geschäfts- und Wohnhäusern im Stadtzentrum entgegenzuwirken, hat die Stadt Steinheim beschlossen, die ungenutzten Immobilien am Marktplatz für zeitgemäßes Wohnen und soziale Infrastruktur umzunutzen. Dabei ging die Stadt einen modellhaften Weg: In Zusammenarbeit mit einem Kreditinstitut und einer Rechtsberatung gründete sie eine Investorengesellschaft, die von den Anwohner*innen getragen wird. Durch die Erstellung eines städtebaulichen Entwicklungskonzepts konnten Städtebaufördermittel eingeworben werden. Nach dem Kauf und der Entkernung der Immobilien durch die Stadt übernahm eine private Projektgesellschaft die Sanierung und den Betrieb der Gebäude. Neben 19 Mietwohnungen und begrünten Außenanlagen beleben heute eine Tagespflege, ein Kindergarten mit einem öffentlichen Gemeinschaftsraum und ein Generationengarten das Quartier. Gebäudetyp Leerstehende Häuserzeile im Zentrum Nutzungskategorien Wohnen, Gemeinschaft Finanzierung Städtebaufördermittel Beteiligte Akteure Stadt Steinheim, Anwohner*innen, private Projektgesellschaft Ort und Landkreis (Bundesland) Steinheim, Kreis Höxter (Nordrhein-Westfalen) Bestandssituation / Bildquelle: Stadt Steinheim Kontakt OstWestfalenLippe GmbHKatharina NeubertProjektmanagerin UrbanLandk.neubert@owl.gmbh Stadt Steinheiminfo@steinheim.de Link www.urbanland-owl.de/projekte/generationenquartier-am-kump/
Die Alte Backstube
Die Alte Backstube Kurzbeschreibung Im November 2021 eröffnete im Ortskern von Erkenbrechtsweiler in der ehemaligen Bäckerei die Alte Backstube. Hierbei handelt es sich um eine Eventgastronomie, mit Gäste- und Ferienzimmern sowie einer Mietwohnung. Durch die LEADER-Bezuschussung wurde einerseits die Existenzgründung gefördert, auf der anderen Seite sind die regionale Wirtschaft sowie das soziale und kulturelle Leben in Erkenbrechtsweiler ein Stück weit gestärkt worden. Gebäudetyp Geschäftsgebäude, Gewerbeimmobilie, Bäckerei Nutzungskategorien Gastronomie, Einzelhandel, Veranstaltungsort, Tourismus, Übernachtung, Ferienwohnung Finanzierung LEADER, ELER Beteiligte Akteure Gemeinde Steinach, Investor, Privatpersonen, Betreiber Ort und Landkreis (Bundesland) Erkenbrechtsweiler, Landkreis Esslingen (Baden-Württemberg) Kontakt Alte Backstube GbRKirchstraße 573268 Erkenbrechtsweilerteam@diealtebackstube.de Link www.diealtebackstube.de
Das Wolf
Das Wolf Kurzbeschreibung In einem historischen Fachwerkhaus inmitten der Altstadt von Bad Soden, welches lange als Gaststätte „Zur Hoffnung“ bekannt und von der Familie Wolf betrieben worden ist, wird auf 200 qm ein Ort für New Work und private und berufliche Veranstaltungen entstehen. Es möchte sich als Co-working Space für Freiberufler*innen und Start-ups etablieren, aber trotzdem etwas von der alten Funktion und dem traditionellen Charme beibehalten. Gebäudetyp Ehemalige Gaststätte Nutzungskategorien Veranstaltungsort, Arbeit, Co-working Finanzierung LEADER Beteiligte Akteure Privatpersonen Ort und Landkreis (Bundesland) Bad Soden-Salmünster, Main-Kinzig-Kreis (Hessen) Bildquelle: Joachim Schmidt Marketing und Kommunikation Kontakt Schmidt & Ovens GbRBrückenstraße 1763628 Bad Soden-Salmünsterpost@daswolf.de Link www.daswolf.de
Beuner Hof
Beuner Hof Kurzbeschreibung Der in Burgbrohl gelegene Beuner Hof, dessen Grundmauern auf das Jahr 1138 zurückgehen, ist Teil eines engagierten Vorhabens, das nach seiner Fertigstellung vielfältige Funktionen erfüllen soll. Geplant sind eine betreute Senioren-WG sowie Räumlichkeiten für einen Pflegedienst. Der ehemalige Stall und die Scheune wurden zu einem Hofladen mit regionalen Produkten und einem Hofcafé umgebaut. Zusätzlich entstanden Ferienwohnungen, um ein touristisches Angebot zu schaffen. Ergänzt wird das Ensemble durch einen Veranstaltungsraum, der unter anderem für Seminare genutzt werden kann. Das Projekt soll dazu beitragen, den Folgen des demografischen Wandels entgegenzuwirken und als Begegnungsstätte zu dienen. Gebäudetyp Gutshof, landwirtschaftliches Gebäude, historisches Gebäude Nutzungskategorien Nahversorgung, pflegerische Versorgung, medizinische, Versorgung, Veranstaltungsort, Gastronomie, Begegnung, soziale Teilhabe, Übernachtung Finanzierung LEADER, Eigenmittel Beteiligte Akteure Regionalmanagement, Privatpersonen Ort und Landkreis (Bundesland) Burgbrohl, Landkreis Ahrweiler (Rheinland-Pfalz) Bildquelle: Theresa Göbel c/o Sweco GmbH Kontakt Sweco GmbHStegemannstraße 5-756068 Koblenzregionalentwicklung@sweco-gmbh.de Link www.leader-osteifel-ahr.de
