Bahnhof Gottleuba/Helm Kurzbeschreibung Der ehemalige Bahnhof im Ortsteil Helm wurde zu einem Kulturbahnhof mit Übernachtungsmöglichkeiten umgebaut. Heute finden im sanierten Gebäude kulturelle Veranstaltungen statt. Ein historischer Bahnwaggon auf dem Gelände lädt zum außergewöhnlichen Schlaferlebnis ein. Gebäudetyp Historisches Bahnhofsgebäude Nutzungskategorien Kultur, Tourismus, Übernachtung, Begegnung Finanzierung Keine Informationen Beteiligte Akteure Projektträger Kulturbahnhof Helm Ort und Landkreis (Bundesland) Bad Gottleuba-Berggießhübel (Ortsteil Helm), Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (Sachsen) Bildquelle: Website Kontakt Kulturbahnhof HelmBahnhofstraße 101816 Bad Gottleuba-Berggießhübelinfo@kulturbahnhof-helm.de Links www.kulturbahnhof-helm.dewww.saechsische-schweiz.de
Kunstkirche Uthleben
Kunstkirche Uthleben Kurzbeschreibung Die Kunstkirche Uthleben bietet nach einem Umdenken heute einen lebendigen Ort, an dem Menschen aller Altersgruppen Kunst und Kultur erleben können und gemeinschaftlich den Glauben entdecken. Es finden regelmäßig Kunstworkshops, Theaterprojekte und Ferienwochen statt, bei denen alle interessierten Bürger*innen die einzigartige Verbindung von Spiritualität und Kunst erfahren. Für ihr Engagement wurde das Projekt mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit einer Prämie des Ideenkarussells „Familie leben!“ der Evangelischen Kirche in Deutschland. Gebäudetyp Kirchengebäude, historisches Gebäude Nutzungskategorien Kunst, Glaubenserfahrung, Mehrgenerationen, Kultur Finanzierung Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland, Prämie der Evangelischen Kirche in Deutschland „Familie leben!“, Justus-Jonas-Preis des Kirchenkreises Südharz Beteiligte Akteure Evangelische Kirchengemeinde Uthleben, engagierte Gemeindemitglieder, Jugendkunstschulen Thüringen, Startsocial-Stipendium Ort und Landkreis (Bundesland) Ortsteil Uthleben, Landgemeinde Stadt Heringen/Helme, Landkreis Nordhausen (Thüringen) Bildquelle: ASG Kontakt St. Petrus UthlebenKirchstraße 199765 Heringen OT Uthlebenkunstkirche-uthleben@web.de Links www.ekmd.dewww.jugendkunstschulen-thueringen.dewww.stiftung-kiba.de
Netzwerkkirche St. Johanniskirche Ellrich
Netzwerkkirche St. Johanniskirche Ellrich Kurzbeschreibung Wenige Kirchen sind so geschichtsträchtig und ortsbildprägend wie die St. Johanniskirche in Ellrich. Das charakteristische, seit 905 n. Chr. existierende Gebäude erlitt in der Vergangenheit mehrfach Stadtbrände sowie einen Blitzeinschlag. Als „Grenzkirche“ zu DDR-Zeiten wurden die Zwillingstürme schlussendlich vollständig abgebaut, um eine Kommunikation in Richtung Westen zu verhindern. Doch die Ellricher Bürger*innen haben ihre historische Kirche nicht aufgegeben, sondern wieder aufgebaut und saniert. Heute dient die Kirche als multifunktionales Gebäude, in dem Konzerte, Tagungen, Versammlungen und auch Begegnungen stattfinden. Gebäudetyp Denkmalgeschützte Kirche, historisches Kirchengebäude Nutzungskategorien Konzerte, Tagungen, Lesungen, Workshops, Versammlungen, Begegnung Finanzierung Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland (KiBa), Spenden, Förderpreis „Goldener Kirchturm“ der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, Thüringer Denkmalschutzpreis, Land Thüringen (u. a. Mittel der Parteien- und Massenorganisationen der ehemaligen DDR), „Mach dich ran“-Show des MDR Beteiligte Akteure Förderverein „Wiederaufbau Glockenturm St. Johannis in Ellrich“ e.V., engagierte Bürger*innen, Internationale Bauausstellung Thüringen Ort und Landkreis (Bundesland) Ellrich, Landkreis Nordhausen (Thüringen) Bildquelle: ASG Kontakt St. Johannis EllrichAm Markt99755 Ellrichinfo@johanniskirche-ellrich.de Links www.johanniskirche-ellrich.dewww.stiftung-kiba.dewww.stadtellrich.de
Netzwerkkirche Ellrich
Kirche neu gedacht – Netzwerkkirche Ellrich In Ellrich, der nördlichsten Stadt des Freistaats Thüringen, hat die St. Johanniskirche eine ganz besondere Bedeutung. Für die Anwohner*innen ist sie seit der Wiedervereinigung ein wichtiger Hoffnungsträger und ein identitätsstiftendes Symbol für eine selbstbewusste Stadt in einem geeinten Deutschland. Nach ihrem Wiederaufbau wurde die Kirche zu einem Ort der Gemeinschaft. Unter der Bezeichnung „Netzwerkkirche“ hat sie sich seit 2018 zu einem soziokulturellen Begegnungsraum und Projektzentrum entwickelt, das Menschen unabhängig von ihrem Glauben und ihrer Herkunft vernetzt. Um einen Einblick in die bewegende und inspirierende Geschichte der Kirche St. Johannis zu bekommen, haben wir uns auf den Weg nach Ellrich im Landkreis Nordhausen gemacht und mit dem Vorsitzenden des Kirchenbauvereins, Martin Bischoff, gesprochen. St. Johanniskirche Ellrich Die St. Johanniskirche – Herz der Gemeinschaft und Symbol für die Zukunft Ellrich und seine über 1.000 Jahre alte Kirche blicken auf eine schicksalhafte Vergangenheit zurück. Das Gipsvorkommen im Südharz machte die Region um Ellrich im Nationalsozialismus zu einem wichtigen Standort für die Rüstungsindustrie. In diesem Zusammenhang befand sich in Ellrich außerdem das KZ-Außenlager Ellrich-Juliushütte. Nach dem Bau der Mauer Anfang der 1960er Jahre lag Ellrich in Folge der nahen Grenze zum Westen im fünf Kilometer breiten Sperrgebiet der damaligen DDR. Dies machte jeden Zugang genehmigungspflichtig, stellte die Bewohner*innen unter ständige Kontrolle und grenzte die Stadt in alle Himmelsrichtungen ab. Durch einen Blitzeinschlag im Jahr 1907 wurde die Kirche stark beschädigt. Durch Fehler beim bald einsetzenden Wiederaufbau und durch fehlende Unterstützungsmaßnahmen nach dem Zweiten Weltkrieg musste sie in den 1950er Jahren bauaufsichtlich gesperrt werden. Auch die imposanten Kirchtürme verfielen im Laufe der Jahrzehnte zunehmend und wurden bis 1965 vollständig abgetragen. Zurück blieb eine Kirche in ruinösem Zustand mit fehlenden Böden, zerstörten Dächern und bewachsenen Mauern. Für die Ellricher*innen war dies ein unerträgliches Bild und ein Sinnbild für die schwere Kriegs- und Nachkriegszeit. Nach der Wiedervereinigung 1990 wuchs der Wunsch, die Kirche und die beiden Türme wiederaufzubauen und sie als Zentrum der Gemeinschaft zu nutzen. „Ellrich hat viel erlebt. Die Leute sind lethargisch und man glaubt gar nicht mehr,dass es Fortschritte gibt. Wir kommen aus diesem Kreisel einfach nicht mehr raus.Das kann man nur durchbrechen, indem man sagt: „Wir bauen jetzt den Turm und zeigen damit, dass wir wieder da sind.” (Martin Bischoff) Nach der Wende wurde ein erster Anlauf unternommen, das Kirchenschiff wieder nutzbar zu machen. Hierfür gründeten sich die Initiativen „Förderkreis St. Johannis“ und „Wiederaufbau Glockenturm St. Johannis in Ellrich e.V.“, heute vereint im „Kirchenbauverein Ellrich e.V.“, welcher sich seitdem unermüdlich für die weitere Sanierung und Nutzung der Kirche einsetzt. Ab 1991 erfolgte die Sanierung des Kirchenschiffes als gemeinschaftliche Leistung des Fördervereins zusammen mit der evangelischen Kirchengemeinde Ellrich, den kirchlichen Bauämtern und der Stadt Ellrich. Auch der Freistaat Thüringen unterstützte das Projekt. Im Jahr 2008 wurde die Kirche erneut geweiht. Neues Leben in alten Mauern – die Kirche wird zum kulturellen Zentrum Nach der Weihung der Kirche sah sich der Verein mit einer neuen Herausforderung konfrontiert: Wie sollte das imposante Gebäude auch in Zukunft angemessen genutzt werden? „Wir hatten natürlich das Problem aller Kirchen. Was machen wir jetzt mit unserem Gebäude? Wir kommen so alleine nicht weiter.