Arche – ein Haus für Jung und Alt
Arche – ein Haus für Jung und Alt Kurzbeschreibung Um einem drohenden Zerfall der daseinsvorsorgenden Infrastruktur in Detern zuvorzukommen, wurde von der Gemeinde sowie der Kirchengemeinde Detern die Rettung der Kirchstraße beschlossen. Da die mit Apotheke, Gastronomie und Läden gesäumte Straße als Zentrum des Dorfes dient, sollte hier auch die Umsetzung des Projektes „Arche“ stattfinden – ein Ort, der für alle Altersgruppen Angebote schafft und die vielfältigen Bedürfnisse der Einwohner*innen abdeckt. Dafür wurde ein Gebäude-Ensemble, bestehend aus einem Haupthaus sowie der alten Dorfschule, saniert und zum Teil auch restauriert. Heute findet man vielfältige Angebote im Haupthaus vor sowie eine Krippe im Gebäude der alten Schule. Gebäudetyp Ehemaliges Schulgebäude, historisches Gebäude Nutzungskategorien Mehrgenerationen, Veranstaltungsort, Kultur, Bildung, Begegnung, soziale Teilhabe Finanzierung ELER, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung, Landesmittel, Landkreis Mittel Beteiligte Akteure Privatpersonen, Stöckener Hof UG, regionale Dienstleister Ort und Landkreis (Bundesland) Detern, Landkreis Leer (Niedersachsen) Bildquelle: Website Kontakt Mehrgenerationenhaus ArcheKirchstraße 2126847 Deterngemeinde@juemme.de Link www.arche-detern.de
Ampelhaus Oranienbaum
Ampelhaus Oranienbaum Kurzbeschreibung Das im Jahr 2016 mit Hilfe von LEADER-Mitteln sanierte Ampelhaus dient heute als Kunst- und Kulturhof. Mit Seminarräumen und Ausstellungsmöglichkeiten bietet es Raum für Künstler*innen, die über ihre Ausstellungen zur kulturellen Belebung der Region beitragen. Zudem beherbergt das Ampelhaus eine Ferienwohnung, die als Ausgangspunkt für Ausflüge in die Umgebung genutzt werden kann, z. B. zum Weltkulturerbe Ferropolis, der „Stadt aus Eisen“. Gebäudetyp Ehemaliges Ampelhaus, historisches Gebäude Nutzungskategorien Kunst, Kultur, Begegnung, Übernachtung Finanzierung LEADER, Denkmalschutz, Eigenmittel Beteiligte Akteure Privatperson, Interessensgemeinschaft Ort und Landkreis (Bundesland) Oranienbaum-Wörlitz, Landkreis Wittenberg (Sachsen-Anhalt) Bildquelle: Website Kontakt AMPELHAUSBrauerstrasse 3306785 Oranienbaum-Wörlitzpost@ampelhaus.com Link www.ampelhaus.com
Alte Schmiede
Alte Schmiede Kurzbeschreibung Im Zuge des Stadtentwicklungskonzeptes der Kreisstadt St. Wendel wurde im Stadtteil Hoof eine denkmalgeschützte Schmiede saniert. Die Schmiede dient nun als Mehrgenerationenplatz mit Aufenthaltsraum sowie Sitz- und Verweilmöglichkeiten. Freie Flächen rundum die Schmiede bieten Platz für Bewegung und Spiel für jede Altersgruppe. Außerdem besteht die Möglichkeit, sich über das Gebäude und seine Entwicklungsgeschichte wie auch über das Schmiedehandwerk zu informieren. Entsprechende Infotafeln sind auf dem gesamten Gelände verteilt. Gebäudetyp Ehemalige Schmiede, historisches Gebäude Nutzungskategorien Mehrgenerationen, Kultur, Begegnung, soziale Teilhabe, Bildung Finanzierung Landesmittel, ELER Beteiligte Akteure Kreisstadt St. Wendel Ort und Landkreis (Bundesland) St. Wendel-Hoof, Landkreis St. Wendel (Saarland) Bildquelle: Website Kontakt Stabsstelle StadtentwicklungRathausplatz 166606 St. Wendelstadtentwicklung@sankt-wendel.de Link www.sankt-wendel.de
Regionalmanagement in Mittelfranken – wie zwei Landkreise den Umgang mit Leerstand neu denken