“ (Martin Bischoff) Innenansicht saniertes Kirchenschiff Mit dem Wunsch, die Sanierung der Kirche, inklusive des Wiederaufbaus der nach wie vor zerstörten Türme, weiter voranzutreiben und in den Räumlichkeiten wieder mehr Leben zu erreichen, entwickelte der Kirchenverein die Vision einer kulturellen Begegnungsstätte. Im Rahmen des offenen Ideenaufrufs „500 Kirchen – 500 Ideen“ der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) und der Internationalen Bauausstellung (IBA) Thüringen von 2012 bis 2023 entstand schließlich das Konzept der Netzwerkkirche. Mit diesem Vorhaben wurde die St. Johanniskirche zu einem von insgesamt sieben Modellprojekten. Die Grundlage für die Umsetzung legte dann im Jahr 2018 eine Machbarkeitsstudie, durchgeführt vom Architekturbüro SMITS + TANDLER (Erfurt), mit der Kostenaufstellung und einer detaillierten Zielplanung für den Umbau zur Netzwerkkirche. Nachdem diese sowohl intern als auch mit der Kirchenleitung und dem Baureferenten beim Kirchenkreis besprochen worden war, konnte es mit der Sanierung und dem Umbau des Kirchenschiffs losgehen. Zentrale Erfolgsfaktoren waren dabei die Expertise und gute Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro, besonders auch die Erfahrungen und die bestehenden regionalen Kontakte der Architekten in Bezug auf die Bauleitplanung. Auch die fachliche Begleitung durch die IBA trieb den Umbau des Kirchenschiffes zur Netzwerkkirche weiter voran. Im Fokus stand dabei vor allem die Konzeptentwicklung. Durch die im Rahmen der IBA durchgeführten Netzwerktreffen, Konzeptwerkstätten und unterschiedlichen Workshops konnten sich die Akteur*innen vor Ort qualifizieren und vernetzen. Am 1. Dezember 2022 konnte die Netzwerkkirche schließlich feierlich eröffnet werden. Mit dem erfolgreichen Innenausbau und der Eröffnung der Netzwerkkirche rückte das nächste Ziel in der Vordergrund: Der Wiederaufbau der beiden Kirchentürme. Dieses Vorhaben vervollständigt den Wunsch der Ellricher*innen, die St. Johanniskirche von den Spuren der Vergangenheit zu befreien. „Wir wollen den Turm wiederhaben, um zu zeigen, dass Ellrich wieder lebt.“ (Martin Bischoff) Ausgehend von den Vorstellungen des Architekten entschied sich der Kirchenbauverein für eine besondere und gleichzeitig bezahlbare Bauweise: Einzelne Betonteile wurden in einem lokalen Betonbauwerk gegossen und anschließend ähnlich wie Legosteine mit Hilfe von zwei Kränen vor Ort zum Turm zusammengesetzt. Die Betonmischung aus Kies und Zement ist farblich sowie von der Oberflächenstruktur her auf das Kirchenschiff abgestimmt. Auf diese Weise konnten die beiden Turmspitzen innerhalb der nächsten zwei Jahre fertiggestellt werden. Eine weitere Besonderheit ist die sich über den gesamten Turm ziehende Fuge, die die wechselvolle Geschichte der Stadt und Kirche zwischen Trennung und Vereinigung betont. Dadurch stehen die Türme heute als Symbol für die Verbundenheit von Ost und West. „Wir haben unsere Kirche. Wir haben das, was Deutschland geteilt hat, überwunden.Wir sind wieder eine Stadt selbstbewusster Leute in einem selbstbewussten Deutschland.“(Martin Bischoff) Mit Symbolkraft zum Fördererfolg Um die nötigen Fördermittel für den Umbau zu akquirieren, stand der Kirchenbauverein zunächst vor der Herausforderung, die erforderlichen Eigenmittel aufzubringen. Gelungen ist dies durch den Wettbewerb des Mitteldeutschen Rundfunks „Mach Dich ran“. Als Sieger des Wettbewerbs erhielt der Verein ein Preisgeld von 200.000 € und konnte damit den Grundstein für den Umbau legen. Mit der prominenten Unterstützung des damaligen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow,
Kunstkirche Uthleben
Kunstkirche Uthleben – mit Kunst zum neuen Leben Kirchen sind ein fester Bestandteil des Dorfbildes durch ihre zentrale Lage im Ortskern und ihre architektonische und baukulturelle Vielfalt. Für viele historisch gewachsene Dörfer sind sie wichtige Zeugnisse der Geschichte und als sozialer und identitätsstiftender Mittelpunkt von großer Bedeutung für die Dorfgemeinschaft. Die fortschreitende Säkularisierung führt jedoch vielfach zu einer geringeren Nutzung. Diese Entwicklung erfordert ein Umdenken und einen Wandel für Kirchen in ländlichen Räumen hin zu neuen Funktionen und Nutzungsmöglichkeiten. Ein Ort, an dem dieses Umdenken bereits Früchte getragen hat, ist die Kunstkirche Uthleben. Hier konnte die Kirchengemeinde die Kirche als lebendigen Ort für kreative und generationenübergreifende Projekte etablieren. Um mehr über das Projekt zu erfahren, haben wir uns auf den Weg in den Ortsteil der Landgemeinde Stadt Heringen/Helme in Thüringen gemacht. Vor Ort haben wir unter anderem mit Sandra Hesse, der Projektleiterin der Kunstkirche, mit der Kirchenratsvorsitzenden Dagmar Ullrich und mit dem Gemeindebürgermeister Matthias Marquardt gesprochen. St. Petrus Kirche in Uthleben Dorfkirche neu gedacht Die evangelische Dorfkirche St. Petrus in Uthleben hat für die Menschen der Ortschaft eine wichtige historische und kulturelle Bedeutung. Gleichzeitig machen die sinkenden Mitgliederzahlen auch der Uthlebener Kirchengemeinde zu schaffen. Dagmar Ullrich und Sandra Hesse berichten, dass neben den Gottesdiensten nur noch sehr selten rein kirchliche Veranstaltungen stattfinden und die Räumlichkeiten wie vielerorts kaum noch angemessen genutzt werden. Der Anteil der Einwohner*innen, die erreicht werden, sinkt. „Viele Gebäude und vor allem Kirchen stehen leer. Die ganze Woche über ist dort kein Leben zu sehen. Das sind wunderschöne Gebäude.“ (Sandra Hesse) Gleichzeitig verschwindet die Bereitschaft der Ortsgemeinschaft, die Kirche finanziell zu unterstützen oder sich ehrenamtlich zu engagieren, was den Fortbestand der Kirche weiter belastet. „Durch die vielen Kirchenaustritte erhalten wir als Kirchengemeinde natürlich auch weniger Geld. Dann müssen wir natürlich schauen: Entweder wir schließen den Laden oder wir entwickeln ein tragfähiges Finanzierungskonzept.“ (Sandra Hesse) Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen stand für die Kirchengemeinde fest: Die Kirche braucht einen neuen Ansatz, der wieder mehr Menschen erreicht und die Gemeinschaft stärkt. „Grundsätzlich denke ich, dass die Gesellschaft umdenken muss. Ein Umdenken wird kommen, denn das Problem betrifft nicht nur die Kirchen,sondern auch die Vereine und viele andere Bereiche.“ (Matthias Marquardt) Aus diesem Umdenken entwickelte die Gemeinde das Konzept der Kunstkirche. Mit der neuen Nutzung ist die Kirche St. Petrus zu einem offenen, frei zugänglichen Ort für Kunst, Kultur und Gemeinschaft geworden. Die neuen künstlerischen Angebote senken die Hemmschwelle zur Kirche, erreichen Menschen unabhängig von ihrem Glauben und stärken die Gemeinschaft. Die Idee für Kunstveranstaltungen entstand während der Corona-Pandemie. Der damalige Pfarrer und Kirchenratsmitglied Sandra Hesse sammelten zu dieser Zeit erste Ideen für Workshops und beschäftigten sich intensiv mit der Kirche und ihrer kunsthistorischen Ausgestaltung, u. a. der Kirchenmalerei rund um das Kirchenschiff. 2021 konnten daraufhin die ersten kleineren Kunstworkshops realisiert werden. Seitdem wurde das Angebot kontinuierlich erweitert und das Konzept weiter ausgearbeitet. Sandra Hesse übernimmt die Projektleitung im Ehrenamt. Biblische Bilder rund um das Kirchenschiff Heute gibt es neben den Kunstworkshops verschiedene Angebote und Veranstaltungen, darunter Klangwerkstätten und Theaterprojekte. Im Fokus stehen kreative Projekte mit generationsübergreifender Wirkung. Dabei werden auch künstlerische Praktiken mit religiösen Themen verknüpft. Darüber hinaus haben sich unterschiedliche Workshop-Formate, wie die Kunst-Kirchen-Camp-Woche oder die Ferien-Woche etabliert. Zuletzt fand die Ferien-Woche unter dem Motto „Altes Holz neu gedacht“ statt. Im Rahmen eines Holz-Upcycling-Projekts entstanden dabei aus alten Sitzbänken und Holzdielen neue Kunstwerke. Diese sind dauerhaft in der Kirche zu sehen. Künstlerisch gestaltete Holzbänke in der Kirche Ergebnisse des Kunstcamps am 10/11 Juli 2023 Des Weiteren hat sich ein offener Treffpunkt in Form eines Seniorencafés etabliert. In den kirchlichen Gemeinschaftsräumen können Interessierte niedrigschwellig zusammenkommen. „Wir holen sozusagen auch die Menschen ab, die allein sind und gar keinen Grund haben, irgendwohin zu gehen, weil es hier kaum Treffpunkte gibt.