Regionalmanagement in Mittelfranken – wie zwei Landkreise den Umgang mit Leerstand neu denken Auf unserer Bereisung in den Freistaat Bayern verschlug es uns in den Regierungsbezirk Mittelfranken. Hier haben wir uns zwei Landkreisen gewidmet und mit verschiedenen Akteur*innen vor Ort gesprochen. Stellvertretend für die Landkreise Ansbach und Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim kamen wir mit den jeweiligen Regionalmanagerinnen ins Gespräch. Im Kreishaus zu Ansbach erwartete uns die Diplom-Geografin Andrea Denzinger. Nach ihrem Studium war sie auf unterschiedlichen Ebenen im Bereich der regionalen Entwicklung tätig, ehe sie im Jahr 2021 ins Landratsamt Ansbach wechselte. Die Regionalmanagerin vom Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Andrea Linz ist studierte Landschaftsarchitektin und -planerin mit einem weiteren Abschluss im Aufbaustudiengang Nachhaltiger Tourismus. Im Jahr 2010 begann sie ihre Tätigkeit im Regionalmanagement des Landkreises Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim. Die Regionalmanagements leisten hauptsächlich Vernetzungsarbeit und sorgen für mehr Außenwirksamkeit der jeweiligen Maßnahmen und Projekte. Sie nehmen eine verbindende Position ein und agieren als Schnittstelle zwischen dem jeweiligen Landkreis und den Kommunen. Die Einordnung der Stabsstellen für Regionalmanagement erfolgt regional unterschiedlich. Im Landkreis Ansbach ist sie an die Wirtschaftsförderung angegliedert, im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim an die Kreisentwicklung. Beide Landkreise verbindet nicht nur ihre Lage im selben Regierungsbezirk, sondern vielmehr das besondere Augenmerk auf die kommunale Innenentwicklung und den Umgang mit leerstehenden Gebäuden. Hierbei spielen die Regionalmanagerinnen eine wesentliche Rolle, auf die wir im weiteren Verlauf des Blog-Beitrags noch genauer eingehen. Der mittelfränkische Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim: Ländlich, traditionell und dennoch innovativ Von der grünen Wiese zurück zum Ortskern: Strategiewechsel in den ländlichen Räumen Bayerns Die beiden mittelfränkischen Landkreise liegen in der Metropolregion Nürnberg im Norden Bayerns. Sie gelten nach Typisierung des Thünen-Instituts für Ländliche Räume als sehr ländlich, wobei dem Landkreis Ansbach eine gute und dem Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim eine weniger gute sozioökonomische Lage zugeschrieben wird. Durch ihre Nähe zu verschiedenen Mittel- und Großstädten – je nach geografischer Lage besteht eine gute Anbindung an Städte wie Aalen, Bamberg, Crailsheim, Ellwangen, Erlangen, Fürth oder Nürnberg – leben viele berufsbedingte Auspendler*innen in den beiden Landkreisen. Dies begünstigt eine relativ gute Verfügbarkeit an Einrichtungen der Daseinsvorsorge und macht die Region generell attraktiv. „Irgendwann ist der Bewusstseinswandel einfach eingetreten. Man muss ja nur durch die Ortschaften gehen, sich umschauen und man entdecke jede Menge graue Energie, die verfällt. Wenn man dann Flächenverbrauch im Außenbereich hat und im Ortskern gibt s immer mehr Leerstand, dann muss sich das Bewusstsein auch ändern und man muss ins Handeln kommen.“ (Andrea Denzinger) In den Interviews wird die Situation hinsichtlich Innenentwicklung und Leerstandsaktivierung wie folgt beschrieben: Vielerorts war der kommunale Ansatz lange eher auf die Entwicklung des Gewerbes und die Verbesserung der wirtschaftlichen Situation ausgerichtet. Hiermit waren jedoch vordergründig die Außenentwicklung und das Bauen auf der „grünen Wiese“ verbunden. In den vergangenen Jahren fand jedoch ein Umdenken statt, wonach die Innenentwicklung wieder stärker in den Fokus der Städte und Gemeinden rückt. Gefördert wird dieses neue Bewusstsein seit Juli 2019 durch die „Flächensparoffensive Bayern“, ein flächendeckendes Programm der Bayerischen Staatsregierung. Demnach wurde das klare Ziel ausgerufen, die Inanspruchnahme neuer Flächen zu reduzieren