“ (Sandra Hesse) Auch für die Zukunft sind weitere Angebote in Planung: Mit Bildungsworkshops für regionale Kindergärten und Schulen soll dem Mangel an Lehrkräften an den Schulen und dem Unterrichtsausfall in den Fächern Kunst, Musik und Geschichte begegnet werden. Sandra Hesse berichtet, dass darüber hinaus auch die Anwohner*innen oft neue Ideen für Angebote haben. Cocktailabende, Konzerte, das gemeinsame Aufstellen von Domino-Steinen oder auch ein Podcast sind schon Thema gewesen. Die Entwicklung der Kunstkirche – von Preisen zu Coaching Im Jahr 2024 wurde das Engagement der Kirchengemeinde mit dem Justus-Jonas-Preis gewürdigt, einer Auszeichnung, welche jährlich vom Evangelischen Kirchenpreis Südharz vergeben wird. 2025 konnte das Projekt als Gewinner des „Ideenkarussell“ der Evangelischen Kirche auch deutschlandweit ein Zeichen setzen. Im selben Jahr folgte die Bewerbung durch Sandra Hesse bei startsocial für ein Beratungsstipendium. Startsocial wird von der gemeinnützigen Organisation startsocial e.V. getragen, die jährlich einen Wettbewerb ausschreibt. Mit dem Gewinn erhielt die Kunstkirche neben 99 weiteren sozialen Initiativen von November 2025 bis Februar 2026 ein professionelles Coaching. Mit dessen Hilfe wurden die Ziele und Herausforderungen der Kunstkirche ermittelt und Schwerpunkte gesetzt. Entstanden sind dabei Arbeitsgruppen und ein Ehrenamtskonzept, welche dabei helfen sollen, die anstehenden Aufgaben ohne Überlastung der Helfenden zu koordinieren. In naher Zukunft ist in diesem Zusammenhang eine Informationsveranstaltung für sämtliche ehrenamtlichen Helfer*innen geplant. Ziel der Veranstaltung ist es unter anderem, die Kapazitäten der Ehrenamtlichen zu ermitteln und weitere Unterstützung zu generieren. Auch ein Kommunikationskonzept wurde währen der Coaching-Phase entwickelt. Die dabei ausgearbeitete regionale Öffentlichkeitsarbeit fokussiert sich vor allem auf Wurfsendungen per Post. Darüber hinaus werden Facebook, Instagram und Statusmitteilungen bei WhatsApp zur Informationsverbreitung genutzt. Zusätzlich können Informationen schnell über eine Dorf-App verbreitet werden. Sandra Hesse beschreibt, dass die Nutzung von bereits vorhandene Informationsplattformen gut funktioniert, da die Betreuung und Koordination einer eigenen Website deutlich mehr Zeit kosten würde. Über das Coaching hinaus bietet das startsocial-Stipendium der Kunstkirche durch die Aufnahme in das Alumni-Netzwerk einen nachhaltigen Mehrwert. Es eröffnet neue Vernetzungsmöglichkeiten mit anderen sozialen Initiativen und Akteuren des Non-Profit-Sektors und trägt dazu bei, die Sichtbarkeit der Initiative langfristig zu erhöhen. Finanzierung – eine starke Dorfgemeinschaft und Ehrenamt als Erfolgsrezept Für die finanzielle Absicherung der Kunstkirche ist es wichtig, breit aufgestellt zu sein. Dazu gehört neben den Teilnahmebeiträgen, Fördermitteln Sponsoren und Spenden vor allem die ehrenamtliche Unterstützung durch die Anwohner*innen. Insgesamt gibt
VillaKunterbunt
VillaKunterbunt Kurzbeschreibung Bei der VillaKunterbunt handelt es sich um das erste realisierte Projekt des SauRiassl Syndikats, einem Netzwerk aus u. a. Verein und GmbH, das sich für klimaneutrale Sanierungen und gemeinschaftliches Wohnen in Landkreis Altötting einsetzt. Sauriassl ist der Mundart-Name der Region um Altötting herum. Der 150 Jahre alte Gasthof in Niedertaufkirchen wurde saniert und an moderne Wohnbedarfe angepasst. Dabei wurde die alte Ölheizung durch eine Pelletheizung ersetzt, das Dach komplett erneuert, alle Fenster und Türen ausgetauscht und die Gebäudehülle energetisch gedämmt. Gleichzeitig entstanden sieben Wohneinheiten mit Platz für rund 20 Bewohner*innen. Ein besonderer Fokus liegt auf nachhaltiger Energieversorgung: Über eine Photovoltaikanlage auf dem Dach wird Mieterstrom erzeugt. Damit wurde das Gebäude für Wohnen umgenutzt und der Bestand erhalten. Gebäudetyp Ehemaliges Gasthaus / historisches Gebäude Nutzungskategorien Wohnen, gemeinschaftliches Leben Finanzierung Direktkredite, Eigenmittel, Bank und KfW-Kredite Beteiligte Akteure SauRiassl Syndikat, Projektgruppe Ort und Landkreis (Bundesland) Niedertaufkirchen, Landkreis Mühldorf am Inn (Bayern) Bildquelle: Website Kontakt SauRiassl SyndikatKonventstr. 8284503 Altöttinginfo@sauriassl.org Link www.sauriassl.org/projekte
GenossenschaftsHaus
GenossenschaftsHaus Kurzbeschreibung In dem Altstadthaus aus dem 16. Jahrhundert im historischen Stadtkern von Burghausen wurden ehemals ungenutzte Flächen im Dach- und Erdgeschoss identifiziert. Das SauRiassl Syndikat, ein Netzwerk aus Wohnprojekten, das sich für klimaneutrales und gemeinschaftliches Wohnen in Landkreis Altötting einsetzt (Sauriassl ist der Mundart-Name der Region in und um Altötting), plant dort, neuen Wohnraum zu schaffen, ohne den denkmalgeschützten Charakter zu zerstören. Dabei soll auch die energetische Sanierung des Gebäudes erfolgen; geplant ist des Weiteren eine Photovoltaikanlage für die eigene Stromversorgung, mit dem Ziel, ökologische als auch soziale Aspekte der Nutzung zu verbinden. Gebäudetyp Mehrfamilienhaus der Altöttinger Baugenossenschaft Nutzungskategorien Selbstverwaltetes Wohnen Finanzierung Direktkredite, Eigenmittel, Bank und KfW Kredite Beteiligte Akteure SauRiassl Syndikat, Projektgruppe Ort und Landkreis (Bundesland) Altötting, Landkreis Altötting (Bayern) Bildquelle: Website Kontakt Genossenschaftshaus n.e.V.Trostberger Straße 5784503 Altöttinginfo@genossenschaftshaus.org Link www.genossenschaftshaus.org
G188 Burghausen
G188 Burghausen Kurzbeschreibung In dem Altstadthaus aus dem 16. Jahrhundert im historischen Stadtkern von Burghausen wurden ehemals ungenutzte Flächen im Dach- und Erdgeschoss identifiziert. Das SauRiassl Syndikat, ein Netzwerk aus Wohnprojekten, das sich für klimaneutrales und gemeinschaftliches Wohnen in Landkreis Altötting einsetzt (Sauriassl ist der Mundart-Name der Region in und um Altötting), plant dort, neuen Wohnraum zu schaffen, ohne den denkmalgeschützten Charakter zu zerstören. Dabei soll auch die energetische Sanierung des Gebäudes erfolgen; geplant ist des Weiteren eine Photovoltaikanlage für die eigene Stromversorgung, mit dem Ziel, ökologische als auch soziale Aspekte der Nutzung zu verbinden. Gebäudetyp Historisches Altstadthaus (16. Jahrhundert) Nutzungskategorien Wohnen Finanzierung Direktkredite, Eigenmittel, Bank Beteiligte Akteure SauRiassl Syndikat, Bewohner*innen Ort und Landkreis (Bundesland) Burghausen, Landkreis Altötting (Bayern) Kontakt SauRiassl SyndikatKonventstr. 8284503 Altöttinginfo@sauriassl.org Link www.sauriassl.org/projekte Bildquelle: Website
Quick13 | Wurmannsquick
Quick13 | Wurmannsquick Kurzbeschreibung Das Geschäftshaus am Marktplatz von Wurmannsquick wurde vom SauRiassl Syndikat, einem Netzwerk aus Wohnprojekten, das sich für klimaneutrales und gemeinschaftliches Wohnen in und um den Landkreis Altötting einsetzt (Sauriassl ist der Mundart-Name der Region um Altötting), 2019 in gemeinschaftliches Eigentum überführt In dem ungenutzten Ladenraum im Erdgeschoss entstand eine barrierefreie Wohnung. Im Zuge der energetischen Sanierung wurde neben der Wärmedämmung die Heizung auf eine Wärmepumpe umgestellt. Den Strom für die Mieter erzeugt eine Photovoltaikanlage in Verbindung mit einem Stromspeicher. Nach diesen Maßnahmen ist das zuvor weniger genutzte Gebäude wieder dauerhaft bewohnt und trägt zur lokalen Aktivierung von Bestandsbauten bei. Gebäudetyp Über 100‑jähriges Marktplatzhaus (ehemals Laden/Wohnnutzung) Nutzungskategorien Wohnen Finanzierung Direktkredite, Eigenmittel, Bank und KfW-Kredite Beteiligte Akteure SauRiassl Syndikat, Bewohner*innen Ort und Landkreis (Bundesland) Landkreis Rottal-Inn (Bayern) Bildquelle: Website Kontakt SauRiassl SyndikatKonventstr. 8284503 Altöttinginfo@sauriassl.org Link www.sauriassl.org/projekte