und eine nachhaltige Flächenentwicklung in ganz Bayern zu fördern. Interkommunale Strukturen in Bayern – wie Netzwerke die Regionalentwicklung vor Ort gestalten Die regionalen Netzwerke in beiden Landkreisen weisen eine Besonderheit auf, die den Strukturen im Freistaat Bayern geschuldet sind. Regionalentwicklung ist stark interkommunal und kooperativ strukturiert – und findet in Form unterschiedlicher Zusammenschlüsse statt. Hierzu zählen die regionalen Planungsverbände, Kommunale Allianzen und Lokale Aktionsgruppen (LAG). Letztere sind im gesamten Bundesgebiet aktiv, da sie regionale Entwicklungsstrategien entwickeln und über die Förderung von Projekten im Rahmen der LEADER-Förderung entscheiden. Die regionalen Planungsverbände sind im Wesentlichen für die strategische Regionalplanung zuständig, welche dann auf den nachgelagerten Ebenen (Landkreise, Städte, Gemeinden) konkret umgesetzt wird. Regionaler Planungsverband Westmittelfranken Der regionale Planungsverband Westmittelfranken ist einer von landesweit 18 Verbänden und umfasst die Landkreise Ansbach, Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim und Weißenburg-Gunzenhausen. Durch den Planungsverband werden insgesamt 123 Städte, Märkte und Gemeinden sowie die kreisfreie Stadt Ansbach zu einer Planungsregion vereint. Das übergeordnete Ziel ist die Koordinierung der räumlichen Entwicklung in der jeweiligen Region. Dies geschieht mit Hilfe der Regionalplanung, welche sich an den vorgegebenen Zielen der Landesplanung Bayerns anlehnt. Kommunale Allianzen Die Kommunalen Allianzen sind freiwillige Zusammenschlüsse von Städten und Gemeinden, welche mit Arbeitsgemeinschaften zu vergleichen sind. Ihre Zielsetzung liegt in der interkommunalen Zusammenarbeit zur Bewältigung gemeinsamer Entwicklungsaufgaben. In den Landkreisen Ansbach und Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim gibt es insgesamt zwölf solcher Zusammenschlüsse. Diese setzen die Ziele der Regionalplanung auf der kommunalen Ebene um und greifen hierbei primär auf Mittel der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) und des Regionalbudgets zurück, um (gemeinsame) Projekte zu realisieren. Lokale Aktionsgruppen Eine weitere wichtige Säule der regionalen Entwicklung stellen die Lokalen Aktionsgruppen (LAG) dar, die sich mit Förderungen im Rahmen des LEADER-Programms befassen. In beiden Landkreisen agieren jeweils drei Aktionsgruppen, wobei sich die LAG Rangau über beide Kreise verteilt. Die Regionalmanagements der Landkreise initiieren Vernetzungs- und Austauschtreffen und wirken in den Gremien der Lokalen Aktionsgruppen mit. Zudem sorgen sie für mehr Sichtbarkeit von Projekten und Maßnahmen, beispielsweise mit den „Aktionstagen Innenorte“, die sich über mehrere Tage und an verschiedenen Orten den Themen der kommunalen Innenentwicklung widmen. Aktionstage Innenorte: Leerstand aktivieren und Innenentwicklung stärken Die „Aktionstage Innenorte“ hatten ihren Auftakt im Jahr 2019. Unter dem Motto „Mein Leben findet Innen statt“ können Interessierte seitdem im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim kommunale und private Projekte der Innenentwicklung und Leerstandsaktivierung kennen lernen und besichtigen. Im Jahr 2023 zog mit dem Slogan „Alte Hüllen – Neues Leben“ der Landkreis Ansbach nach und hat die Idee der „Aktionstage Innenorte“ für sich übernommen. Durch dieses Konzept und zielen die Regionalmanagements auf Bewusstseinsbildung, Erfahrungsaustausch und interkommunale Vernetzung. Bei Interesse an konkreten Projekten der „Aktionstage Innenorte“ finden Sie hier die Programmhefte für den Landkreis Ansbach (2023) und den Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (2024). Nachfolgend werden einige Beispiele der Leerstandsaktivierung aus den beiden Landkreisen vorgestellt. Beispiele Landkreis Ansbach In ihrem Ortsteil Schweinsdorf erwarb die Gemeinde Neusitz eine ehemalige Gaststätte, um diese neu