Generationenbahnhof Erlau
Generationenbahnhof Erlau Der Bahnhof der Gemeinde Erlau in Mittelsachsen ist ein klassisches Beispiel für die zahlreichen Stilllegungen von Bahnhofsgebäuden in ländlichen Regionen Ostdeutschlands. Knapp 15 Jahre lang stand das unter Denkmalschutz stehende Ensemble leer und war dem Verfall ausgesetzt. Doch die Gemeinde und die Menschen in Erlau wollten den Verlust des ortsbildprägenden und identitätsstiftenden Gebäudes nicht tatenlos hinnehmen. Das Ergebnis jahrelanger Arbeit kann sich sehen lassen: Der Generationenbahnhof ist heute ein zentraler Treffpunkt und Möglichkeitsort für Erlau. Um mehr über diese inspirierende Umnutzung des Bahnhofsgebäudes zu erfahren, haben wir uns auf den Weg in die Region im Mittelsächsischen Hügelland gemacht. Vor Ort haben wir mit einigen engagierten Akteur*innen des Generationenbahnhof Erlau e.V. sowie mit dem damaligen Bürgermeister gesprochen. Gemeinsam haben sie an der neuen Nutzung für das ehemalige Empfangsgebäude gearbeitet und die Idee des Generationenbahnhofs umgesetzt und haben uns von ihren Erfahrungen berichtet. Vom belebten Bahnhof zum Haltepunkt Der Bahnhof Erlau war lange ein belebter Ort in der gleichnamigen Gemeinde. Gelegen an der Eisenbahnstrecke Riesa-Chemnitz war er bis Ende des 20. Jahrhunderts ein regionaler Umschlagplatz für landwirtschaftliche Erzeugnisse, lokale Industrieprodukte und Baustoffe. Für die Anwohner*innen stellte er eine wichtige Verbindung in die regionalen Zentren wie Rochlitz oder Mittweida und in die Großstadt Chemnitz dar. Wie vielerorts setzte auch in Erlau in den 1970er- und 1980er-Jahren ein zunehmender Bedeutungsverlust des Bahnhofs ein. Die abnehmenden Fahrgastzahlen und die Rationalisierung der Bahn führten schließlich dazu, dass das Empfangsgebäude im Jahr 1990 weitgehend außer Betrieb genommen wurde. Drei Wohnungen, welche sich ebenfalls im Gebäude befanden, wurden noch einige Jahre bewohnt. Ab 1999 folgte, nachdem die letzten Mieter*innen der Wohnungen ausgezogen waren, der endgültige Leerstand. Zurück blieb lediglich der 100 Meter nördlich gelegene Bahnhaltepunkt. Das sanierte Bahnhofsgebäude in Erlau Konzept und Umsetzung – „Bürger und Dienstleister Hand in Hand“ Der Wunsch der Gemeinde, das identitätsstiftende Gebäude wieder in einen lebendigen Ort zu verwandeln, war groß. Im Gemeindeblatt wurde vor diesem Hintergrund eine Umfrage veröffentlicht, welche neue Nutzung sich die Erlauer*innen für den ehemaligen Bahnhof vorstellen könnten. Das Ergebnis: einen sozialen Treffpunkt und einen Bürgerbereich. Den entscheidenden Anstoß gab es schließlich im Jahr 2012 durch eine Entwurfsstudie von Architekturstudierenden der Technischen Universität Dresden, welche die Entwicklungsmöglichkeiten des Bahnhofsgebäudes aufzeigte. Initiiert wurde diese von Jana Ahnert, der heutigen Vereinsvorsitzenden des Generationenbahnhof Erlau e.V. und damaligen Mitarbeiterin an der TU Dresden. Nach der öffentlichen Vorstellung des Konzepts mit 100 Teilnehmenden war die Begeisterung unter den Anwesenden groß. Kurz darauf schlossen sich der damalige Bürgermeister Wolfgang Ahnert und einige interessierte Anwohner*innen zu einem Initiativkreis zusammen. Es entwickelte sich eine konkrete Vision für das Gebäude – die Kombination aus medizinischen und gemeinschaftlichen Angeboten, bei der bürgerschaftliches Engagement und professionelle Dienstleistungen unter einem Dach zusammenkommen und sich gegenseitig unterstützen. Mit viel Engagement gelang es der Gemeinde und dem damaligen Bürgermeister im Jahr 2014, das Bahnhofgebäude zu kaufen. Aufgrund der hohen Erhaltungskosten, des geringen Gebäudewerts und des geringen Interesses anderer potenzieller Käufer wurde ein symbolischer Kaufpreis von einem Euro vereinbart. Noch im selben Jahr gründete sich der Verein Generationenbahnhof Erlau e.V., der die Organisation und Netzwerkarbeit für den bürgerschaftlichen Bereich des Generationenbahnhofs bis heute übernimmt. Nach einer sportlichen Planungsphase von weniger als 1,5 Jahren konnte die Sanierung im Januar 2016 beginnen, bei der die Gemeinde als Bauherr fungierte. In enger Abstimmung und guter Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutz gelang es, einen Großteil der Außenfassaden sowie etliche historische Elemente wie Türen und Fenster zu erhalten. Mit der Vorstellung, dass sich jede Epoche in der Architektur des Gebäudes widerspiegeln sollte, wurde außerdem ein moderner Anbau aus Fertigbeton mit zusätzlichen Behandlungsräumen für den Zahnarzt erstellt. 2017 erfolgte schließlich die Eröffnung des Generationenbahnhofs. Der Schlüssel für die erfolgreiche Bauphase war die gute Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit Denkmalpflege und Bauaufsichtsbehörde. „Da bin ich mit dem einen oder anderen Becher Kaffee und dem einen oder anderen Stück Kuchen hingefahren, habe das mit denen beraten und dann hat das funktioniert. Es kommt immer darauf an, wie man mit den Leuten umgeht.“ (Wolfgang Ahnert) Das Bahnhofsgebäude nach knapp 15 Jahren Leerstand (Foto: Generationenbahnhof Erlau e.V.) Das Bahnhofsgebäude während der Sanierung 2016 (Foto: Generationenbahnhof Erlau e.V.) Heute befinden sich unter Berücksichtigung des demografischen Wandels eine Seniorentagespflege, ein ambulanter Pflegedienst und eine Zahnarztpraxis in dem Generationenbahnhof. Verbunden wurde dieses professionelle Angebot mit einem ehrenamtlich betriebenen Bürgerbereich, bestehend aus einem Bürgerbüro und einem Bürgersaal als Raum für Bildung, Begegnung, Kultur und Freizeit. Unter dem Motto „Gutes Landesleben in Gemeinschaft“ entstand über die Zeit außerdem eine lange Liste an Aktivitäten wie z. B. Kartenspielrunden, Kreativtreff, Eltern-Kind-Kreis oder Cocktailabende. Die Räume werden darüber hinaus für Vorträge, Workshops oder auch für Ausstellungen genutzt. Auch mit lokalen Vereinen, einer Volkshochschule und weitere externen Akteuren wird zusammengearbeitet. Für den ehemaligen Bürgermeister steht heute fest, die klaren Vorstellungen und die tragbare Nutzungsidee, welche aus dem Ort heraus entwickelt wurden, waren ein entscheidender Erfolgsfaktor für das Projekt: „Das ist ganz, ganz wichtig, wenn Sie so was machen, dass Sie die Nutzung vorne weg klären.“ (Wolfgang Ahnert) Der Generationenbahnhof als Gemeinschaftsprojekt Im Gespräch wurde schnell deutlich, dass der Bahnhof von Beginn an ein Gemeinschaftsprojekt war, geprägt von einer engen Zusammenarbeit zwischen Kommune, Verein, späteren Nutzer*innen und Dienstleister*innen. Die gemeinsame Projektentwicklung war besonders wichtig, damit alle dieselbe Vision teilen. Jana Ahnert erinnert sich insbesondere an die essenzielle Unterstützung der Gemeinde: „Dass die Kommune gesagt hat: ‚Ja, wir gehen das an‘, war eigentlich ein großer Erfolgsfaktor für uns, denn ohne sie hätten wir das niemals stemmen können.“ Einen weiteren Vorteil brachte die multifunktionale Aufstellung des Teams mit Kontakten im ganzen Landkreis. Frederike Bremer, ehemalige Koordinatorin des Bahnhofs, beschreibt, wie wichtig es für die Umsetzung des Projekts war, die verschiedenen Begabungen geschickt zu bündeln und zu verknüpfen. Das Projekt lebt von der Gemeinschaft und einem breiten Netzwerk. Dabei ist es wichtig, ein offener Mensch ohne Berührungsängste zu sein, Kontakte aufzubauen und diese Verbindungen zu pflegen, so Bremer. Das Nutzungskonzept (Abbildung: Generationenbahnhof Erlau e.V.) Auch die Bürger*innen der Gemeinde waren von Anfang an involviert. „Wir haben immer versucht, viel Öffentlichkeitsarbeit zu machen, über das Projekt zu informieren, einzuladen. – Es gab immer die Möglichkeit, mitzudenken, mitzumachen, sich einzubringen, Wünsche